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Lackversiegelung 'Ratte'

Themenstarteram 19. Febuar 2012 um 14:12

Hallo allerseits, ich habe da schon lange Jahre einen Oldtimer mit scheintotem Lack unbekannter Machart. Eigentlich gehe ich da nur noch mit Handwäsche und Hartwachs ran. Einmal ist mir nämlich mit Lackreinigerpolitur per Hand die Deckschicht an einem punktuellen Lackmangel am Kofferraum weggeflogen. Auch mit Hartwachs sind immer leichte Farbpartikel im Lappen. Zudem ist der Wagen auch noch an der ein oder anderen Fläche mit selbstgemischter Kunstharzfarbe nachgebessert, nachdem Rost im Unterbau beseitigt wurde. Eigentlich wasche ich das Auto nur einmal im Jahr und mache danach gleich Wachs drauf, so ist es halbwegs erträglich. Zwischendurch wird nur mit dem Staubwedel der Garagenstaub abgeputzt oder nach einem Regen mal mit Lappen trockengewischt. Eine Neulackierung kommt für mich nicht in Frage, für das Geld fahre ich lieber oder mache die Mechanik oder den Rost und habe nicht Angst wegen jedes Steinschlags oder Kratzers.  Ich dachte jetzt, mal eine Lackversiegelung zu machen, vielleicht mit dem 1-K-Unilack-Spezi von Zaino oder mit Jetseal 109. Bin mir aber unklar über die Vorbereitung. Perfektion ist nicht annähernd erwünscht , nur pflegeleicht muss das Finish sein und keine Wasserflecken nach jedem 2.Regen zeigen. Wie soll ich solch einen toten Lack schonend vorbereiten ? Lackreiniger fällt aus, dann ist er weg, fürchte ich. Einfach nur mit Entfetter/Spüli waschen ? Mit Reinigungsknete, habe ich noch gar keine Erfahrung, gerade bei dem Zustand würden mich Anwendungserfahrungen interessieren. Mit der Hand sind deutliche Rauhheiten auf dem Lack zu spüren, zum Teil sind das aber auch schlecht nachlackierte Fahrzeugteile oder Einschlüsse in der Hinterhoflackierung. Ich schätze den Lack basierend auf der Vorgeschichte (England,Holland) des Autos auf mindestens 20 oder 30 Jahre. Das weiße Dach hat dieselben Abrieb-/Kalkprobleme ist aber definitiv Originallack. Die Optik ist mir bis jetzt völlig ausreichend und kann so bleiben.

Danke und Grüße Mark

Kunstharzfarbe
Hartwachs
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13 Antworten

Also wenn Du so Angst um den Lack hast, würde ich ihn einfach richtig gründlich mit einem milden Shampoo waschen (evtl. erst einmal einweichen, abkärchern und dann mit Handschuh waschen).

Anschließend würde ich ohne Knete oder Politur direkt mit Wachs versiegeln.

Ich weiß, dass das nicht die "richtige" Vorgehensweise ist. Da aber dem TE auch die scheinbare Lackeinschlüße und der rauhe Lack egal sind, denke ich wäre das die beste Möglichkeit, um ein klein wenig für den Lack zu tun und dabei keine Angst um selbigen zu haben.

Evtl. meldet sich aber auch der User Norske noch, der hat gerade für solche alten Lacke (Dach scheint original) bstimmt einiges an Erfahrung.

Wäre es mein Rover P5B „3½ litre“, dann würde ich dem wunderschönen und seltenen 4-door Coupé mit dem unkaputtbaren Buick V8 eine ordentliche Lackaufbereitung mit allen notwendigen Schritten gönnen – auch 20 oder 30 Jahre alte Lacke halten das aus und mit Plaka-Farbe wird das Auto ja wohl nicht lackiert worden sein. Dass echte Unilacke beim polieren abfärben ist normal und nicht zwingend gefährlich, die Abfärbung beim Auftrag des Hartwachses ist mit ziemlicher Sicherheit auf die darin enthaltenen Lösungsmittel zurück zu führen und wird beim Zaino oder Jetseal-Auftrag ebenso auftreten.

Grüsse

Norske

Zitat:

Original geschrieben von norske

Wäre es mein Rover P5B „3½ litre“, dann würde ich dem wunderschönen und seltenen 4-door Coupé mit dem unkaputtbaren Buick V8 eine ordentliche Lackaufbereitung mit allen notwendigen Schritten gönnen – auch 20 oder 30 Jahre alte Lacke halten das aus und mit Plaka-Farbe wird das Auto ja wohl nicht lackiert worden sein. Dass echte Unilacke beim polieren abfärben ist normal und nicht zwingend gefährlich, die Abfärbung beim Auftrag des Hartwachses ist mit ziemlicher Sicherheit auf die darin enthaltenen Lösungsmittel zurück zu führen und wird beim Zaino oder Jetseal-Auftrag ebenso auftreten.

Grüsse

Norske

Da spricht der Fachmann! :)

Ich kann hier kaum helfen, ausser dass ich es wie Norske sehe: So einem Schätzchen würde ich die bestmöglichste Pflege gönnen.

Aber wir haben eine ganz unterschiedliche Auffassung zu dem Begriff "Ratte" ;)

Gruss DiSchu

Das wäre ein potentieller Kandidat für die C-Quarz Versiegelung.

Infos findest Du hier:

http://www.autopflegeforum.eu/.../index.php?page=Thread&threadID=14097

Zitat:

Original geschrieben von apple

Das wäre ein potentieller Kandidat für die C-Quarz Versiegelung.

Infos findest Du hier:

http://www.autopflegeforum.eu/.../index.php?page=Thread&threadID=14097

Zum Großteil besteht C. Quartz erstmal aus Lösungsmitteln und daher würde ich bei Lacken mit ausgebesserten Stellen, deren Zusammensetzung man nicht kennt, tunlichst davon abraten, gerade wenn der Lack nicht mehr intakt scheint.

C. Quartz setzt eine gründliche Aufbereitung voraus und ist nur abrasiv entfernbar.

Ich käme niemals auf die Idee solch ein altes Schmuckstück mit einer Nano-Keramikversiegelung zu behandeln...ich finde derartige Experimente sollte man bei Alltagsautos vollziehen und da C. Quartz noch gar nicht lange auf dem Markt ist, kann man es durchaus als Experiment sehen.

Ist meine persönliche Meinung und das bei der Tatsache, daß mich C. Quartz bisher in seiner Leistung erstaunt...aber eben auf einer Alltagsgurke, die sicherlich niemals ein Youngtimer oder Oldtimer werden wird.

Themenstarteram 20. Febuar 2012 um 8:34

Hallo,

wenn ich es recht überdenke, ist das auch mein erstes Auto mit richtig altem Unilack. So extrem kannte ich die Abfärberei nämlich nicht, selbst bei den alten roten 1er-Fiestas gab es das damals nicht so. Nochmal zur Reinigungsknete: Die würde ich doch mit Spüliwasser anwenden und mangels Lösemittel dürfte da nicht so viel hängenbleiben, oder ?

Danke und Gruß

Mark

Was aber passieren kann, dass du dir mit der Knete stellenweise feine Kratzer reinziehst, du du rauspolieren müsstest. Also am besten eine weiche/warme Knete, warmes Spüli-Wasser und bei warmer Witterung anwenden, dann kann man kratzerfrei arbeiten.

Themenstarteram 20. Febuar 2012 um 16:35

Zitat:

Original geschrieben von Goify

Was aber passieren kann, dass du dir mit der Knete stellenweise feine Kratzer reinziehst, du du rauspolieren müsstest. Also am besten eine weiche/warme Knete, warmes Spüli-Wasser und bei warmer Witterung anwenden, dann kann man kratzerfrei arbeiten.

danke für den Hinweis, das ist dann auch meinen Neuwagen demnächst wichtig. Beim Rover ist es egal, der besteht nur aus kleinen Kratzern, er trägt sie mit Würde und verschleiert sie mit ausreichend Chrom

Zitat:

Original geschrieben von Goify

[…]

warmes Spüli-Wasser

[…]

KEIN SPÜLI-WASSER!!!

Eine ganz dünne Shampoo - Wasser - Mischung, ein Detailer oder spezielles Gleitmittel, aber KEIN SPÜLI-WASSER.

Das Geschirrspülmittel kann Dir die Knete zerstören, sie kann hart und bröselig werden.

Alaaf

Norske

Ich betone KANN. Meine Petzoldt's Magic Clean hat es mit Rote-Beete-Bio-Öko-Geschirrreiniger überlebt.

Aber danke für den Tipp.

Ach du Sch....! Das gibts ja wirklich ...dieses Rote-Beete-Putz-mich-tot Zeugs...

Ich dachte das wäre ein seltsamer Karnevalsscherz....:D

Themenstarteram 20. Febuar 2012 um 19:06

Zitat:

KEIN SPÜLI-WASSER!!!

Eine ganz dünne Shampoo - Wasser - Mischung, ein Detailer oder spezielles Gleitmittel, aber KEIN SPÜLI-WASSER.

Das Geschirrspülmittel kann Dir die Knete zerstören, sie kann hart und bröselig werden.

Alaaf

Norske

Ja, habe ich auch schonmal gelesen, das kommt wohl auf auf die Knete an. Spüli ist halt ein starker Fettlöser, vermutlich nimmt man am besten Autoshampoo. Ich habe da immer was vom Meguiars herumstehen.

Mark

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