Kurzstrecke im Winter / Öl erreicht keine Betriebstemperatur

Seat Leon

Hallo Gemeinde,

wie der Titel schon sagt, habe ich das "Problem", dass das Öl meines Fahrzeuges im alltäglichen Gebrauch (Arbeitstrecke) aufgrund der zu geringen Entfernung nicht warm wird. Aktuell ( bei 10 Grad Außentemperatur) kommt das Öl bei 12km Arbeitsweg auf zirka 80 Grad. Auf dem Weg zur Arbeit erreiche ich kaum Geschwindigkeiten größer 90km/h bei 80% Land und 20% Stadt.

Nun stelle ich mir die Frage, ob das in irgendeiner Form schlecht für den Motor sein kann? Gerade im Winter fallen teilweise Ausflüge weg wo das FZ auch mal längere Strecken bewegt wird. Gehen wir mal davon aus, dass das FZ im schlimmsten Fall zwei Wochen am Stück so bewegt wird.

Ich kenne das von meinem Vater seinen großen Diesel (BMW 335d) wo aufgrund der vielen Kurzstrecke die Injektoren verkokt sind und das zu Reparaturen i.H. von 4.000 Euro geführt hat. Ob das jetzt bei einem Benziner auch passieren kann weiß ich nicht. Ich möchte dem gern vorsorgen.

26 Antworten

Klar ist es nicht gut. Der Wagen wird dann wahrscheinlich auch schon nach 10-11 Tkm um neues Öl betteln. Aber was willst du machen? Fahr nen Umweg oder fahr nur im SModus.Dann wird er warm.
Injektoren werden nicht vekoken (aufgrund höherer Temperaturen). Wie lange willst du den Wagen fahren? 5 Jahre und 50Tkm wird er das schon mitmachen.

Für den Verwendungszweck ist ein Diesel suboptimal.

Man könnte evtl. überlegen, den Wagen auf Festintvervall QG0 umzucodieren. Sofern das heute noch möglich ist. Als ich aufgrund eines Arbeitsplatzwechsel nicht mehr 50km zur Arbeit fuhr, sondern nur noch "innerorts", wollte mein Fabia ca. 6000km nach dem letzten Ölwechsel einen Service haben. Hab die Karre dann umprogrammieren lassen. Seit dem einmal im Jahr. Habe so einen festen Termin, kann mich seelisch, finanziell und terminlich drauf einstellen.

Ich will mal gucken, wann sich der Leon das erste Mal meldet, wenn der mir zu früh kommt, wird der auch umprogrammiert.

Zitat:

@UliBN schrieb am 20. November 2015 um 16:31:24 Uhr:


Für den Verwendungszweck ist ein Diesel suboptimal.

Unser BMW X1 Diesel ist jetzt 4,5 Jahre alt und hat keine 40tsd km runter. Der Wagen hat tgl nur 2x 1,5km zurücklegen müssen, sowie ab und an Einkaufstouren und Wochenendausflüge wo dann auch mal 50km oder mehr zusammen kamen.

Der Motor hat bislang 0 Probleme, Ölwechsel hat er insgesamt 2x bekommen. Auch mit dem DPF gabs keine Probleme.

Allen Unkenrufen zum Trotz, das ein Diesel bei dem Fahrprofil nicht günstig ist, hat unser X1 exakt das Gegenteil bewiesen.

Ein jährlicher Ölwechsel bei Bedenken wegen der selten erreichten max Betriebstemperatur wäre sicherlich nicht schädlich. Wir haben es nicht getan und keine negativen Auswirkungen erleben müssen.

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Er meint mit Sicherheit den wirtschaftlichen Hintergrund.

Nein, ich meinte die nicht optimale Schmierung des Motors aufgrund der kurzen Strecken. Die Wirtschaftlich durch den Verbrauch stelle ich nicht infrage. Nicht umsonst werden Empfehlungen für die Jahresfahrleistung gegeben, um alle Vorteile auszuschöpfen.

Unter 15.000 KM im Jahr lohnt sich ein Diesel nunmal gar nicht.
Bei unter 40.000 in 4,5 Jahren sind das ca. 8.500 KM im Jahr.
Da kann der Diesel noch sowenig verbrauchen, unwirtschaftlicher geht's nicht mehr.
Höhere Kosten in der Anschaffung und erheblich höhere KfZ Steuer.
Kurzstrecken (fast immer nicht die volle Betriebstemperatur erreicht) sind für den Diesel nicht so gut.
Wir hatten auch einmal einen 335d, der in den ersten beiden Jahren, je eine Fahrleistung von 20.000 KM hatte, dass dritte Jahr nur noch 7.000 KM.
Durch das letzte Jahr (immer nur Kurzstrecke) war der Wagen so lahm geworden, das der seine Höchstgeschwindigkeit nicht mehr erreichte.
Würde erst wieder OK, nach 200 KM AB mit ziemlich viel Dampf und das mindestens 1 x im Monat.

Wenn ich den Link zu Spritmonitor richtig deute, hat der TE jedoch einen Benziner. Und dazu wohl EZ 11/2015 - also noch recht neu. Ich würde jetzt erstmal ein paar Tausend KM fahren, bis alles richtig eingefahren ist.

Zitat:

@illegut schrieb am 20. November 2015 um 16:03:08 Uhr:


Klar ist es nicht gut. Der Wagen wird dann wahrscheinlich auch schon nach 10-11 Tkm um neues Öl betteln. Aber was willst du machen? Fahr nen Umweg oder fahr nur im SModus.Dann wird er warm.
Injektoren werden nicht vekoken (aufgrund höherer Temperaturen). Wie lange willst du den Wagen fahren? 5 Jahre und 50Tkm wird er das schon mitmachen.

Um hier keine Verwirrung aufkommen zu lassen. Ich selbst fahre seit 3 Wochen eine ST Cupra. Ich habe den Vergleich zum BMW gezogen um zu zeigen und zu fragen, was und ob das passieren könnte.

Meinen Cupra möchte ich zirka 5 Jahre fahren dementsprechend habe ich auch die Neuwagenversicherung abgeschlossen um weitere 3 Jahre. Ich gehöre zu den Leuten die den Motor erst fordern wenn das Öl Betriebstemperatur erreicht hat. Umwege fahren nur damit der Wagen richtig warm wird ist auch nicht im Sinne des Erfinders.

Zitat:

@PHIRAOS schrieb am 20. November 2015 um 21:10:50 Uhr:


Man könnte evtl. überlegen, den Wagen auf Festintvervall QG0 umzucodieren. Sofern das heute noch möglich ist. Als ich aufgrund eines Arbeitsplatzwechsel nicht mehr 50km zur Arbeit fuhr, sondern nur noch "innerorts", wollte mein Fabia ca. 6000km nach dem letzten Ölwechsel einen Service haben. Hab die Karre dann umprogrammieren lassen. Seit dem einmal im Jahr. Habe so einen festen Termin, kann mich seelisch, finanziell und terminlich drauf einstellen.

Ich will mal gucken, wann sich der Leon das erste Mal meldet, wenn der mir zu früh kommt, wird der auch umprogrammiert.

Wenn ich dich richtig verstehe dann kann es passieren, dass die zwei Jahre bzw. 30.000 KM gar nicht erreicht werden könnten bevor sich das Fahrzeug meldet und gewartet werden möchte? Gewisse Fahrprofile haben dann demnach einen Einfluß auf die Serviceintervalle.

Natürlich kann und nach deinen Schilderungen wird dies auch so eintreffen, nennt sich deswegen auch flexibler Serviceintervall. Es werden z.B. Kalstarts, Ölqualität usw. gemessen und daran bemisst sich dann dein nächster Service...

Das dann, wenn die Intervalle durch die individuellen Bedingungen verkürzt werden. Und wenn die Grenzen z.B.durch schonendes Fahren nicht erreicht werden, greifen die Vorgaben mit zeitlichen Fristen, also z.B. nach einem Jahr. Es geht nach dem Motto "oder". Das alles zeigen die Daten des Info-Systems an. Sie können auch abgefragt werden.

Also ich finde den Arbeitsweg von 12 Km schon recht ordentlich. Und dass das Öl 80 Grad erreicht, ist doch auch bestens. Unser Skoda Octavia Saugmotor hat Kurzstreckenverkehr (3 Km) über nunmehr 6 Jahre und 50.000 Km gut weggesteckt. Der bekommt einmal im Jahr einen Ölwechsel. Hin und wieder fährt er dann auch mal etwas längere Strecken.
Die Spritqualität sollte nicht unterschätzt werden. Sehr gutes Benzin (bei Diesel dürfte es gleich sein) verbrennt rückstandsloser als Benzin schlechter/normaler Qualität. Es gibt auch Tuner, die schwören z.B. auf Ultimate 102 von Aral. Eine Reportage in einem der dritten Programme hat die gute Spritqualität von Aral bestätigt. Ich glaube, auch der Kraftstoff von Shell kam bei einer Analyse gut weg. Wurde seinerzeit von der "Motorrad" (Zeitschrift) in Auftrag gegeben. Zuvor bei einem Hochgeschwindigkeitstest ist der Motor einer KTM abgeraucht (Loch im Kolben, glaub ich) Man hat es auf den schlechten Sprit zurückgeführt. Mit der sündhaftteuren Shell-Plörre lief dann beim 2. Versuch alles bestens (den Sprit hatte man in Fässern zu dem Test dann extra mitgebracht). Ich möchte aber keine Werbung für die vorgenannten Benzinhersteller machen, dass das klar ist.

Glaub mir. Super + ist in der BRD Super + und Super ist Super. Egal welche Tankstelle.
Das Tuner teilweise Ultimate etc. vorschreiben oder empfehlen liegt an der Leistungssteigerung und den ausgereitzten Reserven.
Nebenbei hat der Cupra von Werk aus eine Super+ Empfehlung wenn ich mich nicht irre.

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