Kurbelwellensimmerring OM613.

Mercedes E-Klasse S210

Hallo, mir steht nächste Woche eine große Reparatur bevor.

Symptome: Motoröl läuft aus der Wandlerglocke, habe endoskopiert, an der Getriebeseite ist Wandler trocken, an der Motorseite ist der Wandler siffig, man kann erkennen dass am Ausgang Kurbelwelle ölfeucht ist, also vermutung simmerring kurbelwelle liegt sehr nahe.

Hat jemand tipps für die Reparatur? Voll ausgestattete Werkstatt ist vorhanden.

Simmerring mit Deckel, Getriebeöl und Getriebedichtsatz ist vorhanden.

Wie ist dass mit dem Wandler? der hat bei der neuen version des 722. ja keine ablassschraube, bleibt dass ATF einfach drinnen dann?

ist ein S210, 320CDI, Bj. 2001.

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11 Antworten

Gegenfrage: Wie siffig ist das ganze?

Ist eigentlich keine große Arbeit. Getriebe raus & los geht’s. Den Wandler gerade abnehmen und das Öl auskippen. Denk dran, dass du die Menge vor dem starten wieder einfüllst. Zzgl. der Menge, die du durch das ablassen des Getriebeöls über die Ablassschraube hast ablaufen lassen.

Die gurke stand 7 jahre aufm acker, hab die innerhalb eines jahres wiederbelebt, 1000€ in neuteile reingeballert und knapp 1,5qm2 blech einschweißt, hatte anfang der woche tüv termin, suppte bei der AU und daher hohen öldruck so rauß dass unter dem auto ne pfütze war.. ölfeucht mit abtropfen 😎

aber muss ich den wandler unbedingt abziehen? weil montage soll doch relativ schwierig sein wegen der Pumpe oder so? war da nicht was?

Nö, mit der Pumpe ist da nichts.

Vielleicht nochmal zu Verdeutlichung: Der Wandler kommt mit dem Getriebe raus. Das Getriebe wird aber beim Einbau auf den schon verbauten Wandler gesetzt. Musst nur auf die Welle achten, dass sich nichts verkantet.

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Achso, okay, also:

Ausbau: Geteiebe lösen und wandler an schwungscheibe lösen.

Einbau: Wandler an schwungscheibe schrauben, dann Getriebe drauf setzten.

Ist also nix verpresst oder sonstiges?

Oh Gott wer schreibt den solchen Mist Google bitte wie man den Wandler ins Getriebe setzt und warum!!!!!! Die Nasen der Ölpumpe treiben den Wandler an wie der Kollege die in Übereinstimmung bringen will ist mir ein Rätsel das einzige was passiert ist du zerstörst das Getriebe! Also Wandlerschrauben 6x raus mit nem Schraubendreher den Wandler Richtung Getriebe ca 1,5cm verschieben mit kunstoffkeil arretieren dann das Getriebe inkl. Wandler abschrauben (Wandler bleibt im Getriebe) abnehmen fertig und dann wieder genau so zusammenbauen

Zitat:

@211 er SPEZI schrieb am 16. September 2024 um 05:21:53 Uhr:


Oh Gott wer schreibt den solchen Mist Google bitte wie man den Wandler ins Getriebe setzt und warum!!!!!! Die Nasen der Ölpumpe treiben den Wandler an wie der Kollege die in Übereinstimmung bringen will ist mir ein Rätsel das einzige was passiert ist du zerstörst das Getriebe! Also Wandlerschrauben 6x raus mit nem Schraubendreher den Wandler Richtung Getriebe ca 1,5cm verschieben mit kunstoffkeil arretieren dann das Getriebe inkl. Wandler abschrauben (Wandler bleibt im Getriebe) abnehmen fertig und dann wieder genau so zusammenbauen

Entspann dich doch mal, also wie ich erst schrieb, Wandler aufm Getriebe sitzen lassen und fertig.

Ich weiß ja nicht, was andere so machen, aber man kann beides. Nur hat der Wandler auch ordentlich Gewicht. Ich präferiere meine Methode. Hat immer funktioniert. Und ich bin bestimmt schon beim 20. 722.6.

Also was nu? Laut WIS Wandler sitze lassen, laut dem was ich gelesen hatte, Wandler sitzen lassen wegen Pumpe, phoenix217's angaben stimmen sonnst eigentlich immer..

mal sehen was ich mache, werde mal WIS Arbeitsanweisung zum Wandler tauschen ansehen morgen, dort wird dass mit dem arretieren wohl ordentlich beschreiben sein.

Zugegeben, das positionieren erfordert Routine. Der Getriebebauer, bei dem ich gelernt habe, hat mir das damals auch so beigebracht.

Dann montier das Getriebe mit Wandler. Es ist definitiv die Methode, die Mercedes (habe ich damals bei bei der Niederlassung auch gemacht) vorschreibt. Und dann sind wir auch alle die dem selben Stand wenn du Probleme beim montieren haben solltest.

Ich würde aber trotzdem die Gelegenheit nutzen, und das Öl vom Wandler auskippen.

So, Operation geglückt, alles wieder dicht.

Waren Ca. 5std arbeit, benötigt wurden an werkzeug: Hebebühne, Getriebeheber, knarrenkästen und diverse Adapter/Verlängerungen.

An materialien:

Kurbelwellensimmering, habe Elring genommen, war auch schon einführhilfe mit bei.

Dichtsatz Automatikgetriebeölwanne.

Getriebeöl, filter, schrauben für Ölwanne, kupferring.

Bin so vorgegangen:

Getriebeöl abgelassen.

Leitungen zum kühler komplett entfernt.

Masseband ab.

Stecker + hitzeschutzblech ab.

Gestänge ausharken.

Halterung vom Abgasrohr lösen.

Öleinfüllrohr oben lösen(!)

Getriebe anbocken.

Hinteren haltebock abschrauben.

Kardanwelle lösen und schon bei seite schieben.

anfangen die schrauben an der glocke zu lösen, hab erst mit den oben angefangen, dass man nicht die beschissesten zum schluss hat.

4 schrauben unten sitzen lassen an der glocke.

Schrauben Wandler -> schwungscheibe lösen komplett.

Letzten schrauben von der Glocke lösen.

Getriebe nach hinten ziehen und raus.

Schwungscheibe demontieren, simmering raus, neuen rauf, wieder zusammenklötern.

Drehmomente:

Ölwanne an Getriebe: 8nm
Schwungscheibe an Wandler: 45nm + 90°
schrauben simmerring gehäuse: 9nm.

Habe den Zapfen von der Kurbelwelle noch etwas mit stumpfen 180er schmirgelleinen gesäubert, sehr behutsam.

Habe den Wandler einfach sitzenlassen wo er war, hat dass Getriebe nie verlassen, fühle ich mich besser bei, habe den aber einmal zur Seite gekippt dass das Öl durch dass Getriebe raus kam, waren insgesamt 5l knapp die auch rausbekommen habe.

Habe natürlich auch noch die Wannendichtung, Aluschrauben und Filter neu gemacht.

Denkt dran vor so einer Reparatur einen 10L Messbecher bereit zu haben, messe immer gerne nach wie viel Öl ich abgelassen habe, fange dabei auch immer jeden piss aus den Leitungen und sowas auf und nehme die menge + 150-200ml, Schwund is immer

Habe bei der Gelegenheit auch gleich Steckeradapter getauscht.

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