Forum900 II & 9-3 I
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kratzer

Themenstarteram 31. März 2004 um 19:35

Hat jemand eine Ahnung, wo speziell bei älteren dunklen Metalliclacken die zehntausend feinen Kratzer herkommen, die bei Sonneneinstrahlung oder bei entsprechenden Lichtverhältnissen zu sehen sind und die dem Lack den Tiefenglanz nehmen?

Falsche Waschanlage?

Falsche Politur?

Handwäsche?

13 Antworten

N`Abend!

Die ganzen feinen Kratzer kommen von häufigen Waschstraßenbesuchen. Die Bürsten peitschen den Lack regelrecht aus. Das fällt natürlich bei dunklen Lacken mehr auf als z.B. bei silber. Über die Jahre hinweg sieht das bei mangelnder Lackpflege natürlich übel aus. Dem kann man nur vorbeugen indem man den Lack alle 2 Monate per mühevoller Handarbeit wachsversiegelt. So mache ich das und es lohnt sich. Selbst mein früheres dunkelblaues Auto sah nie so ausgepeitscht aus.

Ein Kumpel von mir hat einen Autoaufbereitungsbetrieb. Kürzlich hatte er eine einjährige E-Klasse in schwarzmetallic da. Puh, sah die Karre übel aus. Der Lack war total stumpf und ohne jeglichen Glanz. Der Wagen wurde nur durch die Waschanlage gejagt. Da hilft nur eine Schleifpolitur mit der Maschine. Das kriegt man per Hand nicht mehr hin. Tja, und nach der Behandlung sah der Benz aus wie neu.

Die seit ein paar Jahren verwendeten wasserlöslichen Lacke sind halt sehr empfindlich. Der Supergau ist schwarz oder schwarzmetallic. Das sieht in der Sonne ja nur grauenvoll aus. Für mich ein Grund NIE ein schwarz lackiertes Auto zu kaufen.

Gruß: Südschwede

Zitat:

Original geschrieben von Südschwede

Der Supergau ist schwarz oder schwarzmetallic. Das sieht in der Sonne ja nur grauenvoll aus. Für mich ein Grund NIE ein schwarz lackiertes Auto zu kaufen.

Es sei denn, man pflegt wie Oliver93 und ich ;-) Dann sieht das schwarze Auto auch mit 4 Jahren noch in der Sonne aus wie neu!

Gruss,

Philip

Themenstarteram 1. April 2004 um 12:40

Kann man die maschinelle Aufbereitung selbst machen?

Wie geht das?

Was kostet die professionelle Aufbereitung?

Leidet der Lack weniger bei Handwäsche?

Zitat:

Original geschrieben von wankel1977

Leidet der Lack weniger bei Handwäsche?

Natürlich! Und mit den richtigen Wässerchen von Swizöl gehen auch Mini-Kratzerchen wieder weg.

Gruss,

Philip

@wankel1977

Tach!

Jo, es gibt im Zubehörhandel Poliermaschinen zu kaufen. Da ist aber viel Mist dabei. Und die richtig guten Polierpads sind richtig teuer. Eigentlich kommt es billiger wenn man den Wagen einmal professionell polieren läßt und dann alle paar Wochen von Hand wachsversiegelt. Die Poliermaschine braucht man ja max. 1x jährlich.

Ich bin überzeugter Benutzer von Pflegemitteln von Sonax und Dr. Wack Chemie (A1 Speedwax). Das Zeug ist total easy zu verarbeiten.

Mein Bekannter mit dem Autopflegebetrieb nimmt für eine Hochglanzpolitur für ein Auto von der Größe eines Saab 9-5 ca. 80-100 €. Das ist im Vergleich sehr günstig und hält den Lack kratzerfrei wenn man konsequent danach selber wachsversiegelt.

Handwäsche ist schonender als Waschanlage, wenn man es richtig macht. So sollte man für die oberen und unteren Bereiche separate Schwämme nehmen, um nicht den Dreck von unten beim nächsten Mal auf dem Dach zu zerreiben. Schade, daß man heutzutage fast nirgendwo mehr mit Schlauch und Schwamm waschen darf...

Themenstarteram 1. April 2004 um 20:48

Vielen Dank für die Tips.

Noch eine Frage die mir fast peinlich ist. Ich glaube beobachtet zu haben, dass das Auto vom Nachbarn (schwarz) viel weniger leicht verstaubt wie mein dunkelgrüner. Zwei Tage vor der Tür und es hat sich eine richtige Staubschicht gebildet.

Muß ich jetzt staubwischen???? Der Nachbar tut das jedenfalls nicht.

Kann man was gegen das schnelle Einstauben tun?

Noch was zum Thema Poliermaschinen. Woran erkennt man eine gute Maschine und eine gute Polierscheibe?

Macht nur so weiter, ich bekomme schon ein ganz schlechtes Gewissen ... :-(((

PS: Wirklich gute Poliermaschinen sind Winkelpolierer, die werden auch von Profis benutzt.

Hier ein Bild: http://eprocurement.mercateo.com/images/products/Kayser/gr_2703.jpg

Sie sehen aus wie Winkelschleifer, haben aber geringere Umdrehungszahlen (ca. 2000 - 3500 U/min).

Themenstarteram 2. April 2004 um 12:38

Was spricht dagegen, einen Winkelschleifer zu verwenden? Ich habe meinen alten Wagen bisher mit einem Winkelschleifer poliert, für den ich mir eine Filzscheibe zusammengenäht habe.

Ich traue mich aber mit der doch recht rauhen Filzscheibe nicht an den Saab. Der alte Wagen war halt alt und rot und damit ziemlich unempfindlich.

Frage also, aus welchem Material sind die Polierscheiben? Die Drehzahl des Winkelschleifers kann man ja regulieren.

Ein Winkelschleifer hat ein anderes Getriebe (Übersetzung) da es auf Umdrehungen ausgelegt ist und nicht auf Drehmoment.

(habe es aber noch nicht versucht und weiß auch nicht wie weit man da die Drehzahl herunterregeln kann)

Zitat:

Original geschrieben von wvn

Macht nur so weiter, ich bekomme schon ein ganz schlechtes Gewissen ... :-(((

Solltest Du auch!

Ich hab heute in der Wasch-Box wieder meine Swizöl-Prozedur durchgeführt (ohne Wachsen). Habe es lupenrein in unter 30 Min geschafft. Sogar die Waschanlagenbesitzerin war begeistert! Und hat mich nur 2,50 EURO für das asser gekostet ;-)

Gruss,

Philip

professionelle Politur

 

Hallo,

einen zerhämmerten Lack wieder richtig professionell hin zu bekommen ist nicht einfach... Politur drauf, mit dem Winkelschleifer drüber und fertig ;-) so geht das nicht !

Meistens muß das Fahrzeug, mal locker in Stichworten:

- richtig gewaschen

- abgeklebt werden

- mit 1500 -2000 der Papier naß geschliffen

- evt. Kratzer ausgelegt werden

- grobe Schleifpolitur

- Feinschleifpolitur

- waschen

- Hochglanz

- evt. Versiegelung

Hochglanzpolitur ist kein großes Problem, wenn man gewisenhaft vorgeht,

Aber wenn es ums schleifen oder Schleifpolitur geht, sollte man es besser vom Fachmann machen lassen.

Schnell ist mal eben eine Kante durchgeschliffen ....

Und Dann wird es teuer !

Gruß www.Der-Saubaer.de

Themenstarteram 20. April 2004 um 13:03

Habe den größten Teil der Kratzer wieder wegbekommen. Ich habe mir auf eine Filzscheibe Klettverschluß aufgenäht und diese damit auf den Exzenterschleifer (kein Winkelschleifer) geklettet. Dann mit Polierpaste für stark verwitterte Lacke und anschließend mit Lackversiegelung/Hartwachs behandelt.

Ging ganz gut. Der Exzenterschleifer dürfte diesen billigen Poliermaschinen aus dem Baumarkt deutlich überlegen sein weil man besser in die Ecken kommt. Und ich denke mir, dass die Bewegung, die der Exzenterschleifer ausführt zum Polieren gut geeignet ist. Der Kraftaufwand ist minimal. Wenn ich da an die Handpolitur denke....

Das Hartwachs kann man dann auch mit der Hand auftragen. Es wird ja nicht poliert sondern nur aufgetragen.

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