Kinder im Strassenverkehr

Sind Kinder in Unfälle verwickelt, hört man ja oft "Argumente" wie mangelnde Verkehrserziehung usw. usf..... egal ob mit oder ohne, egal ob deswegen schonmal auf den Hintern (Zitat aus einem anderen Thread) oder auch nicht.... damit kann man nie rechnen und gerade die männlichen User sollten verstehen warum....

Im Prinzip verhält es sich bei den Kindern mit Strassenverkehr und Spielen ähnlich wie bei Männern und Sex.
Wie man ja klischeehaft sagt, setzt bei Männern mit zunehmender G**** der Verstand aus, Regeln oder das letzte Nudelholz der Gattin auf dem Kopf sind aus dem Gedächtnis schlagartig verschwunden. Auch reflexartige Aussetzer soll es geben.... je kürzer der Rock, desto schneller die Kopfdrehung. Wir können nichts dafür, wir sind halt so 😉

Und genauso ist es halt bei Kindern und ihrem Spieltrieb. Egal was sie an Regeln kennen, egal was es schon für Anpfiffe gab.... wird der Spieltrieb gereizt, was Interessantes gesehen... dto. Die können da nichts dafür, die sind halt so 😉

Warum ich das poste? Ich hab einfach in der letzten Zeit viel in der Art gelesen: Kind war schuld blabla usw. usf. ... das ist halt ziemlicher Unsinn, da wir hier nicht von bewusstem Fehlverhalten reden, sondern von Reflexen. Und da wir "Grossen" das doch wissen, sollten wir bewusst damit rechnen und entsprechend agieren.

Also, denkt daran wenn ihr im Strassenverkehr ein Kind seht. Mit allem rechnen, runter vom Gas und bremsbereit, egal was die Regeln gerade erwarten lassen. Evtl. denkt ihr ja mit einem Schmunzeln das nächste Mal daran... 😉

222 Antworten

Die Fußgänger. Sind doch meistens Erwachsene, die sollen gefälligst bei rot stehen bleiben. Glasklar in meinen Augen. Narrenfreiheit haben sie nicht, nur weil sie zu Fuß unterwegs sind.

Zitat:

Die Haftpflicht der Eltern des Jungen hat gezahlt. Den genauen Grund warum weiss ich nicht.

Tjaja, genau da liegt der Punkt, warum die Aussagen "Kind war schuld, war bei mir so" eben falsch und irreführend sind!

Bezahlt hat die Haftpflicht der Eltern und zwar sicher wegen einer Aufsichtspflichtverletzung der Eltern, nicht wegen der Schuld des Kindes. Ein 8 jähriges Kind ist nunmal schuldunfähig (!!), auf was sich jede Haftpflicht auch regelmässig beruft und Forderungen ablehnt. Die Eltern werden nach der Situation befragt, um die Erfüllung der Aufsichtspflicht zu klären. Nur in Fällen, in denen den Eltern eine grobe Verletzung derselbigen nachgewiesen werden kann, steht die Versicherung dann für die Schuld der Eltern ein, das Kind trifft keine, wie gesagt. Ohne Verletzung der Aufsichtspflicht hättest Du idR keinen Cent bekommen.... so üblich.

Zitat:

Bin auch angezeigt worden wegen fahrlässiger Körperverletzung (wird jeder automatisch, der sowas macht), aber der Staatsanwalt hats Dank vieler positiver Zeugenaussagen nach einem Monat fallen lassen.

Was nichts mit der Schuldfrage des Kindes zu tun hat. Vielmehr: Warum wird wohl jeder automatisch in so einem Fall angezeigt?

Es bedeutet (so wie es hier angeführt wurde) nur, dass man dir keine Fahrlässigkeit nachweisen konnte und das (wegen Geringfügigkeit?) fallen gelassen wurde...

Oder wegen Unmöglichkeit deinerseits, den Unfall zu verhindern. Das gibts ja auch, wie wir schon festgestellt haben 😉

Zitat:

Ich starr auch jetzt immer noch auf die Einfahrt wenn ich vorbei fahr.

Zitat:

Narrenfreiheit haben sie nicht, nur weil sie zu Fuß unterwegs sind.

Einerseits was gelernt, andererseits nicht?

Aus Beobachtung, Erfahrung, Ortskenntnis usw. wissen wir doch, dass z.B. in einer Wohngegend Kinder spielen und aus Einfahrten rausrennen können? Wir wissen doch auch, dass manche Dödel über rote Ampeln rennen? Und wir haben die Situationen und Verhaltensweisen VOR dem Eintritt eines solchen Ereignisses schon oft beobachtet?

Naja, dann kann es doch kein grosses Problem sein, die Situation um einen rum zu "lesen", mit Fehlern anderer zu rechnen und entsprechend vorzubauen....

Ja klar, über die "unmöglichen" Ereignisse müssen wir nicht mehr diskutieren. Aber sind die -alle- wirklich so "völlig aus heiterem Himmel"??

Das macht dann mE auch einen wirklich guten Fahrer aus. Er "liest" ständig den Verkehr, "ahnt" Fehler anderer, rechnet diese mit ein und reagiert entsprechend anstatt sich auf die Schuld- oder Regelfrage zu verlassen, geschweige denn sich darauf zu versteiffen. Hilft mehr als jedes ABS, Cam und was weis ich was noch 😉

Ob Kind, Rotlichtrenner oder Linksrüberzieher ... lässt sich imho in 99% aller Fälle "vorhersehen" und damit schon im Ansatz entschärfen.
Narrenfreiheit haben wir nämlich alle nicht - auch nicht bei grüner Ampel und im Auto 😉

Ich musste neulich eine Vollbremsung für zwei solche Rotlichtrenner hinlegen: Zwei Jugendliche, die es eigentlich wissen müssten.

Ich habe auf der hälfte der Kreuzung gesehen, dass diese ziemlich zügig auf die rote Fußgängerampel zurennen und bin instinktiv voll in die Eisen. Trotzdem kam ich (es war nass, das ABS hat nicht schlecht geregelt) erst einen halben Meter vor dem Übergang zum stehen. Die Jugendlichen haben ihr Fehlverhalten wohl doch noch bemerkt und blieben nach einem halben Meter auf der Straße stehen, um mich dann erstaunt anzuschauen - dass innerorts Autos 50 fahren, damit hätten sie wohl nicht gerechnet.

Wie soll ich bitte besser reagieren in solchen Situationen, schließlich war es dort schon sehr knapp? Präventiv an jeder Kreuzung auf 30 runterbremsen vielleicht?

Zitat:

Original geschrieben von tec-doc



Ob Kind, Rotlichtrenner oder Linksrüberzieher ... lässt sich imho in 99% aller Fälle "vorhersehen" und damit schon im Ansatz entschärfen.
Narrenfreiheit haben wir nämlich alle nicht - auch nicht bei grüner Ampel und im Auto 😉

99% Vorhersage is Quatsch. In meinem Fall war auf der einen Seite Industriegebiet und auf der anderen Seite Häuser mit schön dichten Zäunen und einem Haufen Einfahrten. Kannst dir ja vorstellen, wie unvorhersehbar es sein musste, dass ein Kind ca. 1,5 m Bürgersteig im Laufen überbrückt, um zielgenau mittig in meinen Kotflügel zu landen, wobei ich mit 50km/h fahre. Kein Formel 1 Fahrzeug mit Riesenbremsen und keine Sensoren der Welt hätten das Auto jemals rechtzeitig anhalten können. Schlimmer noch: Hätte ich vor dem Zusammenprall gebremst, wär mir der Kleine vors Auto und nicht in die Seite des Autos gerannt. Auch nicht toll, oder?

Es war einfach unglaubliches Glück auf beiden Seiten.

Das man Linksrüberzieher und Rotlichtrenner vorhersehen kann, da stimm ich dir zu. Aber nur zu 60%, denn in die Köpfe der anderen kann man nicht schauen und die sichtbaren Reaktionen geben oft nicht genügend Aufschluß.

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Genau Razor, ein gutes Beispiel... da hast Du ja präventiv reagiert.
Was mich immer wieder wundert ist das "soll ich denn 30 fahren" Argument ... man MUSS nicht 50 fahren und es gibt durchaus Situationen, wo es zwar erlaubt aber nicht sinnvoll ist. Wenn man Situationen eben erfasst und ahnt oder denkt "Öha, dass könnt heikel werden, das ist unübersichtlich, da sind Kiddis usw. usf"

@ascrgolf3
Lass es gut sein, ist ja nicht viel passiert zum Glück.
Aber dass es mehr als 60% sind ... da kommst Du (hoffe ich) schon noch dahinter 😉

"ascrgolf3" schreibt wörtlich:

Zitat-Anfang:

99% Vorhersage is Quatsch. In meinem Fall war auf der einen Seite Industriegebiet und auf der anderen Seite Häuser mit schön dichten Zäunen und einem Haufen Einfahrten. Kannst dir ja vorstellen, wie unvorhersehbar es sein musste, dass ein Kind ca. 1,5 m Bürgersteig im Laufen überbrückt, um zielgenau mittig in meinen Kotflügel zu landen, wobei ich mit 50km/h fahre.

Zitat-Ende

"ascrgolf3" benutzt die "schönen dichten Zäune und die viele Einfahrten" als prophylaktische Entschuldigung, auf die Idee, hier langsamer zu fahren, kommt er nicht, weil er seiner Meinung nach das „Recht“ hat, 50 fahren zu dürfen

typischer Anfängerfehler

Kann mal einer, der Mathe-Leistungskurs hatte, bitte eine Wahrscheinlichkeitsrechnung durchführen?

Zitat:

Original geschrieben von J.Ripper


"ascrgolf3" benutzt die "schönen dichten Zäune und die viele Einfahrten" als prophylaktische Entschuldigung, auf die Idee, hier langsamer zu fahren, kommt er nicht, weil er seiner Meinung nach das „Recht“ hat, 50 fahren zu dürfen

typischer Anfängerfehler

Würde ich jetzt nicht unbedingt daraus schließen …

Als typischen Anfängerfehler (dem scheinbar jedoch auch noch viele Fahrer mit/trotz/oder grade wegen (der) jahrelanger(n) Fahrerfahrung erliegen) würde ich das „ich fahre hier schnell, weil es alle tun, und ich möchte nicht unangenehm auffallen (Stichwort: Herdentrieb und Anpassung im Negativen), in dem ich mich gegen die Allgemeinheit stelle“ bezeichnen. Dies hört man im persönlichen Gespräch sehr oft, jedoch noch kaum hier oder anderswo als geschriebenes Wort 😉

Zitat:

Original geschrieben von tec-doc


Was mich immer wieder wundert ist das "soll ich denn 30 fahren" Argument ... man MUSS nicht 50 fahren und es gibt durchaus Situationen, wo es zwar erlaubt aber nicht sinnvoll ist. Wenn man Situationen eben erfasst und ahnt oder denkt "Öha, dass könnt heikel werden, das ist unübersichtlich, da sind Kiddis usw. usf"

Natürlich MUSS ich NICHT immer 50 fahren, aber bei der besagten Kreuzung gibt es außer der Fußgängerampel nichts, was gegen Tempo 50 spricht. Und glaub mir, ich fahre täglich Strecken, wo 50 erlaubt ist, aber kein vernünftiger Mensch so schnell fährt, weil rechts und links Fußgänger sind.

Wenn mir eine Situation riskant vorkommt, gehe ich automatisch vom Gas, trotzdem ist es wohl realitätsfern, an jeder Kreuzung mit Fußgängerampel präventiv langsamer zu fahren, weil ja jemand bei rot ohne zu gucken rüberlaufen könnte. Ich halte ja auch nicht an jeder Einmündung einer vorfahrtsberechtigten Straße, obwohl es immer Penner gibt, die dort ohne zu gucken rausfahren.

Es ist doch immer wieder erstaunlich zu sehen, wie man zu Selbstverständlichkeiten über 200 Beiträge lang diskutieren kann.

Zu Mal ja jeder auf seine Art rücksichtsvoll fährt!

Zitat:

Original geschrieben von madcruiser


Es ist doch immer wieder erstaunlich zu sehen, wie man zu Selbstverständlichkeiten über 200 Beiträge lang diskutieren kann.

Es ist ja stellenweise mehr ein Missionieren als ein Diskutieren 😉

Zitat:

Es ist ja stellenweise mehr ein Missionieren als ein Diskutieren

Tja, manchen Zeitgenossen muss man eben sogar Selbstverständlichkeiten 200 mal vorbeten 😁

Zitat:

Original geschrieben von os-m


Es ist ja stellenweise mehr ein Missionieren als ein Diskutieren 😉

Da sich alle in der Sache einig sind,

werden Unterschiede künstlich erzeugt,

oder platte Vorurteile ausgeführt und befriedigt.

Also gewinnen die Grünen doch, machen wir überall ne 30-Zone hin und verhalten uns wie in einer Spielstraße.

in Holland soll es Städte geben, in denen kein einziges Verkehrsschild (mehr) zu sehen ist

überall Tempo 30

und immer rechts vor links

... aber - wir sind ja hier in Deutschland ...

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