Kaufberatung: Kia Picanto vs. Toyota Aygo (vs. Smart fortwo und/oder vs. Hyundai i10)
Guten Tag,
ich bin neu hier im Forum und möchte euch gleich um Kaufberatung bitten.
Ich bin (vermutlich bis gestern...) einen VW Golf IV 1.6l mit 77 kw gefahren. Baujahr 2002, seit 2004 meiner, 220 000 km.
Jetzt muss ich mir wohl oder übel ein neues Auto zulegen. Ich suche ein Auto zur Überbrückung für ein paar Jahre (siehe oben, ich kaufe mir eigentlich nicht alle paar Jahre ein neues Auto) bis ich mir ein Elektroauto zulegen werde. (Arbeitgeber plant, Lademöglichkeiten aufzustellen, aber wann das sein wird...)
Ich würde gerne was Kleineres als den Golf IV kaufen (Länge ca 4,15 m). Ich fahre viel Autobahn, da ich pendle, bin täglich etwa 1-2x 30 min auf der Autobahn, parke aber in der Innenstadt und bin meist allein unterwegs. (Gelegentlich mit Beifahrer, auf der Rückbank liegt nur Zeug rum). Das heißt, ich suche was Kleines, Kompaktes, was aber zugleich auch sicher und autobahntauglich ist. Schwierige Kombi.
Habe deswegen bei Euro NCAP gefiltert nach Kleinstwagen ab 2014 mit mind. 4 Sternen und Fahrersicherheit >75% und dann alle über 3,60 m aussortiert.
Übrig geblieben sind:
Citroen C1
Toyota Aygo
Kia Picanto
(Hyundai i10, 3,67 m)
(Opel Karl, 3,68 m)
und, etwas andere Preisklasse:
smart fortwo (und smart forfour, wobei der etwas schlechter abschneidet)
Nach dem, was ich bisher gelesen habe, sind der Kia und der Toyota (und ggf der smart fortwo) in der engeren Auswahl. Ich bin aber für Vorschläge offen - was würdet ihr denn empfehlen für die Kombi klein, sicher, autobahntauglich?
Viele Grüße
Arcadia
49 Antworten
Um eine Empfehlung auszusprechen müßte man erst einmal wissen welche Baureihe/Baujahr konkret verglichen werden soll oder es sich handelt.
Einen direkten Vergleich Aygo erste Baureihe zum Piccanto zweite Baureihe jeweils 1,0er Dreizylinder hatte ich regelmäßig im GR Urlaub im Gebirge.Und da war mein Favorit immer der Aygo und Geschwister.
Agilität, Drehfreude, Durchzug, Fahrspaß, Sound, Verbrauch, Geländetauglichkeit auf unbefestigten Wegen ging immer an die Drillinge.Die Qualitätsanmutung, Innenraum, Polster, Schickimickikram punktete der Kia ohne Konkurrenz, eindeutig das aufwendigere, vermutlich auch schwerere Auto.Aber das genau langweilt mich, ich brauche ein Auto zum Fahren ohne Chrom und Softlack.
Ich würde hier noch den Suzuki Swift in den Raum schmeißen. Den gibt es auch mit 83 PS oder 90 PS Motor und der ist eine Klasse über den hier genannten. Insbesondere im Vergleich zum Aygo eine ganz andere Klasse. Preislich meist auch sehr attraktiv.
Ein Auto, dass 2019 im Crashtest 3 Sterne hatte, kann sicherer sein, als ein Auto, das 2010 5 Sterne. Die Testbedingungen ändern sich laufend und sind somit zwischen den Jahren kaum vergleichbar. Klein(st)wagen mit geringer Ausstattung haben heute kaum noch die Chance über 3 (mit Zusatzausstattung manchmal 4) Sterne zu kommen.
Wenn Dir der Aygo 3-Zylinder nicht zu laut war, dann kann Dir eigentlich keines der Autos wirklich zu laut sein (und dann muss an dem Kia jetzt irgendwas nicht stimmen, wenn der schon in der Stadt zu laut war). Der Aygo 1 hat neben dem rauhen Motor praktisch keinerlei Dämmung und es spielt dort manchmal schon eine Rolle, ob die Hutablage montiert ist oder die Rücksitze umgelegt sind.
Ansonsten ist der Aygo eigentlich ein sehr gutes, zuverlässiges und reichlich sparsames Auto, wenn man mit dem Geräuschpegel leben kann. Ich fahre ihn jedenfalls gern!
P.S.: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Aygo 1 inzwischen nur noch 1 oder 2 Sterne im Crashtest bekäme, da zu Beginn der Bauzeit ganz viele Dinge, die heute selbstverständlich sind, dort nicht serienmäßig vorhanden waren!
Danke für die raschen Rückmeldungen. Wenn es ein Drilling wird, dann eher was ab 2018. Beim Kia würde ich darauf achten, dass er mindestens einen Notbremsassistenten hat, um die Sicherheit zu erhöhen. Ich werde also weitere Probefahrten machen - nochmal Kia wegen Lautstärke, Aygo oder 108 (C1 geht irgendwie optisch nicht...), beide an 2018, um etwas direkter vergleichen zu können...
Zum Kia Drei- vs. Vierzylinder-Vergleich: Auch hier käme was ab 2018 in Frage.
Der Suzuki Swift scheint mir schon den technischen Parametern her optimal, aber ich tue mich optisch mit ihm so schwer. Vielleicht muss ich ihn mir doch nochmal in Ruhe ansehen.
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Habe mir etwas aktuellere Modelle (ab Bj 2018) vom Aygo, 108 und Picanto angesehen, um zumindest die Innenräume zu vergleichen - würde zwar mit dem geringen Platzangebot vom Aygo und 108 vermutlich klarkommen, aber ich glaube, nach dem, was ich gewöhnt bin, sollte es schon eher der Kia werden.
Konnte dann eine kleine Parkplatzrunde mit dem Kia Bj 2018 drehen, fand ihn immer noch etwas laut, aber viel leiser als das Auto, das ich zuvor Probe gefahren bin.
Wenn es ein Kia wird, dann vermutlich einen aus der dritten Baureihe (JA) ab Bj 2018. Würdet ihr hier eher den Drei- oder Vierzylinder empfehlen?
Schwanke noch zwischen Automatik und Handschaltung, will lieber Automatik, macht das Angebot aber noch überschaubarer.
Noch eine Frage zum Spurhalteassistenten: Ich dachte, der sollte auf jeden Fall dabei sein. Jetzt hat eine Freundin allerdings berichtet, dass sie bei ihrem Firmenwagen (Skoda), ebenso wie alle Kolleg*innen, den immer ausschaltet, weil der sofort eingreift bei geringer Abweichung innerhalb der Fahrspur. Ich weiß, unterschiedliche Hersteller, vermutlich unterschiedliche Systeme, aber wie ist das beim Kia? Hat jemand Erfahrung damit? Ich bin, glaube ich, noch nie ein Auto mit Spurhalteassistent gefahren. Oder habe es nicht gemerkt...
Klar wenn man Golf gewohnt ist, fühlt man sich im Kia sicher auch auf Anhieb wohl, stammt ja schließlich auch beides vom Designer Schreyer.
Ja, auch beim Aygo X (und beim Lexus) schalte ich den Spurhalteassistent immer aus, wenn ich daran denke. Sonst pfuscht einem der ständig in‘s Handwerk wenn man mal vergisst zu blinken oder nicht exakt auf einer bestimmten Linie fährt. Ich habe noch keine Strecke gefunden auf der der Spurhalteassistent sinnvoll zu nützen wäre. Allerhöchstens vielleicht, wenn ich vor lauter Müdigkeit nicht mehr fahren sollte. Aber dann fahre ich auch nicht mehr ;-)
Zitat:
@Arcadia schrieb am 14. Januar 2023 um 23:07:27 Uhr:
Habe mir etwas aktuellere Modelle (ab Bj 2018) vom Aygo, 108 und Picanto angesehen, um zumindest die Innenräume zu vergleichen - würde zwar mit dem geringen Platzangebot vom Aygo und 108 vermutlich klarkommen, aber ich glaube, nach dem, was ich gewöhnt bin, sollte es schon eher der Kia werden.Konnte dann eine kleine Parkplatzrunde mit dem Kia Bj 2018 drehen, fand ihn immer noch etwas laut, aber viel leiser als das Auto, das ich zuvor Probe gefahren bin.
Wenn es ein Kia wird, dann vermutlich einen aus der dritten Baureihe (JA) ab Bj 2018. Würdet ihr hier eher den Drei- oder Vierzylinder empfehlen?
Ich würde Aygo nehmen, hab auch für Sohn genommen Aygo 1,0 72 ps ,da er wegen Ausbildung viel Autobahn fährt 30Tkm pro Jahr .
Warum ,weil Toyota 1,0 3 Zylinder einfach langlebiger sind bei guter pflege . Bei meinem Toyo Händler kommt eine zu Wartung hat jetzt schon 400 Tkm auf Tacho und ohne Probleme !
Auf Grund von schlechterem Sprit in Russland laufen Koreaner nicht sehr lang ,da müssten viele schon bei 100 Tkm Motor überholen, Toyota dagegen laufen dort viel besser !
Hier Yaris 2001 1,0 Motor 4 Zylinder hat schon 500 Tkm und jetzt hat er die erste Lichtmaschinen gewechselt ,sonst alles original und der läuft noch wie Schweizer Uhr .
https://www.youtube.com/watch?v=AaVLeRSslzAHi,
falls es ein Kia wird würde ich dir auch den ab Bj. 17 (JA) ans Herz legen. Im Idealfall sogar das Faceliftmodell, ab BJ 21. Unter Anderem ist hier ein größerer Infotainment Bildschirm und ein größerer Boardcomputer Bildschirm verbaut.
Wenn es Automatik sein soll, fällt der Dreizyliner Turbo auf jeden Fall raus, diesen gibt es nur mit Handschaltung.
Im Vergleich verbraucht Automatik natürlich mehr, aber ist halt angenehmer zu fahren. Wenn du den Automatik nimmst hast du halt maximal 84PS und verbrauchst im Endeffekt genau so viel wie ein 3 Zyliner Turbo Schalter mit 101 PS.
Da ich vorher einen Golf 4 mit 105PS und Handschaltung hatte, dachte ich mir dass es nicht schlimm ist wieder einen Schalter zu fahren und von der Geschwindigkeit her wollte ich auch keine Einbußen machen. Und so fühlt es sich auch an, der Kia macht insgesamt mehr Spaß und verbraucht etwa 2-3 liter weniger.
Zum Spurhalteassistenten:
Hätte meine Frau ihn nicht gewollt wäre er nicht mit an Bord gewesen.
Meiner Meinung nach ist dieser auch eher störend als nützlich.
Aber man muss erwähnen, dass er wirklich gut funktioniert und einen auch problemlos automatisch um entsprechende Kurven führen kann. Natürlich nicht in der Stadt wenn es um 90° Winkel nach rechts geht.
Nochmals danke, das war wieder sehr hilfreich.
Ich werde wohl einen Vierzylinder nehmen - nicht nur wegen der Automatik (manuelle Schaltung wäre auch okay, wenn ich dafür ein Schiebedach bekomme...sieht aber nicht so aus), vor allem, wenn die ruhiger laufen, ist es eher was für mich. Lieber keinen Turbo und dafür ein etwas ruhigeres Auto. Und es wird wohl der Kia, mit Facelift, habe mich platzmäßig dort etwas wohler gefühlt als im Aygo. Und einer ohne Spurhalteassistent.
Noch eine ganze andere Frage, vielleicht könnt ihr mir hier auch weiterhelfen - habe einige bei Mobile.de / Autoscout in die nähere Auswahl genommen. Scheint so zu sein, ganz grob, dass ca. 10 000 km mehr Laufleistung eine Differenz von 1000 Euro machen. Welchen der u.g. würdet ihr denn empfehlen vom Preis-Leistungs-Verhältnis her? Ich kann den Wertverlust durch Laufleistung nicht gut beurteilen. Die Ausstattung ist nahezu identisch, natürlich muss man das Auto selbst nochmal prüfen (lassen), aber wie wäre es, wenn man davon ausgeht, dass sie ansonsten identisch sind?
EZ 03/2022, 25 000 km, 16 9990 Euro
EZ 03/2022, 9 000 km, 17 990 Euro
EZ 06/2022, 60 km 18 940 Euro
EZ 11/2022, 10 km, 18 960 Euro (etwas besser als der drüber, allerdings deutlich weiter weg von mir)
...sind jeweils die AMT 1.2 Spirit-Varianten.
Es gibt auch noch einen X-Line, EZ 02/2022, 16 300 km, 18 300 Euro, bessere Ausstattung, aber der teils grüne Innenraum gefällt mir nicht so.
Wenn du dir 2000€ sparen willst, dann kannst du auch den mit 25.000 Kilometer nehmen. Währe in diesem Fall interessant zu wissen, wie die 25.000 Kilometer in einem Jahr zustandegekommen sind. Spielt aber im Prinzip keine Rolle, da Kia nach meinem Wissen 7 Jahre Garantie bietet. Müsste man allerdings prüfen (lassen) ob da schon ein Ölwechsel gemacht wurde, der bei 15.000 Kilometer fällig war. Wenn der Ölwechsel nicht gemacht wurde, dann würde ich den Wagen nicht nehmen, da es dann eben ggf. Probleme mit der Garantie geben kann. Dann kommt eher der Wagen mit 9000 Kilometer in Frage, bei dem dann natürlich im März die erste Wartung fällig ist.
Also wir haben im April 2022 folgendes bekommen nur zum Vergleich:
Picanto GT Line 1.0 T-GDI, EZ 08.2021, 7800km, Vollausstattung (mit Schiebedach), 17390€
Inflation spielt hier natürlich auch eine Rolle und der Markt für Autos ist ja seit geraumer Zeit schon eher unvorteilhaft.
Mittlerweile sind wir bei 28.000km und durchweg zufrieden.
Schiebedach ist glaube ich eine Rarität beim Picanto, das scheinen nur wenige dazuzunehmen.
Meiner Meinung nach macht das aber einen sehr großen Unterscheid. Es lässt das Auto einfach groß wirken, man hat nicht unbedingt das Gefühl in einem Klein(st)wagen zu sitzen.
Die grüne Ausstattung hat mir damals auch nicht gefallen, daher ist es der rote Innenraum geworden.
Empfehlen würde ich wohl das dritte Modell.
Bei Nummer 1 kommt die 30.000km Wartung ja schon in 5000km, hier wirst du um die 300-400€ los.
Bei Nummer 2 kommt die 15.000km Wartung in 6000km, hier wirst du denke ich an die 250€ los.
Bei Nummer 3 hast du erst mal Ruhe und weißt für die Zukunft dass alles mit bestem Gewissen gemacht wird.
Bei Nummer 4 hast du wie du meintest eine größere Entfernung, das macht natürlich mehr arbeit und verursacht im Endeffekt wahrscheinlich mehr Zusatzkosten.
Hier nun auch mein Testbericht zum Kia, falls es wen interessiert:
https://www.motortests.de/auto/kia/picanto/3/1-0-t-gdi-ftId246224
Bei den doch geringen Preisdifferenzen würde ich immer das Fahrzeug mit dem niedrigsten Kilometerstand nehmen. Nummer 3 und 4 sind insofern ja brandneu. Und man sieht wieder, wie hoch Gebrauchtwagen gehandelt werden. Der mit 25000 Kilometer auf dem Tacho ist ja gerade mal 2000 € günstiger. Noch vor 5 Jahren wäre das bestimmt eine Differenz von 5000 € gewesen, wenn nicht mehr... 25000 € Kilometer draufgefahren und 2000 € Verlust?! Unglaublich...
Auch wenns niemand lesen mag vermutlich, Skoda Fabia? Die sind recht günstig und fahren mit dem kleinen Turbobenziner echt gut. Vormodell ist überhaupt preislich interessant. Bekommt man Bj22 noch mit 0km.
Recht erwachsenes Auto mit Platz, verbraucht wenig und geht gut.