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Kau eines Fahrzeugs nach Leasing-Ablauf

Themenstarteram 11. März 2004 um 15:38

Hallo!

Die Firma, in der ich arbeite, wird in den nächsten Tagen ein Leasing-Fahrzeug regulär zurückgeben (Skoda / Skoda-Leasing).

Da der kalkulierte Restwert erheblich unter dem aktuellen Marktwert liegt, würde ich den Wagen gerne privat aus dem Leasingvertrag heraus kaufen.

Nun ist im Leasingvertrag nur die Regelung enthalten, dass der Leasingnehmer (LN) 75% der Differenz zwischen Verkaufserlös und Restwert erhält, 25% würden bei Abschluss eines neuen Vertrages auf die Leasing-Raten angerechnet. Allerdings wird unsere Firma keinen neuen Vertrag abschließen. Regelungen betr. Andienungsrecht des LG bzw. Erwerbsrecht des LN gibt es nicht. Mindererlöse wären zu erstatten.

Mich interessiert nun brennend, ob ich davon ausgehen kann, dass ich den Wagen ganz locker zum Restwert kaufe oder ob ich mit irgendwelchen Hindernissen zu rechnen habe.

Gibt es Erfahrungswerte? Was kann ich tun, damit ich das Fahrzeug bekomme? Wie gesagt, meine Firma wird keinen neuen Vertrag mit dem Händler abschließen, die Verhandlungsposition dürfte von daher recht dünn sein. Der Händler selbst hat noch keine Aussage getroffen und will das Fahrzeug erst einmal begutachten.

Danke im voraus für ein paar Tipps und viele Grüße!

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5 Antworten

Hi,

ich möchte mal unken wie es ausgeht.

Der Händler wird sich -wie du bereits erwähnst- das Auto ansehenm, um zu sehen ob der vereinbarte Restwert erreicht ist - du bist zwar der Meinung das dies mehr als erfüllt ist - dein Händler kommt aber u.U zu einer anderen Meinung. Das kann dadurch kommen, das er nicht den Preis an Endkunden ansetzt, sondern den Preis den ihm ein anderer Händler für das Auto bezahlen würde (oder HändlerEK/Schwacke) - und hier gibt es durchaus Spielraum (Auch in Diskussionen über den Zusatnd). Allerdings hat hier der Leasingnehmer gute Karten das Auto zum Restwert kaufen zu dürfen (es gibt hier ein Urteil vom AG oder LG München hierzu).

Ist jetzt der Restwert niedriger als der Zeitwert, wird der Händer den 75% ausgleich möglichst gering halten wollen und hier auch nicht den Endkundenpreis ansetzen sondern den HändlerEK z.B Schwacke.

Ein Recht zum Kauf für den Restwert hast du nicht und wenn der Händler nein sagt - was er (bösartigerweise von mir unterstellt) auch machen wird weil er das Geschäft das du machen möchtest, gern selber machen will.

Sollte er aber mehr als den vertraglichen Restwert verlangen, kann der Leasingnehmer auf die Übernahme zum vertraglichen Restwert bestehen.

Nocheinmal- ohne vorherige vertragliche Regelung zur Übernahme hat der Leasingnehmer außer in dem geschilderten Fall keinerlei Handhabe das Auto zu übernehemen - das liegt ganz alleine im Ermessen - in Deinem Falle - des Händlers.

Also hoff, das der Händler "nett" ist und ihn freiwillig verkauft, nach dem Motto: was ich nicht auf dem Hof stehen habe macht mir auch keinen Ärger oder so unverschämt ist und noch eine Zuzahlung für die Abgabe des Fahrzeuges verlangt.

Die Übernahme kann auch nur der Leasinggeber (in dem beschrieben Fall) verlangen-also deine Firma, die dann das Auto an dich weiterverkaufen kann.

Du selbst bist ganz allein auf den Good will des Verkäufers angewiesen.

Was auf jedenfall noch hinzukommt: Dein Arbeitgeber wird auf die 75% mehrwertausgleich nicht verzichten wollen. Wenn dieser es doch machen würde und du das Auto widererwarten zum Restwert kaufen könntest, wäre dies ein Vorgang (Geldwerter Vorteil) für den Lohnsteuer bezahlt werden müsste. Der Händler müsste hier die 75% an deinen Arbeitgeber zahlen und dir das Auto für den Restwert zzgl. der 75% Ausgleich verkaufen um hier ein Nullgeschäft zu machen.

Kannst hier ja mal schreiben wie die Sache ausgegangen ist.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

cu

pp

Hi,

ich habe (als Freiberufler) gerade einen ähnlichees Leasingangebot von der VW-Bank vor mir liegen - auch mit der 75% / 25% Regelung. Jetzt will ich aber mit dem Autohändler gleich schwarz-auf-weiss ausmachen, dass ich selber das Auto dann zu dem vereinbarten Restwert kaufen kann. Der Autohändler will dann noch mal ein paar hundert (ca. 400) EUR für die Gebrauchtwagengarantie draufrechnen (da er als Händler mir dann als Privatperson Gewährleistung geben muss). Aber das sollte es dann sein.

Gibt es dann noch Fallstricke, die ich beachten muss? Und wie niedrig kann ich den Restwert ansetzen, ohne dass ich Probleme mit dem Finanzamt bekomme? Das Leasingprogramm setzt sowieso minimal 10% als Mindestwert an. (achso, als Info, es geht um einen 2 Jahre alten Kombi)

Da ich beruflich ca. 40 TKM im Jahr fahren werde, haben wir das als Grundlage für die Berechnung angesetzt. Wenn ich weniger fahre, wird das dann noch extra verrechnet?

Bernhard

Hi,

wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Leasingvertrag mit einem Restwert von 10 % - was mir innerhalb von 2 Jahren und 80.000 KM sehr niedrig vorkommt. Wenn ich als Finanzbeamter dies prüfen müsste könnte mir das Spanisch vorkommen.

Wenn ich das weiterhin richtig verstehe soll nach 2 Jahren dann der Wagen zum Restwert zzgl. ca 400 Euro für die Garantie von dir privat übernommen werden.

Dies wird nicht funktionieren. Da das Fahrzeug einen wesentlich höheren Zeitwert wie 10% hat. Der Händler muss dir bzw. deiner Firma die 75% der Differenz auszahlen und die musst du auch versteuerern. Er kann dir dann als völlig losgelöstes Geschäft natürlich das Auto als Gbrauchtwagen zu einem vereinbarten Preis (zB. Restwert+75% Differenz+400 Eur. Garantie) privat verkaufen. Ein Betriebsprüfer vom FA, der dies mitbekommt, könnte auf die Idee kommen die 25% der Differenz z.B. als verdeckte Gewinnausschüttung oder Privatentnahme zu deklarieren.

Der einfachste Weg für dich wäre m.E. der: Du erwirbst nach Ablauf das Auto zum Restwert als Firmenfahrzeug. Dann läßt du dir ein Ankaufsangebot für das Auto von deinem Händler erstellen. Dies sollte einigermaßen realistisch (man kann ja seine Phantasie etwas spielen lassen) sein.

Und genau zu diesem Wert kaufst du dann als Privatmann das Fahrzeug aus dem Unternehmen. Die Differenz zum einstandspreis (Restwert) ist natürlich Gewinn für das Unternehmen aber du kommst realtiv günstig zum Auto (die 400 Garantie) sind hiermit auch vom Tisch. Wichtig ist nur das Ankaufsangebot (schriftlich) vom Händler um dem Fiskus den Wert nachzuweisen den ein "fremder Dritter" bereit gewesen wäre zu bezahlen. Anm. auch das Finanzamt kennt die Schwackeliste!

cu

pp

Hallo Peter,

Zitat:

Original geschrieben von Peter Panter

Leasingvertrag mit einem Restwert von 10 % - was mir innerhalb von 2 Jahren und 80.000 KM

Naja, der Wert wird ja extra so niedrig angesetzt. (Und ich will einen "jungen" Gebrauchten kaufen, der jetzt schon 2 Jahre und 30TKM auf dem Buckel hat). Also der Restwert von 10% ist erst in 30 Monaten, bei einem dann 4,5 Jahre alten Wagen und 110 TKM.

Zitat:

Wenn ich als Finanzbeamter dies prüfen müsste könnte mir das Spanisch vorkommen.

Deswegen frage ich ja. Hast Du nicht in einem anderen Thread eine "vernünftige" Grenze genannt? Wieviel ist "vernünftig" und/oder "unauffällig"? 10% ist offensichtlich zumindest merkwürdig.

Zitat:

Er kann dir dann als völlig losgelöstes Geschäft natürlich das Auto als Gebrauchtwagen zu einem vereinbarten Preis (zB. Restwert+75% Differenz+400 Eur. Garantie) privat verkaufen.

Das war genau der Plan...

Aber mal davon abgesehen, ob das ganze funktioniert oder nicht - an den 25% für den Händler komme ich nicht vorbei?

Hmm, langsam habe ich den Eindruck, das was ich oben beschrieben habe, funktioniert nur mit vielen wenns und abers und ohne Betriebsprüfung...

Zitat:

Der einfachste Weg für dich wäre m.E. der: Du erwirbst nach Ablauf das Auto zum Restwert als Firmenfahrzeug.

Was mache ich mit dem Restwert? Realistisch einschätzen lassen oder niedrig ansetzen?

Zitat:

Dann läßt du dir ein Ankaufsangebot für das Auto von deinem Händler erstellen. Dies sollte einigermaßen realistisch (man kann ja seine Phantasie etwas spielen lassen) sein.

Und genau zu diesem Wert kaufst du dann als Privatmann das Fahrzeug aus dem Unternehmen. Die Differenz zum einstandspreis (Restwert) ist natürlich Gewinn für das Unternehmen aber du kommst realtiv günstig zum Auto (die 400 Garantie) sind hiermit auch vom Tisch. Wichtig ist nur das Ankaufsangebot (schriftlich) vom Händler um dem Fiskus den Wert nachzuweisen den ein "fremder Dritter" bereit gewesen wäre zu bezahlen. Anm. auch das Finanzamt kennt die Schwackeliste!

Ok, das mache ich auf Anraten meiner Steuerberaterin gerade mit meinem momentanen Firmenwagen.

Bernhard

Zitat:

Original geschrieben von drkite

Hallo Peter,

Das war genau der Plan...

Aber mal davon abgesehen, ob das ganze funktioniert oder nicht - an den 25% für den Händler komme ich nicht vorbei?

Bernhard

ich sehe das so, an den 25% kannst du evtl vorbeikommen - aber nicht an den 75%. Die musst du nämlich als Betriebseinnahmen verbuchen oder es ist eine Privatentnahme, das dies auf jeden Fall dem Unternehmen zusteht. Die gezahlten Leasingraten, waren ja auch Betriebsausgaben.

Der Ablauf der Übernahme kann ja nur so gehen. Der Händler macht eine Leasingabrechnung mit der Firma xy wie vertraglich vereinbart. Und verkauft das dann an den Privatmann xy. Die sind auf jeden Fall 2 getrennte Vorgänge die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Dein Händler muss sich nur dementsprechend auch verhalten. Als Finanzbeamter (wenn es mir bekannt wäre)würde ich hier auf die Idee kommen, das dies Gestalltungsmissbrauch ist. Dazu müsste er aber auch dann den Kaufvertrag sehen - der ja nicht in den Geschäftsunterlagen ist ;-). Dies müsste aber deine Steuerberaterin beantworten können.

Aber bei allem Gemauschel habe ich schon Pferde vor der Apotheke sich übergeben gesehen. So ist es auch, das bei Betriebsprüfungen gerne Kontrollmitteilungen geschrieben werden. Z.B. du bist freier Mittarbeiter bei verschiedenen Firmen. Jetzt ist eine Betriebsprüfung bei einem dieser Unternehmen und der BP schaut sich deine Rechnungen an und fregt bei deinem FA nach ob diese Einnahmen auch in der Steuererklärung angegeben wurden. Genau so gut könnte sich ein Prüfer mal die rechnungen beim Autohändler ansehen und wenn dort viele E-Klasse oder 5-BMWS als Jahreswagen in Top Zustand für 5.000 Euro weggehen - könnte da auch noch was nachkommen (zwar unwahrscheinlich....).

 

cu

pp

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