Katastrophe!!!!

BMW 1er E87 (Fünftürer)

Hallo Leute,
mein schönstes Erlebnis ist jetzt schon ein paar Tage her.
Am 6.12.06 konnte ich endlich nach langem Warten meinen bestellten 120d beim Freundlichen abholen. War ein klasse Gefühl mit soviel Power unter dem Hintern.
Am 11.12.06, d.h. nach 5 Tagen, fuhr ich wie jeden Wochentag morgens zur Arbeit, überholte souverän auf der Landstraße noch einen Traktor mit 2 Anhängern, musste mich jedoch im nächsten Ort an einen Stau anstellen, der an diesem Tag doch etwas länger war als an anderen Tagen.
Es war aber nicht so schlimm, da man ja immer was zu tun hat, wenn man ein Navi-Professional mit iDrive im Fahrzeug hat, besonders wenn es neu ist.
Zufällig schaute ich in den Rückspiegel.
Da sah ich, das sich ein riesiger Kühlergrill, zwei zum Lenken eingeschlagene Reifen (Durchmesser etwa 1,5m) und zwei hochgeklappte Haken mit hoher Geschwindigkeit meinem neuen 1er bedenklich näherten. Es war der Traktor, den ich gerade überholt hatte. Schon 1 Sekunde später machte es KRAWUM und ich wußte, es war etwas schlimmes passiert.
Der vorhin genannte Traktor hatte meine Heckklappe und Stoßstange eingedrückt und die Heckscheibe war futsch (besonders toll bei Regen).
Fazit aus diesem Ereignis: Hätte ich den Traktor nicht überholt, wäre mein Vordermann der Leidtragende gewesen. Wäre der Stau an diesem Tag nicht so lang gewesen, hätte ich nach ca. 20 Metern rechts abbiegen können und nichts wäre passiert. Und so war ich der Leidtragende, der dann zum Freundlichen fahren mußte, um den Wagen reparieren zu lassen. Schaden 3200 EURO.
Leider hatte der Wagen mehr als 1000km gelaufen. Sonst hätte ich laut Sachverständigen ein Neufahrzeug fordern können.
Seit letzter Woche Freitag fahre ich nun einen Unfallwagen. Sieht zwar aus, als wäre nie etwas geschehen, ich weiss aber von dem Vorfall und muß den nächsten Käufer auch davon in Kenntnis setzen. Kleiner Trost ist die Wertminderung, die ich jetzt von der Versicherung erhalten habe.
Naja, meistens passieren die Unfälle halt mit neuen Fahrzeugen und ich hoffe, daß jetzt mein 1er eingeweiht ist und von weiteren Unfällen verschont bleibt.
Soviel nun von meinen ersten Tagen mit meinem neuen 1er.
MfG Dieter

16 Antworten

Hallo, nochmal zum Traktor mit 2 Anhängern.
Also die heutigen Traktoren fahren ca. 50km/h. Die ganz neuen mit über 300PS sogar 60km/h.
Trotz guter Bremsen ist hier eine relativ große Masse in Bewegung und wie ich die Reifen einschätze, sind die zwar für den Betrieb auf dem Acker optimal aber nicht so für die Straße gedacht. Sie sind nicht vergleichbar mit LKW-Reifen.
Aquaplaning tritt hier nicht auf, da die Geschwindigkeit noch zu gering ist, die Reibung zwischen nasser Fahrbahn und Reifen ist aber nicht sehr groß. Folglich kommt es zum Blockieren der Vorderräder und das Lenken wird unmöglich. ABS gibts hier noch nicht (vielleicht bei ganz neuen Modellen).
Auf jedenfall hat der Fahrer zu spät gebremst, oder sollte man sagen, er hat noch früh genug gebremst, sonst wäre der Wagen wahrscheinlich ein klassischer Totalschaden gewesen.
Grüsse wvhhh

Hi!

Wenn hier schon spekuliert wird:

Zugmaschinen/Ackerschlepper in Standardbauweise haben heutzutage eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 40 oder 50 km/h, die neuen 900er von Fendt auch 60 km/h. Nur wenige Zugmaschinen schaffen autobahntaugliche 65 (Fastrac) oder 80 km/h (Fastrac/Unimog).

Zu den Bremssystemen: "Standard" bis 40 km/h: Gebremste Hinterachse, Abbremsung der Vorderachse durch Allradzuschaltung.

50 km/h und mehr: "Echte" Vierradbremse, tlw. Zweikreisanlage wie beim PKW.

ABS m.W. nur bei den autobahntauglichen Fahrzeugen erhältlich.

Erreicht werden Verzögerungen um 5 m/s^2 auf festem Untergrund, also roundabout die Hälfte eines gut bremsenden PKW.

Mit lof Anhängern gilt folgendes: Die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit beträgt 25/40/60 oder 80 km/h. Bis 25 km/h zulassungsfrei, Auflaufbremse reicht (vereinfacht). Darüber zulassungspflichtig. Druckluftbremse erforderlich.

Richtig eingestellte Anhänger sollen stärker als der Schlepper bremsen und aufgrund der Vorsteuerung eher als selbiger, um den Zug gestreckt zu halten. Das funzt aber nicht/kaum, wenn der Fahrer einen Bremsschlag hinlegt.

Also schnell&schwer kann der Herr Traktorist nicht gewesen sein, sonst hätte er den hinteren Stoßfänger bis in den Motorraum gedrückt...daher: Glück im Unglück gehabt!

Gruß&alles Gute!

Henrik

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