Käfer 1302 mit Solex 30 PICT 1 läuft zu fett kurz nach Gas treten. Säuft auch gerne mal ab.
Hi zusammen,
bin etwas ratlos. Seit ca. einem halben Jahr läuft mein Käfer irgendwie mit der Zeit immer schlechter. Im Leerlauf ist alles gut. Da fällt mir nichts negatives auf. Aber bei den Übergängen zum Gasgeben hackts. Also wenn ich beispielsweise vom Gas gehe, weil es bergab geht und dann wieder Gas geben will, stockt er immer erst einmal, kriegt sich dann nach kurzer Zeit aber wieder ein. Auch wenn ich nach dem Leerlauf Gas gebe und losfahren will, hängt er und patscht hin und wieder beim Kaltstart. Ich habe mir inzwischen angewöhnt, immer schon vor dem Kupplungtreten, erst einmal leicht Gas zu geben. Damit er sich wieder einkriegt. Wenn man von oben das Beschleunigungs-Düsen-Röhrchen des Vergasers beim Gas-Hahn ziehen beobachtet, fällt auf, dass es hin und wieder kein sauberer Strahl ist, sondern eher weiter verteilt sprüht, sodass sogar Bläschen an der Düse zu sehen sind, hab ich das Gefühl. Weiß nicht, ob das normal ist.
Hatte ihn auch mal in der Werkstatt, da wurde es aber irgendwie nur schlimmer. Aus Zeitmangel wurde sich nicht lang damit befasst. Aber die Einstellschraube hat wohl nichts bewirkt (ist ja nur eine; natürlich wieder zurückgedreht)
Auch nach dem Reinigen des Vergaser und Austausch der Beschleunigungspumpen-Membran hat sich nichts geändert.
Folgendes ist mir noch aufgefallen:
-Vor kurzen wollte ich in die Luftöffnung schauen, während jemand startete. Da ist mir doch tatsächlich beim Zünden erst mal Benzin aus der Schwimmerkammer-Entlüftung entgegen gespritzt. Auch der Luftfilter riecht nach Benzin :/
Das Schwimmernadelventil, schließt aber ordnungsgemäß und der Schwimmer ist auch dicht. (Kraftstoffpumpendruck mögliche Ursache? Wie rausfinden? Was tun?)
-Wenn ich absichtlich nicht das Gaspedal vor dem Kaltstart durchtrete, um zu vermeiden, dass er noch fetter läuft, geht es anfangs eigentlich ganz gut. Aber vielleicht lag es auch an der leeren Schwimmerkammer, wenn ich ihn länger stehen gelassen hab. Bin mir noch nicht ganz sicher...
Sonst funktioniert die Startautomatik aber ordnungsgemäß, denke ich. (wird warm, stellt Ritzel um)
-Wenn es steil bergab geht und ich mit dem Motor bremse ist ca. jede Sekunde ein Zischen zu hören. Das war aber schon immer so (hab ihn jetzt 7 Jahre) und auch nur zu hören, wenn die Fenster auf sind und der Schall bspw. am Berg reflektieren kann. Ist das normal?
Eckdaten:
-1302 mit F-Motor (44PS, steht jedenfalls in den Papieren)
-Solex 30 PICT 1
-elektronische Zündverteiler (seit einem halben Jahr o.O ... ) ...daher keine Unterdruckdose angeschlossen.
-sehr simpler Luftfilter ohne Warmluftzufuhr
-sonst keine Extras. Nicht wundern, wurde viel durcheinandergemixt. Hab ich so gekauft
Ich hab nun keine Ahnung mehr, was ich noch machen könnte.
Ich überlege schon mir lieber einen Solex 30 PICT 2 oder 3 zu besorgen ... :/
Beste Grüße und Danke für jeden Ratschlag!
Beste Antwort im Thema
herr Stein Onkel @Stein Onkel non den kisten mit den Käfervergasern würde ich auch gerne 2 nehmen ,wohin kann ich überwesen ?
B 19
32 Antworten
wie man sieht zwei Ansaugrohre. Das ist schon der richtige Vergaser. Ging ja auch 7 Jahre gut. Die Zündanlage wurde ja erst vor einem halben Jahr drauf gebaut. Dachte, da wird nix verstellt sein.
Die Drosselklappe hatte schon immer etwas Spiel. Das werde ich ja aber nicht so leicht herausbekommen, oder?
Da gibt's buchsen für die dk. Aber dazu musst du die dk ausbauen und warscheinl. Aufbohren damit die passen.
Das Rohr, das du meinst, ist die vorwärmung. Hast mal geschaut ob Deine dk an der Seite tropft?
ja, hin und wieder hat es an der rechten Seite der dk nach Benzin gerochen. Ist aber auch schon immer so gewesen.
Ich dachte auch immer, dass es am Vergaser liegt, weil das Problem anfangs weg ist, wenn ich beim Start nicht die Kaltstartautomatik aktiviere. Erst bei wärmeren Motor tritt es dann wieder auf. Wenn sie nach dem Start aktiv ist, also das Gemisch noch fetter wird, dann säuft er auch häufig mal ab.
Und den Schwimmer kann man nicht verbiegen, richtig?
Auch wenn das ja eher abwegig ist, wenn er zu Fett läuft, sah es beim letzten mal öffnen so aus, als wäre der Benzinstand der Schwimmerkammer nur gerade so hoch, dass es noch gerade so bis zum Durchgang der Einspritzung reicht. (bin aber erst kurz davor gefahren) Dachte nur, vielleicht erklärt das die unsaubere Einspritzung, die beim ca. fünften mal Gashebel betätigen vorkommt. Vielleicht fließt nicht schnell genug Sprit nach oder bei jeder Neigung (also bspw. beim Abwärtsfahren, wo er am häufigsten stockt oder auch mal aus geht) saugt er Luft an.
Falls das Unfug ist, sollte ich noch hinzufügen, dass ich mich da nicht wirklich auskenne. ^^
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naja, stimmt schon, dass sich bei neigung der schwimmerstand leicht ändert. In wiefern das sich dann aber auf den motorlauf auswirkt kann ich nicht recht sagen.
was sein kann, ist, dass die blechlasche am schwimmer (die, die auf das nadelventil drückt) verbogen ist, und damit der benzinstand höher ist. wenn der benzinstand höher ist, wird leichter und damit automatisch mehr benzin angesaugt, was zur überfettung führt. Irgendwo gibts hier ein thema, wo das mal behandelt wurde. der schwimmerstand ist ziemlich wichtig, wird aber häufig nicht angesprochen oder darüber nachgedacht. ein funktionierendes SNV natürlich vorausgesetzt.
ob deine pumpe genug fördert, kannst du auch leicht feststellen. klemm den schlauch zum vergaser ab und halte ihn in ein einmachglas oder eimer. dann soll einer starten - kannst auch die zündspule abklemmen, damit der motor nicht durchstartet. nach ein paar sekunden sollte bereits ordentlich etwas herausgekommen sein. das kannst du ja selbst abschätzen ob die schwimmerkammer damit gefüllt wird - und wie schnell. Bedenke, dass der schwimmer selbst in der kammer viel platz wegnimmt, und die eigentliche spritmenge ca. die hälfte der füllhöhe ist.
Der Schwimmerstand ist nicht sooo fuerchertlich wichtig und passt nicht so richtig zu den Symptomen. Ich glaube, dass ihr da auf dem Holzweg seid.
Meine Vermutung: Drosseklappe pfeifft ordentlich nebenher, Vergaser wurde auf fett gedreht und nun ist die DK so weit verschlissen, dass nichts mehr richtig hinhaut.
Ich sage es ja immer wieder, diese Vergaser sind 45 Jahre alte Verschleissteile. Warum Leute meinen, dass das mit ein paar neuen Dichtungen getan ist, ist mir schleierhaft.
Muelltonne auf, Vergaser rein, Muelltonne wieder zu. Dann wird ein neues Originalteil besorgt und der Kaefer rennt wieder 40 Jahre.
Ich sagte nicht, dass es nur alleine daran liegt, und dass es zu den Symptomen passt. Aber durch einen hohen Stand ist fetteres Gemisch die Folge.
Dass die dk nebenluft zieht, hatte ich ja schon einige Post vorher schon mal angedeutet.
Es gibt auch einen Sollwert fuer das Schwimmerniveau, muesste sich bei dem unfreundlichen aus Berlin auf der Seite finden lassen.
Ich MEINE es sind 17mm von der Oberkante der Kammer, es ist aber schon wieder ein Jahr her, dass ich mich mit dem Pierschrott auseinander gesetzt habe.
Schau mal ab Seite 38. Da wird das beschrieben. Und auf Seite 10. Ein Stand von ca 1mm unterhalb des Austrittes am venturi ist wohl die Regel
Aber wie schon erwähnt: das Soll von mir nur ein kleiner Hinweis sein, und keine “Diagnose“, DASS es da dran liegt. Es könnte ja einen Teil dazu beitragen, dass bei bergfahrten der schwimmerstand zur abmagerung bzw überfettung führt.
Die anderen Tipps mit dem ventilen, falschluft etc sind daher mindestens genau so interessant und wichtig.
Zitat:
@SteinOnkel schrieb am 2. Februar 2017 um 22:53:06 Uhr:
Muelltonne auf, Vergaser rein, Muelltonne wieder zu. Dann wird ein neues Originalteil besorgt und der Kaefer rennt wieder 40 Jahre.
Wegen etwas Spiels der Drosselklappenwelle einen Wertgegenstand, wie einen originalen Vergaser gleich zu entsorgen, halte ich für doch reichlich überzogen.
Gibt genug Profis, die sich da auf Reparaturen verstehen und ein repariertes Originalteil wäre mir da deutlich lieber, als angeblich originaler "Neuschrott"...
Und so nebenbei dauerts lange, bis so ein Vergaser tatsächlich kaputtgeht. Meine beiden Luftis sind heute gut 53 bzw. 42 Jahre alt, in zweiter Hand, und haben von Seiten der Vergaser her noch nie wirklich etwas verlangt. Die Motoren werden regelmäßig gewartet (Ventile, U-Kontakt, Zündungseinstellung etc.) und laufen und laufen und laufen...
Zitat:
@Naxel63 schrieb am 4. Februar 2017 um 19:45:09 Uhr:
Zitat:
@SteinOnkel schrieb am 2. Februar 2017 um 22:53:06 Uhr:
Muelltonne auf, Vergaser rein, Muelltonne wieder zu. Dann wird ein neues Originalteil besorgt und der Kaefer rennt wieder 40 Jahre.Wegen etwas Spiels der Drosselklappenwelle einen Wertgegenstand, wie einen originalen Vergaser gleich zu entsorgen, halte ich für doch reichlich überzogen.
Gibt genug Profis, die sich da auf Reparaturen verstehen und ein repariertes Originalteil wäre mir da deutlich lieber, als angeblich originaler "Neuschrott"...
Und so nebenbei dauerts lange, bis so ein Vergaser tatsächlich kaputtgeht. Meine beiden Luftis sind heute gut 53 bzw. 42 Jahre alt, in zweiter Hand, und haben von Seiten der Vergaser her noch nie wirklich etwas verlangt. Die Motoren werden regelmäßig gewartet (Ventile, U-Kontakt, Zündungseinstellung etc.) und laufen und laufen und laufen...
Halt eben ein VW Käfer. :-)
Zitat:
@Naxel63 schrieb am 4. Februar 2017 um 19:45:09 Uhr:
Zitat:
@SteinOnkel schrieb am 2. Februar 2017 um 22:53:06 Uhr:
Muelltonne auf, Vergaser rein, Muelltonne wieder zu. Dann wird ein neues Originalteil besorgt und der Kaefer rennt wieder 40 Jahre.Wegen etwas Spiels der Drosselklappenwelle einen Wertgegenstand, wie einen originalen Vergaser gleich zu entsorgen, halte ich für doch reichlich überzogen.
Gibt genug Profis, die sich da auf Reparaturen verstehen und ein repariertes Originalteil wäre mir da deutlich lieber, als angeblich originaler "Neuschrott"...
Und so nebenbei dauerts lange, bis so ein Vergaser tatsächlich kaputtgeht. Meine beiden Luftis sind heute gut 53 bzw. 42 Jahre alt, in zweiter Hand, und haben von Seiten der Vergaser her noch nie wirklich etwas verlangt. Die Motoren werden regelmäßig gewartet (Ventile, U-Kontakt, Zündungseinstellung etc.) und laufen und laufen und laufen...
Na klar, kann man den reparieren. Habe hier einen reparierten 34 PICT 3 in der Garage liegen...
funktioniert um Welten besser als irgendein China-Schrott und hat 200 Dollar gekostet. Kann ich nur empfehlen.
Und ein Vergaser haelt keine 53 Jahre durch, zumindest ein Solex Pierschrott nicht. Geh doch mal auf den Flohmarkt und wuehl duch die Kisten beim Kaefer Spezialisten. 75% der Vergaser dort brauchen neue Lager und Buchsen. Kann auch nicht anders sein, wir sprechen von ungeschmiertes Metall auf Metall, welches sich bei jeder Fahrt dreht.
Aber hey, du wirst es wohl wissen! Ich find's halt ganz geil, wenn meine Vergaser dicht sind - aber jeder so wie er mag!
P.S: Was ist daran sonderlich wertvoll? Hier werden Kaefer Gaser auf o.g. Flohmaerkten fuer einen 10 er gehandelt. Ich kann dir gerne einen Karton voll zu schicken.
Ihr hattet recht! Es war nicht der Vergaser. Das Auslassventil des zweiten Zylinders hatte offensichtlich gar kein Spiel mehr. 🙁 Jetzt sind die schlimmsten Symptome beseitigt, allerdings scheint der Lauf bei Vollgas schon etwas darunter gelitten zu haben, darum hab ich auch noch geschaut, ob er Falschluft zieht. Und ja. Ein wenig an der Drosselklappe, aber das war vermutlich schon immer so, denn es kam hin und wieder vor, dass er nach einer Bergabfahrt ausging, wenn ich plötzlich die Kupplung getreten habe.
Das größere Übel ist allerdings, dass sich auch die Drehzahl erhöht, wenn ich Bremsenreiniger dort hin sprühe, wo die Saugrohre in beiden rechten Zylinder führen. 🙁
Zitat:
@SteinOnkel schrieb am 5. Februar 2017 um 20:15:57 Uhr:
Zitat:
@Naxel63 schrieb am 4. Februar 2017 um 19:45:09 Uhr:
Wegen etwas Spiels der Drosselklappenwelle einen Wertgegenstand, wie einen originalen Vergaser gleich zu entsorgen, halte ich für doch reichlich überzogen.
Gibt genug Profis, die sich da auf Reparaturen verstehen und ein repariertes Originalteil wäre mir da deutlich lieber, als angeblich originaler "Neuschrott"...
Und so nebenbei dauerts lange, bis so ein Vergaser tatsächlich kaputtgeht. Meine beiden Luftis sind heute gut 53 bzw. 42 Jahre alt, in zweiter Hand, und haben von Seiten der Vergaser her noch nie wirklich etwas verlangt. Die Motoren werden regelmäßig gewartet (Ventile, U-Kontakt, Zündungseinstellung etc.) und laufen und laufen und laufen...
Und ein Vergaser haelt keine 53 Jahre durch, zumindest ein Solex Pierschrott nicht.
Wußt' ich's doch, daß mein Kleiner etwas Besonderes ist...
Auch nach inzwischen gut 53 Jahren hängt er willig am Gas, hat einwandfreie Verbrauchswerte und am originalen Vergaser wurde noch nichts gemacht.
Unrestaurierter Originalzustand mit gut 140.000 km.
Zitat:
@mredlich schrieb am 5. Februar 2017 um 21:49:59 Uhr:
Ihr hattet recht! Es war nicht der Vergaser. Das Auslassventil des zweiten Zylinders hatte offensichtlich gar kein Spiel mehr. 🙁 Jetzt sind die schlimmsten Symptome beseitigt, allerdings scheint der Lauf bei Vollgas schon etwas darunter gelitten zu haben, darum hab ich auch noch geschaut, ob er Falschluft zieht. Und ja. Ein wenig an der Drosselklappe, aber das war vermutlich schon immer so, denn es kam hin und wieder vor, dass er nach einer Bergabfahrt ausging, wenn ich plötzlich die Kupplung getreten habe.
Das größere Übel ist allerdings, dass sich auch die Drehzahl erhöht, wenn ich Bremsenreiniger dort hin sprühe, wo die Saugrohre in beiden rechten Zylinder führen. 🙁
Gib dem Ventil, das spielfrei war, nun jedenfalls mehr (ca. 0,2 mm) und kontrollier demnächst (ca. max. 500 km) wieder!
Voraussichtlich wird es sich, da nun undicht, ein wenig in den Sitz senken und das Spiel ist sehr bald wieder zu klein! Das Laufverhalten sollte sich jedenfall kontinuierlich wieder verbessern.
Na und rechts ist dann offensichtlich das Saugrohr undicht - daraus folgt zu magere (und damit zu heiße!) Verbrennung und obendrein hast Du dann noch zu knappes Spiel am Auslaß! Hoffentlich hat er's ohne Dauerschäden überlebt... 🙁