Inspektion nach Garantie noch nötig? Eure Meinungen sind gefragt!
Hallo zusammen!
Ich möchte Euch gerne fragen ob ich etwas vergessen habe in meinen Überlegungen.
Meine Garantie ist diesen Monat abgelaufen, sprich Inspektion zur Wahrung der Werksgarantie ist nicht mehr nötig.
Ich lege keinen Wert auf ein gepflegtes Scheckheft, da ich das Auto fahre bis es kaputt ist. Also kein Verkauf geplant wo die regelmäßige Inspektion zur Wertsteigerung gut wäre.
Klar, da wäre noch der Sicherheitsaspekt, aber wenn ich Dinge wie Ölwechsel oder Zahnriemen selbst im Kopf habe, wozu dann zahlen?
Bei mir wäre jetzt die große Inspektion fällig, ganz schön teuer. Wenn jemand mir noch etwas sagen kann, was ich nicht bedacht habe bin ich dankbar, ansonsten lasse ich es nämlich denke ich.
Danke!
Beste Antwort im Thema
Abzocke ist doch immer nur, wenn man Geld ausgeben muss. Wenn man Geld einnimmt, beispielsweise durch Lohn oder Gehalt, ist es immer zu wenig, weil "die da oben" sich die Taschen voll machen.
Dass der durchschnittliche Stammtischler nicht begreift, dass das nicht so ist, ist jetzt kein Wunder.
122 Antworten
Zitat:
@Spatenpauli schrieb am 23. Oktober 2015 um 13:36:52 Uhr:
Hast Du dir mal überlegt wovon ein Autohändler- /werkstatt leben soll ? Beim Autokauf wollt ihr mindestens 20% Rabatt. . Die Stundensätze dürften nicht über 50,- Euro liegen. Ersatzteile und Oel bringt ihr selber mit und, und, und. Jetzt stellen wir mal die Kosten für den Unternehmer daneben. Mitarbeiter, Energie, Geräte, Immobilie und, und, und. Also erstmal den Ball flach halten und etwas weiter denken. Oder anders formuliert, vor dem Autokauf an die Folgekosten denken.
MfG aus Bremen
Naja, es gibt ja die Läden, wo der Ölwechsel für 50€ zu haben ist und die leben auch noch.
Dabei kann man jetzt daherkommen und durchaus sagen, die hätten ein etwas besseres Leben verdient.
Ok, auch da gehe ich gerne mit, es muss nicht gedrückt werden ohne Ende. Aber wenn für eine Stunde Arbeit und 20€ fürs Öl im Einkauf, 300€ verlangt werden, dann ist das drei Hausnummern zu viel, das ist Abzocke.
Auch wenn es ignoriert wird: Mit dem hohen Ölpreis werden andere Tätigkeiten (wie z.B. Reinigung des Wasserkastens) quersubventioniert. Damit bezahlt der Kunde am Ende das selbe, nur stehen andere Posten auf der Rechnung und er hat etwas "geschenkt" bekommen. So what? Wer das nicht will, kann ja anders handeln, es stehen ja alle Möglichkeiten offen.
Ob man alles selbst macht oder wenigstens alle paar Jahre mal eine Inspektion, hängt doch auch massiv daran, ob man eine gute und vertrauenswürdige Werkstatt hat. Die sind nämlich garnicht so leicht zu finden. Ich bring wenn dann das Öl ohnehin selbst mit, das stört eine Werkstatt, bei der man Stammkunde ist und vielleicht sogar 2-3 Autos aus der Familie dort wartet, nicht im Geringsten.
Nur mal als Beispiel. Für den letzten Ölwechsel hab ich 10 € gezahlt (Filter und O-Ring, 5 l Öl haben 45€ gekostet im Netz), für den Radwechsel (bei der Inspektion) ebenfalls 10 €. Dazu nochmal ~50 € für die restliche Inspektion. Die Werkstatt durfte dafür noch etwas für ~200 € reparieren (was auch mit Selbstbastelei und eBay-Teilen mindestens 100€ gekostet hätte) und ich glaube da waren alle soweit mit zufrieden.
Ich glaub für Opel hab ich damit eine gute Werkstatt gefunden, bei meinem alten Fiat war ich bestimmt bei fünfen und hab mich nirgends gut aufgehoben gefühlt.
Zitat:
@Spatenpauli schrieb am 23. Oktober 2015 um 13:36:52 Uhr:
Hast Du dir mal überlegt wovon ein Autohändler- /werkstatt leben soll ? Beim Autokauf wollt ihr mindestens 20% Rabatt. . Die Stundensätze dürften nicht über 50,- Euro liegen. Ersatzteile und Oel bringt ihr selber mit und, und, und. Jetzt stellen wir mal die Kosten für den Unternehmer daneben. Mitarbeiter, Energie, Geräte, Immobilie und, und, und. Also erstmal den Ball flach halten und etwas weiter denken. Oder anders formuliert, vor dem Autokauf an die Folgekosten denken.
Ich finde es aber auch nicht in Ordnung, wenn die Werkstatt das Neuwagengeschäft subventionieren muss. Genauso verhält es sich doch mit dem kostenlosen Ersatzfahrzeug, Kaffee, Hol und Bring....., da finde ich, der den Service braucht, soll ihn auch bezahlen.
Der größte Klopper ist dann noch, wenn du beim 🙂 (VW) zum Service erscheinst, dass auf nem riesigen Bildschirm die Ankunft von Person XYZ um soundsoviel Uhr kundgetan wird. Bei dem ganzen Wasserkopp vom Markenhändler wundern mich die Preise nicht. Bis das man, wenn überhaupt, jemand mit schwarzen Fingern zu Gesicht bekommt, hast du bestimmt 10 Personen mit wichtigem Gesichtsausdruck u. Stapel Papier in den Händen gesehen.
Nein, wenn ich was nicht selbst auf die Reihe kriege, dann habe ich noch eine fähige freie Werkstatt in der Hinterhand. Leben kann sie von mir aber nicht. Da gebe ich aber auch gerne mal nen Zehner in die Kaffeekasse.
Gruß
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Zitat:
@birscherl schrieb am 23. Oktober 2015 um 16:11:18 Uhr:
Auch wenn es ignoriert wird: Mit dem hohen Ölpreis werden andere Tätigkeiten (wie z.B. Reinigung des Wasserkastens) quersubventioniert. Damit bezahlt der Kunde am Ende das selbe, nur stehen andere Posten auf der Rechnung und er hat etwas "geschenkt" bekommen. So what? Wer das nicht will, kann ja anders handeln, es stehen ja alle Möglichkeiten offen.
Das ist nur die halbe Wahrheit. Mittels dieser Intransparenz schafft man es natürlich auch, hübsche Gewinne vor dem Kunden zu verschleiern.
Also wirft man dem Kunden eine Gratisleistung hinterher und viele finden das einen so tollen Service, dass es ihnen egal ist, was sie im Anschluss für den Rest auf den Tisch legen. Das ist wie bei den Teslafahrern, die erst eine sechsstellige Summe auf den Tisch legen, um sich dann einen Keks zu freuen, dass sie zwei mal im Jahr am Supercharger gratis laden können.
Bei etwa %0 Fahrzeugen von allen Firmen querbeet habe ich leiglich während edr Garantiezeit die vorgeschriebenen Wartungen machen lassen , danach nicht mehr .
Wenn etwas nicht klappte wurde es sofort repariert und das war es dann auch .
Allerdings hatten die Autos in ca 3,5 Jahren ca. 200000 km gefahren und mussten dann weg.
Mit dem Duc verfahre ich genau so , allerdings fahre ich damit auch nicht soviel , Aber zufrieden bib ich mit Fiat , habe schon einige Diesel PKW davon gahabt .
Giovanni.
Die überhöhten Inspektions- und vor allem Motorölpreise sind für Geschäftskunden gedacht, die die Rechnung ohnehin nicht aus eigener Tasche zahlen.
Wer vor Auftragserteilung deutlich zu verstehen gibt, als Privatkunde die anstehende Inspektion selbst zahlen zu müssen, bekommt in der Regel einen deutlich günstigeren Preis genannt, auch für Motoröl und Teile und selbstverständlich auch innerhalb der Garantiezeit. Wenn nicht - höflich verabschieden und Werkstatt wechseln.
Die Werkstätten wären schön blöd wenn sie jedem gleich einen günstigen Preis anbieten würden, wo doch über die Hälfte der Kundschaft den überhöhten Preis anstandslos zahlt (weil sie eben zahlen lässt).
Mit Abzocke hat das nichts zu tun.
Also ich habe die Inspektion nach diesem Thread jetzt erstmal abgesagt und werde diese auf später hinauszögern. ich bi nicht viel gefahren in den letzten 12 Monaten, Bremsen sind erst letztes Jahr neu und ich halte es, nach Garantieablauf, nicht mehr für nötig dieses Jahr.
Zitat:
@System schrieb am 23. Oktober 2015 um 18:07:36 Uhr:
Also ich habe die Inspektion nach diesem Thread jetzt erstmal abgesagt und werde diese auf später hinauszögern. ich bi nicht viel gefahren in den letzten 12 Monaten, Bremsen sind erst letztes Jahr neu und ich halte es, nach Garantieablauf, nicht mehr für nötig dieses Jahr.
Öl- und Filterwechsel sowie Rostvorsorge machst du hoffentlich trotzdem selbst noch.
Was willst du an Rostvorsorge machen bzw. wer in der Werkstatt macht das?
Und wie gesagt, wenn die wenigen Kilometer nicht nur aus reiner Kurzstrecke bestehen, dann tut es das Öl auch 2 Jahre lang. Vom stehen wird das nämlich nicht schlecht.
Öl kostet halt unterm Strich in der Gesamtbilanz quasi nichts, da spart man im Endeffekt immer irgendwie am falschen Ende.
Und Rostvorsorge macht die Werkstatt wenigstens insofern, dass sie einen drauf hinweist, wenn Auspuff, Bremsleitungen etc. im Argen sind. Man sollte natürlich immer selbst hinterher sein, regelmäßig Hohlräume zu versiegeln und den Unterboden zu checken.
Ölwechsel mache ich Anfang nächsten Jahres, Rost nehme ich nicht so ernst (evtl. ein Fehler) und Filter halten sicher auch noch bis nächstes Jahr wo ich dann wieder ne Inspektion machen lassen will.
Rost nimmst du irgendwann in 5 Jahren dann mal ernst, wenn du das Auto bis dahin noch fährst 😉
Alle Luftfilter halten auch ein paar Jährchen, Ölfilter macht man ja so oder so beim Ölwechsel mit.
Zitat:
@surfkiller20 schrieb am 23. Oktober 2015 um 11:23:32 Uhr:
Zum Thema eigenes Öl mitbringen:Wenn man das vorhat, dann sollte man mindestens so fair sein und dies bei Auftragsvergabe mitteilen. So hat die Werkstatt die Möglichkeit entweder zu sagen: Ne das machen wir nicht. bzw. Kein Problem.
Manche Werkstatt kalkuliert dann auch anders und der Liter Öl kostet dann "nur" noch 18€/L statt 30€/L. Einfach mal Fragen ob da was am Preis geht. Ihr werdet euch wundern, was da teilweise möglich ist.
Wenn jemand das Öl mitbringt kann, dann würde ich zumindest einen Entsorgungsbeitrag in Rechnung stellen.
Zitat:
@Frage234 schrieb am 23. Oktober 2015 um 19:06:01 Uhr:
Öl kostet halt unterm Strich in der Gesamtbilanz quasi nichts, da spart man im Endeffekt immer irgendwie am falschen Ende.
Natürlich spart man damit nicht die Welt, aber neben dem Finanziellen, ist es auch Arbeit (entweder weil man das Auto abgibt oder es selbst macht).
Und ausmachen tut das aus meiner Sicht gar nichts unter entsprechenden Bedingungen. Es gibt genug Fahrzeuge, da sieht das der Hersteller übrigens genauso.
Zitat:
@Frage234 schrieb am 23. Oktober 2015 um 19:06:01 Uhr:
Und Rostvorsorge macht die Werkstatt wenigstens insofern, dass sie einen drauf hinweist, wenn Auspuff, Bremsleitungen etc. im Argen sind.
Ja, aber das kommt nicht von heute auf morgen. Selbst in den meisten Wartungsplänen ist das nur alle 2 Jahre vorgesehen. Und beim Auspuff endet das auch im Fall der Fälle nicht böse. Beim Rest hat man alle 2 Jahre auch noch die HU im Raum stehen. Da würde ich ggf. auch keinen Aufstand drum machen.