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Infos über Karosserie- /bzw. Blecharbeiten

Themenstarteram 19. Januar 2012 um 22:08

Hi zusammen!

Habe hier 2 ältere Schmuckstücke, welche leider schon etwas zu rosten angefangen haben.

kann mir jemand infos verschaffen, wo ich mich einlesen kann, wie ich rostlöcher am professionellsten wieder zuschweisse, lackiert, etc.

vielen dank im vorraus

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32 Antworten

http://oldtimer-tv.com/oldtimer/DE/tipps-tricks/index.php

Einzig das was die über Verzinnen erzählen solltest du getrost ignorieren. Das ist nicht zeitgemäß und fördert nur die Korrosion an den reparierten stellen.

Komm mit Deinem Schätzchen nach Köln und such den "Schweißgott" auf, ich kenne den ;-))

am 20. Januar 2012 um 0:03

Das Verzinnen ist alles andere als korrosionsfördernd, das unsaubere Nichtentfernen der Lötwasserreste sorgt für baldiges nachrosten in der Umgebung der behandelten Stelle.

Wenn man sowas macht, muss man sich schon etwas Zeit zum Üben, im Umgang mit Lötwasser, Zinn und Blechen, nehmen.

Um das Fliessverhalten des Lötwassers und des Zinns in den Griff zu bekommen, um anschliessend keine Lötwasserreste auf und zwischen den Metallen zurück zu lassen.

Mit einem nassen Tuch ist es nicht immer getan, manchmal braucht man schon destilliertes Wasser in grösserer Menge zum Spülen, das Dank, der noch heissen Fläche restlos adampft.

Au contraire. Zinn ist edler als Eisen, zusammen bilden sie ein Lokalelement und das Eisen stellt die Opferanode dar ... Das geht gut wenn die Stelle einen sonst sehr guten Korrosionsschutz bekommt, bei so sachen wie schweißnähten sollten man es aber unbedingt unterlassen, da dort prinzipbedingt ritzen sitzen die sich nur schwer versiegeln lassen.

Das lötwasser setzt dem ganzen nur die Krone auf, da man somit noch eine Säure mit ins spiel bringt die das ganze beschleunigt.

Es gibt mittlerweile viel besser geeignete Stoffe.

am 20. Januar 2012 um 15:42

Zinn 4+ gegenüber Stahl ja, Zinn zu Zinn 2+ nicht.

Oxidation zu Zinn 4+ ist aber in direktem Kontakt mit Stahl nicht möglich, daher ist es als Opfermetall geeignet.

Feuerverzinken führt leider zu Verzug des Bleches, Zinktauchbäder sind leider unbezahlbar.

Die Annahme mit Beschichtungen aus verschiedenen Kunststoffen vor Rost sicher zu sein, kann teuer werden..

Themenstarteram 20. Januar 2012 um 17:36

danke erstmal an alle,

@oldieundgoldie:leider ganz wenig zeit und komme aus karlsruhe, danke für's angebot wills aber selber probieren.

Und andere Frage: für was soll ich was verzinnen? mal als laie gesprochen: rost weg, blechle druf, dann die nähte mit dauerelastischem material zuschmieren, abschleifen, spachteln, schleifen grundieren und lackieren (oder so ähnlich, muss mich wie gesagt erst mal einarbeiten). die objekte sind ein alter 307d feuerwehr und ein 206er Wohnmobil. es muss keine doktorarbeit werden, aber ich will auch kein augenkrebs beim draufschauen bekommen. ich les jetzt erst mal den link durch. danke nochmal

am 20. Januar 2012 um 17:48

Verzinnen sollte man die Schweissnähte an den Stellen, wo Bleche eingepasst wurden, statt sie zu verspachteln.

Ersteres hält bedeutend länger als nur wenige Jahre.

Blech drauf, hat wenig Sinn, das an- oder durchgerostete Blech rostet weiter, das neue Blech, lässt sich nur unzureichend oder gar nicht gegen Rost schützen.

Anders gesagt, Pfusch am Bau, der bald zum Einsturz führt..

http://www.auto-portal.org/verzinnen.html

Ich kenne das so: Die bleche mithilfe einer absetzzange so einfügen, dass nur ein minimaler spalt entsteht, die schweißpunkte verschleifen und dann den spalt mit einer dünnflüssigen 2k epoxi grundierung "fluten". Richtig gemacht hinterlässt das einen so winzigen "krater", dass sich doch völlig ohne Probleme mit modernen Mitteln spachteln lässt. Welche übrigens beiweitem nicht so schlecht sind wie ihr Ruf. Den haben sie einzig und alleine der falschen anwendung zu verdanken.

Spachtelmasse hält nicht nur "wenige jahre" wenn man sie richtig anwendet!

am 20. Januar 2012 um 18:16

Zitat:

dann die nähte mit dauerelastischem material zuschmieren, abschleifen, spachteln, schleifen grundieren und lackieren

Oh je: das wird nix !

So ist es besser !

Gruß SRAM

Wie ist folgende Situation zu beurteilen:

- Youngtimer

- ein 2 cm Rostloch im Schweller, sonst alles wunderbar am Auto

- Rostblech heraustrennbar, möglicherweise verbleiben aber unsichtbare Roststellen im Schweller.

- Ersatzblech mit Absetzzange herstellen, draufpunkten, abdichten, lackieren.

- Schweller intensiv mit Fett und Wachs fluten

Müßte ich stattdessen den ganzen Schweller ersetzen?

P.S. man sieht die Stelle nicht weil es unten ist und eine breite Leiste draufkommt.

am 20. Januar 2012 um 18:43

Das Loch mit 2cm Durchmesser, auf ein Loch mit einer Kantenlänge von 2,5 mal 2,5cm vergrössern, Blech in selber Grösse und Form anpassen, einschweissen.

Durch den Ablauf des Schwellers von hinten her mit Hohlraumwachs oder -Fett gegen Rost schützen, Naht aussen, glätten und versiegeln.

Die Zierleiste bekommt keinen Versatz, das Spaltmass unter der Leistenkante, stimmt von vorn bis hinten.

am 20. Januar 2012 um 18:50

Wenn das Loch schon da ist, lohnt es sich vorher mal mit einer Hohlraumkamera den Schweller zu erkunden: oft kommt da größeres nach und dann ist es besser ein neues Blech einzusetzen, solange noch viel Fleisch übrig ist.

Gruß SRAM

Die Zeitschrift Oldtimer-Praxis hat Sonderhefte für diese Themen, Blechbearbeitung und Restoration

Sonderhefte

Themenstarteram 20. Januar 2012 um 21:45

Danke nochmal für die ganzen Tips, werd des wohl doch erst mal ne weile studieren und mir mal die sonderhefte zulegen.

Sram fährst du montreal??

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