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Hilfe beim Gebrauchtwagenkauf

Themenstarteram 19. Februar 2021 um 2:51

Moin :)

leider kenne ich mich mit Autos überhaupt nicht aus, mein Mann und unsere Bekannten ebenso wenig. Unser alter Wagen ist in die Jahre gekommen (Baujahr 2000). Zudem steht nun Nachwuchs an und wir wünschen uns eine Vergrößerung. Ich hoffe daher, hier vielleicht ein paar Tipps zu bekommen, vor allem für die unten genannten Modelle, ob diese überhaupt empfehlenswert sind. Ein paar Sachen habe ich hier aus den Beiträgen rausgelesen, z.B. eine Anfahrt bei einer Prüfstelle (kann man diese einfach anfahren, oder muss man dafür vorher einen Termin vereinbaren?).

Kriterien für das Fahrzeug sind vor allem auf Sicherheit und Komfort ausgelegt:

- Xenon/LED-Scheinwerfer

- Automatik

- Rückfahrkamera

- großer Kofferraum

- Optional: Totwinkel-, Spurassistent sowie Abstandstempomat

Budget: 10.000 - 12.000

Meinem Mann und mir gefallen aktuell:

Jeep Cherokee Baujahr 2013-2015

Renault Talisman Baujahr 2016-2017

Allerdings sind diese nur mit hohen Laufleistungen zu ergattern (~200.000km). Ist das problematisch? Aktuell fahren wir etwa 15.000km pro Jahr. Gibt es sonst Dinge, die ich auf jeden Fall beachten sollte?

Vielen Dank schon mal vorab für eure Hilfe :)

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28 Antworten
am 19. Februar 2021 um 5:31

Der Talisman sollte für das Geld schon deutlich unter

200tkm zu finden sein.

Er wird allg. sehr günstig gehandelt.

Für 12t € würde ich tunlichst auf Kilometer Könige

verzichten, kaufen kann man die, nur ist dan

auch mit erhöhten Investitionen zu rechnen.

Bei den Budget gibt es genug Familien Autos unter

100tkm auch wenn man dann auf einen Jeep

verzichten muß.

Kauft möglichst, so neu und so wenig

gelaufen wie möglich, dafür lieber auf

Ausstattungs spielereien verzichten ,

es wird dann eher ein Astra oder Megane.

Für 4 Personen reichen die aber auch bestens.

Aus meiner Sicht lieber ein paar Jahre älter als zu viele km.

Also 10 oder 15 Jahre dürfen es sein, wenn es unter 80000km sind.

Allerdings setzt der Wunsch nach Rückfahrkamera dem Alter schon Grenzen.

Hi,

ein 15 Jahre altes Auto mit 80tkm z.B. aus Berlin würde ich jetzt auch nicht unbedingt empfehlen. Die Kilometer sind nicht alles.

1000km im Großstadtverkehr in 4 Woche gefahren sind für ein Fahrzeuge 20x schlimmer als 1000km über die Autobahn an einem Tag gefahren.

Man muss also den Verschleiß und Pflegezustand beurteilen, zu 100% ist das aber gar nicht möglich.

Bei eurem Budget würde ich aber auch eher zu einem jungen Kompakt Kombi raten, so 4-5 Jahre alt mit einer Durchschnittlichen Laufleistung von ~60tkm. Wie schon genannt gibt es da oft Opel Astra oder Ford Focus.

Außerdem würde ich bei euer angepeilten Laufleistung eher einen Benziner nehmen.

Der Talisman ist vergleichsweise günstig im Verhältnis zum Neupreis geradezu ein Schnäppchen aber bei eurem Budget müsste man da noch zu viele Einschränkungen wie die extrem hohe Laufleistung hin nehmen. Dann womöglich noch ein Diesel wenn da der Partikelfilter nach 200 oder 250tkm voll ist wird es richtig teuer.

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 19. Februar 2021 um 07:19:31 Uhr:

Aus meiner Sicht lieber ein paar Jahre älter als zu viele km.

Also 10 oder 15 Jahre dürfen es sein, wenn es unter 80000km sind.

Allerdings setzt der Wunsch nach Rückfahrkamera dem Alter schon Grenzen.

Sehe ich genau andersrum, ein junges Fahrzeug mit vielen Kilometern wurde in der Regel verschleißarm über die Autobahn bewegt und kommt fast immer aus gewerblichem Vorbesitz, so dass alle Reparaturen und Wartungen durchgeführt wurde. Ich habe meinen fünf Jahre alten Passat mit über 220.000 Kilometer gekauft und keine Sekunde bereut.

Zitat:

@ironeeze schrieb am 19. Februar 2021 um 02:51:48 Uhr:

... alter Wagen ist in die Jahre gekommen (Baujahr 2000). ...

Kriterien für das Fahrzeug sind vor allem auf Sicherheit und Komfort ausgelegt:

- ...

Budget: 10.000 - 12.000

... gefallen aktuell:

Jeep Cherokee Baujahr 2013-2015

Renault Talisman Baujahr 2016-2017

... Aktuell fahren wir etwa 15.000km pro Jahr. ...

soll das neue Auto auch wieder in die Jahre kommen = bis Mitte der 2030er Jahre halten?

oder ist - da Langzeithaltbarkeit KEIN "Kriterium" ist - ein wirtschaftlicher Totalschaden nach 6 oder 8 (hoffentlich) problemlosen Jahren Spaß mit dem (anfangs fast neuen) Auto OK?

ach ja, und wie verteilen sich die 15 tkm p.a. auch Kurzstrecke und Langstrecke?

ist ja ein Unterschied, ob bei einmal im Monat 400 km hin + 400 km zurück zur Oma 2/3 der Strecke auf gelegentlichen Langstrecken anfallen

--> besser Diesel

oder JEDEN Tag sechs oder acht 5 km-Kurzstrecken gefahren werden

--> vielleicht besser einen low-tech Benziner?

Themenstarteram 19. Februar 2021 um 10:58

Vielen Dank für eure bisherigen Antworten :)

Also das Auto sollte schon die nächsten 10-15 Jahre überleben.

Gefahren wird 4x pro Woche eine Strecke von 50km (insgesamt, hin- und zurück).

Zitat:

@Turbotobi28 schrieb am 19. Februar 2021 um 07:47:31 Uhr:

Dann womöglich noch ein Diesel wenn da der Partikelfilter nach 200 oder 250tkm voll ist wird es richtig teuer.

Wird dies auch bei einem Gebrauchtwagencheck getestet?

am 19. Februar 2021 um 11:03

Der DPF wird über den Differenzdruck getestet.

 

https://www.sauberfahren.de/.../...-zu-Rufilterreinigung-Krafthand.pdf

Beim Gebrauchtwagen Check wird sowas, im normal Fall nicht geprüft.

Wie gesagt, soll das Auto 10J+ halten, keine PKWs mit schon hoher

Laufleistung kaufen, es wird sich nicht vermeiden lassen,

bei langer Haltedauer auf Ausstattung und bestimmte Modelle

zu verzichten.

Und somit bei jüngeren weniger gelaufen zu landen die aber ein

geringeres Defektrisiko bergen.

Zitat:

@ironeeze schrieb am 19. Februar 2021 um 10:58:37 Uhr:

Zitat:

@Turbotobi28 schrieb am 19. Februar 2021 um 07:47:31 Uhr:

Dann womöglich noch ein Diesel wenn da der Partikelfilter nach 200 oder 250tkm voll ist wird es richtig teuer.

Wird dies auch bei einem Gebrauchtwagencheck getestet?

Meines Wissens kann man den Beladungsgrad des Filters auslesen, ob das Standartmäßig bei einem Gebrauchtwagen Check gemacht wird weiß ich nicht. Hängt wahrscheinlich stark davon ab wo ihr den machen lasst.

 

Aber selbst wenn der Filter erst zu 70 oder 80% gefüllt ist, werden ihr bei längerer Haltedauer nicht drum rum kommen den Filter tauschen zu lassen. Wobei es auch versuche gibt es Filter zu reinigen weiß aber nicht ob das langfristig erfolgreich ist.

Generell sind am Diesel einfach viel mehr teure Bauteile dran, die Benziner holen da zwar auf bei manchen sind inzwischen auch Partikelfilter verbaut aber insgesamt hat der Diesel ein etwas höheres Potential für teure Reparaturen.

Ist dann am Ende natürlich etwas Glückssache was während eurer Haltedauer so alles fällig wird.

 

 

Von den beiden genannten würde ich den Renault vorziehen.

Es gibt genug Talismann, die ins Budget passen.

Ich habe mal einen rausgesucht mit vernünftiger Ausstattung (sogar 8-fach bereift).

Das Auto ist aus 10/2017 und hat 126.000KM gelaufen - ist also ein echtes Langstreckenauto.

Die dci Motoren genießen darüber hinaus einen guten Ruf.

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

Zitat:

@Turbotobi28 schrieb am 19. Februar 2021 um 11:07:30 Uhr:

....

Generell sind am Diesel einfach viel mehr teure Bauteile dran, die Benziner holen da zwar auf bei manchen sind inzwischen auch Partikelfilter verbaut aber insgesamt hat der Diesel ein etwas höheres Potential für teure Reparaturen.

Ist dann am Ende natürlich etwas Glückssache was während eurer Haltedauer so alles fällig wird.

Wenn man einen Benziner holt fällt garantiert nichts Dieselspezifisches an.

Also spricht vieles für Benziner.

Oder evtl. Benzin/elektrische Hybride.

Für PlugIn sollte man natürlich vorher die Lademöglichkeiten prüfen.

Aber ein normaler "Vollhybrid" ohne Stecker geht immer.

Auris Hybrid zum Beispiel.

Dafür hat der Ottomotor Bauteile, die nur bei diesem Motor verbaut werden. Dies wird gerne vergessen, wenn die üblichen Benutzer den Diesel als teuer darstellen möchten.

Zitat:

@ironeeze schrieb am 19. Februar 2021 um 10:58:37 Uhr:

Also das Auto sollte schon die nächsten 10-15 Jahre überleben.

dann würde ich eher einen Benziner nehmen

und bei der Automatik eine "klassische" Wandler-Automatik ... oder für gute Langzeithaltbarkeit bekannte Toyota-Technik (in den Hybriden: meines Wissens Planetengetriebe?) ...

 

Renault_Talisman ... Getriebe, serienmäßig 7-Gang-EDC

-->

Ein Doppelkupplungsgetriebe ist ein automatisiertes Schaltgetriebe, das mittels zweier Teilgetriebe einen vollautomatischen Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. ... Im Gegensatz zu Automatikgetrieben mit hydraulischem Drehmomentwandler erfolgt die Übertragung des Moments über eine von zwei Kupplungen, die zwei Teilgetriebe mit dem Antrieb verbinden.

Kupplungen sind GRUNDSÄTZLICH Verschleißteile ...

bei ner Leasingkutsche, die ich nach 3 oder 4 Jahren wieder abgebe: egal

wenn der Kupplungssatz z.B. 250.000 km hält und Du das Auto mit einer Laufleistung von 130.000 kaufst

(musst noch etwas warten: von den D-weit 2 Talisman-Benzinern unter 13.000 Euro hat einer 146.000 und der andere 163.000 km drauf)

wären die Kupplungen also in 8 Jahren fällig ...

hier jammert jemand

Scénic 1,5dci EDC, BJ 2011, 140.000km Laufleistung, ... Meldungen ... und "Getriebe prüfen" ... Diagnose von Renault ... die gute Nachricht: Es ist nur die Kupplung. Dann: die kostet 3744€ inkl. Einbau Brutto.

 

Zitat:

@ironeeze schrieb am 19. Februar 2021 um 10:58:37 Uhr:

Zitat:

@Turbotobi28 schrieb am 19. Februar 2021 um 07:47:31 Uhr:

Dann womöglich noch ein Diesel wenn da der Partikelfilter nach 200 oder 250tkm voll ist wird es richtig teuer.

Wird dies auch bei einem Gebrauchtwagencheck getestet?

wie soll JETZT getestet werden, ob ein DPF noch 16 Jahre hält (für Euch lang genug) oder ob dieser in 8 Jahren voll ist (und dann 1.500 Euro kostet)

 

Zitat:

@olli4321 schrieb am 19. Februar 2021 um 11:43:49 Uhr:

Es gibt genug Talismann, die ins Budget passen.

Ich habe mal einen rausgesucht mit vernünftiger Ausstattung (sogar 8-fach bereift).

...

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

mit "Getriebe Schaltgetriebe"

gesucht ist explizit

Zitat:

@ironeeze schrieb am 19. Februar 2021 um 02:51:48 Uhr:

Kriterien für das Fahrzeug sind vor allem auf ... Komfort ausgelegt:

- ...

- Automatik

--> der verlinkte passt nicht ins Beuteschema ;)

Zitat:

@S_C_R_A_M_B_L_E_R schrieb am 19. Februar 2021 um 12:34:39 Uhr:

Dafür hat der Ottomotor Bauteile, die nur bei diesem Motor verbaut werden. Dies wird gerne vergessen, wenn die üblichen Benutzer den Diesel als teuer darstellen möchten.

Viele Bauteile an einem Diesel sind aber teurer als am Benziner. Glühkerzen sorgen gerne mal für richtig teure Probleme wenn sie defekt sind und dann nicht mehr aus dem Kopf raus gehen.

Zündkerzen müssen zwar regelmäßig gewechselt werden das sorgt aber nur höchst selten für probleme.

Injektoren und Hochdruckpumpen haben inzwischen auch Benziner, die Drücke sind beim Diesel aber höher das Ausfallrisiko ist daher höher.

Natürlich kann ein benziner der ständig kaputt geht teurer werden als ein Diesel der problemlos läuft. Aber da steckt man nicht drin ist es als Gebrauchtwagenkäufer immer eine Risikoabwägung.

Die Abgasnachbehandlung ist beim Diesel mit AGR und Harnstoff auch eine etwas größere Potentielle Fehlerquelle.

Am Ende ist es immer ein bisschen wie beim Lotto, beim Diesel ist die Chance auf einen Gewinn (also einen defekt) eben ein bisschen höher, heißt aber noch lange nicht das man auch wirklich "Gewinnt"

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