Hat es jetzt die Nockenwelle erwischt??
Hallo
heute sollte es die letzte Fahrt mit dem Trike für dieses Jahr sein, wegen dem Wetter, aber da scheint noch was anderes zu sein.
Ich komme zu Hause an, leg den Rückwärtsgang rein und will in die Garage, da geht mir das Trike aus, ok, kann passieren dachte ich. Ich will den Motor wieder anlassen, dachte erst an eine leere Batterie, der Anlasser schafft es kaum den Motor zu drehen, dazu später mehr.
Dann sprang er an und ich hab das Trike in die Garage gefahren. Der Motor klang anders, er klapperte etwas ungewöhnlich, wie eben ein zu großes Ventilspiel. Da wurde ich schon unruhig. Jetzt hab ich die Deckel ab und schau mir die Ventile an, sieht alles gut aus, sitzen schön auf einer Höhe so wie es muss. Nur dann, das vordere Auslassventil, ein wahnsinnig großes Ventilspiel, gar nicht messbar so groß, alle anderen sehen ok aus, ca. 0,15 mm.
Dann hab ich den Deckel auf der anderen Seite geöffnet, genau das selbe, das Auslassventil vorne, riesiges Ventilspiel. Dann hab ich mir die Stoßstangen angeschaut, die sind super gerade.
Meine Vermutung: hat es die letzte Nocke der Nockenwelle abgefressen?? Diese beiden Ventile laufen ja nun auf der selben Nocke??
Wie kann denn sowas? Daher sprang der Motor so schwerlich an, die Ventile öffnen kaum noch und der Anlasser muss gegen den Kompressionsdruck arbeiten.
Kann sowas wirklich passieren? Die Nockenwelle und die Stößel wurde zusammen eingebaut und sollten auch zusammen passen, eigentlich der gesamte Ventiltrieb ist ein Jahr alt und kommt von Ahnendorp.
Gruß
Jürgen
Beste Antwort im Thema
Zum Thema Zoll: die Sendungen mussten persönlich beim Zollamt abgeholt und geöffnet werden. Egal was in der shippinglist steht, entscheidend ist der Überweisungsbetrag den man per Rechnung, Kontoauzug ect. nachweisen muss. Ob da nun 120$ als "Gift" aufgeführt wurde oder nicht. Das ist denen scheissegal. Man kann sogar( und muss) bei ebay dort persönlich in "mein ebay" die Kaufdaten ausdrucken. Wenn nichts geht= Kontoauszug vorzeigen.
Die kennen die Tricks auch mit niedrig angesetzten Kaufpreis und der Bemerkung"Gift".🙁
Die entscheidene Frage ist der Steuersatz, den die per persönliche Aussage und Begutachtung festlegen. Da gibt es 2% bei Ersatzteilen und 7%. Die wählen je nach Gusto und Lust niedrigere Steuersätze zu suchen eben 2 oder 7% fest. Beides ist richtig, aber wenn man den Zollbeamten überzeugen kann, gibt es eben nur 2%.
Das Steuerprodukt aus Kaufpreis ....x Steuersatz x Mehrwertsteuer = Steuer, ist Erstehungsbetrag zum Mitnehmen nach hause. Die shippingcost werden nicht mit addiert oder in die Rechnung einbezogen.
UPS, damit habe ich immer mit gerechnet, kam aber nie. Immer persönlich beim Zollamt. Ausser 1x. Das erstemal. Da stand der Mann von 'hermes' vor der Tür und gab das Paket einfach ab. Keine Steuern, kein Zoll, kein Nachbezahlen. Einfach wie einen Brief abgegeben. Da hab' ich "Soforcht" nachbestellt. Klar.
Zum Thema Knete und Ventilabstand zum Kolbenboden.
Mache ich seit Jahren so, aber nur um zu wissen wo die Ventile am Boden auftreffen; je nach Nockenhub ist das etwas anders, da die Ventile ja in einem Winkel auftreffen. Damit messen ist etwas problematisch, da die Knete abgeschnitten werden muss, schnell vom Messschieber o.ä. eingedrückt wird und die Messung verfälscht.
Den Abstand messe ich immer mit heller, aufgeklebter Pappe. 1,5mm für Einlassventile, 2-3mm für Auslassventile. Moly auf die Ventile, einmal durchdrehen. Sind Abdrücke da, Ventiltaschen. Sind keine oder nur Punkte - keine Ventiltaschen. Der Parallaxenfehler in der Kontrolle durch die Kanäle ist mir zu ungenau. Da ging auch schon mal was bei mir schief. Seitdem....
Leistung und Drehmoment.
Ich weiss nicht was der SCHRICK so drauf hat, aber diese Aussage: entweder Leistung/oder Drehmoment, aber nie beides zusammen erhöhen ist möglich, ist Blödsinn.
Tatsache ist, dass beides durch den Einbau einer schärferen NW erhöht wird, nur die Drehmomentkurve wird anschliessend spitzer; nicht mehr so angenehm flach oder auch gleichmässig wie beim Serienmotor. Oder anders gesagt: man hat ein höheres Drehmoment, nur der Drehzahlbereich das zu nutzen wird immer schmaler, je schärfer die NW ist. Danach fällt die DM-kurve steiler ab, aber die Drehzahl steigt deutlich über Serienniveau, somit das Produkt aus P x M wird grösser = mehr Leistung.
Je flacher die Drehmomentkurve ist, umso angenehmer lässt sich ein Auto fahren.
85 Antworten
Echt sch.... sowas,aber das ist das problem in der heutigen Zeit,man weiß nicht was man bekommt.
Da jetzt die Ursache zu ermitteln ist sehr schwer.
Ich würde jetzt mal vermuten das die Stößel der Fehler sind.Da scheint die Öberflächenvergütung in die Hose gegangen zu sein.
Allerdings könnte auch die Schmierung schlecht gewesen sein....aber warum nur an den stellen die durch Spritzöl geschmiert werden?
Die Nocken scheinen ja recht wenig abbekommen zu haben in vergleich mit den weggeriebeneb Stößeln.
Man sieht ja auch das es an den EV von 1 und 3 schon losgeht.
Wie sehen die NW Lager aus ?
Vari-Mann
Also das denke ich auch ich habe motoren die weit über 100000 km runter hatten zerlegt und da waren die Stößel gerade minimal eingelaufen.Solche Stößel habe ich noch nie gesehen.Wo hast du den schrott denn gekauft.Ebay?😁🙂😁😁🙂
Zitat:
Original geschrieben von Blizzzard112
Also das denke ich auch ich habe motoren die weit über 100000 km runter hatten zerlegt und da waren die Stößel gerade minimal eingelaufen.Solche Stößel habe ich noch nie gesehen.Wo hast du den schrott denn gekauft.Ebay?😁🙂😁😁🙂
Hi
ich habe alles zusammen bei Ahnendorp gekauft (siehe Posting von gestern). Sportnockenwelle 316° von Schleicher, spezielle Stößel genau für diese Nockenwelle. Aber mit dem Schrott gebe ich dir recht. Ich gehe zu 100% davon aus, dass die Härtungsgrade hier nicht stimmen.
Ich fahre die Tage mal zu Ahnendorp und höre mir mal deren Meinung an.
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von AHS IMP 1
Red hatte mal geschrieben, das bei Full-Flow die Gefahr ist, das die Ölbohrung zum hinteren Nockenwellenlager (oder war es Kurbelwellenlager) durch den Einschraub verschlossen wird.Uwe
Es war das kleine Kurbelwellenlager direkt hinter der Riemenscheibe, das kann bei einem zu langen FullFlow Stutzen verdeckt werden.
So ein Schadensbild ist schon krass... trotzdem erstaunlich, wie die Schleicher das weggesteckt hat. Normalerweise wäre eher die Nockenwelle platt als ein Stößel.
Hmmmm, welchen Durchmesser hatten denn die Stößel auf der Lauffläche? Hattest du Doppelfedern in den Köpfen?
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Zitat:
Original geschrieben von Red1600i
Hmmmm, welchen Durchmesser hatten denn die Stößel auf der Lauffläche? Hattest du Doppelfedern in den Köpfen?
Die Stößel haben 28,4 mm große Teller.
Im Kopf sitzen HD Federn, keine Doppelfedern.
Von der 316er Schleicher gibt es 2 Versionen, eine alte und eine neue. Die eine hat 9,7mm Hub, die andere nur 8,5mm an der Nocke. Messe das mal nach falls möglich.
Meine 296er sollte 9,0mm haben, geliefert wurde vom Ahnendorp 9,5mm, hab's extra mal mit der Uhr vermessen. War sehr interessant ... 😰
Ich würde es für möglich halten, dass die Köpfe so schief bearbeitet sind, dass die vorderen Ventilfedern auf Block gegangen sind. Die Köpfe stammen ja nicht von CB, die BAS044 kommen ja fertig aus der Schachtel von EMPI/Autolinea, vertrieben über die JPM Group Dänemark.
Prüfe mal den Resthub, vielleicht ging die Feder auf Block und hat damit die Stößel/Nockenwelle überlastet. Die mitgelieferten Federn sind nämlich ab etwa 12mm Ventilhub nicht mehr ausreichend und gehen auf Block, der Sicherheitszuschlag wird verletzt. Wenn du die 9,7er Nocke haben solltest und vielleicht 1.25er Kipper, dann bist du jenseits der Federn.
Natürlich ist ein Härtefehler möglich... sogar eher wahrscheinlich. Bei soviel Abrieb würde kein Ventil mehr auf Block gehen....
Ähmmm, hast du eine Waage? Schmeiss die Stößel mal rauf... wieviel Gramm haben die denn?
Ich hab die Nockenwelle mit 8,5 Hub, auch meßtechnisch. Die Kipphebel sind 1:1,25 = 10,6 mm
Da ist noch Reserve in der Feder!
Der heile Stößel wiegt 95,49 g
Der defekte wiegt jetzt 85,80 g, ist jetzt ein Tuningstößel 🙂 🙂
Gruß
Nimm mal eine Reißnadel und kratze auf dem besterhaltenen Stößel etwas rum. Das sollte keine merklichen Riefen hinterlassen. Und dann mal im Vergleich auf dem kaputten.
Dann hast du wenigstens etwas über die Härte...
Warum ist nur der Rand der Stößel derart zerwerkelt? Da ist haufenweise was abgeplatzt, es sieht wie die Härteschicht aus. Aber sollte eine Nocke dermaßen über den Rand hinaus arbeiten?
Irgendwie sieht das aus, als ob die Nocke über den Stößel hinaus gereicht hätte, als ob der Kopfdurchmesser des Stößels zu klein gewesen wäre oder die Nocke versetzt gewesen wäre... 😰
Sag mal, stimmen die Nockenwellenlager? Hat die Nocke Spiel im Lager, axial? Oder wurde das Axiallager falsch eingesetzt?
Da kannste hinfahren, aber ich glaube nicht das die sich davon von was annehmen. Die drehen und wenden sich mit "Motorkonfiguartion unbekannt, feststeckende Ventile? Unbekannt. Einfahrmodus lt. Merkblatt? unbekannt. ect." wohl raus. Günstigstenfalls gibt es neue Stössel.
Die Ursache wird wohl die geringe Härte sein, da die NW selber nicht dermassen betroffen ist. Schmierungsmängel scheiden aus, die werden mit Spritzöl geschmiert, und es würden ja die anderen auch betreffen wenn es so wäre.
Aber versuchen sollte man es die Klamotten ersetzt zu bekommen.
Schlechte Stössel ziehen sich seit Jahrzehnten durch die Tuningscene. Leider.
Die Schleicher NW wurden kürzlich mal falsch von Schleicher verpackt: alle in x-beliebigen Kisten mit x-beliebigen Aufschriften. Wir hatten auch 296 bestellt und bekamen 316. Das war Anfang 2010. Wie lange das schon so lief???
Nochmal zum Einfahrmodus und Merkblatt. Ist ja schön sowas, aber wer kann sich das leisten ohne Ärger mit den Nachbarn? Das Thema hatten wir schon durch - im anderen fred - und da schrieb ich das ich noch nie so'n Mist gemacht gemacht habe. Angelassen, im Leerlauf kurz eingestellt, losgefahren um den Block und wieder etwas im LL nachgestellt. Nie was pasiert- seit Jahren bzw. 6 Motoren nicht.
MoS2 schmiere ich immer auf die Stössel+ NW. Das ist das einzigste.
Das mit dem hochtourigen Einlaufen mache ich auch nicht. Da würde es Ärger mit den Nachbarn geben. Rumtuckern ja, Drehen nein.
Öldruckaufbau mit dem Anlasser, erhöhtes Ventilspiel für'n Anfang, das hat mir auch noch keine Nocke angegriffen. Eigentlich gehe ich mit dem Motor gleich nach ein paar Minuten eine Runde um den Block...
Zitat:
Original geschrieben von Red1600i
Nimm mal eine Reißnadel und kratze auf dem besterhaltenen Stößel etwas rum. Das sollte keine merklichen Riefen hinterlassen. Und dann mal im Vergleich auf dem kaputten.
Dann hast du wenigstens etwas über die Härte...
Warum ist nur der Rand der Stößel derart zerwerkelt? Da ist haufenweise was abgeplatzt, es sieht wie die Härteschicht aus. Aber sollte eine Nocke dermaßen über den Rand hinaus arbeiten?
Irgendwie sieht das aus, als ob die Nocke über den Stößel hinaus gereicht hätte, als ob der Kopfdurchmesser des Stößels zu klein gewesen wäre oder die Nocke versetzt gewesen wäre... 😰
Sag mal, stimmen die Nockenwellenlager? Hat die Nocke Spiel im Lager, axial? Oder wurde das Axiallager falsch eingesetzt?
Da zieh ich aber sofort und ohne Mühe eine Riefe mit der Reißnadel rein, in die Heile wie auch in die Kaputten.
Die sind mäßig bis gar nicht gehärtet. Auf dem heile Stößel sieht man die Laufspuren der Nocke, da sind noch 2mm Luft bis zum Rand, also passen die wohl. Nur wenn die Mitte ausläuft geht die Nocke automatisch weiter nach Außen, daher der ausgefranzte Rand.
Nockenwellenlager sind ok, da sieht man keinen Verschleiß oder Riefen, Axialspiel ist gleich Null, aber das ist auch alles nicht alt.
Ja, FlatFour, ich gehe auch schwer davon aus, da wird nicht viel zu machen sein, aber bei einer neuen Nockenwelle legen die evtl. die neuen Stößel dabei 🙂 !!
Gruß
Ne, da liegst du vielleicht falsch mit dem Tragbild.
Ein nagelneuer Stößel ist ballig, rund. Das ist mit einem Lineal super zu sehen. Deshalb nur kleine Kreise als Abriebspuren.
Ein alter Stößel ist hohl, das ist auch gut zu sehen. Und der zeigt größere Kreise.
Aber auch ein verschlissener Stößel hat einen gut erhaltenen Rand, die Nockenwelle sollte niemals den Rand überschreiten. Scharfe Nockenwellen werden ja deshalb auch gerne mit größeren Stößeln kombiniert (z.B. diese "BigFoot"mit 30 bis 32mm)
Irgendwie kommt's mir so vor, als wenn die Nocke den Stößelrand überschritten hätte.
Trotzdem, eine Reißnadel sollte ein guter Stößel überstehen. Kannst ja auch mal die Nockenwelle im Vergleich testen.
Der Verkäufer wird sich wie immer da sehr ahnungslos und völlig unschuldig geben....
Hattest du einen guten Filter drin? Prüfe vielleicht mal die Ölpumpe, diesen harten Flitter könnte man in der Pumpe vielleicht gemerkt haben...
Zitat:
Original geschrieben von Red1600i
Irgendwie kommt's mir so vor, als wenn die Nocke den Stößelrand überschritten hätte.
Das kan man aber prüfen in dem man die Stößel und die Nocke noch einmal in die Motorhälfte legt .Dann den Stößel an die Nocke drücken und diese bewegen.
Es kann auch sein, dass die Stössel oberflächen gehärtet sind und das ist irgendwann durchgeschruppt. Nimm mal die Reissnadel und probiere mal an anderen Stellen am Stössel. Ist das rundherum Butterweich? Ich glaube nicht.
Hattest Du öfters nachstellen müssen, während Deiner 9000 Kilometer und wieviel war das, mal zusammengerechnet insgesamt.?
Es geht mit so durch den Kopf, dass einige Ventile bei mir auch schon fast einen ganzen Millimeter nachgestellt wurden, ohne dass ich die Ursache weiss, warum ständig wieder Spiel ist.
Andere Meinung, die ich vertrete ist,... dass es keine gescheiten Federn gibt. Bei 30kg hören Serien-Federn auf und bei 100kg fangen einfach Tuning Federn erst an. Es sagt mir irgendwie mein Bauchgefühl, dass eine 60kg Feder, wenn es die gäbe für einen Tuning-Motor auch reichen sollte.
Grüsse.🙂
P.s. is klar, dass jetzt Pleuel/Kurbelwellenlager warscheinlich neu rein müssen.
Der Abrieb kann einigen weiteren Schaden angerichtet haben.