Haltelinie nur noch ein Strich in der Landschaft
Leider beobachte ich zunehmend, dass Verkehrsteilnehmer nicht direkt an der Haltelinie anhalten, sondern weit davor. Dadurch ergibt sich eine schlechtere Sicht in die Vorfahrtstraße und die kommenden Autos werden später erkannt und wenn man sich nun endlich traut loszufahren, dann dauert es länger, wodurch die hinten anstehenden Fahrzeuge benachteiligt werden.
Habt Ihr eine Idee, warum das gemacht wird?
54 Antworten
Warum halten viele Autofahrer 5 oder 10 Meter vor der Haltelinie an der roten Ampel?
Ich nehme an, weil sie dumm sind und sich nur für sich selbst interessieren.
So direkt wollte ich es nicht schreiben, aber es ist leider auch eine mögliche Möglichkeit, die ich in Betracht ziehe.
Nein, weiß ich nicht, denn in die Köpfe anderer Zeitgenossen kann ich nicht reinschauen. So was wäre mir den "Aufreger" aber auch nicht wert. 😎
Übrigens, ich bin raus hier, weil das wieder in endlosen Spekulationen endet. Aber vielleicht gibt es unter den Usern jemanden, der zum kritisierten Klientel von Roman gehört und sich vielleicht zu seinen Beweggründen äußern mag.
Der "Aufreger" ergibt sich automatisch, wenn dadurch die eigene Zeit unnötig verplempert wird und die Verursacher vermutlich noch nicht einmal wissen, dass etwas falsch gemacht worden ist.
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ChatGPT sagt dazu:
Ja, es gibt tatsächlich mehrere psychologische und praktische Gründe, warum viele Autofahrer 5 oder 10 Meter vor der Haltelinie an einer roten Ampel anhalten – obwohl sie eigentlich bis zur Linie vorfahren könnten. Die Gründe reichen von Gewohnheit bis zu tieferliegenden psychologischen Mechanismen:
Psychologische Gründe
Komfortzone / Sicherheitsabstand
Viele Autofahrer fühlen sich wohler, wenn sie einen gewissen Abstand zur Ampel oder zur Kreuzung halten – besonders wenn sie eine große oder unübersichtliche Kreuzung sehen. Sie haben das Gefühl, damit sicherer zu stehen, vor allem bei hoher Verkehrsbelastung oder bei LKWs auf der Gegenspur.
Vermeidung von Stress
Direkt unter einer großen Ampel zu stehen (z. B. wenn sie über dem Auto hängt) kann unangenehm sein – man muss den Kopf stark nach oben drehen oder aus dem Fenster schauen, um sie zu sehen. Deshalb bleiben manche Fahrer absichtlich weiter hinten stehen, um die Ampel besser im Blick zu haben.
Imitierverhalten / Schwarmverhalten
Autofahrer neigen dazu, sich an dem zu orientieren, was andere tun. Wenn der Vordermann 5 Meter Abstand hält, macht man es unbewusst nach – selbst wenn es keinen offensichtlichen Grund dafür gibt.
Unbewusste Angst vor einem Blitz
Manche Autofahrer glauben (fälschlicherweise), dass sie beim Überfahren der Haltelinie geblitzt werden könnten – selbst im Stillstand. Also halten sie sicherheitshalber früher an.
Praktische Gründe
Bessere Sicht auf Querverkehr oder Fußgänger
Wer früher anhält, hat unter Umständen eine bessere Übersicht auf den Querverkehr oder auf Zebrastreifen – vor allem bei schlechter Einsicht.
Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer
Besonders Motorradfahrer oder Radfahrer können sich vorne einordnen (sog. „Filterung“ oder „Vorlassen“), wenn Autos ein paar Meter Platz lassen. Manche Autofahrer machen das bewusst.
Vermeidung automatischer Ampelschaltungen
In seltenen Fällen kann es passieren, dass die Induktionsschleifen im Boden (die das Auto registrieren) nicht richtig funktionieren, wenn man direkt auf ihnen steht. Manche glauben, es sei besser, ein paar Meter vorher zu halten, obwohl das technisch meist kein Vorteil ist.
Welche Behinderung soll sich denn daraus ergeben, dass jemand noch vor der Haltelinie anhält? Die Nötigung durch rot zeigende Ampeln erträgt man doch auch schmerzfrei. 👀
Jetzt wird mir ganz klar, dass meine Entscheidung, die Dinge selbst zu überdenken und dabei ChatGPT nicht zu "befragen", der richtige Weg ist.
Zitat:
@berlin-paul schrieb am 19. Juni 2025 um 14:42:53 Uhr:
Welche Behinderung soll sich denn daraus ergeben, dass jemand noch vor der Haltelinie anhält? Die Nötigung durch rot zeigende Ampeln erträgt man doch auch schmerzfrei. 👀
Durch die schlechtere (kürzere) Sicht in die Vorfahrtstraße dauert es länger, bis sich die Zeitgenossen trauen, nun endlich loszufahren.
Oder Induktionsscheifen in der Fahrbahn werden nicht ausgelöst und man steht dadurch wesentlich länger an der roten Ampel.
Da muss die KI noch was lernen. Ein häufiger Grund ist, dass je nach Kfz (SUV, Sportwagen..) und Winkel der Frontscheibe, sowie A-Säule, Sitzposition usw. die Ampel einfach nicht gesehen werden kann oder nur mit Verrenkungen. Bleibt man etwas zurück, hat man mehr Übersicht. Wobei im Ausgangspost nichts von Lichtzeichen erwähnt wurde.
Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 19. Juni 2025 um 14:54:44 Uhr:
Oder Induktionsscheifen in der Fahrbahn werden nicht ausgelöst und man steht dadurch wesentlich länger an der roten Ampel.
O.k. ... ist mir bislang noch nicht so aufgefallen.
Ich bin dann wohl so einer die der TE kritisiert.
Je nach Verkehrslage stehe ich vor, auf oder kurz drüber/hinter der Linie.
Das mit der Induktionsschleife habe ich so noch nicht wahrgenommen. Dazu müsste man schon eine ganze oder mehr Wagenlänge vor der Linie stehen um diese nicht auszulösen.
Ich bin jahrelang mit dem Bus gefahren, Haltestelle an einer großen Kreuzung. Sehr sehr viele Fahrende hielten VOR der Induktionsschleife, warum, weiss keiner
Ein KOM/LKW-Lenker, der ein bis zwei Meter vor der Haltelinie einer belebten, lichtgesteuerten Verkehrkreuzung hält, denkt ggf. für Kollegen voraus. Das Rechtsabbiegen an engen, stark frequentierten Kreuzungen ist mit langen Nutzfahrzeugen manchmal nicht so easy.