Haltbarkeit und Unterschiede 200 / 220 / 250 CDI Motor beim Facelift?

Mercedes E-Klasse W212

Hallo an alle!

mein Verwandter sucht einen W212 Kombi als Facelift und hängt zwischen 200er CDI (136 PS), 220er CDI (170 PS) und dem 250er CDI (204 PS).

Nun meinte er, dass die Bekannten Ihm vom 250er abraten, da dieser deutlich problematischer sein soll als die "Taxi-Motoren" 200/220.

Nun habe ich mich auch mal umgehört und der 250er wurde mir ebenfalls nicht empfohlen.

Laut Internet ist der 200/220/250 im Grunde ja der gleiche Motor nur mit einer anderen Steuerung soweit ich das gelesen habe.

Gibt es denn gesicherte Unterschiede bezüglich diesen Motoren insbesondere bezüglich der Haltbarkeit?

Er ist kein Raser, fährt eigentlich gemütlich nur soll der Motor möglichst auch halten, da die Exemplare bereits 200' km runter haben.

Ist die Kette und der Ölkühler (soll ja beim 350er problematisch sein) bei den 200/220/250 gleich oder gibt es da bezüglich Haltbarkeit Unterschiede?

Wäre über Erfahrungen und Infos dankbar.

Allen noch einen schönen Feiertag.

27 Antworten

Fahre den 200er cdi T Mopf mit 7G seit 2016.
- 2017 Wasserpumpe bei ca. 90tkm
- 2021 Ventildeckeldichtung und Motorlager bei ca. 200tkm
- 2024 Hinterachse auf Kulanz bei MB, in einem Abwasch Lufbälge Hinterachse erneuern lassen bei 239tkm
- 2024 Domlager Hinterachse erneuert da gebrochen bei 241tkm.
Alle 15 tkm Ölwechsel mit 5w30 inklusive Filter plus alle Zusatzarbeiten die turnusmäßig anfallen wie Getriebeöl, Dieselfilter, Innenraum Filter usw. In Eigenregie.
Verbrauch liegt zwischen Sommer 5,2 und Winter 6,5ltr.
Leistung hat er nicht aber bringt uns komfortabel, zuverlässig und sicher von a nach b

Zitat:

220 cdi Bi-Turbo , mittelmässige Leistungsentfaltung über das gesammte Leistungsband, 170PS

Der 220 CDI hat 400 Nm Drehmoment, der 250 CDI 500 Nm.
Mal zum Vergleich: Ein BMW E38 740i V8-Benziner mit 4,4 Liter Hubraum hatte damals 420 Nm.
Insofern leisten die "Taxi-Motoren" durchaus Ansehnliches.

Als ich den 250er gefahren bin, war ich anfangs von der Leistung enttäuscht, da ich schon mal den 200er gehabt habe und mehr erwartete. Bis ich irgendwann das Getriebe auf S umgestellt habe. Es gibt da einen gewaltigen Unterschied zwischen den Getriebemodis.

Jaa der 200er hat meine ich auch kürzere Gänge. Dadurch ist er bis 100 kaum langsamer als der 220er und 250er. Ab 100 wird der Unterschied dann sehr sehr deutlich.

Wenn man also kaum Autobahn fährt, ist der Motor fast egal.

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Zitat:

@cumberland_68 schrieb am 26. Dezember 2024 um 22:00:17 Uhr:



Zitat:

220 cdi Bi-Turbo , mittelmässige Leistungsentfaltung über das gesammte Leistungsband, 170PS

Der 220 CDI hat 400 Nm Drehmoment, der 250 CDI 500 Nm.
Mal zum Vergleich: Ein BMW E38 740i V8-Benziner mit 4,4 Liter Hubraum hatte damals 420 Nm.
Insofern leisten die "Taxi-Motoren" durchaus Ansehnliches.

Man sollte Benziner und Diesel nicht in Bezug auf Drehmoment vergleichen! Da verlieren die Benziner eigentlich immer.
Wir haben damals einen 220er, 300er und 350er (Diesel) Probe gefahren und uns dann für den E300cdi BT (Mopf) entschieden. 540 Nm. Nie bereut! Insbesondere das 9G und der Umgang mit unserem Wohnwagen (2.000 kg) ist eine Freude.

Zitat:

@Helmut4x4 schrieb am 26. Dezember 2024 um 20:10:48 Uhr:


Ja, sehr schade!

Dabei nie den Blick in den Spiegel vergessen....

Zitat:

Meines Wissen nach:

220 cdi Bi-Turbo , mittelmässige Leistungsentfaltung über das gesammte Leistungsband, 170PS

250 cdi Bi-Turbo, der große Turbo eher für unteren Drehzahlbereich-, der kleine- eher im oberen Drehzahlbereich wirksam , 204PS

Beim 220 mittelmäßig vielleicht besser durch gleichmäßig ersetzen. Es gibt wohl wenige Motoren, mit so einem Drehmomentplateau über einen so großen Drehzahlbereich. Die 100nm mehr beim 250 liegen nur in 1 Spitze an, von daher geht der an der einen Stelle deutlich brachialer zu Gange, während sonst der Unterschied nicht mehr so groß ist.
Durch den Biturbo ist nahezu kein Turboloch vorhanden.
Der "kleine" Turbo (Hochdrucklader)ist für geringe Drehzahlen zuständig. Geringe Drehzahl = wenig Abgas womit ein kleinerer Lader dann viel schneller arbeiten kann und trotzdem den Druck erzeugen kann. Bei höherer Drehzahl übernimmt dann der größere Lader (Niederdruck).

Zitat:

@mjbralitz schrieb am 27. Dezember 2024 um 07:09:22 Uhr:



Zitat:

@cumberland_68 schrieb am 26. Dezember 2024 um 22:00:17 Uhr:


Der 220 CDI hat 400 Nm Drehmoment, der 250 CDI 500 Nm.
Mal zum Vergleich: Ein BMW E38 740i V8-Benziner mit 4,4 Liter Hubraum hatte damals 420 Nm.
Insofern leisten die "Taxi-Motoren" durchaus Ansehnliches.

Man sollte Benziner und Diesel nicht in Bezug auf Drehmoment vergleichen! Da verlieren die Benziner eigentlich immer.
Wir haben damals einen 220er, 300er und 350er (Diesel) Probe gefahren und uns dann für den E300cdi BT (Mopf) entschieden. 540 Nm. Nie bereut! Insbesondere das 9G und der Umgang mit unserem Wohnwagen (2.000 kg) ist eine Freude.

Umso mehr spricht für die Diesel.
Ich habe die Vergleiche nur gezogen, weil ich den Vergleich aus eigener Erfahrung ziehen konnte (also V8-Sauger vs. 220d und auch 350CDI).

Zitat:

@Der_Ortenauer schrieb am 26. Dezember 2024 um 19:39:21 Uhr:


220 und 250 sind Biturbos
https://gebrauchtwagenberater.de/om651-probleme/
Da stehen vielleicht noch interessante Infos drin
PS. Wenn der 220er eine mittelmäßige Leistungsentfaltung hat dann bin ich raus - mMn ist das ein NM Monster im Drehzahlkeller.

Das stimmt.
Wer behauptet, der 220CDI hätte eine mittelmäßige Leistungsentfaltung, das kann nicht sein.
2017 haben wir für meine Frau einen GLK MoPf 4matic 220CDI (170PS) gekauft.
Zu der Zeit fuhr ich einen S211 E320 CDI T 4matic Bj.2007 224PS und ich sage euch der 220CDi zieht unten raus verdammt gut los ..!
Gut der S211 hatte nur ein 5G. ATG und der GLK das 7G. ATG aber trotzdem der OM642 hat 0,8l mehr Hubraum. Selbst mein jetziger S212 E320CDI T 4matic (258PS) Bj.2016 mit 7G.ATG ist untenrum nicht so agil, wie der OM651, die zwei Turbolader haben halt Vorteile ..!
Und bis 130km/h zieht der 220CDI im "hohen" GLK ganz gut und ist insgesamt recht sparsam.

Und ja, irgendwann zeigen die 6Zyl. wo der "Hammer hängt" keine frage aber 54 respektive 88PS mehr machen sich halt auch bemerkbar.

Der 220CDI sollte für die meisten völlig ausreichen, hinsichtlich Leistung.

MfG Günter

Das ist auch mein Eindruck Günter. Allerdings vergleicht man auch den OM651 mit dem OM642. Der OM651 ist einer der spritzigsten Motoren überhaupt. Der OM642 ist eher von der alten Schule mit gigantischem Turboloch.

Vom Drehmomentverlauf ist selbst der Nachfolger vom OM651 (also der OM654) nicht mehr so spritzig wie der alte.
Selbst der 200 CDI mit seinem Single Turbo geht von der Ampel los wie ein wilder. Auf der Autobahn merkt man dann langsam die Ernüchterung.
Mag alles auch an den Getrieben liegen ja.
Das 5G fahre ich im W211 220cdi Mopf und die 7G+ im W204 200 cdi Mopf.
Man könnte denken der 220cdi mit dem 5G hat 100ps weniger bis Tempo 60. Danach zieht er dann Leistungsgemäß davon.

Zitat:

@KupplungVerschlissen schrieb am 30. Dezember 2024 um 18:36:35 Uhr:


Das ist auch mein Eindruck Günter. Allerdings vergleicht man auch den OM651 mit dem OM642. Der OM651 ist einer der spritzigsten Motoren überhaupt. Der OM642 ist eher von der alten Schule mit gigantischem Turboloch.

Der OM651 hat nicht umsonst zwei Turbolader, da kann man mit dem einem Turbo den "unteren" Drehzahlbereich "abdecken" mit dem anderen den "oberen".
Das geht mit einem Turbolader halt nicht.
Der neue Reihensechszylinder Diesel hat auch zwei Turbolader und der soll wohl auch unten raus schon sehr energisch "antreten".

Wobei der 3L V6 im S212 von unten schon deutlich besser "zieht", da ist viel gemacht worden plus hat das man die Fahrstufen des 7G. ATG anders "spreizen" konnte.

Und der OM654 hat 0,2L Hubraum weniger, das macht sich bestimmt bemerkbar obwohl die Nennleistung gestiegen ist!?

MfG Günter

Nun ja, der 642 ist sicherlich noch von alter Schule. Wobei ich - vor allem aus eigener Erfahrung heraus - bei 620 Nm bei 1600–2400/min nicht wirklich von einem gigantischen Turboloch berichten kann.

Zitat:

Und der OM654 hat 0,2L Hubraum weniger, das macht sich bestimmt bemerkbar obwohl die Nennleistung gestiegen ist!?

Ich habe beide Motoren direkt nacheinander im GLC X253 probegefahren und konnte zwischen dem OM651 und OM645 - jeweils als 220d - keine nennenswerten Unterschiede ausmachen. Der OM651 scheint außen etwas lauter zu sein, innen aber nicht. Sonst fahren sich beide in etwa gleich...
Ich habe mich dann entschieden, 14 TEUR zu sparen und das etwas ältere Auto (mit ca. gleichem km-Stand) zu nehmen.

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