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Händler meldet (Schrott)Auto nicht ab! Hilfe!

Themenstarteram 8. Oktober 2016 um 16:40

Hallo, ich habe leider ein ganz großes Problem:

Vor drei Wochen habe ich mir von einem Händler ein neues Auto gekauft (auf mich angemeldet).

Vorher bin ich, auf seine Versicherung, das alte Auto meines Vaters gefahren, der mittlerweile leider schwerkrank und bettlägrig ist.

Dieses Auto hatte schon zwei Motorschaden hinter sich, zwei Austauschmotoren und ist mir kurz vor dem Kauf des neuen Autos liegen geblieben, Totalschaden, Öl lief in Massen aus, etc.. Also eine echte, alte Schrottkarre.

Da der Händler insgesamt, laut Bewertungen und Hörensagen, sehr vertrauenswürdig schien und ich keine Probleme mit dem Kauf des neuen Autos hatte, habe ich ihm den Schrottwagen geschenkt, sodass er ihn entweder teilweise ausbauen oder gleich zum Schrottplatz fahren könnte - sodass ich die Abschleppprobleme nicht hatte.

Hierzu gab es leider nur einen mündlichen (Schenkungs?)Vertrag mit einem Zeugen meinerseits!

Mir wurde versichert, den Wagen binnen drei Tagen abzumelden (zur Überführung sollte der Wagen noch kurz angemeldet bleiben) und ich habe hier auch danach mehrmals daran erinnert. Naiv, das weiß ich jetzt...

Nun bin ich vor wenigen Tagen zufällig an der Werkstatt vorbeigefahren und habe überraschenderweise das Auto dort stehen sehen. Außen auf neu getrimmt (wie es innen aussieht, möchte ich gar nicht wissen, die armen zukünftigen Käufer!!!). Mit meinem alten Nummernschild.

Da niemand in der Werkstatt war (seit dem Kauf macht der Händler völlig dicht, nimmt telefonisch nie ab, ist nie zu sprechen, reagiert nicht auf Mails/Briefe/Einschreiben), bin ich zur nächsten Polizeistation, dort wurde mir geraten, die Kennzeichen abzumontieren, was ich auch gemacht habe. Ich habe das auch bei der Polizei bemerken lassen, und zusätzlich den Händler auf schriftlichem Wege informiert.

So. Das Problem:

Ich habe keine Fahrzeugscheine mehr (nur eine Kopie von Zulassungsschein 1, die Kennzeichenschilder und Versicherungsunterlagen, etc.).

Nach dem Wochenende werde ich zur KFZ Zulassungsstelle und damit mein Glück versuchen. Wie gehe ich am besten vor? Klappt sowas überhaupt mit den wenigen Unterlagen?

Eventuell sagen, dass ich die Scheine verloren habe, neu beantragen und danach damit abmelden? Was besagt die Option "Zwangsstilllegung"? Ist das in meinem Fall durchführbar?

Oder muss ich mich damit abfinden, dass besagter Händler noch sein Leben lang mit meine Versicherung herumfahren kann, was laut Google so zu sein scheint...?

Ich bin einfach verzweifelt...

Ja, ich war vertrauensseelig, das ist leider mein erster Auto-an-und verkauf und wenn es meinem Vater nicht so schlecht ginge, hätte ich das nie gemacht. :(

Vielen Dank im Voraus und

mfG

Stephanie

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18 Antworten

Ich bin verwundert, was die Polizei dir da empfohlen hat.

Ich halte das für unrechtmäßiges Handeln, denn die Kennzeichen sind Eigentum des Käufers.

Wie lange machst du mit dem Händler schon rum wegen der Abmeldung?

Ich würde mir eher Gedanken machen wenn was mit deinem neuen Fahrzeug ist, wie er arbeitet hast du ja schon beschrieben.

Themenstarteram 8. Oktober 2016 um 17:11

Zitat:

@Oetteken schrieb am 8. Oktober 2016 um 16:46:15 Uhr:

Ich bin verwundert, was die Polizei dir da empfohlen hat.

Ich halte das für unrechtmäßiges Handeln, denn die Kennzeichen sind Eigentum des Käufers.

Ich war mir erst auch unsicher, deshalb habe ich bei zwei verschiedenen Polizeipräsidien nachgefragt, die Bearbeiter dort meinten jeweils, dass sie es genau so machen würden und die Kennzeichen ja mein persönlicher Besitz sind (da auf mich bzw. meinen Vater versichert und angemeldet).

Der Werkstatthof steht auch offen, über den Zaun hätte ich natürlich nicht klettern dürfen...

----

 

Mein jetziges Auto hat kleine Macken, aber da es nicht teuer war, gut fährt, und ich es von einem anderen Fachhändler nochmal durchchecken habe lassen, mache ich mir da weniger Sorgen.

Den Händler versuche ich jetzt konkret seit einer guten Woche zu erreichen, bisher ohne Erfolg. Scheint aber öfter vorzukommen, da ich ein paar der sehr wenigen Händler-Negativ-Bewerter angeschrieben habe...

War das siegel überhaupt noch drauf ;)? Evt wurde es abgemeldet und einfach die schilder dran gelassen.

Themenstarteram 8. Oktober 2016 um 17:32

Zitat:

@vanguardboy schrieb am 8. Oktober 2016 um 17:13:09 Uhr:

War das siegel überhaupt noch drauf ;)? Evtl. wurde es abgemeldet und einfach die schilder dran gelassen.

Ja, das war noch drauf, es ist also sicher noch angemeldet...leider

Du solltest dich mit deiner Versicherung und der Zulassungsstelle in Verbindung setzen.

Dabei solltest du aber bei der Wahrheit bleiben, wobei ich die Nummenschildaktion ungefragt nicht erwähnen würde.

Lade Dir von der Internetseite deiner Zulassungsstelle den Vordruck für die Anzeige des Halterwechsels herunter, füll sie aus und untersschreibe sie, geh zum "Beschenkten" und lass ihn das unterschreiben. Dann reichst Du das der Zulassungsstelle ein.

als ob der Händler das unterschreiben würde! :rolleyes:

Themenstarteram 8. Oktober 2016 um 18:49

Zitat:

@Frankie12 schrieb am 8. Oktober 2016 um 18:44:55 Uhr:

als ob der Händler das unterschreiben würde! :rolleyes:

Das fürchte ich auch...er will das Auto ja anscheinend unbedingt angemeldet lassen.

Wenn ich mir vorstelle, wieviele Probefahrten er womöglich schon unter meiner Versicherung hat machen lassen, wird mir schlecht. Ein blöd gelaufener Unfall und mein Vater hätte blechen müssen :mad:

Welche Musterlösung stellst Du Dir denn dann in deiner Geschichte vor, wenn schon das Naheliegendste nicht einmal versucht werden soll?

Schluss jetzt mit dem Zeck!

Themenstarteram 9. Oktober 2016 um 11:59

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 8. Oktober 2016 um 18:57:42 Uhr:

Welche Musterlösung stellst Du Dir denn dann in deiner Geschichte vor, wenn schon das Naheliegendste nicht einmal versucht werden soll?

Es wurde mehrmals versucht! Der Händler lässt nicht mit sich reden, blockiert alle meine "Annäherungsversuche", telefonisch, schriftlich, persönlich - ist seit einer Woche nicht in der Werkstatt anzutreffen!

Wie ich oben schon geschrieben habe.

Zitat:

@Steph89 schrieb am 8. Oktober 2016 um 18:49:09 Uhr:

Zitat:

@Frankie12 schrieb am 8. Oktober 2016 um 18:44:55 Uhr:

als ob der Händler das unterschreiben würde! :rolleyes:

Das fürchte ich auch...er will das Auto ja anscheinend unbedingt angemeldet lassen.

Wenn ich mir vorstelle, wieviele Probefahrten er womöglich schon unter meiner Versicherung hat machen lassen, wird mir schlecht. Ein blöd gelaufener Unfall und mein Vater hätte blechen müssen :mad:

nein. Du informierst Deine Versicherung per Fax (geht von jeder Poststelle) dass das Fahrzeug an den neuen Halter verkauft wurde. Damit frisst Du oder Dein Pap keine Haftpflichtschaden nach Verkauf. Das Fax muß immer zeitlich eher eingehen, als ein Unfall gemeldet wird. Ich habe bei Fzg. Verkauf immer den Kaufvertrag mit gefaxt. Das geht nun bei Dir nicht da er fehlt. Aber was hält dich ab, nachträglich einen Kaufvertrag zu schreiben, und seine Unterschrift fehlt eben. Warum, fragt doch keiner. Fälschen würde ich sie nicht. ggf rein schreiben, nicht möglich. Kann man machen, wenn er die Hand gebrochen hat, oder i.A. dann handelt man im Auftrag, nicht in Vertretung, das ist falsch. Damit wird erst einmal die Versicherung und die SF-Klasse frei.

Zitat:

@Steph89 schrieb am 8. Oktober 2016 um 16:40:37 Uhr:

 

Eventuell sagen, dass ich die Scheine verloren habe, neu beantragen und danach damit abmelden? Was besagt die Option "Zwangsstilllegung"? Ist das in meinem Fall durchführbar?

Ja nicht!!! Du versicherst an Eides statt dass die Unterlagen weg wären, obwohl Du weißt, dass du sie dem Käufer gegeben hast. Wäre ein Meineid und wird härter bestraft als die Sache die der Händler abzieht.

Die Nummernschilder hätte ich übrigens selbst auch abmontiert. Egal, ob es zulässig ist oder nicht... Da kann er wenigstens kein Blödsinn mehr anstellen. Nun kann er zwar das Auto nicht abmelden, weil man dazu immer die Nummernschilder benötigt... Hast Du eine Anzeige bei der Polizei gegen ihn laufen? Würde ich noch nachholen. Die Polizei hat leider anderes zu tun und kümmert sich um solche "Bagatelle" nicht weiter.

Kompliziert. Im Grunde könnte man den dort zuständigen Gerichtsvollzieher los schicken, damit dieser durchsetzt, dass er das Fahrzeug still legt. Könnte so ca. 30 Euro kosten, den Gerichtsvollzieher zu beauftragen. Diese Kosten würde ich geltend machen und auch über den Gerichtsvollzieher beitreiben. Ebenso den Schaden aus der Kfz-Steuer. Mahnbescheid und fertig, kostet zwar nochmal 30 Euro. Das muss man auslegen und kann es dann einfordern. Kumpel hin und her, er hat den Bogen überspannt.

Hast Du das Auto als Schrottauto zum verschrotten veräußert? Dann darf er es sowieso nicht wieder herrichten und in Verkehr bringen... Wäre eine neue Straftat.

Deinen Pap Gute Besserung.

Dann bleibt Dir nur noch eine Mögllichkeit. Du musst eben fachkundige Hilfe in Anspruch nehmen. ;)

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