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Günstiges und zuverlässiges Fahrzeug bis 4000 Euro?

Themenstarteram 10. Mai 2013 um 1:55

Hallo zusammen,

 

ich möchte mir einen Kleinwagen anschaffen, der erfahrungs- und erwartungsgemäß (sehr) zuverlässig ist und gleichzeitig ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Ausgeben möchte ich "gerne" ca. 2500 - 3000 €, die Grenze liegt bei 4000 €.

Der Wagen soll primär und eigentlich nur zum Einkaufen und Fahren in der Stadt dienen (Frankfurt city), eher weniger auf der Autobahn. Voraussichtliche Fahrleistung pro Jahr: 7500 Km. Noch total unklar ist für mich, ob ein Benzin- oder ein Dieselmotor sinnvoller wäre.

Meiner Vorstellung nach hat der ideale Wagen folgende Eigenschaften:

 

- günstiger Unterhalt

- Grüne Plakete

- 4/5-Türer

- Sicherheit -> ESP + Airbags

- Möglichst geringer Wertverlust

- Nice-to-have: Klimaanlage

Im Allgemeinen habe ich mir bisher hauptsächlich den Golf 4er angeschaut.

Was sagt ihr dazu? Welche Autos sollte ich mir anschauen? Benziner oder Dieseler?

Herzlichen Dank für eure Beratung und Vorschläge!

Viele Grüße!

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11 Antworten

bei deiner fahrleistung definitiv einen benziner! bei nur stadt würde ich vielleicht einen automatik in betracht ziehen. wertverlust hast du ja eigentlich bei einem kaufpreis von 3000€ nicht mehr so wahnsinnig viel. ich würde zwar immer einen kombi kaufen (wenn man den platz einmal hat nutzt man ihn auch ständig) aber ich weiß nicht welche größe für dich in frage kommt. bei den richtigen modellen können dir aber andere leute besser helfen :p

grüße

Zitat:

- günstiger Unterhalt

- Grüne Plakete

- 4/5-Türer

- Sicherheit -> ESP + Airbags

- Möglichst geringer Wertverlust

- Nice-to-have: Klimaanlage

Da ist der Golf IV schon eine ganz brauchbare Wahl. Ich würde, wenn du damit leben kannst, ein ungefragtes Auto zu fahren und dabei ggf. zu sparen, den baugleichen VW Bora mit Stufenheck empfehlen, der oft von Rentnern gefahren und von denen meist lange Jahre in erster oder zweiter Hand scheckheftgepflegt wird. Der Bora ist ungefragt, besser ausgestattet und recht preiswert, da ungefragt.

Zitat:

Im Allgemeinen habe ich mir bisher hauptsächlich den Golf 4er angeschaut.

Dieses Auto kriegt man für 4.000 Euro in einem guten, ernstzunehmenden Zustand aus erster Hand, in sehr gutem Zustand, mit Scheckheft lückenlos und einer brauchbaren Ausstattung. Ich würde aufgrund dem vielen Stadtverkehr entweder den 1.4-Liter-Motor mit 75 PS oder den 1.6-Liter-Benziner empfehlen - letzteren unter Umständen mit Automatik, wegen dem Stadtverkehr eben, und weil ein Golf mit Automatik erstens meist erheblich besser gepflegt ist als einer mit manuellem Getriebe und zweitens relativ preisgünstig angeboten wird, weil Automatik bei Kompaktwagen nicht sehr gefragt ist - seit es Kompaktvans für die Senioren, die so was früher gekauft haben, als der Golf IV aktuell war, gibt, will so etwas kaum noch jemand haben.

Wir landen für 4.000 Euro etwa bei einem Baujahr 1999-2001, vielleicht auch 2002. Empfehlenswert ist der fünftürige Golf, der auch ungleich häufiger zu finden ist. Der Wertverlust ist beim Golf zwar bis ins hohe Alter recht gering, aber in dieser Preisklasse spielt er kaum noch eine Rolle. Jedenfalls sei gesagt, dass du einen guten VW Golf immer los wirst und das auch zu einem höheren Preis als vergleichbare Opel, Ford oder Japaner.

Wenn du aber bevorzugt bei 2.500-3.000 Euro landen willst, ist beim Golf IV ein mit 75 PS motorisiertes Exemplar aus dem Baujahr 1998 zu akzeptieren, mit um die 150.000 Kilometern in der Regel, schlichter Ausstattung (ich spreche hier gern von erweiterter Grundausstattung mit Radio VW alpha, elektrischem Schiebedach und Metallic-Lackierung) und mehreren Vorbesitzern. Diese Autos sind auch nicht schlecht, aber eine Klimaanlage oder Automatik bzw. mehr Leistung sind hier meist erst mit recht hohen Laufleistungen zu bekommen. Man muss also Abstriche machen, entweder hier oder dort.

Sollte es dennoch ein Automatikfahrzeug sein, könnte aus den selben Baujahren ein Opel Astra G Automatik mit 100 PS zu erwarten sein. Der hat dann meist auch eine Klimaanlage, die du haben möchtest, und ist tendenziell für das gleiche Geld weniger gelaufen und eher gepflegter als der Golf, aber nicht schlechter.

Zitat:

Was sagt ihr dazu? Welche Autos sollte ich mir anschauen? Benziner oder Dieseler?

Wie gesagt, mit dem Golf IV bist du schon ganz gut bedient. Ein gepflegtes Fahrzeug wird selten echte Probleme bereiten; wenn du nach Automatikfahrzeugen schaust, haben die auch oft recht niedrige Laufleistungen und wurden gut gepflegt. Ein Diesel macht bei deiner Laufleistung keinen Sinn.

Auch der Opel Astra wäre eine sinnvolle Wahl.

Themenstarteram 10. Mai 2013 um 17:17

Hallo italeri1947,

suuuper, vielen Dank für deine Antwort! Sie ist sehr hilfreich und für mich voller guter Ratschläge.

Was haltest du denn von diesem Angebot:

http://www.autoscout24.de/DetailsGTM.aspx?...

LG

Zitat:

Original geschrieben von tetitanium

Hallo italeri1947,

suuuper, vielen Dank für deine Antwort! Sie ist sehr hilfreich und für mich voller guter Ratschläge.

Was haltest du denn von diesem Angebot:

http://www.autoscout24.de/DetailsGTM.aspx?...

LG

Sehr gern; es freut mich sehr, konnten meine Ausführungen helfen.

Der gezeigte Golf scheint ein brauchbares Auto zu sein. Originaler Zustand inklusive alpha-Kassettenradio von damals, geringe Laufleistung, nur zwei Vorbesitzer, Automatikgetriebe - das sieht nach einem Fahrzeug aus, das älteren Menschen gedient hatte und sich nicht groß anstrengen musste. Der gezeigte Kratzer h.r. verdeutlicht das; eine typische "Seniorenmacke". Für den Preis kannst du da nicht viel falsch machen; neuer TÜV wäre ggf. drin (versuchen!), ansonsten ein faires Geschäft.

Guter Wagen, der Golf, und fair ausgepreist. Wenn's ein Handschalter wär, so würde er wohl entweder teurer sein oder schon verkauft. Unbedingt ansehen. :)

Ansonsten lass die Finger von den frühen 1998er und 1999er Modellen. Es gab über die Jahre viel an Modellpflege bei der Ausstattung, viele wissen das nicht.

Den Golf finde ich ziemlich verratzt und zu teuer für das Gebotene, eben typisch Golf. Die Sitze sehen nicht nach 120 TKM aus und der Seitenschaden und die Automatik machen das Auto nur noch schwer wiederverkaufbar. Was ja der eigentliche Vorteil des Golf ist.

Würde mich eher bei japanischen Herstellern umschauen, wenn es um Automatik und Zuverlässigkeit geht:

http://suchen.mobile.de/.../176353630.html?...

oder sowas hier:

http://suchen.mobile.de/.../176156975.html?...

 

Zitat:

Original geschrieben von mirabeau

Den Golf finde ich ziemlich verratzt und zu teuer für das Gebotene, eben typisch Golf. Die Sitze sehen nicht nach 120 TKM aus und der Seitenschaden und die Automatik machen das Auto nur noch schwer wiederverkaufbar. Was ja der eigentliche Vorteil des Golf ist.

Würde mich eher bei japanischen Herstellern umschauen, wenn es um Automatik und Zuverlässigkeit geht:

http://suchen.mobile.de/.../176353630.html?...

oder sowas hier:

http://suchen.mobile.de/.../176156975.html?...

So sehr ich deine Beiträge schätze und so sehr ich auch Citroen Xsara und Toyota Corolla empfehlen kann, muss ich aber sagen, dass man die beiden noch schlechter oder genauso schlecht wie den Automatik-Golf wieder verkaufen kann. Dafür sind beide Fahrzeuge - insbesondere der schöne, haltbare Citroen - eine Option, wenn man einen Gebrauchten sucht, den man dann bis zum Schrottplatz begleitet, also noch ewig fährt.

Indes muss klar sein; für 3.000 Euro kriegt man kein Auto im Neuzustand. Irgendwelche Macken hat so ein Fahrzeug immer, im besten Fall optisch, im schlimmeren Fall technisch (dann sollte man besagtes Angebot ignorieren). Der Golf Automatik ist wirklich keine Schönheit, aber "Seitenschaden" kann man dazu auch nicht sagen - das sind ein paar Kratzer: Überlackieren oder so lassen, wie es ist - bei einem solchen Fahrzeug sollte da niemand drüber mosern. Es ist eben kein Neuwagen.

Du hast völlig recht, alle Kompakten mit Automatik sind wenig gefragt, und die Außenseiter mit Automatik kaum wiederzuverkaufen. Aber dafür spart man beim Einkauf. Spielt bei Autos im Low-Budget-Bereich der Wiederverkaufswert überhaupt eine Rolle? Eine größere Reparatur ist teurer als man für den Golf in 2 Jahren noch bekommt.

Der Golf sieht nicht nach 120 TKM aus, die Sitze werfen Falten, die Kunststoffe sind ungepflegt. Dazu noch Baumarktradkappen und diese schrecklichen Dorfjugend-Fußmatten aus Metall, ein liebevoll behandelter Rentner-Golf ist das nicht. Der Rest (Technik) dürfte genau den gleichen "gepflegten" Eindruck machen.

Zitat:

Du hast völlig recht, alle Kompakten mit Automatik sind wenig gefragt, und die Außenseiter mit Automatik kaum wiederzuverkaufen. Aber dafür spart man beim Einkauf. Spielt bei Autos im Low-Budget-Bereich der Wiederverkaufswert überhaupt eine Rolle? Eine größere Reparatur ist teurer als man für den Golf in 2 Jahren noch bekommt.

Das trifft auch zu. Eigentlich sollte man sich solche Autos nicht für kalkulierte, vorher berechnete Haltedauern zulegen, sondern wissen, dass man so etwas ewig zu behalten hat. Wer von vornherein sagt, dass er den Low-Budget-Wagen in bspw. weniger als zwei Jahren sowieso wieder abtreten will, für den kommen nur Modelle wie Golf, 3er-BMW, Audi A4 oder Astra in Frage - Autos, die man jederzeit lukrativ und problemlos wieder verkaufen kann. Wenn der Fragende (dazu hat er nichts geschrieben) nun aber gesonnen ist, den Wagen sowieso bis zur Entsorgung zu fahren, dann sind Xsara und Corolla eine sehr gute Wahlmöglichkeit.

Unter uns gesagt: Ich würde auch lieber Xsara als Golf fahren.

Franzosen und Automatik ist normal nicht so das Gelbe vom Ei, vielleicht ist das bei Renault anders, aber der gezeigte Xsara macht eben einen guten Eindruck, im Gegensatz zum Golf nicht verbastelt und in Topausstattung. Eben noch kein verbrauchtes Auto. Die Automatik ist von ZF, nichts Besonderes, aber ok. Noch empfelenswerter halte ich bei Automatikgetrieben japanische Hersteller, ganz einfach weil in Japan Stop-and-Go-Verkehr das normale Straßenbild ist.

Aber es stimmt schon, VW/Audi/BMW/Mercedes muss es sein, wenn der Weiterverkauf einfach sein soll. Merkt man ja auch hier, wieviele erst einmal den üblichen "Golf" wollen und automatisch denken, das sind die problemlosesten Autos, die einfach immer ihr Geld wert sind. Wem die Autos zu teuer sind, der sucht dann nach Seat oder Skoda, weil die ja eigentlich auch VW sind. Mit der Folge, dass auch die Autos meistens zu teuer für den Gegenwert sind.

Zitat:

Original geschrieben von mirabeau

Franzosen und Automatik ist normal nicht so das Gelbe vom Ei, vielleicht ist das bei Renault anders, aber der gezeigte Xsara macht eben einen guten Eindruck, im Gegensatz zum Golf nicht verbastelt und in Topausstattung. Eben noch kein verbrauchtes Auto. Die Automatik ist von ZF, nichts Besonderes, aber ok. Noch empfelenswerter halte ich bei Automatikgetrieben japanische Hersteller, ganz einfach weil in Japan Stop-and-Go-Verkehr das normale Straßenbild ist.

Aber es stimmt schon, VW/Audi/BMW/Mercedes muss es sein, wenn der Weiterverkauf einfach sein soll. Merkt man ja auch hier, wieviele erst einmal den üblichen "Golf" wollen und automatisch denken, das sind die problemlosesten Autos, die einfach immer ihr Geld wert sind. Wem die Autos zu teuer sind, der sucht dann nach Seat oder Skoda, weil die ja eigentlich auch VW sind. Mit der Folge, dass auch die Autos meistens zu teuer für den Gegenwert sind.

Bei Renault sind zumindest die älteren Automatikgetriebe diffizil zu betrachten. Vom R19 sind auch aus dem ehemaligen Kundenkreis mir diverse Exemplare bekannt, die teils bei 100.000 Kilometern oder vorher schon durch Getriebeschäden an den Automaten oder komplett defekte Automatikgetriebe aufgefallen sind. Auch beim R21 hat das Automatikgetriebe, welches VW und Renault gemeinsam entwickelt haben, übermäßige Defektanfälligkeiten gezeigt. Beim Laguna I ist es ebenfalls eine Schwachstelle, bis zur Modellpflege 1998 eine neue Automatik eingesetzt wurde, die robuster geriet. Einen Automatik-Renault kann man erst ab Baujahr 1998 mit ruhigem Gewissen empfehlen.

Die besagte ZF-Automatik im Xsara, die damals auch im Peugeot 306 verbaut wurde, halte ich für empfehlenswert und ausgereift.

Zu Seat sei gesagt, dass die Autos eigentlich recht preiswert sind. Bei einem Gebrauchtwagenhändler in der Nähe habe ich im Februar einen recht passablen, gut ausgestatteten weißen Toledo Stufenheck Automatik von ca. 2003/2004 gesehen, ein TDI, der zwar schon 200.000 Kilometer hinter sich hatte, jedoch von einem älteren Mann scheckheftgepflegt wurde. Für den Seat wurden mit neuem TÜV 1.990 Euro aufgerufen, das Angebot stand keine drei Tage auf dem Hof, den Toledo habe ich sogar einmal noch fahren sehen.

Skoda hingegen ist meiner Ansicht nach eine reine Neuwagenmarke und kann geringe Preisvorteile gegenüber einem identischen VW nur dann ausspielen, wenn man einen Neuwagen oder ein EU-Fahrzeug der Marke kauft und bewusst sehr sparsam ausstattet. Der Trick, warum ein Skoda neu billiger als ein VW wirkt, sind in erster Linie ellenlange Aufpreislisten; die grundsätzlichen Einstandspreise sind niedriger als die von Volkswagen-Typen, dafür muss man bei Skoda alles extra bezahlen, was im VW dabei ist - am Ende kommt es aufs Selbe raus. Da lieber gleich ein VW! Die Meinung, Skoda sei eine besonders billige Marke, ist ein durch perfekte Werbeinszenierung verbreiteter Irrglaube! Skoda geht immer - und zwar sogar so gut, dass die Autos selbst zu überteuerten Preisen schnell und unkompliziert an den Mann/an die Frau gebracht werden können. Gebraucht sind die Skodas außer dem Superb als Limousine im Grunde teurer als neu, rechnet man alle Faktoren mit ein, und deutlich zu teuer - meist nicht preiswerter als ein entsprechender VW, oder ist der Minderpreis so gering, dass es wenig Sinn macht, den Skoda zu wählen. Da lieber gleich das "Original" aus Wolfsburg!

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