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Grenzbereich von Heckantrieb und Allradler

Themenstarteram 21. Mai 2014 um 20:02

Guten Abend zusammen,

ich hatte heute eine Diskussion mit einem Kollegen über die genannten Antriebskonzepte. Folgendes Szenario:

Zwei identisch aufgebaute Autos, Gewichtsverteilung 50:50 beim Hecktriebler. Entsprechendes Mehrgewicht+ Veränderung der Gewichtsverteilung beim allradgetriebenen Fahrzeug. Mit welchem Wagen lassen sich höhere Kurvengeschwindigkeiten erzielen und warum ? Wie verhält sich der Allradler im Grenzbereich ?

Viele Sportwagen sind mit Heckantrieb ausgestattet, gibt es hier Vorteile gegenüber dem Allradkonzept (abgesehen von Gewichtsersparnis, und z.B. bei Ferrari Gewicht des Motors über der HA) ?

Wäre nett, wenn jemand hier mit sachlichen Hinweisen dienen könnte.

Besten Dank im voraus für eure Antworten.

Beste Antwort im Thema

Ich beobachte das schon eine Weile das die Worte falsch benutzt werden...

Frontantrieb: Motor und angetrieben Raeder Vorne

Heckantrieb: Motor und Antrieb hinten

Hinterradantrieb: Motor vorne, Antrieb hinten <== manchmal auch Standardantrieb genannt

Allrad: Selbsterklaerend (vielleicht)

PS: Ich kenne keinen Heckantrieb der vorne mehr wiegt als hinten...

 

Pete

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Hi,

um eine Kurve am Limit zu fahren muß man vorher vom Gas gehen. Der einfluß des Antriebs ist dann natürlich eher gering,man "rollt" also ohne Antriebskräfte durch die Kurve.

Das höhere Gewicht eines Allradlers ist dann natürlich von Nachteil.

Interessant wird es am Kurvenausgang. Mit einem Allradler kann man dort etwas früher und stärker aufs Gas gehen. Aber auch hier muß man wieder mehr Gewicht beschleunigen.

In der Praxis hängt es wohl von vielen Faktoren ab welches Konzept dann Vorteile hat oder eben nicht.

Gruß Tobias

Innerhalb gewisser Grenzen - Gewicht, weil man kann Fahrwerke/Bereifung nicht beliebig weit in eine Richtung "drehen" - können mit Allradlern dieselben Querbeschleunigen erreicht werden wie mit anderen Antriebskonzepten.

Die Vorteile des Allrad liegen im Lowspeed-Bereich wo Traktionsprobleme in der Dynamik dominieren können (z.B. Rally-Einsatz oder allgemein Strecken mit wenig Grip, Regeneinsatz). Die Vorteile vom Heckantrieb liegen in Gewichtsersparnis und weniger Leistungsverlust.

am 22. Mai 2014 um 1:06

was sagt uns das wort kammscher kreis?

und warum ist allradantrieb unter berücksichtigung dieser physikalischen voraussetzungen am besten?

und warum hat walter röhrl das gesagt?

Zitat:

Alles außer Allrad ist ein Kompromiß

;)

bei den üblichen familienkutschen ist das aufgrund von minderleistung und schwerpunkt aber fast zu vernachlässigen. da ist alles gleich schlecht. oder gleichgut. wie mans nimmt :D

Zitat:

Original geschrieben von sukkubus

was sagt uns das wort kammscher kreis?

und warum ist allradantrieb unter berücksichtigung dieser physikalischen voraussetzungen am besten?

und warum hat walter röhrl das gesagt?

Zitat:

Original geschrieben von sukkubus

Zitat:

Alles außer Allrad ist ein Kompromiß

;)

bei den üblichen familienkutschen ist das aufgrund von minderleistung und schwerpunkt aber fast zu vernachlässigen. da ist alles gleich schlecht. oder gleichgut. wie mans nimmt :D

Und das beantwortet natürlich, warum eine Legion von Highend-Sportwagen einschließlich der Formel-Rennklassen auf Heckantrieb setzt. ;)

am 22. Mai 2014 um 1:33

schon mal was von formel 1 reglement gehört?

die jungs dürfen eben nicht alles einbauen, was schnell macht. im gegenteil, wenn irgendeine kiste zu schnell wird, werden sie durch irgendwelche regularien ausgebremst. aber davon hast du natürlich nie was gehört.

sogenannte highend-sportwagen...

maximale geschwindigkeit heißt

a nicht unbedingt maximaler fahrspass

b kosten des allrads spielen im mittleren segment (damit meine ich bis ~100k€) eine rolle

c gewicht (was man bei 0-100 nicht an pferden hat, muß man durch kg einsparen)

komischerweise haben aber dennoch sehr viele (echte) 'highend' sportwagen aus den im ersten post genannten gründen allrad.

aber wahrscheinlich hälst du lamborghini für ne nudelsorte, r8 ist eine glühlampengröße und der porsche turbo s ein hausfrauenauto:D

am 22. Mai 2014 um 2:16

Einen Heckantrieb mit einer 50/50 - Gewichtsverteilung wirst Du vergeblich suchen, üblich sind etwa 60/40, wie beim Frontantrieb, nur eben andersherum. Für schnelle mögliche Kurvengeschwindigkeiten würde ich den Hinterradantrieb als besser im Vergleich mit dem Heckantrieb einstufen, so ein Heckmotor bedingt im Grenzbereich Könner am Steuer.

@suk...

Nimm nen Keks, beruhigt. Ist immer kritisch wenn man in den Wahn kommt, dass der Rest der Welt auf der Brennsuppe daher geschwommen kommt.

Alles schön und gut und richtig, was du schreibst. Und wenn es nur um Theorie und Physik gehen würde, um so wahrer.

Ändert aber nichts daran, dass diverse Sportwagen in der Region bewusst mit der Entscheidung gegen Allrad gebaut werden.

Und auch in Straßen-Rennklassen, wo der Allradantrieb erlaubt ist/war, ist keine generelle Überlegenheit des Allradantriebs, sondern letztlich auch situativ. Da geht es immer um den Tausch von Traktion gegen Gewicht und geringerer Radleistung.

Und wenn du schon von "Fahrspaß" schreibst, sollte dir klar sein, dass die Allrad 911er eigentlich genau das sind - despektierlich "Hausfrauenautos" - weil letztlich aus dem Zivilisierungsaspekt eingeführt. Bösartig formuliert ging des darum, dem immer leistungsstärker werdendem 11er die schlechten Manieren abzuerziehen und für alte Männer - eine der monetären Hauptzielgruppen - beherrschbarer zu machen. Fahrdynamik war das nicht das Kernproblem, sondern Beherrschbarkeit für Laien.

Und es hat einen guten Grund, warum die "nur" heckangetriebenen Versionen weiter gepflegt werden.

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb

Einen Heckantrieb mit einer 50/50 - Gewichtsverteilung wirst Du vergeblich suchen, üblich sind etwa 60/40, wie beim Frontantrieb, nur eben andersherum. [...]

Hast du da einen Schreibfehler??

Fahrzeuge mit Frontmotor und Heckantrieb sind tendenziell eher kopflastig, nicht 60% hinten. Die Rede war ja nicht vom Heckmotor.

Wobei 50/50 sooo selten wohl nicht ist. Da fällt mir der MX5 ein und die M-BMWs wurden doch typischerweise etwa so balanciert, mit Verlagerung von Batterie und anderem Geraffel in den Kofferraum. Gibt es sicher noch mehr, wenn man etwas sucht.

Ich beobachte das schon eine Weile das die Worte falsch benutzt werden...

Frontantrieb: Motor und angetrieben Raeder Vorne

Heckantrieb: Motor und Antrieb hinten

Hinterradantrieb: Motor vorne, Antrieb hinten <== manchmal auch Standardantrieb genannt

Allrad: Selbsterklaerend (vielleicht)

PS: Ich kenne keinen Heckantrieb der vorne mehr wiegt als hinten...

 

Pete

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Ich beobachte das schon eine Weile das die Worte falsch benutzt werden...

Frontantrieb: Motor und angetrieben Raeder Vorne

Heckantrieb: Motor und Antrieb hinten

Hinterradantrieb: Motor vorne, Antrieb hinten <== manchmal auch Standardantrieb genannt

Allrad: Selbsterklaerend (vielleicht)

PS: Ich kenne keinen Heckantrieb der vorne mehr wiegt als hinten...

 

Pete

Hi Pete,

danke, mein Fehler. Wenn die Begriffsdefinition so ist, dann ist es so. Wobei der umgangssprachliche Gebrauch da wohl weniger klar ist, da wird extrem häufig von Heckantrieb gesprochen, wo aber Hinterradantrieb gemeint ist , weswegen ich bewusst den Heckmotor genannt habe.

Falls (!) bbbb.... als Heckantrieb im engeren Sinne gemeint hat, liegt er mit seinen 60% hinten also schon richtig.

Gruß

Martin

Zitat:

Original geschrieben von sukkubus

und warum hat walter röhrl das gesagt?

Zitat:

Alles außer Allrad ist ein Kompromiß

Weil er das im Zusammenhang mit dem Rallye-Sport gesagt hat. Bitte vergesst das nicht, sonst verfälscht das das Zitat.

Die gleiche Sportfahrerlegende behauptet auch, das die schnellsten Fahrer die Fliegen auf der Seitenscheibe haben.:D

Und dann ist es egal ob Allrad, Front- oder Heckangetrieben.

Wenn man jetzt die Definitionen richtig setzt, fällt der Heckantrieb also raus; dann bleibt nur noch die Frage zwischen Allradantrieb/Frontmotor und Mittelmotor/Heckantrieb. Der Porsche 911 ist vom Konzept Heckmotor/Heckantrieb sicher nicht das Beste.

Irgendwann wurden Motor-Getriebe auch mal getauscht bei reinen Wettbewerbs-911ern, das passte dann schon besser, alleine Unter dem Aspekt der Radlastverschiebung oder wie das heißt.

Da würde ich dem Mittelmotor den Vorzug geben.

mfg

am 22. Mai 2014 um 12:29

Zitat:

Original geschrieben von martins42

Hast du da einen Schreibfehler??

Fahrzeuge mit Frontmotor und Heckantrieb sind tendenziell eher kopflastig, nicht 60% hinten. Die Rede war ja nicht vom Heckmotor.

Ich habe keinen Schreibfehler, sondern ich unterscheide als gelernter Automechaniker korrekt zwischen den Antriebsarten, was viele hier leider nicht tun.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heckantrieb

https://de.wikipedia.org/wiki/Hinterradantrieb

;)

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