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Crashtest: Front- oder Heckantrieb sicherer?

Themenstarteram 13. März 2021 um 19:34

Hallo,

beim Heck- oder Allradantrieb gibt es eine Verbindung zwischen dem (meist vorne gelegenen) Motor und den Hinterrädern. Dies sollte meines Erachtens dafür sorgen, dass bei einem Frontalaufprall Energie an die Hinterachse abgegeben wird. Somit sollte den Insassen weniger passieren.

Wie stark dürfte sich der Sicherheitsgewinn aufgrund des Heckantriebes auswirken?

Es gibt Autos wie z. B. den Ford Transit, die wahlweise mit Front-, Heck-, oder Allradantrieb angeboten werden. Wurde schon einmal untersucht ob es signifikante Sicherheitsunterschiede zwischen den Modellen mit Heck- und Frontantrieb gibt?

Gruß und Dank

Stefan

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23 Antworten

Hi,

Fahrzeuge mir Hinterradantrieb haben meistens einen längs eingebauten Motor, der Überträgt die Kräfte bei einem Crash eher in den Innenraum als bei einem Frontantirieb mit Quermotor.

In der Praxis spielt das aber alles kein Rolle, es kommt auf den Entwicklungsstand des Fahrzeugs an. Es gab da z.b. mal den Vergleich zwischen einem 2012er Renault Modus (Kleinwagen mit Frontantrieb) gegen einen Volvo 900 Bj. 1996 ( Obere Mittelklasse mit Hinterradantrieb). Und was soll man sagen der kleine Renault hat den fetten Volvo platt gemacht.

Kurz gesagt der Antrieb spielt bei der Sicherheit keine Rolle.

Themenstarteram 13. März 2021 um 20:55

Natürlich sind modernere Autos meist sicherer als ältere. Genau deshalb wäre es interessant das gleiche Fahrzeug mit Front- und Heckantrieb crashen zu lassen.

Mein Alltrad-SUV hat z.B. einen quer eingebauten Motor.

Warum sollte es da spürbare unterschiede geben bei einem Crash?

Die Kardanwellen die die Kraft vom Motor an die Hinterachse übertragen sind nicht dafür ausgelegt und gedacht Kräfte bei einem Unfall aufzunehmen.

Ein Fahrzeuge mit Allrad bringt wahrscheinlich ein paar kg mehr im Heckbereich auf die Waage, das könnte bei einem Unfall eher negativ wirken.

Themenstarteram 13. März 2021 um 21:20

Klar ist der Zweck der Kardanwelle nicht Energie beim Unfall aufzunehmen - aber ein massives Stück Eisen zwischen vorne und hinten macht das doch zwangsläufig.

Der Antrieb ist da völlig egal.

Massive Teile sind immer ungünstig.

Frontmotor bringt also Vorteile bei Heckaufprall, Heckmotor bei Frontaufprall.

 

PS die Kardanwelle ist nicht massiv, sondern, wie der Namen schon sagt kardanisch ausgeführt. Die knickt bei Längsbeslastung ab.

Bevor sich solche Feinheiten auf das Chrashverhalten auswirken können, hast du schon einen derart harten Aufprall, dass du ihn schon aufgrund der G-Kräfte nicht überlebst.

Also egal.

Zitat:

@dummefrage schrieb am 13. März 2021 um 19:34:47 Uhr:

Hallo,

beim Heck- oder Allradantrieb gibt es eine Verbindung zwischen dem (meist vorne gelegenen) Motor und den Hinterrädern.

Bei Heckantrieb liegt der Motor sowieso schon hinten

Zitat:

@dummefrage schrieb am 13. März 2021 um 19:34:47 Uhr:

beim Heck- oder Allradantrieb gibt es eine Verbindung zwischen dem (meist vorne gelegenen) Motor und den Hinterrädern. Dies sollte meines Erachtens dafür sorgen, dass bei einem Frontalaufprall Energie an die Hinterachse abgegeben wird.

Diese Verbindung nennt sich Gelenk (oder Kardan)Welle und soll rein für den Vortrieb sorgen.... Schubkräfte bei einem Frontaufprall kann die so gut wie keine irgend wo hin übertragen weil die idR aus dünnwandigem Aluminium ist (nicht aus Eisen...) und relativ elastisch aufgehängt, dazu noch mit Schiebestücken für den Längenausgleich.

Das bei Heckantrieb der Motor hinten sitzt....Junge Junge..das wäre dann ein Heckmotor wie beim Käfer oder Fiat 126. Es geht aber um den Antrieb, nicht den Motor :-)

Bei dir hätte ein Allrad dann vier Motoren??? (OK, wenns ein Elektrohobel ist :-) )

Schon wieder eine Diskussion über den Unterschied zwischen Heck- und Hinterradantrieb? Wenn wir schon beim Klugscheissen sind: Kardan hat mit der Welle ansich nix zu tun sondern bezeichnet die Bauart der Gelenke. Aber es stimmt, die Kardanwelle im Auto ist kein massives Stück Eisen sondern ein leichtes Rohr aus relativ dünnem Blech oder auch aus Kunststoff.

 

Edit: da war noch einer schneller

Zitat:

@MrFleetwood schrieb am 14. März 2021 um 02:10:49 Uhr:

Zitat:

@dummefrage schrieb am 13. März 2021 um 19:34:47 Uhr:

beim Heck- oder Allradantrieb gibt es eine Verbindung zwischen dem (meist vorne gelegenen) Motor und den Hinterrädern. Dies sollte meines Erachtens dafür sorgen, dass bei einem Frontalaufprall Energie an die Hinterachse abgegeben wird.

Diese Verbindung nennt sich Gelenk (oder Kardan)Welle und soll rein für den Vortrieb sorgen.... Schubkräfte bei einem Frontaufprall kann die so gut wie keine irgend wo hin übertragen weil die idR aus dünnwandigem Aluminium ist (nicht aus Eisen...) und relativ elastisch aufgehängt, dazu noch mit Schiebestücken für den Längenausgleich.

Das bei Heckantrieb der Motor hinten sitzt....Junge Junge..das wäre dann ein Heckmotor wie beim Käfer oder Fiat 126. Es geht aber um den Antrieb, nicht den Motor :-)

Bei dir hätte ein Allrad dann vier Motoren??? (OK, wenns ein Elektrohobel ist :-) )

Heckantrieb ist die offizielle Bezeichnung wenn Motor und Antrieb hinten sitzen ( Porsche 911,Smart, Käfer ,etc)

Wenn der Motor vorne Sitzt und der Antrieb hinten heißt das Hinterradantrieb.

Es gibt viele hier die legen da großen Wert auf die Korrekte Bezeichnung ;)

Zitat:

@giantdidi schrieb am 13. März 2021 um 21:20:40 Uhr:

Der Antrieb ist da völlig egal.

Massive Teile sind immer ungünstig.

Frontmotor bringt also Vorteile bei Heckaufprall, Heckmotor bei Frontaufprall.

 

PS die Kardanwelle ist nicht massiv, sondern, wie der Namen schon sagt kardanisch ausgeführt. Die knickt bei Längsbeslastung ab.

Beim LKW, hat die Kardanwelle ein Schiebestück zum Längsausgleich, dürfte bei PKW ähnlich sein.

Zitat:

@dummefrage schrieb am 13. März 2021 um 21:20:20 Uhr:

Klar ist der Zweck der Kardanwelle nicht Energie beim Unfall aufzunehmen - aber ein massives Stück Eisen zwischen vorne und hinten macht das doch zwangsläufig.

Seit wann bestehen Kardanwellen aus Vollmaterial? :confused:

Zitat:

@MrFleetwood schrieb am 14. März 2021 um 02:10:49 Uhr:

Das bei Heckantrieb der Motor hinten sitzt....Junge Junge..das wäre dann ein Heckmotor wie beim Käfer oder Fiat 126. Es geht aber um den Antrieb, nicht den Motor :-)

Beim Heckantrieb sitzt der Motor immer hinten.

Davon zu unterscheiden ist der Hinterradantrieb, bei dem der Motor vorn sitzt, aber die hinteren Räder angetrieben werden.

Beim vorn liegenden Motor mit Antrieb der Vorderräder spricht man von Frontantrieb.

Sitzt der Motor hinten und treibt die vorderen Räder an, spricht man von Vorderradantrieb (z.B. bei Staplern).

Zitat:

@dummefrage schrieb am 13. März 2021 um 21:20:20 Uhr:

Klar ist der Zweck der Kardanwelle nicht Energie beim Unfall aufzunehmen - aber ein massives Stück Eisen zwischen vorne und hinten macht das doch zwangsläufig.

Zitat:

@Timbow7777 schrieb am 14. März 2021 um 12:32:34 Uhr:

Seit wann bestehen Kardanwellen aus Vollmaterial?

Das Verb "massiv" bedeutet nicht automatisch, das es Vollmaterial sein muss, es kann auch fest und kompakt wirkend, sehr heftig (Einschlag), von großem Umfang, stark und veraltet: derb, plump u.ä. bedeuten.

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