gegen "Motorschaden" wie im Privat-Kaufvertrag absichern

Hallo zusammen,

ich habe vor, einen Wagen zu kaufen, bei welchem bekannt ist, das die Motoren sehr empfindlich sind, was Kolbenkipper angeht.
Ich habe auch schon mit dem Verkäufer ausgehandelt, das wir kurz vor dem Vertragsabschluss zusammen zu einer Werkstatt in einer Nähe fahren und eine Endoskpie machen lassen.
Diese Suche ich aus und wenn da alles passt, ich danach definitiv den Wagen auch bar bezahle und mitnehme.

So nun ........ folgendes Problem:
Ich finde einfach keine Werkstatt, die das macht,
oder aber in den nächsten 4 Wochen dafür mir ein Termin geben kann.

Da ich aber nicht so lange warten will, und eigetnlich auch nicht kann, mein jetziger ist schon seit letzte Woche verkauft (mit Anzahlung), und der wartet nur noch bis Ende diese Woche.
Ohne Auto ist keine Option..... mit Kleinkind wenn irgendwas passiert. Wohne auf dem Land.

So nun ........... jetzt meine Idee....und die eigentliche Frage:
Ich bin kurz davor dem Verkäufer vorzuschlagen, ob ich nicht den Wagen nach dem Kauf hier bei mir in München Endoskopieren lassen kann,
und nur für den Fall, das wirklich schon überdurchschnittlich viele Abschabungen/Riefen in den Zylinderwänden zu finden sind, bzw. auch schlechte Kompressionswerte anzeigt,
ich ihn zurückgeben würde.

Natürlich würde ich die Endoskopie hier nur in einer Verttragswerkstatt mit Beleg/Beweis des Ergebnisses machen lassen.

Wie soll ich Ihm das jetzt vorschlagen, oder was müsste nach aktueller Gesetzeslage im Kaufvertrag (Privat an Privat) stehen, oder auch nicht,
damit ich da so eine Rückgabeoption habe.

1. Reicht da einfach nichts reinzuschreiben.
Eigentlich ja nicht, oder? Der Käufer darf ja nichts verschweigen, und wenn dann hier bei der Endoskopie paar Tage nach dem Kauf den Schaden festgestellt wird,
muss der ja schon vor dem Kaufvertrag gewesen sein. Nur muss dann auch der Käufer davon gewusst haben, und das kann man ja als normaler (Autofahrer-)Leie nicht wissen.

2. Wenn man reinschreibt, „Motor ist nicht kaputt“ oder „Motor hat keinen Kolbenkipper“, falls er das überhaupt mitmacht, reicht das dann,
das ich abgesichert bin, gegen die „teuer kaputte Katze im Sack“

Danke schon mal im Voraus,

Schöne Grüße,
Kristijan

Beste Antwort im Thema

Vielleicht ist es auch eine Option, ein ganz anderes KFZ zu wählen, das ni ht für solche Anfälligkeiten bekannt ist? Wenn man sich den V10 schon nicht neu leisten kann?

Ansonsten ist es eben schon ein Unterschied. Ich stelle mich also mal auf den Standpunkt des Verkäufers: du willst das Auto kaufen, mit einem Rückgaberecht wenn bei irgendeiner Untersuchung irgendwo das falsche Ergebnis herauskommt. Dann fährst Du quer durch die Republik, lässt den V10 mal zeigen was er kann, rauchst am Ende in der Karre und schmierst noch Ketchup vom nächsten McMenü in den Teppich, parkst in einer windigen Wohngegend wo der nächste nachbarliche Neider den Wagen zerkratzt. Dann macht Ahmed von nebenan die Untersuchung (nachdem ihr beide ein WE auf dicke Hose gemacht habt) und bescheinigt erhöhten Verschleiß. Und dann soll ich das Auto wieder zurück nehmen.

So mal die überspitzte Darstellung. Aber dieses Risiko soll ich als VK eingehen, und Du als Käufer willst auf Nummer sicher für "kleines" Geld ein Auto mit Angeberfaktor kaufen. Samt Rückgaberecht. Das ist etwas anderes, als
Wenn du mit mir zusammen eine Werkstatt aufsuchst in meiner Umgebung. Wenn Du dann den Wagen willst - ist er weg für immer. Wenn nicht, hab ich das og Risiko durch deine Nutzung nicht.

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Moin,

Die Leistungsprüfung ist zwar ne gute Idee - scheitert aber daran, dass der S6 in der Regel eher optimistisch angegeben wurde, die Motoren schon bei Auslieferung selten die angegebene Leistung bestätigt hatten. Um aus der Prüfung also einen sinnvollen Schluss ziehen zu können, müsste man mindestens eine Prüfung haben, bei der man weiß, dass der Motor heile war.

Die zwischen Überarbeitung des Motors hatte zwar eine kleine Verbesserung nach sich gezogen, aber löste das Problem nicht endgültig, da es ein grundsätzliches physikalisches ist. Und die Physik ist leider unbarmherzig, man kann das auch etwas über verkürzte Ölwechselintervalle und auf die Problematik (hohe Temperaturen, hohe Belastung, hohe Kolbengeschwindigkeiten) angepasstes Öl moderieren - aber eben nur verzögern bzw. Die Wahrscheinlichkeit verringern. Das ist der Grund weshalb dieses Autos im Vergleich zum 3.0TFSI und Konkurrenzmodellen vergleichsweise billig sind. Die einzige Möglichkeit das Problem wirklich zu umgehen ist, den Motor nicht über 5000/min zu drehen - aber einen S6 zu finden der immer nur rumgebummelt hat dürfte ebenfalls illusorisch sein.

Für dieses Auto gilt leider - take the risk or leave it.

LG Kester

LG Kester

@Audi_S6_Avant
Endoskope gibt es schon für relativ kleines Geld bspw. bei Conrad oder im großen Warenangebot auf amazon oder Ebay.
Warum nicht selbst nachschauen?

Greetz

Cap

Zitat:

@CaptainFuture01 schrieb am 10. Juni 2017 um 10:29:35 Uhr:


@Audi_S6_Avant
Endoskope gibt es schon für relativ kleines Geld bspw. bei Conrad oder im großen Warenangebot auf amazon oder Ebay.
Warum nicht selbst nachschauen?

Greetz

Cap

Endoskop ist denke ich das kleinste Problem. Ich würde einen pot. Käufer meines Wagens wenn er Laie ist nicht selbst Hand anlegen lassen.

Zitat:

@CaptainFuture01 schrieb am 10. Juni 2017 um 10:29:35 Uhr:


@Audi_S6_Avant
Endoskope gibt es schon für relativ kleines Geld bspw. bei Conrad oder im großen Warenangebot auf amazon oder Ebay.
Warum nicht selbst nachschauen?

Und Fieberthermometer gibt es auch für kleines Geld. Warum also nicht bei einem Bewerbungsgespräch einfach mal bei jedem Bewerber mit dem Thermometer Fieber messen? Aber im Po 😰 die Körperkerntemperatur! 🙂 Vielleicht wird an dem Beispiel klar, warum man an so einem fremden Auto nicht einfach mal so rumschrauben und rummessen kann. Denn so wie du den Po des Bewerbers erstmal freilegen musst, musst du in die 10 (!) Brennräume erstmal mit deinem Endoskop reinkommen, dann noch den jeweiligen Kolben aus dem Weg drehen, und dafür einiges zerlegen (Zündkerze raus, darüber dann rein) und musst dann mit Vorsicht agieren. Und das was der OP da vorhat ist eher eine Magenspiegelung oder Darmspiegelung - direkt in den Brennraum. 🙂 Reißt dir eine der 10 Zündkerzen ab oder fällt dir irgendwelcher Schmodder, Dreck, Kleinteile in den Zylinder, (rund um ne Zündkerze ist ja auch kein Reinraum), hast du selbst mit der Demontage eine weitere Fehlerquelle hinzugefügt.

Eine indirekte Prüfungen der Gesundheit oder Arbeitsleistung des Bewerbers kann also viel besser akzeptiert sein. :-)

Zitat:

Die Leistungsprüfung ist zwar ne gute Idee - scheitert aber daran, dass der S6 in der Regel eher optimistisch angegeben wurde, die Motoren schon bei Auslieferung selten die angegebene Leistung bestätigt hatten. Um aus der Prüfung also einen sinnvollen Schluss ziehen zu können, müsste man mindestens eine Prüfung haben, bei der man weiß, dass der Motor heile war.

Die Zeit von 0 auf 100 km/h ist dokumentiert für nen heilen Motor und sicherlich gute Idealbedingungen. Sowas lässt sich in eine Probefahrt zusammen mit dem Besitzer irgendwie einbinden. Der Noch-Besitzer fährt - man selbst bedient die automatische Messung, z.B. so ein Qstarz oder https://drivedeck.de/ . Es kommt halt das eigene Gewicht drauf. Aber so testet man gleich den ganzen Antriebsstrang, also z.B. auch das Automatikgetriebe und Kraftstoffdurchfluss und Reifen/Grip. Auf eine Art und Weise, wie sie vom Vorbesitzer akzeptiert sein müsste, wer sich die richtige Umgebung raussucht.

Und der OP wird ja nicht nur ein Exemplar S6 anschauen, dann hat er flott einige Werte von versch. Autos. Einen anderen indirekten Weg hatte er ja schon: über Motorgeräusche. Wobei man die erstmal kennen und richtig interpretieren muss. Hier z.B. war es am Ende "nur" die Ansaugbrücke - sagt der Ersteller des Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=KOFrNrcNXZg

Zitat:

Für dieses Auto gilt leider - take the risk or leave it.

Ach, ich denke das kann man für Gw-Kauf von Privat generell so stehen lassen. Bei Händlern auch - nur etwas anders. Und für Neuwagen auch - nur nochmal etwas anders. Reparaturkostenversicherungen übernehmen solche Risiken gern, wenn man sie höher bezahlt, als diese das Risiko einschätzen. Da kann man sich die Raten und Bedingungen für nen S6 mit V10 ja mal anschauen.

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Es ist aber ein AUTO und kein MENSCH! 🙄

Und doch,der Bereich um die Kerzen bei MEINEM Motor ist BLITZEBLANK!

Wenn da bei dem zu begutachtenden Motor Dreck drin ist,würde ich mir die Endoskopierung eh sparen.....

Greetz

Cap 🙄

Moin,

Mal im Ernst - was bringt dir ein Messwert x, wenn du keinen Blindwert hast? Die Antwort lautet - gar nichts. Wenn du nicht weißt, wieviel Leistung das Auto wirklich hat, nutzt es dir nichts, wenn du sagen wir 387 PS misst. Dann weißt du zwar, dass der Motor nicht die 435 PS (oder waren es 425?) Hat - aber du weißt eben nicht warum. Deshalb muss da nichts kaputt sein, der Motor hatte ab Werk eventuell einfach nur 405 PS und dann ein wenig Verschleiß, 30°C Außentemperaturen, ein alter Luftfilter und eine arbeitende Klimaanlage - schwubs ... Aussagekraft gleich Null. Das gleiche bei der Beschleunigungsmessung - erstens gibt es da keine Norm, nach der man messen kann, dann hängt die u.a. an der Bereifung, wieviel der Motor grade leisten kann (auch ohne Defekt gibt es da Einflüsse), wieviel Sonderausstattung das Auto hat und ob der Wagen von Audi überhaupt in Serienausstattung geprüft wurde oder ggf. Ohne. Sprich - den Wert den Audi irgendwo im Prospekt stehen hatte - erreicht man vermutlich nie, wenn man sich einige der Tests anguckt und die genau studiert, stellt man da auch oft fest, dass die Autos immer besonders gut gehen und wenn eine Leistungsprüfung gemacht wurde stehen die dann auch oft gut im Futter. Zwei oder drei Autos über einen einzelnen Messwert vergleichen zu wollen und daraus einen Schluss zu ziehen ob der Motor einen Defekt hat, der einen Leistungsverlust nach sich zieht, der im Bereich der normalen Einflussparameter liegt, die eh immer da sind - wird ohne reale Referenzmessung kein wirkliches Ergebnis liefern.

LG Kester

Ich fand seinen Weg der Endoskopie an dem Motor zwar sehr zielgerichtet, aber eben auch nur dieses eine Detail betrachtend: diese Riefen im Zylinderkopf. Sieht man die Komplexität dieses V10 FSI Motors, sind die Defektmöglichkeiten erheblich mehr. Ich hatte den Eindruck, er konzentriert sich da ein bisschen stark auf ein Detail. Und auch die anderen Motoren, z.B. die V6 und V8 im A6 C6 bleiben komplexe Dinger.

Die Beschleunigungsmessungen kann er immer in Absprache mit dem Verkäufer einbauen und bekommt dort einen guten Hinweis auf die prinzipielle Leistungsfähigkeit des gesamen Antriebs. Diese letzten paar Details von einigen Zehnteln hin oder her - das ist nicht das entscheidende. Zumindest kann er sich mit diesem reduzierten Testset in der gleichen Zeit mehr Autos anschauen als wenn er gleich überall den Riefentest fordert. Und dann nur noch von 1-2 Kandidaten nach den Riefen schauen.

Eines weiß er aber sicher: wenn da auf trockenem Untergrund in der Ebene statt 5,2 Sekunden eben 8 oder 10 Sekunden rauskommen, dann fehlt irgendwo eine Menge. Während er bei den Riefen ewig rumdiskutieren kann.

Und: der Beschleunigungstest dauert selbst mit Warmfahren nur so 15-20 min ohne jedes Zerlegen. Während er mit den Riefen in 10 Zylindern eine kleine Ewigkeit beschäftigt ist. Und sein Riefentest für die interessantesten Kandidaten läuft ihm ja davon nicht weg.

Er hat sich ja ohnehin nur nur auf einen Wagen konzentriert. Warum jetzt ein "mehrere Wagen" ansehen können ein Vorteil sein soll?

Moin,

Das gehört aber immer zu einer Probefahrt dazu Grasoman ;-) aber es liefert halt nur eine Plausibilität und einen Hinweis ob das Gesamtsystem irgendwie funktioniert. Davon abgesehen wirst du dich wundern, dass es viele Menschen mangels Knowhoe hinbekommen, ein 5-6 Sekunden Auto in 8-9 Sekunden zu beschleunigen, ganz ohne dass dieses kaputt wäre.

We gesagt - wirkliche Erkenntnis bringt njr auseinander bauen und prüfen. Endoskopie und ggf. ölanalyse geben Hinweise. Selbst wenn heute OK - wer weiß, wie es in 5000 km ausschaut. Das Risiko ist ja nunmal nicht weg.

LG Kester

Zitat:

@grilli9 schrieb am 12. Juni 2017 um 06:00:20 Uhr:


Er hat sich ja ohnehin nur nur auf einen Wagen konzentriert. Warum jetzt ein "mehrere Wagen" ansehen können ein Vorteil sein soll?

Tja, das weiß man erst nach der dritten Freundin, mit der man wirklich mal ne Weile zusammen war. 😁

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