geeigneter Roller für Handicap

Hallo,

ich stell mich mal kurz vor. Mein Name ist Volker, ich bin 46 Jahre alt und wohne im schönen Schwangau im Ostallgäu.
Ich spiele schon länger mit dem Gedanken mir einen Roller anzuschaffen, aktuell hab ich aber gerade den passenden Grund dazu und würde daher gerne ein paar Meinungen der Cracks hören, da ich mich in dem Segment überhaupt nicht auskenne.
Hintergrund ist, dass ich mir vor einer Woche am linken Bein die Achillessehne abgerissen habe und eine langwierige Therapie vor mir habe, bei der ich eine Unterschenkelorthese (Schiene) am linken Bein tragen muß. Autofahren ist da natürlich nicht drin, aber ich möchte so schnell wie möglich wieder mobil sein.
Da dachte ich mir... so ein Roller, bei dem das linke Bein nicht gebraucht wird, wär doch ne tolle Sache.
Schiene aufs Trittbrett abgestellt, Krücken irgendwie sinnvoll draufgepackt und ab geht die Luzi. 🙂
Ich suche also einen kleinen Roller, nix exklusives, der über ein vespaähnliches Chassis mit Trittboden verfügt, und bei dem der linke Fuß nicht für die Bremse, oder sonst was gebraucht wird.
Fahren darf ich mit meinem 3er Führerschein von 1986 glaub ich bis 50ccm. Vielleicht wurde das inzwischen auch auf 80 oder 120ccm aufgestockt... keine Ahnung. 50 würde mir aber für meine Zwecke reichen.

Würde mich über Tips und Infos zur Anschaffung wirklich freuen, da es für einen Ahnungslosen wirklich nicht einfach ist bei den Herstellern und Modellen durchzublicken.

Vielen Dank schonmal und liebe Grüße,
Volker

16 Antworten

Wenn die Räder an einer Achse mindestens 460mm auseinander stehen, gelten sie als getrennte Räder. Daher ist so ein TR-3 Dreirad wie im Link ein mehrspuriges Fahrzeug.
Den ersten Piaggio MP3 RL fehlten ein paar Millimeter, die waren trotz Dreirädrigkeit immer für den Motorradführerschein.

Auch wenn es schon gesagt wurde, ich möchte das noch mal deutlich unterstreichen: Ich halte es in Deinem Interesse für völlig ausgeschlossen, mit diesem Handicap einen Roller sicher zu bewegen. Situationen im Fahrbetrieb bei denen Du die Kraft auf beiden Seiten brauchst, um ihn zu stützen, sind wirklich nicht selten. Schon im Stop-and-Go an einer Ampel wird Dich das überfordern. Es ist schon erstaunlich, wie lange es dauert bis man gelernt hat, ein Zweirad weich zum Halten zu bringen - und zwar mit beiden Beinen. Und bei nur einem Bein verbraucht es so viel Konzentration, dass man wahrscheinlich schnell mal in eine kritische Situation gerät. Bitte lass es lieber!

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