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Gebrauchtwagen Kauf ohne Vertrag: Betrug

Themenstarteram 23. Mai 2011 um 20:25

Hallo Forum,

ich bin am verzeifeln. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Kurzfassung: Auto von Privat vermittelt bekommen, laut Vermittler ("Guter Freund", von wegen) alles tadellos und supergünstig. Vermittler hat Geld bekommen für die Organisation des Ganzen, 20% des Kaufpreises. Weigerte sich Kaufvertrag nach Zahlung zu geben und wichtige Unterlagen. Später eklatente Mängel entdeckt, u.a. das es ein Unfallwagen ist. Rückgabe möglich? Was kann ich tun? Sitze auf einem nicht fahrtauglichen Wagen, der sich auch kaum ohne 1000 EUR verlust verkaufen lässt.

 

Langversion: Vor 3 Monaten kaufte ich durch einen guten Bekannte, der selber Autohändler war und der mein Vertrauen genoss, ein KFZ für 2200 EUR plus 500 EUR für die Vermittlung und Organisation. Einziger Nachweis ist der Beleg zur Anzahlung (300 EUR), danach wurden die versprochen Unterlagen nicht rausgegeben, insb. Kaufvertrag. Stellt sich raus, dass der Wagen Unfallwagen ist und zahlreiche Mängel hat, sogar die Sommerreifen waren 3 von 4 kaputt. Musste 3x soviel Geld wie versprochen reinstecken, ca 1000 EUR. Anfangs wäre ich zufrieden gewesen, wenn ich wenigstens die 500 Eur für die Schrottvermittlung zurück bekommen hätte. Weigerte sich.

Kann ich vom mündlichen Kaufvertrag zurücktreten und die Kosten für Lackieren usw wenigstens zu 50% erstattet bekommen?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Reiner

 

Beste Antwort im Thema

Was ist denn das wieder für eine undurchsichtige Story?

Die € 500 Vermittlungsprovision stehen schon mal in einem krassen Missverhältnis zum Verkaufspreis von € 2200. In welchen Kreisen läuft denn so etwas ab? Wir sind doch nicht auf einem Kamelmarkt in Tunesien. Bei diesem Geschäftsgebaren scheint ein RA Pflicht zu werden.

Zu denken gibt mir auch noch, wie unbedarft und laienhaft manche an den Kauf eines Gebrauchtwagens herangehen. Das scheint für manchen so easy zu sein wie der Kauf einer Curry-Wurst. Und wenn einer nicht einen von 3 defekten Reifen entdeckt, wäre ein Gang zum Optiker zu empfehlen.

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Rücktritt vom Kaufvertrag ist nicht möglich, da der Kaufvertrag ja schon abgewickelt wurde.

Geld wurde übergeben, Fahrzeug wurde in Empfang genommen und damit erfolgte der Eigentumswechsel.

 

Vorteil des mündlichen Kaufvertrage ist, dass der Verkäufer Gewärleistung geben muss und zwar nach den gesetzlichen Vorschriften für zwei Jahre; denn Gewährleistung wurde nicht ausgeschlossen.

Möglich ist auch eine Rückabwicklung des Vertrages, was aber angesichts der bestehenden Gewährleistung ungünstiger sein dürfte.

 

Nimm Dir einen Rechtsanwalt für diese Sache. Geht auch ohne, aber dann läuft man Gefahr, dass man Formfehler macht.

Ausssichten sind m.E.  gut, solange Händler nicht Insolvenz anmeldet.

 

O.

Themenstarteram 23. Mai 2011 um 20:45

Zitat:

Original geschrieben von go-4-golf

Nimm Dir einen Rechtsanwalt für diese Sache. Geht auch ohne, aber dann läuft man Gefahr, dass man Formfehler macht.

Ausssichten sind m.E. gut, solange Händler nicht Insolvenz anmeldet.

O.

Danke, Go-4-Golf,

es ist aber kein Händler, spielt das eine Rolle?

am 23. Mai 2011 um 20:47

hast du nur den beleg für die anzahlung unterschrieben, oder auch den kaufvertrag - den der "vermittler" einbehalten hat?

Zitat:

Original geschrieben von gsm9

 

es ist aber kein Händler, spielt das eine Rolle?

Nein. Auch ein Privatmann muss Gewährleistung geben, wenn er diese nicht ausgeschlossen hat, was vorliegend offensichtlich nicht der Fall war. 

 

Ich bin davon ausgegangen, dass überhaupt kein schriftlicher Vertrag vorliegt.

Oder ist es so, dass ein schriftlicher Kaufvertrag gemacht wurde und der Verkäufer eine Kopie nicht herausgeben will?

Wenn dem so ist, muss berücksichtigt werden, was im schriftlichen Kaufvertrag fixiert wurde..

 

O.

Zitat:

Original geschrieben von gsm9

es ist aber kein Händler, spielt das eine Rolle?

Wie du schriebst, ist er als Vermittler aufgetreten. Übt er diese Tätigkeit gewerblich aus?

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Wie du schriebst, ist er als Vermittler aufgetreten. Übt er diese Tätigkeit gewerblich aus?

Und inwiefern sollte die Antwort auf diese Frage den TE näher an eine Problemlösung bringen? Ob gewerblich oder nicht, ist hier ja sowas von egal...

Was ist denn das wieder für eine undurchsichtige Story?

Die € 500 Vermittlungsprovision stehen schon mal in einem krassen Missverhältnis zum Verkaufspreis von € 2200. In welchen Kreisen läuft denn so etwas ab? Wir sind doch nicht auf einem Kamelmarkt in Tunesien. Bei diesem Geschäftsgebaren scheint ein RA Pflicht zu werden.

Zu denken gibt mir auch noch, wie unbedarft und laienhaft manche an den Kauf eines Gebrauchtwagens herangehen. Das scheint für manchen so easy zu sein wie der Kauf einer Curry-Wurst. Und wenn einer nicht einen von 3 defekten Reifen entdeckt, wäre ein Gang zum Optiker zu empfehlen.

Zitat:

Original geschrieben von freddi2010

Was ist denn das wieder für eine undurchsichtige Story?

Die € 500 Vermittlungsprovision stehen schon mal in einem krassen Missverhältnis zum Verkaufspreis von € 2200. In welchen Kreisen läuft denn so etwas ab? Wir sind doch nicht auf einem Kamelmarkt in Tunesien. Bei diesem Geschäftsgebaren scheint ein RA Pflicht zu werden.

Zu denken gibt mir auch noch, wie unbedarft und laienhaft manche an den Kauf eines Gebrauchtwagens herangehen. Das scheint für manchen so easy zu sein wie der Kauf einer Curry-Wurst. Und wenn einer nicht einen von 3 defekten Reifen entdeckt, wäre ein Gang zum Optiker zu empfehlen.

zumal das mal tolle "freunde" sind die 20% (!) vom kaufpreis als provision verlangen.

Der TE fragt dann auch noch ob er die Kosten fuers Lackieren wieder bekommt. Ich gehe davon aus das er das Auto kaufte ohne es gesehen zu haben. Sonst hætte er die Reifen auch bemængelt. Sry, aber wer so kauft wird bestraft. Warum sind Leute nicht in der Lage ein Auto anzuschauen,Probefahrt, verhandeln, dann Geld auf den Tisch und Vertrag machen.

Vorschlag an die MOD`s

Da es hæufig zu den Fragen nach den møglichkeiten und der Rechtslage beim Kauf von Gebrauchtwagen kommt, wære es Sinnvoll eine eigene Rubrik ,,Gebrauchtwagenkauf`` zu machen.

Am besten eine Rubrik "VOR Kauf" und eine "NACH Kauf";-)

Zitat:

Original geschrieben von mattalf

Der TE fragt dann auch noch ob er die Kosten fuers Lackieren wieder bekommt. Ich gehe davon aus das er das Auto kaufte ohne es gesehen zu haben. Sonst hætte er die Reifen auch bemængelt. Sry, aber wer so kauft wird bestraft. Warum sind Leute nicht in der Lage ein Auto anzuschauen,Probefahrt, verhandeln, dann Geld auf den Tisch und Vertrag machen.

Vorschlag an die MOD`s

Da es hæufig zu den Fragen nach den møglichkeiten und der Rechtslage beim Kauf von Gebrauchtwagen kommt, wære es Sinnvoll eine eigene Rubrik ,,Gebrauchtwagenkauf`` zu machen.

Zitat:

Original geschrieben von Tecci6N

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Wie du schriebst, ist er als Vermittler aufgetreten. Übt er diese Tätigkeit gewerblich aus?

Und inwiefern sollte die Antwort auf diese Frage den TE näher an eine Problemlösung bringen? Ob gewerblich oder nicht, ist hier ja sowas von egal...

Die Frage bezieht sich eher darauf ob das Finanzamt ggf Interesse an Einnahmen aus gewerblicher Tätigkeit hat das würde schon die Position des Käufers stärken wenn er das Finanzamt bei eventuellen Nachverhandlungen ( Preisnachlass) mit ins Boot nimmt;););)

 

Erpressung? Neiiiin niemals

Zitat:

Original geschrieben von mattalf

...

Vorschlag an die MOD`s

Da es hæufig zu den Fragen nach den møglichkeiten und der Rechtslage beim Kauf von Gebrauchtwagen kommt, wære es Sinnvoll eine eigene Rubrik ,,Gebrauchtwagenkauf`` zu machen.

+1!

oder eventuell eine rubrik "fahrzeugkauf", es gibt ja auch viele fragen zu neuwagen.

allerdings besteht dann die gefahr das sich themen wie "finanzierung", "versicherung" und "kauf" völlig mischen.

wenn einer ein fahrzeug mittels finanzierung kaufen möchte und zudem noch nie was auf sich versichert hatte.... :D

Themenstarteram 24. Mai 2011 um 12:09

Danle für eure Rückmeldungen!

Zur Frage des Kaufvertrags: Es wurde keiner unterzeichnet. Aber versprochen, dass das nachträglich geschiet.

 

Zitat:

Original geschrieben von heltino

Zitat:

Original geschrieben von freddi2010

Was ist denn das wieder für eine undurchsichtige Story?

Die € 500 Vermittlungsprovision stehen schon mal in einem krassen Missverhältnis zum Verkaufspreis von € 2200. In welchen Kreisen läuft denn so etwas ab?

zumal das mal tolle "freunde" sind die 20% (!) vom kaufpreis als provision verlangen.

Richtig. Mir wurde das ganze auch verkauft als "Totsicheres Geschäft", laut seiner Aussage ist der Wagen locker für 4000 zu verkaufen, und wen ich nicht zufällig so einen gesucht hätte, er das auch genau so gemacht hätte. Das darauf zu vertrauen naiv war, weiss ich jetzt leider selber. Die Abmachung war halt, dafür dass er den Wagen günstig besorgt, er ca 500 erwartet. Desweiteren war damit einbegriffen, dass er bessere Konditionen bei seinen Werkstatt-Kumpels usw macht, was natürlich nicht gemacht wurde, im Gegenteil, alles andere als wie versprochen war.

Zitat:

Original geschrieben von Pepperduster

Die Frage bezieht sich eher darauf ob das Finanzamt ggf Interesse an Einnahmen aus gewerblicher Tätigkeit hat das würde schon die Position des Käufers stärken wenn er das Finanzamt bei eventuellen Nachverhandlungen ( Preisnachlass) mit ins Boot nimmt;););)

Erpressung? Neiiiin niemals

Da er mal Autohändler war und ich weiss, dass er häufig Autos "beschafft" kann man davon ausgehen, dass das auch nebenerwerb ist.

 

Da kann man nur hoffen das du auf solche Betrüger und sogenannte Freunde

nicht mehr herein fällst. :D

Warst wohl ziemlich besoffen als du das gemacht hast, oder? :D

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