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Garantieabdeckung auch bei Motorschäden durch falschen Sprit?

Themenstarteram 12. Juni 2013 um 23:19

Hallo,

mich reizt mal die Frage, ob bei dem durch den gepanschten Sprit verursachten Motorschaden der Garantieanspruch geltend gemacht werden kann, wenn unabsichtlich dazu kommt. Das kann z.B. der Fall sein, dass man mit eigenem PKW eine Fernreise nach Ural macht und unterwegs schwarze Schafe an den Tankstellen erwischt und mit falschen Sprit bespeist wird.

Und wenn es offiziell doch kein Garantieanspruch besteht, wie soll der Verkäufer (Händler) es nachweisen können, dass der verursachte Motorschaden durch den falschen Sprit zustande kam. Ich kann mir nur vorstellen, dass das ganze nur labortechnisch durch einen Sachverständigen überprüft werden kann, was sehr aufwändig ist.

Genauso stelle ich mir vor, das Fahrzeug stets mit Biodiesel zu betanken, bis der Motor den Geist aufgibt.

Viele Grüße

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29 Antworten

Garatnie ist immer freiwillig, d.h. kannst die auch nicht einklagen. Du kannst nur auf Gewährleistung klagen, wenn du aber gepanschten Sprit tankst ist auch die flöten wenn man es nachweisen kann, weil in der Betriebsanleitung steht nur Sprit nach DIN EN 228 bzw 590 tanken.

Kulanz ist freiwillig, Garantie hast du schriftlich

Die Garantiebedingungen macht aber der Hersteller, wenn der Reinschreibt bei Falschbetankung bzw außerhalb der Norm greifen diese nicht kannst du einen Besen fressen, er wird nicht zahlen. Solche Klauseln stehen da garantiert drin. Die zahlen doch nicht für die Dummheit der Leute. Falschtanken kommt überraschend häufig vor.

PS Wenn ich an den ural fahre würde ich mir kein Deutsches Fahrzeug kaufen ;) Da brauchst etwas altes, einfachen und Robuste, das mit einfachen Mittel repariert werden kann. Am besten etwas was auch dort vertretten ist.

Ein Totyota Landcruiser kannst auch in Afrika reparieren lasse in ner Busch Werke, Versuch das mal bei nem Porsche Cayenne oder Mercedes ML etc.

Alles was mit Hochdruck(Einspritzsysteme), KAT, DPF etc zu tun hat ist in solchen Länder nur hinderlich. Ein alten Diesel mit VEP kannst mit Biodiesel fahren, auch mit Benzingestreckt ist denen egal, aber veruch das besser nicht mit ner CR-Pumpe. Das gleiche bei einem einfachen MPI. Da kannst du fast jede Benzinpumpe verwenden die du findest, aber bei einem DI mit Hochdruckpumpe geht das nicht.

Garantie ist nicht Gewährleistung.

Garantie ist immer freiwillig zu den Bedingungen die der Hersteller vorgibt.

Eine Gewährleistung besteht 2 Jahre gesetzlich. Nach 6 Monaten tritt allerdings die Beweislastumkehr in Kraft was die Sache für den Käufer etwas schwierig macht.

Falschbetankung ist klares Eigenverschulden und in der Regel nicht über die Garantie abgedeckt und schon gar nicht über die Gewährleistung.

Eventuell springt die Vollkasko bei einer Fehlbetankung ein - je nach Vertrag.

Sehe ich anders. Ich tanke Handelsueblichen Sprit, mir ist es egal ob die Tanke panscht, ich habe schliesslich kein Labor im Kofferraum. Zumindest in den USA wird der Hersteller Schwierigkeiten haben mir die Garantie zu verweigern nur weil ihm der Sprit nicht passt.

Das gleiche duerfte auch fuer Nachbarlaender in Europa gelten.

 

PS: der TE hat nicht nach Falschbetankung gefragt sondern "gepanschten" Sprit, das ist schon was anderes.

 

Gruss, Pete

 

Dann wäre aber so gesehen die Tanke in der Pflicht wenn es falsch ausgeschildert war oder nicht drin war was eben Angeboten wurde.

Was kann denn der Autohersteller dafür? Nichts!

Hier kann man bestenfalls auf freiwillige Kulanz hoffen... aber rechtlich besteht keinerlei Anspruch gegenüber dem Händler.

Auch gegen die ausländische Tanke wird es sehr schwierig rechtlich etwas zu machen... die Chancen sehe ich hier gegen 0.

Zitat:

Original geschrieben von lockmaster

Genauso stelle ich mir vor, das Fahrzeug stets mit Biodiesel zu betanken, bis der Motor den Geist aufgibt.

Kipp doch Super rein, das kann keiner Nachweisen, niemals.

Ist ja nicht so daß es sogar in den Werkstattunterlagen steht wie man solche Schäden erkennt.

Gruß Metalhead

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Zumindest in den USA wird der Hersteller Schwierigkeiten haben mir die Garantie zu verweigern nur weil ihm der Sprit nicht passt.

Ja klar, und wenn ich mit dem Auto vor einen Baum fahre erwarte ich die Reparatur auf Garantie. :rolleyes:

Jeder Hersteller hat was von "bestimmungsgemäßem Gebrauch" in seiner Anleitung stehen, darunter auch die Normen für die Betriebsstoffe für das Fahrzeug. Und gerade in den USA sind in den Anleitungen die tollsten Beispiele was man darf und was nicht. In der Qualität von Haustiere bitte nicht in der Mikrowelle trocknen. Bei gepanschtem Sprit oder Fehlbetankung wird da kein Fahrzeughersteller irgendwas auf Garantie machen. Ist es ein sehr guter Kunde wird er dem ggf. maximal freiwillig im Rahmen der Kulanz etwas entgegenkommen.

Ansprechpartner ist letztlich immer der Verursacher des Schadens. In diesem Fall der der den gepanschten Sprit verkauft hat.

Zitat:

Ich kann mir nur vorstellen, dass das ganze nur labortechnisch durch einen Sachverständigen überprüft werden kann, was sehr aufwändig ist.

was bei gewährleistungsfällen auch gemacht wird.

besteht die möglichkeit eines motorschadens darf die werkstatt bei gewährleistungsfällen keine schraube am motor auch nur angucken ohne rücksprache mit dem hersteller (ist zumindes bei einer mir bekannten marke so).

Logisch, die wollen ja Wissen ob sich das eventuell häufen könnte...daher wird da alles genaustens Step by Step analysiert. :)

Themenstarteram 13. Juni 2013 um 14:18

Zitat:

Original geschrieben von vw tsi

Kulanz ist freiwillig, Garantie hast du schriftlich

ich meine doch die einjährige Gebrauchtwagengarantie, die man mit dem Händler bei Fahrzeugübergabe vereinbart. Das hat nichts mit der gesetzlichen Sachmangelhaftung zu tun.

Dafür bezahlt der Käufer mehr als bei einem Privatverkäufer.

wie wärs du liest mal das kleingedruckte, das hast du ja auch unterschrieben, anscheinend ohne es gelesen zu haben.

Auch so eine Garantie greift hier seltenst bis gar nicht.

So ein Schaden geht in die tausende... und der Händler kann nun mal nichts dafür.

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