Frage zu Geräusch bei etwa 1500rpm

VW Tiguan 1 (5N/5N2)

ich besitze einen fast 3 Jahre alten Tiguan 2,0 l Diesel mit Start stopp und Automatik...etwa 23.000 km
fahre im mom. fast nur Stadtstrecken...... nun ist mir seit etwa 2-3 Wochen aufgefallen das mein Auto bei etwa 1500 upm etwas ....wie soll ich es sagen...... " Brubbelt " " Brabbelt".............. er nimmt das gas sofort an wenn ich durchtrete..... lässt sich auch ohne Probleme mit der Hand Schaltung bis ans rote Feld drehen.... Frage. wer hat einen tipp..... danke im voraus bb

Beste Antwort im Thema

@Beichtvater:
Das Auto wird bei mir immer nur extreme Kurzstrecken, also quasi fast nur zum Einkaufen, bewegt.
Da hat es sich immer genau so verhalten, wie Du beschrieben hast:
Ging plötzlich ab, wie Lumpi.
Lüfter lief nach (Egal, welche Jahreszeit, oder Außentemperatur).
Dass eine abgebrochene Regeneration beim nächsten Mal fortgesetzt wird, merkt man da auch deutlich.
Irgendwann, wenn man mal länger gefahren ist, war der Effekt auch wieder weg: Regeneration abgeschlossen!

Dann kam irgendwann die Motor-Kontrollleuchte.
Nachdem ich zu diesem Zeitpunkt gar keine Möglichkeit gehabt hätte, das Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen, habe ich dem nur tatenlos zugesehen: Das Fahrzeug lief ganz normal, und ich hatte auch keinerlei Probleme.
Zu Weihnachten hatte ich Urlaub, und Zeit, mich mal darum zu kümmern:
VCDS angeschlossen, und Fehler ausgelesen:
Als erstes ist mir natürlich der Differenz-Druck-Sensor aufgefallen. Der hat in diesen drei Monaten genau einmal einen Fehler produziert.
Aber fast zeitgleich, jedoch nur Sekunden vorher kam ein Fehler, von wegen "Unterspannung Bordnetz".
Kann mich auch noch daran erinnern, dass zu diesem Zeitpunkt meine Batterie fast die Grätsche gemacht hat. Aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen weiß ich, dass gerade eine temporäre Unterspannung alle mögliche Probleme auslösen kann. Und da ich einen Differenzdrucksensor für ein mechanisches Bauteil halte, das entweder funktioniert, oder kaputt ist (dazwischen gibt es eher nix), dachte ich mir: Was verliere ich, wenn ich den Fehler lösche? Wenn das Ding kaputt ist müsste der ja wieder irgendwann auftauchen. Ist er aber nie mehr seitdem. (Die Werkstatt hätte mir da sicherlich gerne einen neuen eingebaut..)
Dann sind eineinhalb Jahre vergangen, ohne jegliche Probleme.
Plötzlich, genau am Tag eines TÜV-Termins kam just auf der Fahrt zu diesem die Motor-Kontrollleuchte erneut.
O.K. Der Gutachter ist ein alter Kommilitone und Freund von mir, und da er gerade Zeit hatte, haben wir einen Diagnosetester angeschlossen. Der hat uns dann bedeutet, dass der Aschegehalt im DPF zu hoch wäre.
Gleichzeitig war mir in Erinnerung, dass das Auto in letzter Zeit sehr häufig eine Regeneration versucht, aber offensichtlich nie so richtig abgeschlossen hat.
Auch er war da der Meinung, dass der DPF bei der Laufleistung nie und nimmer voll sein könnte...
Also Fehler gelöscht, Problem gelöst.
Drei Tage danach zur VW-Werkstatt, und da Service machen lassen: Ich habe dem Werkstattmeister das Ganze geschildert, und er hat mir bestätigt, dass die Diagnose da einfach Mist angezeigt haben muss, und wenn da wirklich ein Fehler vorliegen würde, die Lampe schon längst wieder hätte kommen müssen.

Kurz danach habe ich, seit über einem Jahr, eine Langstreckenfahrt mit relativ scharfer Fahrweise unternommen, und auf der Rückfahrt kamen dann plötzlich die Motor-Kontrollleuchte, plus der DPF-Warn-Leuchte. Fehler: DPF voll!
Nach der gängigen Meinung (die auch der VW-Werkstatt-Meister geäußert hatte) hätte diese Fahrt ja den DPF endgültig freibrennen müssen.
Das hat mich dann doch verwundert. Dann habe ich meine Quellen angezapft, und bin da auf das VW-Dokument zur "DPF-Zwangsregeneration" gestoßen.
Das sagt ziemlich eindeutig, dass so eine Regeneration, gerade im langsamen Stadtverkehr, am wirkungsvollsten abläuft. Mir ist das mittlerweile auch völlig klar. NUr da wird der Motor so richtig heiß: Kaum Kühl-Luft, ständige Anfahr-Vorgänge...
Nach zwei, oder drei Stadt-Fahrten war die DPF-Lampe auch wieder aus, und wurde seither nicht mehr gesehen.
Die Motor-Kontrollleuchte blieb an.
Eines weiß ich mittlerweile sicher:
Diese Motorkontrollleuchte stellt ein Sammelsurium aller unterschiedlichster Motorstörungen dar, und ist eher eine "Vorwarnstufe". Die Krux an der Sache ist, dass diese Lampen von einem sog. Fehlerzähler angeworfen werden.
Für die Leute, die sich mit so was nicht auskennen:
Das funktioniert so:
Bei so einer Fehlerdiagnose werden Fehler gezählt, und mitsamt des Verursachers gespeichert. Das gibt es bei weitem nicht nur bei Autos...
Gäbe es so was beim Menschen, so könnte da der Fehler auftreten: "Linkes Bein ist ab!"
Böse Sache, so was: Also machen wir mal die Lampe: "schwere Behinderung" an.
Wenn die Sensoren aber in den nächsten zehn Messungen das linke Bein plötzlich doch regelmäßig wiederfinden, so könnte man da getrost davon ausgehen, dass die erste Messung eine Fehlmessung war (aus welchem Grund auch immer - genau da sind ja die Profis gefragt, das richtig die interpretieren können, und nicht nur stur Diagnosewerte ablesen)..
In dem Fall könnte man sagen: Wenn das Bein zehn Mal da war, und nur einmal gefehlt hat, dann ist es ja wohl doch noch da...
Dieser Mechanismus wird über einen sogenannten "Verlern-Zähler" realisiert:
Im Fall des Beins: Stellt man den Verlern-Zähler auf Zehn, dann ist das Bein zwar einmal als "ab" erkannt worden, aber die nächsten zehn mal als "noch dran". Daher geht die "schwere Behinderung"-Lampe auch wieder aus.

Auch könnte man die Reaktion auf den Fehlerzähler toleranter gestalten, in der Form, dass man erst ab der dritten "Bein ab"-Meldung die Lampe "Schwere Behinderung" anwirft.

Doch beim Tiguan reagiert die Motorkontrollleuchte schon so gut, wie immer auf den ersten gemeldeten Fehler, und hat einen so hoch eingestellten Verlern-Zähler, dass schon ein einziges Husten das Fahrzeugs diese Leuchte über Jahre hinweg anwirft!
Die geht eigentlich nur noch aus, indem man sie manuell wieder löscht.

Jetzt kommt die VW-Werkstatt ins Spiel:
Warnlampe leuchtet, Fehler wird angezeigt: Da muss was kaputt sein:
In meinem Fall:
Unterspannung: Da tauschen wir mal die Batterie.
Differenzdruck-Sensor: Klar, den tauschen wir gleich mal mit!
Danach setzen wir pflichtbewusst den Fehlerzähler zurück. Und der Fehler ward nie mehr gesehen...
Doch:
Dasselbe Ergebnis hätte man möglicherweise, solange kein anderes, offensichtliches Problem vorliegt (Leistungsverluste etc.), auch lösen können, indem man einfach nur den Fehlerzähler gelöscht hätte...
Wäre das Problem noch akut, müsste der Fehler ja auch sofort wiederkommen!
(Den Differenzdrucksensor kann man nicht durch Löschen der Fehler reparieren, genauso, wie man den Aschegehalt des DPF dadurch reduzieren kann)

Hier schalten manche sogenannten "Profis" in den Vertragswerkstätten leider oft das Hirn aus, und glauben sklavisch nur noch der Fehlerdiagnose...

Doch zu einer guten Diagnose gehört, neben dem Messen, auch die richtige Interpretation der gemessenen Daten! Ein gelernter Elektroniker kennt das, denn der musste schon in der Berufs-Schule lernen, dass selbst ein einfaches Voltmeter u.U nur Mist anzeigt, wenn man nicht weiß, wie es richtig funktioniert, und wie man die gemessenen Werte, je nach Anwendungsfall interpretieren und korrigieren muss.

War jetzt wieder mal etwas länger...

Langer Rede, kurzer Sinn:
Die Motor-Kontrollleuchte zeigt einen ganzen Zoo von Fehlern an. Und das über Jahre, auch wenn es diesen Fehler eigentlich nie gab, weil er das Resultat eines ganz anderen Problems war!
Ist ein Bauteil angeblich defekt, kann man die Fehler erst mal löschen.
Tritt der Fehler dann sofort wieder auf, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Fehler tatsächlich existent ist.
Ansonsten war es eine Fehldiagnose des doch immer noch sehr stümperhaften Diagnose-Systems...
Es führt den versierten Techniker sicherlich auf den richtigen Weg, und erleichtert dem sein Leben, doch es bleibt da jede Menge Interpretations-Spielraum! Wer damit heute umgehen kann, und solche Daten richtig interpretieren kann, ist der absolute King!

So Long...

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danke............. bei mir ist keine leuchte angegangen..... mehr Leistung , spontane gas annahme ja..... mal abwarten

Zitat:

@S16061944 schrieb am 21. Dezember 2014 um 11:06:58 Uhr:


.... bei mir ist keine leuchte angegangen..... mehr Leistung , spontane gas annahme ja...

So hatte ich es auch schon 2..3x bei meinen bisherigen Tigern beobachtet, nachdem ich eine Zeit lang nur 5..10km Strecken in der Stadt gefahren bin. Genau mit diesem nachlaufenden Lüfter und dem recht zackigen Ansprechverhalten in der Stadt hatte ich den Hinweis, dass da gerade eine Regeneration gestartet wurde.

Nach einer anschließenden Autobahnfahrt waren diese Anzeichen reproduzierbar immer weg.

Das sollte wohl auch der Normalzustand beim Regenerieren sein.

@Triumpf BGH 125:

Da scheint bei Dir was völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein oder Du hast - wie schmiddi1 beschrieb - diese Regeneration ausreichend oft abgebrochen und die Steuerung ist dann "bockig" geworden.

Anders kann ich mir das Verhalten bei Dir nicht erklären. Auch die Meldung des zu hohen Aschegehalts nach sieben

tausend

Kilometern deutet eher darauf hin, dass irgendwelche Sensorik nicht richtig funktioniert (hat)...

@Beichtvater:
Das Auto wird bei mir immer nur extreme Kurzstrecken, also quasi fast nur zum Einkaufen, bewegt.
Da hat es sich immer genau so verhalten, wie Du beschrieben hast:
Ging plötzlich ab, wie Lumpi.
Lüfter lief nach (Egal, welche Jahreszeit, oder Außentemperatur).
Dass eine abgebrochene Regeneration beim nächsten Mal fortgesetzt wird, merkt man da auch deutlich.
Irgendwann, wenn man mal länger gefahren ist, war der Effekt auch wieder weg: Regeneration abgeschlossen!

Dann kam irgendwann die Motor-Kontrollleuchte.
Nachdem ich zu diesem Zeitpunkt gar keine Möglichkeit gehabt hätte, das Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen, habe ich dem nur tatenlos zugesehen: Das Fahrzeug lief ganz normal, und ich hatte auch keinerlei Probleme.
Zu Weihnachten hatte ich Urlaub, und Zeit, mich mal darum zu kümmern:
VCDS angeschlossen, und Fehler ausgelesen:
Als erstes ist mir natürlich der Differenz-Druck-Sensor aufgefallen. Der hat in diesen drei Monaten genau einmal einen Fehler produziert.
Aber fast zeitgleich, jedoch nur Sekunden vorher kam ein Fehler, von wegen "Unterspannung Bordnetz".
Kann mich auch noch daran erinnern, dass zu diesem Zeitpunkt meine Batterie fast die Grätsche gemacht hat. Aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen weiß ich, dass gerade eine temporäre Unterspannung alle mögliche Probleme auslösen kann. Und da ich einen Differenzdrucksensor für ein mechanisches Bauteil halte, das entweder funktioniert, oder kaputt ist (dazwischen gibt es eher nix), dachte ich mir: Was verliere ich, wenn ich den Fehler lösche? Wenn das Ding kaputt ist müsste der ja wieder irgendwann auftauchen. Ist er aber nie mehr seitdem. (Die Werkstatt hätte mir da sicherlich gerne einen neuen eingebaut..)
Dann sind eineinhalb Jahre vergangen, ohne jegliche Probleme.
Plötzlich, genau am Tag eines TÜV-Termins kam just auf der Fahrt zu diesem die Motor-Kontrollleuchte erneut.
O.K. Der Gutachter ist ein alter Kommilitone und Freund von mir, und da er gerade Zeit hatte, haben wir einen Diagnosetester angeschlossen. Der hat uns dann bedeutet, dass der Aschegehalt im DPF zu hoch wäre.
Gleichzeitig war mir in Erinnerung, dass das Auto in letzter Zeit sehr häufig eine Regeneration versucht, aber offensichtlich nie so richtig abgeschlossen hat.
Auch er war da der Meinung, dass der DPF bei der Laufleistung nie und nimmer voll sein könnte...
Also Fehler gelöscht, Problem gelöst.
Drei Tage danach zur VW-Werkstatt, und da Service machen lassen: Ich habe dem Werkstattmeister das Ganze geschildert, und er hat mir bestätigt, dass die Diagnose da einfach Mist angezeigt haben muss, und wenn da wirklich ein Fehler vorliegen würde, die Lampe schon längst wieder hätte kommen müssen.

Kurz danach habe ich, seit über einem Jahr, eine Langstreckenfahrt mit relativ scharfer Fahrweise unternommen, und auf der Rückfahrt kamen dann plötzlich die Motor-Kontrollleuchte, plus der DPF-Warn-Leuchte. Fehler: DPF voll!
Nach der gängigen Meinung (die auch der VW-Werkstatt-Meister geäußert hatte) hätte diese Fahrt ja den DPF endgültig freibrennen müssen.
Das hat mich dann doch verwundert. Dann habe ich meine Quellen angezapft, und bin da auf das VW-Dokument zur "DPF-Zwangsregeneration" gestoßen.
Das sagt ziemlich eindeutig, dass so eine Regeneration, gerade im langsamen Stadtverkehr, am wirkungsvollsten abläuft. Mir ist das mittlerweile auch völlig klar. NUr da wird der Motor so richtig heiß: Kaum Kühl-Luft, ständige Anfahr-Vorgänge...
Nach zwei, oder drei Stadt-Fahrten war die DPF-Lampe auch wieder aus, und wurde seither nicht mehr gesehen.
Die Motor-Kontrollleuchte blieb an.
Eines weiß ich mittlerweile sicher:
Diese Motorkontrollleuchte stellt ein Sammelsurium aller unterschiedlichster Motorstörungen dar, und ist eher eine "Vorwarnstufe". Die Krux an der Sache ist, dass diese Lampen von einem sog. Fehlerzähler angeworfen werden.
Für die Leute, die sich mit so was nicht auskennen:
Das funktioniert so:
Bei so einer Fehlerdiagnose werden Fehler gezählt, und mitsamt des Verursachers gespeichert. Das gibt es bei weitem nicht nur bei Autos...
Gäbe es so was beim Menschen, so könnte da der Fehler auftreten: "Linkes Bein ist ab!"
Böse Sache, so was: Also machen wir mal die Lampe: "schwere Behinderung" an.
Wenn die Sensoren aber in den nächsten zehn Messungen das linke Bein plötzlich doch regelmäßig wiederfinden, so könnte man da getrost davon ausgehen, dass die erste Messung eine Fehlmessung war (aus welchem Grund auch immer - genau da sind ja die Profis gefragt, das richtig die interpretieren können, und nicht nur stur Diagnosewerte ablesen)..
In dem Fall könnte man sagen: Wenn das Bein zehn Mal da war, und nur einmal gefehlt hat, dann ist es ja wohl doch noch da...
Dieser Mechanismus wird über einen sogenannten "Verlern-Zähler" realisiert:
Im Fall des Beins: Stellt man den Verlern-Zähler auf Zehn, dann ist das Bein zwar einmal als "ab" erkannt worden, aber die nächsten zehn mal als "noch dran". Daher geht die "schwere Behinderung"-Lampe auch wieder aus.

Auch könnte man die Reaktion auf den Fehlerzähler toleranter gestalten, in der Form, dass man erst ab der dritten "Bein ab"-Meldung die Lampe "Schwere Behinderung" anwirft.

Doch beim Tiguan reagiert die Motorkontrollleuchte schon so gut, wie immer auf den ersten gemeldeten Fehler, und hat einen so hoch eingestellten Verlern-Zähler, dass schon ein einziges Husten das Fahrzeugs diese Leuchte über Jahre hinweg anwirft!
Die geht eigentlich nur noch aus, indem man sie manuell wieder löscht.

Jetzt kommt die VW-Werkstatt ins Spiel:
Warnlampe leuchtet, Fehler wird angezeigt: Da muss was kaputt sein:
In meinem Fall:
Unterspannung: Da tauschen wir mal die Batterie.
Differenzdruck-Sensor: Klar, den tauschen wir gleich mal mit!
Danach setzen wir pflichtbewusst den Fehlerzähler zurück. Und der Fehler ward nie mehr gesehen...
Doch:
Dasselbe Ergebnis hätte man möglicherweise, solange kein anderes, offensichtliches Problem vorliegt (Leistungsverluste etc.), auch lösen können, indem man einfach nur den Fehlerzähler gelöscht hätte...
Wäre das Problem noch akut, müsste der Fehler ja auch sofort wiederkommen!
(Den Differenzdrucksensor kann man nicht durch Löschen der Fehler reparieren, genauso, wie man den Aschegehalt des DPF dadurch reduzieren kann)

Hier schalten manche sogenannten "Profis" in den Vertragswerkstätten leider oft das Hirn aus, und glauben sklavisch nur noch der Fehlerdiagnose...

Doch zu einer guten Diagnose gehört, neben dem Messen, auch die richtige Interpretation der gemessenen Daten! Ein gelernter Elektroniker kennt das, denn der musste schon in der Berufs-Schule lernen, dass selbst ein einfaches Voltmeter u.U nur Mist anzeigt, wenn man nicht weiß, wie es richtig funktioniert, und wie man die gemessenen Werte, je nach Anwendungsfall interpretieren und korrigieren muss.

War jetzt wieder mal etwas länger...

Langer Rede, kurzer Sinn:
Die Motor-Kontrollleuchte zeigt einen ganzen Zoo von Fehlern an. Und das über Jahre, auch wenn es diesen Fehler eigentlich nie gab, weil er das Resultat eines ganz anderen Problems war!
Ist ein Bauteil angeblich defekt, kann man die Fehler erst mal löschen.
Tritt der Fehler dann sofort wieder auf, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Fehler tatsächlich existent ist.
Ansonsten war es eine Fehldiagnose des doch immer noch sehr stümperhaften Diagnose-Systems...
Es führt den versierten Techniker sicherlich auf den richtigen Weg, und erleichtert dem sein Leben, doch es bleibt da jede Menge Interpretations-Spielraum! Wer damit heute umgehen kann, und solche Daten richtig interpretieren kann, ist der absolute King!

So Long...

Zitat:

@Triumph BGH 125 schrieb am 23. Dezember 2014 um 05:29:15 Uhr:


...
Als erstes ist mir natürlich der Differenz-Druck-Sensor aufgefallen. Der hat in diesen drei Monaten genau einmal einen Fehler produziert.
...
Und da ich einen Differenzdrucksensor für ein mechanisches Bauteil halte, das entweder funktioniert, oder kaputt ist
...
Gleichzeitig war mir in Erinnerung, dass das Auto in letzter Zeit sehr häufig eine Regeneration versucht, aber offensichtlich nie so richtig abgeschlossen hat.
Auch er war da der Meinung, dass der DPF bei der Laufleistung nie und nimmer voll sein könnte...
Also Fehler gelöscht, Problem gelöst.

Vielleicht solltest Du da mal ansetzen.

Als mein alter Tiger das Problem mit dem Differenzdrucksensor hatte (ich war gerade auf der Autobahn und rollte/chillte wegen Geschwindigkeitsbegrenzung&Radar mit ~100..120 km/h da rum) hatte ich nur noch ein paar km zur Abfahrt, und zum Kunden, als das Lämpchen anging.

Von dort aus bin ich dann direkt zum 🙂 in der Nähe gefahren:

Differenzdrucksensor defekt, ersetzt und dann war der DPF randlos voll und musste auf dem Prüfstand zwangsregeneriert werden..

Das ist für mich ein Zeichen, dass der schon längere Zeit richtig Rotze in den Filter geblasen hat, weil der Differenzdrucksensor nicht mehr so gearbeitet hat, wie er sollte.

In meinen Augen ist er nämlich nicht nur einfache Mechanik und gibt an/aus zur Steuerung sondern er gibt irgendwelche Messwerte weiter, deren Daten sehr variieren können, je nach Toleranz der Baugruppe usw.

Wenn dort was im Argen liegt, dann wird das erst sehr spät - bei völlig unplausiblen Signalen - als Fehler gewertet. Ist es aber immer kurz vor Fehler, so sind die danach eingestellten Motorwerte trotzdem völlig im Ar***. Auch das kann ein Grund für einen versifften DPF sein.

Ich denke, Du solltest trotz allem den Sensor mal wechseln (lassen). Bei mir war wie gesagt dieser der Grund für einen versiffften Filter, warum nicht auch bei Dir? 😉

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Die Regeneration pausiert beim halten an einer Ampel / Kreuzung oder ähnlichen .

aha und warum ist dann die LL-Drehzahl erhöht ?

Hallo waffepitt
weil der Lüfter(Ventilator) ein Energiefresser ist und der Akku nicht
vorzeitig leer gesaugt werden soll, muss der Generator entsprechend
liefern.
Gruß
suedwest

Zitat:

@waffepitt schrieb am 23. Dezember 2014 um 21:53:38 Uhr:


aha und warum ist dann die LL-Drehzahl erhöht ?

Damit die mittlerweile erreichte DPF Temperatur einigermaßen aufrecht erhalten wird . Zus. muss auch der Stromverbrauch durch den Generator versorgt werden . Diese erhöhte LL-Drehzahl hast du auch schon wenn viele große Verbraucher eingeschaltet sind .

Dei allem Respekt aber der erhöhte Leerlauf steht in keinem Zusammenhang mit dem Lüfter. Eher umgekehrt der lüfter läuft sogar wenn das Auto bei Eseskälte abgestellt ist.

Und warum läuft der Lüfter bei zb. Eiseskälte ? Weil eine Regeneration vorher gemacht wurde . Und nun wird der Motor abgestellt und der Lüfter läuft noch 5 min nach um den DPF abzukühlen . Dumm ist nur das in den 5 min jede Menge Leistung der Batterie entnommen wird , allerdings wird in der Zeit nicht geladen weil der Motor ja nicht läuft . Also wird beim nächsten Start dafür gesorgt durch erhöhen des LL das die Batterie schnell wieder nachgeladen wird . Auch beim Motorlauf wenn die Regeneration abgeschlossen wurde läuft der Lüfter , das bekommt man nicht immer mit . Und auch da muss ordentlich nachgeladen werden .

Meiner Ansicht nach würde der DPF auch ohne Lüfter abkühlen, zumal er ziemlich weit entfernt sitzt..

Zitat:

@waffepitt schrieb am 24. Dezember 2014 um 23:49:32 Uhr:


Meiner Ansicht nach würde der DPF auch ohne Lüfter abkühlen, zumal er ziemlich weit entfernt sitzt..

Weit entfernt , wovon ??? Er sitzt ca. 5 cm vom Motor hochkant angebracht zwischen Motor und Spritzwand . Da ist drumherum nicht wirklich viel Platz .

Warum soll dann der Lüfter so lange nachlaufen ? Die Entwickler haben es halt so konstruiert , es ist so wie beschrieben da können wir noch lange Diskutieren .

Um da weiteren seltsamen Postings vorzubeugen:
Wenn man den Tiguan mit TDI und DPF abstellt, und den vorher nicht immens gequält hat, jedoch der Lüfter auch bei moderaten Temperaturen, bis sogar bei extremer Kälte, nachläuft. so hatte man da gerade mit 95%iger Sicherheit eine DPF-Regenerationsfahrt absolviert (egal, ob erfolgreich, oder nicht!).
Wer es nicht vorher schon anhand der nicht unerheblichen Leistungssteigerung mitbekommen hat, wird dadurch nochmal darauf aufmerksam...
Der Lüfter läuft deswegen nach, weil der Motor da in einem speziellen Programm läuft, das auf extreme Wärme-Entwicklung ausgelegt ist, um die Temperaturen zu erzeugen, die zum Ausbrennen des DPF nötig sind. Die automatische DPF-Regeneration greift massiv in das Motorsteuergerät ein! Die vorher gemessenen "Traum-Verbrauchswerte" kann man während so einer Phase auch getrost vergessen...
Da geht es nur darum, den Motor (oder genauer die Abgase) so schnell, und so heiß wie möglich zu bekommen...

@Beichtvater:
Kann es natürlich nicht beschwören, aber ich halte diesen Sensor nur für einen "Druckschalter", der bei einem bestimmten Differenzdruck auslöst.
Auch bei mir wurde schon mal ein erhöhter Aschegehalt im DPF festgestellt, doch das war eine Fehl-Diagnose des Diagnose-Systems. Bei so geringer Laufleistung kann da gar nicht soo viel Asche produziert worden sein, um den zu füllen...
Ich denke mal, da ich den Tiguan nur auf extremen Kurzstrecken bewege, werde ich diese Probleme nie wirklich los! Viele dieser Messwerte werden eben nicht absolut gemessen, sondern nur anhand von anderen Messwerten "angenommen"...
Und in meinem Fall versagt das System eben.
Aber ich gehe weiterhin davon aus, dass ein tatsächlich existenter Fehler, nach dem Löschen der Fehlerzähler, auch sofort wieder aufschlägt. Tut er das nicht, bekomme ich meine Zweifel an der Messmethode...
Da würde ich eher vermuten, dass da ganz andere Parameter herangezogen werden, die ich vielleicht gar nicht beeinflussen kann....

So Long...

Zitat:

@waffepitt schrieb am 24. Dezember 2014 um 23:49:32 Uhr:


Meiner Ansicht nach würde der DPF auch ohne Lüfter abkühlen, zumal er ziemlich weit entfernt sitzt..

Hallo waffepitt

Ansichten sind durchaus interessant aber Fakten sind belegbar.

Zuständig für die Regeneration des Partikelfilters ist das Motorsteuergerät.

Das Entscheidende Bauteil ist der Differenzdrucksensor -G450- , ist ein sensibles

Bauteil und muss in seiner Messwertausgabe an das System angepasst werden.

Des weiteren sind die Abgastemperaturgeber -G648- und -G495- beteiligt.

Entscheidend für den Start des Ventilators ist die Stautemperatur, die bei stehendem

Fahrzeug entsteht. Da beim Ausbrennvorgang Temperaturen bis ca. 500°C entstehen,

ist ein Brand bei entsprechendem Untergrund unter dem Fahrzeug möglich.

Deshalb läuft der Ventilator mit hohem Luftstrom, selbst bei geöffneter Motorhaube

oder eiskalten Temperaturen.

Gruß

suedwest

Bäm! Super Antwort ( mal wieder)!

Suedwest = echte Bereicherung für dieses Forum!

Gruß

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