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Frage an Schrauber-Experten: Bandit 600 dreht nicht mehr hoch - idee warum?

Themenstarteram 4. Juni 2008 um 12:21

Hallo Schrauber-Experten!

Meine 98er Bandit 600 (GN77B) steht seit Dezember 2006 im Keller und ich wollte sie jetzt reaktivieren. Erstmal brauchte ich eine neue Batterie, denn die alte war zehn Jahre alt und kaputt. Nach elend langem rumorgeln mithilfe einer ebenfalls alten Batterie von nem Käfer und zwei Batterieladegeräten per Überbrückungskabel angeschloosen, war der Versuch, die Bandit zum laufen zu bewegen, nicht von Erfolg gekrönt. Es gab zwar immer einzelne Zündungen, aber es besserte sich nicht.

Ich kannte das Verhalten zwar von früheren Situationen nach einer Standzeit von mehreren Wochen bis Monaten, jedoch konnte man davon ausgehen, dass sie sich nach ein bis zwei Minuten "fängt" und nach und nach besser und besser läuft. Diemal jedoch nicht. Auch das ablassen von Sprit aus den Schwimmerkammern und nachfüllen von 5 l Super Plus in den Tank und das Reinigen der Zündkerzen half nicht, beim Loslassen des Starterknopfs war Schicht.

Ich also ab und ne neue Batterie und neue Zündkerzen geholt.

Jetzt springt sie mit Choke sofort an und läuft im Leerlauf einigermaßen. Nehme ich den Choke raus geht sie sofort aus. Mit einem kleinen Dreh (1-2mm) am Gasgriff läuft sie auch ohne Choke, wenn ich jedoch Gas gebe, dreh sie nicht hoch, sondern stagniert bei ca 2500 /min und hört sich nach ein paar Sekunden so an, als würde sie nur auf drei oder zwei Zylindern zünden. Der Luftfilter ist es nicht, ich habe es auch mittlerweile ohne versucht.

Den Synchron-Tester habe ich ebenfalls schonmal drangehängt, die Synchronisierung ist zwar nicht perfekt, aber ganz OK.

Hat jemand einen Tipp, wo ich zuerst weitersuchen soll, bzw. kann mir anhand der Symptome aus eigener Erfahrung sagen, woran es wahrscheinlich liegt?

Hängt der Choke, obwohl das Gestänge sich bewegen lässt?

Hängt irgendwo der Schieber, obwohl der Unterdruck in allen vier Vergasern beim Gasgeben nahezu gleich ist?

Sind Düsen verstopft, weil ich den alten Sprit vor einem Jahr nicht abgelassen habe?

Ist es etwa doch die Zündanlage?

Ich befürchte, die Vergaser zerlegen zu müssen...

Gruß,

Horst

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9 Antworten

zu deinem ersten Versuch: die Bandit hat ne fremerregte Zündung. da geht ohne Spannungsversorgung durch die Batterie erst mal gar nix.

zweiter Versuch:

ich würd mal ne Vergaserreinigung durchführen. wenn das Standgas unruhig bzw. hoch ist,sich nicht einstellen lässt, dann ist dass meistens eine verstopfte Düse....

mal die Schwimmer abnehmen, alles saubermachen. wenn der Motor beim Gasgeben würgt, dann ist das meistens eine verstopfte Hauptdüse.

bei der Gelegenheit auch gleich mal die Spritsiebe/filter reinigen.

P.S.: neue Zündkerzen schaden auch NIE.

am 21. Juli 2008 um 17:00

Hallo,

Ich habe ein sehr ähnliches Problem...

in den letzten 4 Jahren so gut wie nie (einmal zum TÜV) gefahren und nun läuft die 600ter Bandit BJ:2000 sehr unsauber bis überhaupt nicht.

Ich habe mit ihr auch erst 5400 km gefahren. Ich gehe davon aus, dass die oben genannten Düsen auch hier zu sind... nun meine zwei Fragen...

1. gibt es etwas, was man dem Sprit beimischen kann um diese zu reinigen?

2. wie schwer ist es an die Düsen zu kommen?

Ich habe schon im Internet vergeblich na einer Anleitung gesucht.. Wäre sehr dankbar für nen Hinweis.

Gruß Guido

Themenstarteram 21. Juli 2008 um 17:59

Hi Guido!

Ich habe es versucht - bis jetzt scheint der Mann aus der Suzukiwerkstatt Recht zu behalten.

Er hatte mir gesagt, dass ich es nicht schaffen würde. Ich könne ihm die Vergaserbatterie vorbeibringen und er zerlegt und reinigt sie dann im Ultraschallbad.

Mit Mopped vorbeibringen 90 EUR. Zerlegte Vergaser vorbeibringen, die nur noch ins Bad müssen, 40 EUR.

Mal sehen, ob ich das mache oder nach dem zweiten Reinigen mit Petroleum und Druckluft klappts. Bin aber noch nicht dazu gekommen.

Sie läuft im Moment zwar, aber beim Hochdrehen über 9000/min verschluckt sie sich immer noch ein Bißchen und geht ab und an an der Ampel aus.

Zum selber machen bzw. Vergaserbatterie selbst ausbauen:

Tank ab - Verkleidung in der Nähe des Tanks lösen, Luftfilterbefestigung lösen, damit man das Luftfiltergehäuse nach hinten ziehen kann.

Schellen beidseits der vier Vergaser lösen (also alle acht), Gaszüge und Chokezug aushängen.

Dann erst die Stutzen des Luftfilters rausziehen, danach mit einigen hin- und herbewegungen die Vergaser auch aus den Ansaugstutzen am Zylinderkopf hebeln.

Ich habe die Vergaser nach links herausbekommen.

Im Haynes-Schrauberbuch stehen dann die Positionen der einzelnen Düsen und wie man sie Reinigt...

Meine Hauptdüsen und Schwimmerkammern waren mit nem Algenähnlichen grünlichen Überzug versehen, außerdem waren die Düsen mit Krümeln verstopft. Klar, dass sie nicht auch nur einen deut über 2000/min gedreht hat...

edit: Dem Sprit beimischen kann man wohl Vergaser-Cleaner, der enthält u.a. Petroleum.

Gruß,

Horst

am 22. Juli 2008 um 18:45

Hallo und danke für die schnelle Antwort.

Ich hatte da was von 160€ (Kawa-Werkstatt)für die Reinigung gehört und gehofft es selber in den Griff zu bekommen.

Es hört sich auf jeden Fall nach Arbeit an, aber ich werde das Teil wohl doch mal ausbauen.

So extrem wie bei dir schein es nicht zu sein. Wenn der Motor warm ist, geht er nur selten aus. Auch obere Drehzahlen kommen ganz gut. Sogar besser als unter 4000u/min. Standgas schwankt zwischen 1000 und 1600U/Min. Patscht beim beschleunigen ab und zu. Gefühlt würde ich sagen, dass ein Zylinder ab und zu bei niedrigen Drehzahlen nicht mit geht.

Kerzen sehen alle vier fast gut aus (gleichmäßig).

Ich hatte gehofft, dass Wasser die Ursache ist und Spiritus Abhilfe bringt.. nix da.

Vielleicht noch ne Frage... ist für jeden Zylinder eine eigene Leerlauf - Düse oder gibt es nur eine für alle 4 Töppe?

Gruß Guido

Themenstarteram 22. Juli 2008 um 22:58

Hi!

Jeder Vergaser sieht im Prinzip genauso aus, wie der andere, wenn Du die Schwimmerkammerdeckel runter hast. Und jeder hat seine eigene Leerlaufdüse und Leerlaufeinstellschraube.

Im eingebauten Zustand sind das die vier Schalen, an denen unten jeweils eine Schraube mit Ablassnippel ist, an denen man die Schwimmerkammer entleeren kann, bevor man die Maschine längere Zeit lang nicht in Betrieb nimmt. - was ich hätte tun sollen- :-/

Wenn Du dann die Vergaserbatterie vor Dir liegen hast - die Schwimmerkammerdeckel abgenommen - siehst Du die Schwimmer mit der Drehachse zu Dir zeigend.

Definieren wir nun die Position der Schwimmerachse als Unten (also auf einer 2-Dimensionalen Zeichnung oder Abbildung). Die Hauptdüse ist dann jeweils die große, in der Mitte. Ein Stückchen rechts und etwas weiter oben liegt dann die Leerlaufdüse.

Die Leerlaufgemischschraube liegt seitwärts genau zwischen Haupt- und Leerlaufdüse, aber weit oben außerhalb der Schwimmerkammer. Bevor Du die allerdings herausdrehst, solltest Du Dir notieren, wie weit Sie herausgedreht war, damit hinterher das Leerlaufgemisch nicht falsch eingestellt ist.

Außerdem ist entweder unter der Leerlaufschraube oder der Leerlaufeinstellschraube eine Scheibe ein O-Ring und eine Feder (zumindest zwei von den drei erwähnten Dingen). Also Obacht, dass nix verloren geht - vor allem wenn man die Vergaserbatterie auf den Kopf stellen muss, damit die Düse/Schraube herausfällt.

Deshalb immer nur einen Vergaser gleichzeitig behandeln und die Teile am besten in vier verschiedene Behälter legen.

Alle Teile mit Druckluft durchblasen. In Petroleum einlegen, damit lassen sich die harzigen Ablagerungen anlösen.

(Dabei soll man gewarnt sein, durch das Durchblasen sollen ja Partikel aus den Kanälen geblasen werden, es können aber auch Teile richtig fest reingeblasen werden, deshalb ist es ratsam, die Vergaser im Ultraschallbad zu reinigen.) Außerdem fliegen die drei (oder zwei von den drei Dingen, die ich erwähnt habe) Dinge mit Schmackes durch die Luft, wenn man sie vorher nicht rausholt !!

Ich habe übrigens den Nadeldüsenträger, der unter (hier meine ich nun in die Zeichenebene hinein) der Hauptdüse liegt, nicht herausgenommen. Genausowenig habe ich die Membrandeckel und die Düsennadeln nicht abgenommen. Hätte ich vielleicht tun sollen ?!

Beim nächsten Mal werde ich wohl auch dort nachsehen, und alles über Nacht mit Petroleum fluten...

Wenn Du Dich selbst dran wagst: viel Spaß!

Ach ja, Du könnstest mal die Umdrehungen Deiner Leerlaufdüsen posten, wenn es soweit ist. Wollte mal mit meinen vergleichen, da im Haynes-Buch steht, die Grundeinstellung ist 1 7/8 Umdrehungen offen.

Bei mir war es aber tatsächlich wie folgt: 2 1/2 | 3 | 2 1/2 | 2 Umdrehungen (Zyl 1 | 2 | 3 | 4).

Gruß,

tapperthorst

am 22. Juli 2008 um 23:15

Puh...

na mal sehen was das wird... werd nächste Woche mal sehen ob Zeit ist.

PS: angefangen hatte es 6/2004 nach TÜV und Durchsicht, (bei KAWA..)

der Schlosser hatte mir gesagt, dass er sie Spritsparend eingestellt hat.

Dann 2 Jahre in der Garage.

Nun 6/2006, erste Startversuche gescheitert bis ich den Sprit ausgetauscht habe und...

wieder TÜV(ander Werkstatt) und 50 km gefahren. Wieder 2 Jahre Garage..

Ja und nun, 2008 ist es auch nach Spritaustausch noch nicht viel besser.

na mal sehe. ich werd es schreiben, wenn ich da was rausschraube.

Danke für die Mühe!

Guido

Themenstarteram 22. Juli 2008 um 23:22

Na ja, Kannst ja mal bei weitern Werkstätten rumtelefonieren und fragen, ob es billiger wird, wenn Du die ausgebauten Vergaser vorbeibringst.

Der Suzuki-Mann in meiner Nähe wollte 40 EUR fürs Reinigen, hört sich ja besser an als 160...

 

Wie gesagt viel Erfolg, falls Du Dich selbst ran machst!

Gruß,

tapperthorst

am 25. August 2008 um 10:45

Ich noch Mal. sie läuft ohne Eingriff...

Ich bin ca. 600 Km recht zügig unterwegs gewesen und siehe da, auch das Standgas ist okay. ich hoffe das bleibt nun so.

Gruß Guido

Hallo,

man bekommt ja hier richtig gute Tipps.

Habe ein ähnliches Problem mit meiner Bandit 600. Bj 1999. Seit einigen Tagen habe ich Probleme, dass die Drehzahl sehr stark variiert. Sobald ich mit dem Lenker wackle ändert sich die Drehzahl.

Den Choke kann ich gar nicht mehr zurück machen, sonst geht Sie aus. Kann mir jemand weiterhelfen ?

mfG Simon

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