Firmenwagen: Lohnt sich überhaupt nicht?
Hallo,
ich weiß, dass es zu diesem Thema schon tausende Fragen gibt, aber nirgendwo wird direkt darauf eingegangen, dass sich ein Firmenwagen anscheinend überhaupt nicht lohnt?! Ich habe mich mal interessehalber mit dem Thema Firmenwagen beschäftigt, da ich wissen wollte, ob ich so etwas sparen könnte. Wenn ich das aber alles durchrechne, spart man so gut wie nichts. Viele, die meinen, man würde dabei sparen, kommen immer mit Argumenten wie "dafür musste ja auch keine Steuern, Versicherung, Reparaturen, Sprit, etc. bezahlen". Naja. Das stimmt doch nur, wenn dein Arbeitgeber dir das alles schenkt. Aber wenn er dir diese Kosten schenkt, dann kann er sie dir auch als Gehaltserhöhung geben und man hätte dann wieder mehr als mit Firmenwagen.
Ich habe folgendes testweise berechnet:
- Beispielgehalt von 3.000 EUR Brutto
- Auto kostet 40.000 EUR Listenpreis (unverschämt, dass nicht der Kaufpreis für die 1%-Regelung verwendet wird! Unverschämt, dass dagegen noch keiner erfolgreich Klagen konnte)
- Im Privat-Leasing oder bei der 3-Wege-Finanzierung monatlich 400 EUR
- Versicherung, Steuern, Wartungsvertrag und Sprit umgerechnet auf den Monat: 150 EUR
- 1km Arbeitsweg
Privat:
3.000 EUR Brutto => 1.905 EUR netto abzüglich (400 + 150 EUR fürs Auto) => 1.355 EUR über
Über Firma:
3.000 EUR Brutto - 462 EUR (Eigenanteil: 550 EUR abzgl. 19% MwSt.) + 400 EUR (1%) + 12 EUR (Arbeitsweg) => 1.467 EUR
Ergebnis:
1467 EUR - 1355 EUR = 112 EUR Ersparnis!
Wegen 100 EUR so ein Aufwand? Das Auto gehört dann der Firma, man muss alles über die Firma abrechnen, hat ggf. Vorgaben seitens der Firma, wie der Wagen zu sein hat. Hat man ggf. auch noch beim Geschäftsleasing Vorgaben seitens des Herstellers (z.B. Audi) ?
Sind die Leute also wegen dieser 100 EUR so wild auf einen Firmenwagen, oder in welchen Fällen spart man noch viel mehr dabei? Vorteile wie ständig neues Auto habe ich ja beim Privat-Leasing oder Finanzierung genauso.
Oder mache ich bei der Berechnung irgendeinen Fehler?
Wie gesagt hat der Arbeitgeber ja nichts zu verschenken. D.h. ich habe es nun so gerechnet, dass alle Kosten, die auf einmal auf die Firma "unfairerweise" zukämen, mir vom Gehalt abgezogen werden.
Wenn ich davon ausgehe, dass die Firma so großzügig ist und die Kosten für den Firmenwagen komplett übernimmt, ohne dass ich einen Eigenanteil hätte (es also einer Gehaltserhöhung gleich käme), dann hätte man bei obiger Berechnung ohne Eigenanteil am Ende: 1700 EUR netto über. Wenn der Arbeitgeber aber die Kosten für den Firmenwagen einfach als höheres Gehalt zahlt (und man den Wagen wieder privat finanziert), bleiben 1587 EUR netto über. Also wieder dieselbe Differenz wie oben (durch fehlende Cent-Beträge hier 1 € mehr...)
Gruß
Sascha
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von Snoopy1987
Sehr konstruktiver Beitrag von Dir! Ich belege all meine Aussagen mit Fakten und Zahlen und bisher stimmen sie und konnten nicht widerlegt werden. Sorry, dass ich es nicht in dein Weltbild passt, dass sich ein Firmenwagen nicht immer großartig lohnt! Ich vermute mal, dass es sich nur lohnt, wenn man ihn sehr viel dienstlich nutzt. Wenn man ihn aber fast oder sogar ausschließlich privat nutzt, lohnt es sich meiner Meinung nach nicht und die Zahlen geben mir bisher Recht. D.h. für mich ist es bisher uninteressant und es ist sollte für viele andere auch interessant sein, die sich bei Bewerbungen einen Firmenwagen statt höherem Gehalt andrehen lassen, denn viele Firmen bieten einen Firmenwagen als Lockmittel an, welcher dann wie gesagt auch nur privat genutzt werden würde.
Und Du hast auch nach 7 Seiten noch immer nicht verstanden, dass es für den Arbeitgeber steuerlich und betriebswirtschaftlich einen
himmelweitenUnterschied macht, ob er 500,- für einen Firmenwagen zahlt oder 500,- auf Dein Gehalt legt. Ich denke selbst in dieser groben Vereinfachung willst Du das nicht verstehen, daraus folgt: Du bist beratungsresistent aber lustig (sehr sogar) 😁😁😁
315 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Bert1956
Der AG fragte ihn ob einen Dienstwagen möchte. Mein Freund antwortete, daß er ja sich gerade teilfremdfinanziert(was für ein Wort!) ein schönes Auto gekauft hätte und er es lieber sähe wenn der AG ihm soviel Brutto mehr gäbe, daß Netto die Rate rauskäme. Damit war der AG einverstanden und so machten sie es.
Das ist aber auch nur ein Teil der Wahrheit. Bei einer wirklich "gleichwertigen" Gehaltserhöhung müssten zuzüglich zur Rate auch Steuern, Versicherung, Sprit, Wartung etc. berücksichtigt werden. Alleine dafür wären zusätzlich geschätzt min. 200 € anzusetzen...
Wirklich gleichwertig wäre es für mich, wenn der höhere Nettoverdienst ausreicht mir alle 4 Jahre einen Neuwagen der von mir jetzt gefahrenen Größenordnung zu leisten und diesen komplett zu unterhalten. Und dafür wären (geschätzt) 1000 € Brutto Minimum nötig.
Realistisch gleichwertig wären die Kosten für den Unterhalt und die Anschaffung eines jungen Gebrauchten alle 5 bis 7 Jahre. Das wären der Satz, den ich bei Gehaltsverhandlungen ansetzen würde, z.B. bei einem neuen Jobangebot ohne Dienstwagen. Soll heißen: Gehaltsforderung = mein jetziges Gehalt + der eben genannte realistische gleichwertige Betrag + meine gewünschte Gehaltssteigerung.
Zitat:
Original geschrieben von Hannes1971
Realistisch gleichwertig wären die Kosten für den Unterhalt und die Anschaffung eines jungen Gebrauchten alle 5 bis 7 Jahre. Das wären der Satz, den ich bei Gehaltsverhandlungen ansetzen würde, z.B. bei einem neuen Jobangebot ohne Dienstwagen. Soll heißen: Gehaltsforderung = mein jetziges Gehalt + der eben genannte realistische gleichwertige Betrag + meine gewünschte Gehaltssteigerung.Zitat:
Original geschrieben von Bert1956
Der AG fragte ihn ob einen Dienstwagen möchte. Mein Freund antwortete, daß er ja sich gerade teilfremdfinanziert(was für ein Wort!) ein schönes Auto gekauft hätte und er es lieber sähe wenn der AG ihm soviel Brutto mehr gäbe, daß Netto die Rate rauskäme. Damit war der AG einverstanden und so machten sie es.
Naja, man könnte natürlich noch nach Freibier und chicks for free fordern😉
Mein Freund fand es gut. Er fuhr eine dicke Limo, die Raten bezahlte der AG, er konnte die km Arbeitsweg absetzen, war niemand rechenschaftspflichtig, konnte das gesparte Geld fürs neue Auto zurücklegen, ...
Und ganz ehrlich, wenn mein AG mir eine Kiste mit 90 g CO2/km wegen der Firmenwagen Policy verpassen will, dann fahre ich doch lieber mein Auto weiter.😁
Zitat:
Original geschrieben von Bert1956
Naja, man könnte natürlich noch nach Freibier und chicks for free fordern😉
Ich spreche hier von meiner Verhandlungs-Ausgangsposition bei einem möglichen Jobwechsel. Die ersten beiden Punkte wären ja schon nötig, um mich gegenüber dem jetzigen Zustand nicht zu verschlechtern. Zusätzlich noch ca. 20 % obendrauf, um mich zum Wechsel aus meinem jetzigen Job zu bewegen, mit dem ich ja sehr zufrieden bin...
Zitat:
Und ganz ehrlich, wenn mein AG mir eine Kiste mit 90 g CO2/km wegen der Firmenwagen Policy verpassen will, dann fahre ich doch lieber mein Auto weiter.😁
Da der Dienstwagen auch mein Arbeitsplatz ist und ich damit 60 bis 80 tkm pro Jahr zurücklege, wird das (hoffentlich) wohl kaum passieren...
Bei meinem Freund gings um eine Neueistellung.
Wenn mich einer wegwerben wöllte...oh ha!
Ich weiß gar nicht ob ich das, auch für viel für Geld, überhaupt machen würde.
Der AG müßte so tief in die Schatulle greifen, daß er wohl auf meine Mitarbeit dann lieber verzichten würde.
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von Hannes1971
Da der Dienstwagen auch mein Arbeitsplatz ist und ich damit 60 bis 80 tkm pro Jahr zurücklege, wird das (hoffentlich) wohl kaum passieren...
Gott Hannes! Was hast du für einen Sch...job. Da bist ja im Jahr mindestens 35 Tage, volle 24h!, nur im Auto!
Das ist noch gut gerechnet!
Ich hoffen du bist noch jung😉
Und immer schön aufmerksam.
Zitat:
Original geschrieben von Bert1956
Ich wiederhole gerne an dieser Stelle nochmal eine Geschichte, wie es einem Freund (...) blablabla
Super!😁 Killerargument - na dann wiederhol' ich mich doch auch nochmal (Zitat von Seite 2):
Zitat:
Original geschrieben von Landvermesser_K
Das tolle an Internetforen ist doch, dass immer jemand einen "Bekannten", "Kollegen" oder "Kumpel" hat, der einen "Beweis" für die abwegigsten Geschichten darstellt.Und wenn einem das partout niemand abkaufen will, meldet der "Bekannte" sich kurze Zeit später einfach mal "selbst" an und "bestätigt" das Märchen.
Hmm ok, es soll auch Menschen geben, die keinen Bekannten, keine Freunde und leider keine Familie haben 🙁.
Sicher sind vielleicht nicht alle "Bekannten"-Stories real, aber ein paar eben vielleicht doch. Im Internet lässt sich nichts beweisen, aber in der Regel tauschen sich Menschen aus, d.h. dass es durchaus diese Bekannten geben kann. Das nennt man Lebenserfahrung und basierend auf dieser trifft man auch Entscheidungen oder versucht damit anderen einen Rat zu geben.
Wenn man per se 100% des Geschrieben im Internet als Lüge betrachtet, dann frage ich mich schon, weiso man sich dann in Foren austauscht? Die Kunst ist es eben die Informationen zu Filtern. Und wenn eine Bekannten-Story viele "Danke" erhält, ist das meist ein Indiz, dass andere Forenteilnehmer ähnliche Erfahrungen selbst oder im Bekanntenkreis gemacht haben. Das erhöht die Glaubwürdigkeit einer Story.
Es kann aber natürlich auch einer sein, der sich durch Proxys mehrfach registriert und sich selbst mehrfach bedankt 😁.
Und wenn das Jahr in Berts Nicknamen sein Geburtsjahr darstellt, dann hat er eine Menge Lebenserfahrung und vermutlich auch einen sehr großen Bekanntenkreis, da entstehen durchaus mal Ereignisse, die er hier eben teilt 😉.
Zitat:
Original geschrieben von Jlagreen (sinnwahrend gekürzt)
Hmm (...) 😉.
So wird es sein, Du pfiffiger Online-Profiler, Du! 😁😁😁
Zitat:
Original geschrieben von Landvermesser_K
So wird es sein, Du pfiffiger Online-Profiler, Du! 😁😁😁Zitat:
Original geschrieben von Jlagreen (sinnwahrend gekürzt)
Hmm (...) 😉.
Ja, im Gegensatz zu dir😁
Ich habe es nicht nötig hier zu lügen und einen fiktiven Bekannten vorzuschieben.
Die Story ereignete sich Mitte der 90er des letzten Jahrhunderts als ein größerer mittelständiger Betrieb eine ganze Abteilung schloß und nun 40 Leute auf der Straße standen. Darunter auch ich und eben besagter Bekannter. Wir bleiben in Kontakt und erzählten uns nun natürlich unserer Erlebnisse bei der Suche eines neuen Jobs. Und er berichtete mir dann die Geschichte von seinen Gehaltsverhandlungen wie ich sie hier beschrieb.
Ob mir das nun jemand glaubt oder nicht, ist mir eigentlich wurscht. Eigentlich ist die Geschichte auch eher normal als unglaubwürdig. Was ist daran so besonders?
*achselzuck*
Aber wie ihr wollt...
Zitat:
Original geschrieben von Bert1956
Eigentlich ist die Geschichte auch eher normal als unglaubwürdig.
Also ich finde die Geschichte jetzt auch nicht so außergewöhnlich, dass man sie in Zweifel ziehen müsste. Was soll denn das Außergewöhnliche daran sein? Dass jemand von einem Headhunter angesprochen wird? - das passiert Führungskräften und Spezialisten mehrmals im Jahr. Dass der Angeworbene statt des angebotenen Firmenwagens einen Gehaltsaufschlag erhält? - Auch das ist nichts extraordinäres, wenn ein AG unbedingt diesen Mitarbeiter will.
Und das war nicht nur in den 90ern so - auch heute gibt es das noch. Die Headhunter-Branche ist nicht ausgestorben ...
Gruß
Der Chaosmanager
Je nachdem hat man eh keine Wahl ob man nen Firmenwagen nimmt oder nicht. Mich hat keiner gefragt, man bekommt nach der Probezeit einen. Ich bin damit aber auch so 45.000km pro Jahr dienstlich unterwegs, macht also durchaus Sinn.
Mein Golf 6 Variant 2.0 TDI Highline kostete knapp über 30.000 Bruttolistenpreis und mich im Monat rund 150 netto. Die Entfernung zum Arbeitsort wird nicht berücksichtigt, in meinem Fall sind es also nur 1% vom Bruttolistenpreis.
Dafür kriege ich alle paar Jahre ein neues vollkaskoversichertes Auto hingestellt dass ich privat frei nutzen kann. Einzige Ausnahme: Im Urlaub darf ich nicht tanken. Diese Bedingungen sind aber von Arbeitgeber zu Arbeitgeber verschieden.
Aber dann wird am letzten Arbeitstag vollgetankt und zum Flughafen+zurück komme ich damit dann locker. Ich hab in den letzten 3 Jahren damit privat weniger als 200 Euro für Sprit bezahlt.
Autofahren zum Flatratepreis. Es ist scheißegal ob ich mal fix an einem Wochenende 2000km runterreiße oder die Kiste bei -10 Grad mit 1-2km Kurzstreckenfahrten zum Bäcker oder zur Videothek quäle, ich zahle meinen geldwerten Vorteil und gut is. Fliegt das Ding auseinander, zahlt mein Arbeitgeber und gut is.
Grundsätzlich ist das absolut idiotisch. Es gibt für mich dadurch keinerlei Anreize z.B. sparsam zu fahren oder mal das Rad zu nehmen. Ich zahle ja eh immer meinen geldwerten Vorteil und fahre zum absoluten Sparpreis. Und jede Spritpreiserhöhung ist letzlich eine indirekte Gehaltserhöhung für mich.
Da die Autolobby in D extrem stark ist, wird sich daran aber wohl so schnell nichts ändern.
Für die 150 Euro im Monat (inkl. Sprit, Wartung, Versicherung, etc.) kriege ich jedenfalls privat nichts, dass ich als vollwertiges Auto bezeichnen würde. Das ist schon so billig, dass es eigentlich eine Frechheit gegenüber den privaten KFZ-Haltern ist.
P.S. An der Geschichte von Bert1965 habe ich keine Zweifel. Wenn ein Unternehmen oder Geschäftsführer, wer auch immer jemanden unbedingt haben will, dann ist sowas in der Regel überhaupt kein Problem. Ich hab schon Arbeitsverträge gesehen in denen die Klausel enthalten war, dass der Arbeitnehmer bei Dienstreisen Hotelzimmer bis zur Größe von XX qm² auf Firmenkosten buchen darf, unabhängig von einer bestehenden anderen Regelung. Auf bestimmten Ebenen gibt es mehr Extrawürste als man wissen möchte... ich habe da schon allerhand gesehen. Leider wurden die Extrawürste nicht für mich gebraten.
Zitat:
Original geschrieben von Bert1956
Gott Hannes! Was hast du für einen Sch...job. Da bist ja im Jahr mindestens 35 Tage, volle 24h!, nur im Auto!
Das ist noch gut gerechnet!
Ich hoffen du bist noch jung😉
Und immer schön aufmerksam.
Warum Scheißjob? Eigentlich völlig normal im Technischen Außendienst. Alles bis ca. Tschechien und Norditalien wird mit dem Auto erledigt, weiter in den Osten oder Süden per Flugzeug + Leihwagen. Ein "üblicher" Arbeitstag besteht aus 3 Stunden Anfahrt zum Kunden, 1 Stunde dort (meist irgend einen Unfug in Ordnung bringen, den
erverzapft hat), 3 Stunden Heimfahrt, 1 Stunde Homeoffice. Und das ganze so gut bezahlt, dass ich dafür einen Job im Innendienst (Werkstofftechnik) mit Verantwortung für 1 Mitarbeiter und 2 Azubis aufgegeben habe...
Servus zusammen, auch wenn der Thread jetzt schon über einem Monat alt ist, würde ich hier mal meine Praktischen Erfahrungen im Bereich des Firmenwagens (LP 48.000 €) berichten.
Kurzer Umriss: Verdienst 50.000, 220 Arbeitstage im Jahr (=18,33 Arbeitstage im Monat), Kilometerlaufleistung im Monat (nur Arbeit) 917 zusätzlich Privat ca. 180 im Monat (mal mehr mal weniger, meist sogar eher weniger, allerdings sind der Rest dann Urlaubsfahrten ^^) Gesamtkilometer ca. 1100.
Letztes Jahr wurde mir ein Firmenwagen Angeboten, und da die Freundin schon einen FW besaß, welcher sich leider nicht rechnet (da haben wir vorher leider nicht so nachgerechnet), haben wir hier noch mal ganz genau gerechnet.
25 km Arbeitsweg
WAR---------------
Brutto: 4.166,7 €
Netto vor Auto: 2.408 €
PKW Privat (Corsa D) (monatl.):
- Monatl. Kilometer (1.100):
175,- € (inkl. Abnutzung [0,05€/km] und Sprit [7 l/100 km Verbrauch bei 1,55 € Benzinpreis])
50,- € Versicherung
10,- € Steuer
30,- € Rep/Wart Pauschale (TÜV/ASU, Reifen etc.)
100,- € Laufenden Abzahlungen
100,- € Sicherheitsrücklage für größere Reparaturen (1.200 € p.a.), alternativ Sparkonto für neuen gebrauchten ^^
------
465 ,- €
Netto nach Auto: 1.975,-€ ohne Firmenwagen
FW---------------
Brutto: 5006,- € (da ist der Firmenwagenanteil von 840€ drinnen)
Netto: 1.960,1 (da sind die 840€ schon wieder abgezogen!)
PKW Privat (kein):
----
0 ,-€
Netto nach Auto: 1960,1 ,-€ mit Firmenwagen
Hätte ich den Firmenwagen angenommen würde mich das für mich unter dem Strich sogar 15€ Verlust im Monat bedeuten. Da der Corsa übernächsten Monat abbezhalt ist, erhöht sich der Verlust wieder, (dazu aber unten mehr).
Eigentlich sollte für jeden vernunftbegabten Menschen hier schluss sein und der FW auch vom Tisch, als jedoch die optionale Gehaltserhöhung von 12,7% auf dem Zettel stand verstand ich die Welt nicht mehr.
Nach neuer (und nun finaler Rechnung) stand auf meinem Lohnzettel:
IST--------------------
Brutto: 4.695,83 ,- €
Netto vor Auto: 2660,15 ,- €
---
Netto nach Auto (- 465 ,-€): 2.195 ,- €
Durch die Wahl des Firmenwagens hätte ich einen monatlichen Verlust von ca. 235 €. Der Corsa ist übernächsten Monat abbezahlt und somit erhöht sich mein Verlust auf 335€ im Monat, hätte ich den FW genommen. Nebenbei stehe ich bei der nächsten Gehaltsverhandlung auf einer besseren Basis, wenn Prozentuale Gehaltserhöhungen gegeben werden, aber da kann ein hohes Basisgehalt auch schlecht sein, nunja... das ist aber dann sowieso Subjectiv und nicht wirklich Belegfähig.
Ähnliches Ergebniss hatten wir nach einem 3/4 Jahr FW Nutzung der Freundin. Da ist es Gottseidank nicht so tragisch, aber auch hier verloren wir Geld. Da nur eine 1% Regelung angeboten wurde und Privat kaum Kilometer mit dem Auto gefahren wurden (da fehlte uns einfach die Zeit ^^), schaffen wir es nicht den Mehrwert wieder "reinzufahren".
Was ist also das Fazit meiner Rechnung: Lohnt sich ein Firmenwagen also niemals? Das Stimmt nur zum Teil. In den meisten Fällen die ich kenne wird privat nicht die Klasse gefahren, welche der FW hätte. Meistens Fährt man Privat dann doch eher Kleinwagen und/oder Mittelklasse. Würde man sich den Firmenwagen nieglnagelneu leasen (Identisches Modell) würde sich der FW rechnerisch lohne (man hätte im obigen Beispiel einen monatlichen Vorteil von ~ 50€, wenn man die Leasinggesamtkosten (also inkl Sprit Vers. etc. auf ca. 750€ veranschlagt).
Letzten Endes "lohnt" sich ein FW wirklich nur unter der Vorraussetzung, dass man sich das äquivalente Model als Neuwagen leasen würde und man keine Gehaltserhöhung bekommt.
Gibt man sich mit einem günstigen Gebrauchten zufrieden kann man ohne Dienstwagen richtig Geld sparen und fährt mit dem Dienstwagenmodell meist deutlich schlechter (selbst ohne Gehaltserhöhung), bekommt man alternativ sogar eine Gehaltserhöhung angeboten, sollte man deutlichst die Finger vom Dienstwagen lassen.
Da für mich der "Wert" eines Neuwagens einfach als zu Subjektiv einzustufen ist und ich ein Auto wesentlich als Fortbewegungsmittel nutze, steht unter dem Strich ein dickes Minus zum Dienstwagen. Wer Subjektiv einen Neuwagen "braucht" der bezahlt für diesen Luxus eben eine Gebühr von in meinem Rechenfalle ~335 € im Monat extra.
Ich für meinen Fall entscheide (bzw. entschied) mich dafür für die 4.020 € am Jahresende für 10 Tage in die Karibik zu fliegen (~ 3.000€) und genug Geld übrig zu haben um meine Autoversicherung zu bezahlen (~600€) und für alle meine Lieben Weihnachtsgeschenke (auch wenn sie dieses Jahr etwas später kamen ^^) zu kaufen (400€).
Und die 20€ Spendete ich ans Tierheim 😉
In dem Sinne
Grüße
hurzelpurzer
PS: Die Hochrechnungen baiseren auf : http://www.spritkostenrechner.de/, bzw. auf http://www.brutto-netto-rechner.info/
Die laufenden Kosten für PKW sind Schätzkosten, welche sich jedoch im Praxistest bewahrheitet haben (auch Kleinwagen Kosten schnell mal 500€ im Monat wie man oben sieht ^^).
Wie man einen Corsa mit einem Wagen für 48k vergleichen kann ist mir ein Rätsel, sorry...
Rechne als DW doch mal mit dem Corsa, Wagens etwa 10k?
Zitat:
Letzten Endes "lohnt" sich ein FW wirklich nur unter der Vorraussetzung, dass man sich das äquivalente Model als Neuwagen leasen würde...
Was sonst?
Man muss schon gleiches mit gleichem vergleichen.
Oder würdest Du den Kaufpreis einer 300qm Villa mit dem Mietzins eines 16qm Zimmers in Relation setzen und dann daraus den Schluß ziehen dass Mieten billiger ist als Kaufen?
Zitat:
Gibt man sich mit einem günstigen Gebrauchten zufrieden kann man ohne Dienstwagen richtig Geld sparen und fährt mit dem Dienstwagenmodell meist deutlich schlechter (selbst ohne Gehaltserhöhung), bekommt man alternativ sogar eine Gehaltserhöhung angeboten, sollte man deutlichst die Finger vom Dienstwagen lassen.
Wie oben gesagt, das mag so sein wenn man ein 50000€ Neufahrzeug mit einem gebrauchten 10000€ Kleinwagen gleich setzt. Obs sinnvoll ist sei dahin gestellt.
Gebrauchte Gegenstände sind billiger als neue, einfache kosten weniger als hochwertige.
Das ist jetzt keine neue Erkenntnis und gilt für Autos genauso wie für Schuhe, Telefone, Dachziegel oder Sportsocken.
Fazit: Milchmädchenrechnung.