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Finanzierung geplant - Sinnvoll bei zwei Wohnsitzen?

Themenstarteram 12. August 2016 um 10:45

Hallo in die Runde,

da sich mein Auto vermutlich bald zum wirtschaftlichen Totalschaden entwickelt, wird es Zeit für ein neues Gefährt. Ich habe aus beruflichen Gründen einen zweiten Wohnsitz der ca. 200 km entfernt von meinem Erstwohnsitz liegt und ich bin quasi jedes Wochenende wieder in der "Heimat". Insgesamt fahre ich mindestens 30 000 km pro Jahr, solange ich aus beruflichen Gründen einen Zweitwohnsitz habe.

Nun will ich mir keinen Gebrauchten mehr zulegen, weil ich je nach Dauer meiner Tätigkeit hier bestimmt noch einige Zeit so viel pendeln werde und ein Auto haben will, dass mir erstmal keine Probleme bereitet.

Ich würde daher gerne einen fast Fabrikneuen Wagen mit Tageszulassung finanzieren, bin mir aber unschlüssig ob das in meiner Situation Sinn macht. Meine Vorstellung wäre diese:

- Auto finanzieren, super pflegen und behandeln, nach 4/5 Jahren Finanzierung dann je nach Zuverlässigkeit des Autos die Schlussrate bezahlen und das Fahrzeug komplett behalten. Ich wüsste dann, dass alles tiptop gepflegt wurde, dass keiner den Motor blöd behandelt hat und hätte dann hoffentlich meine Ruhe.

Geplant ist ein Seat Leon Cupra 290 und ich würde den ungerne gebraucht kaufen, da ich Angst habe, dass der Vorbesitzer von vornherein das Auto nicht ewig behalten wollte und dementsprechend Motor und Turbo gegeiselt hat. Ich würde dann grob über den Daumen gepeilt vielleicht max. 2 Jahre mit ihm pendeln (Ca. 60 000 km) und danach wird er nur noch ca. 5000 km im Jahr bewegt, sobald ich wieder fest im Heimatort eingesetzt werde.

Daher ein paar Fragen an die Leute mit Finanzierungserfahrung:

1. Kann man beim Finanzieren ebenfalls eine Schlussrate ähnlich wie beim Leasing festsetzen?

2. Sollte ich das Auto im Heimatort oder beim Zweitwohnsitz kaufen bzw. finanzieren? (Vermutlich eher dort wo es günstiger ist? Oder gibt es hier weitere Faktoren, die zu beachten wären...)

3. Lohnt sich eine Garantieverlängerung, falls verfügbar?

4. Thema Vertragswerkstätten und Garantie/Inspektionen: Angenommen ich finanziere das Auto bei einem Autohaus bei meinem Zweitwohnsitz, wohne aber in 2 Jahren wieder permanent bei meinem Erstwohnsitz - Kan ich dann zu einem dort ansässigen SEAT-Händler für die Inspektionen gehen? Oder erlischt dann die Garantie, weil ich immer zu dem Händler muss, bei dem ich das Fahrzeug finanziert habe? (Wenn ich dann irgendwann den Zweitwohnsitz abmelde, müsste ich bei jedem Problem dann 200 km zu dem Händler fahren, bei dem ich es finanziere... Wäre ja bescheuert...)

5. Thema Versicherung: Das Auto wäre ohnehin Vollkaskoversichert, aber angenommen auf der Autobahn knallt mir einer rein und das Auto ist schrott. Was würde passieren, abgesehen von der Bürokratie die mir mit dem Autohaus und der Versicherung bevorsteht?

6. Welche Faktoren gibt es sonst noch, die Vor- oder Nachteilig sein können?

 

Ich bin mir halt nicht sicher, da ich auf der einen Seite gerne einen Neuwagen hätte dessen 1. Besitzer ich bin. Ich hätte dann auch für die nächste Zeit ein zuverlässiges Auto für die Pendlerei. Kaputtfahren würde ich es auch nicht, da spätestens nach 2 Jahren schluss mit der Pendlerei ist. (Kaputtfahren im Sinne von zu viele Kilometer fahren - wenn ich 5 Jahre mit dem nagelneuen Seat pendeln würde, hätte ich bereits 175 000 km drauf...) Dann hätte ich ein top gepflegtes Auto und wüsste woran ich bin. Aber so nur die Theorie.

Was meint ihr? Vielen Dank schonmal für die Mühe das alles zu lesen!

 

EDIT: Ein Diesel sollte es eher nicht sein. Ich habe mit meinem jetzigen Auto seit kurzem massiv probleme Mit AGR, Drallklappen, Rußpartikelfilter und Injektoren - weshalb das Auto vermutlich noch so lange gefahren wird bis es den Geist aufgibt. Zwar fahre ich in den ersten zwei Jahren viel, aber ich möchte das Auto so lange es sich lohnt behalten. Es würden etliche Jahre folgen, in denen ich max. 5000 km im Jahr fahre, das wäre mit dem Diesel sehr schlecht.

Beste Antwort im Thema

zu 1.) Mit dem Finanzierer abklären - Stichwort Ballonfinanzierung, ist oft möglich.

zu 2.) Richtig, da wo es günstiger ist.

zu 3.) Weißt du erst nach Ablauf der etwaigen Anschlussgarantie. Wenn du "Glück" hast, musst du die Garantie oft in Anspruch nehmen, wenn du "Pech" hast, ist die Prämie rausgeschmissen, weil nichts defekt ging. Vorteil, die kannst die Prämie genau kalkulieren, nicht aber etwaige Schäden.

zu 4.) Die Garantie gilt europaweit. Näheres ergibt sich aus den Garantiebedingungen.

zu 5.) Mit etwas Pech ist das Restdarlehen höher als die Schadensersatzsumme. Dann zahlst du dazu. Gibt aber m.W. auch dafür eine Versicherung (GAP), die bei manchen Kaskovers. enthalten ist.

zu 6.) Die Finanzierung muss zu deinem Einkommen passen, und selbst bei Krankheit tragfähig. Und bedenke die Folgekosten für den Cupra - Versicherung und Unterhalt dürften bei der Kiste nicht gerade niedrig sein. Und dass du rechtzeitig die Schlussrate ansparst, sonst platzt der Ballon.

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zu 1.) Mit dem Finanzierer abklären - Stichwort Ballonfinanzierung, ist oft möglich.

zu 2.) Richtig, da wo es günstiger ist.

zu 3.) Weißt du erst nach Ablauf der etwaigen Anschlussgarantie. Wenn du "Glück" hast, musst du die Garantie oft in Anspruch nehmen, wenn du "Pech" hast, ist die Prämie rausgeschmissen, weil nichts defekt ging. Vorteil, die kannst die Prämie genau kalkulieren, nicht aber etwaige Schäden.

zu 4.) Die Garantie gilt europaweit. Näheres ergibt sich aus den Garantiebedingungen.

zu 5.) Mit etwas Pech ist das Restdarlehen höher als die Schadensersatzsumme. Dann zahlst du dazu. Gibt aber m.W. auch dafür eine Versicherung (GAP), die bei manchen Kaskovers. enthalten ist.

zu 6.) Die Finanzierung muss zu deinem Einkommen passen, und selbst bei Krankheit tragfähig. Und bedenke die Folgekosten für den Cupra - Versicherung und Unterhalt dürften bei der Kiste nicht gerade niedrig sein. Und dass du rechtzeitig die Schlussrate ansparst, sonst platzt der Ballon.

Themenstarteram 12. August 2016 um 11:28

Hi Peter,

danke - Das hilft schonmal weiter!

Die Kosten vom aktuellen Fahrzeug vs. dem Cupra muss ich nochmal durchrechnen, was genau das an Unterschied macht. (Sprit, Versicherung, Verschleißteile etc.) Das größte Manko am Cupra ist meiner Meinung nach die Brembo-Bremsanlage. Nicht weil die schlecht ist, sondern weil man für den Preis von neuen Bremsscheiben und Belägen bei einem "normalen" Auto gleich 4 mal die Bremsen selber erneuern könnte. Aber ich bin eh Bremsensparer, die von meinem Astra H GTC fahre ich seit 90 000 km und die waren damals beim Kauf schon nicht neu. Komme jetzt erst in die Phase, wo ich langsam über neue Scheiben nachdenken müsste - TÜV und der Freundliche geben aber immernoch grünes Licht. Zumindest für die Bremsen....

Monatlich kann ich locker 1000 auf die Seite legen, aber ich würde lieber finanzieren, statt mein Erspartes in einen Cupra zu setzen. Wenn ich den Cupra ein paar Jahre abbezahle kann ich mir noch schöne Reserven zusammensparen für den Notfall. Wenn ich ihn jetzt direkt kaufe, gehört er zwar mir, aber wenn das Leben nicht so will wie ich und ich schnell ein paar Euro brauche, dann steht mein Erspartes fürs erste nur dumm in der Garage herum... Außerdem, wenn ich dann einen finanzeillen Notfall hätte, würde ich auf die Übernahme des Autos verzichten, die Schlussrate nicht begleichen und mir dann halt wieder eine Gurke kaufen - da bin ich ja nicht mehr auf ein Auto zum Pendeln angewiesen. Für mich macht finanzieren in dem Fall schon eher Sinn, sofern ich nicht durch eventuelle Naivität ein paar wichtige Dinge übersehe...

Muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Aber schonmal vielen Dank - das wichtigste weiß ich jetzt. :)

 

Edit2: Wenn ich jetzt noch das Rauchen aufhöre, dann würde ich während den 5 Jahren finanzieren 18 000 Euro (!!!) mehr sparen als bisher. D.h. der Seat käme mich kaum teurer, als würde ich weiter fröhlich die Tabakindustrie unterstützen... Da wird einem erstmal klar, wie viel Geld man für seinen Tod raushaut. Aber das ist ja ne andere Story...

Das hört sich stark nach Bundeswehr mit Zweitwohnsitz an?^^

Wenn ja, kenne ich die Problematik...wenn nein, läuft es auf das gleiche hinaus:

Für die Wochenend-Pendlerei mit soviel Kilometern schafft man sich keinen Neuwagen an, sondern eine ältere Kiste zum Kilometer-Schrubben.

Ich rede hier nicht von einem 15 Jahre alten Diesel, sondern von einem Gebrauchten der noch gut in Schuss ist.

Optik ist dabei völlig irrelevant, es geht darum möglichst Kostengünstig viele Km schrubben zu können...der Wagen muss einfach nur fahren.

Und Pendler-Fahrzeuge (auch wenn in deinem Fall nur 2 Jahre) schrubben trotzdem Kilometer.

Und bei Finanzierungen hat man hier immer die Herausforderung = je mehr Km, je geringer der Restwert.

Und die Aussage: "Ich behalte den sowieso für immer" (sinngemäß) ist bei einem potentiellen Finanzierer i.d.R. eine Milchmädchenaussage sich selbst gegenüber, um den Kredit für sich selbst zu rechtfertigen.

Das muss nicht auf dich zutreffen, aber meist ist es genau so.

Mir persönlich wäre das auch zu Schade (abgesehen vom Wertverlust) einen Neuwagen 2 Jahre lang als Pendelhure zu mißbrauchen.

Deshalb fahren die meisten für solche Zeiten "ältere Hobel" und kaufen sich dann was schickes, wenn die Pendlerei vorbei ist.

Themenstarteram 12. August 2016 um 11:55

@ Manudrescher:

Ja das stimmt, das war auch meine Überlegung mit dem Opel Astra. Den wollte ich noch für den Zeitraum fahren, hat auch 90 000 km lang keine Probleme gemacht. Aber jetzt macht der Turbo Probleme, das Schwungrad und die Kupplung geben langsam den Geist auf, jetzt ist laut FOH noch der DPF im A*sch und mit den Injektoren stimmt auch etwas nicht. Die Reparaturen kosten mehr, als das Auto im reparierten Zustand noch wert wäre. Darum hoffe ich das ich nach dem Werkstattbesuch nächste Woche zumindest das OK bekomme mit dem Auto erstmal weiterzufahren, ohne das was ernsthaft kaputt geht. Die letzten 3 Jahre war ich höchstens 1 mal im Jahr für eine Kleinigkeit in der Werkstatt, aber jetzt kommt jeden Monat eine neue "Hiopsbotschaft".

Bin Bund bin ich übrigens nicht, auch wenn das nicht geschadet hätte. :) Bin Softwareentwickler und unterstütze gerade ein anderes Werk von meinem Arbeitgeber. Bekam ein attraktives Angebot dafür, dass ich 1-2 Jahre wegziehe.

Das mit dem Gutreden ist so eine Sache, ich ertappe mich auch oft dabei. Darum frage ich ja hier im Forum nach, um mal andere Meinungen/Erfahrungen zu sammeln. Den Cupra würde ich vermutlich schon gerne behalten wollen, wäre ja schon um ein Auto mit 200 PS froh. Darum dachte ich mir, dass wenn ich schon mal ein Auto finanzieren sollte (bin normal ein heftiger Gegner von Schuldenmacherei), dann wenigstens mein mehr oder weniger bezahlbares Traumauto.

Ist jetzt halt die Frage:

- Astra reparieren, auch wenn es sich wirtschaftlich kaum noch lohnt (Außer er läuft dann nochmal 2 Jahre ohne Probleme und Reparaturkosten)

- Oder einen anderen Gebrauchten kaufen, in der Hoffnung das er ein guter Kauf war

- Oder den Cupra, der natürlich genau so den Abgang machen kann (Aber er hätte zumindest Garantie, und sofern er weiter im Besitz bleibt, hätte man ein Auto bei dem man ganz genau weiß wie gut/schlecht er behandelt wurde)

 

Mal abwarten... brauche jetzt ja nicht direkt ein neues Auto, aber Rat von Euch ist schonmal gut! Nächste Woche geht es zum Bekannten in die Werkstatt vom FOH und der schaut sich mal an was alles kaputt ist und ob sich das noch lohnt. Werde dem Astra so oder so den Rest geben ehe ich ein neues Auto hole. Nur falls er dann mal kaputt geht, sollte ich zumindest schon einen Plan haben wie es mit dem nächsten Auto weitergeht. :P

Naja...

Läuft beim Autokauf es nicht immer aufs Schönreden hinaus? Zumindest beim männlichen Geschlecht, Frauen ticken da ja anders. Wenn ich in meine Garage schaue, steht (und stand) da so manches Fahrzeug, welches nüchtern betrachtet absolut überflüssig ist. Nur lebe ich nicht, um zu arbeiten und zu sparen, sondern ich arbeite und spare, um zu leben. Die Familie ist abgesichert und wenn man guten Gewissens sagen kann "das kann ich mir leisten" - warum nicht. Wobei ich allerdings das nur dann sage und realisiere, wenn ich es ohne Einschränkungen bar bezahlen kann. Ist vielleicht auch eine Generationenfrage.

Eine Auto mit Macken taugt meistens noch für den Export, eines, dem du den Rest gegeben hast, vermutlich weniger.

Du hast einen Denkfehler drin ... wenn der Astra sonst ok ist, kannst du auch mehr reparieren. Es zählt nicht, was du im reparierten Zustand für den bekommst, sondern wieviel du mindestens für ein vergleichbares Ersatzfahrzeug hinlegst.

Zur Frage: das ist doch egal, solange das Einkommen einigermaßen gesichert ist und du nicht bei Arbeitslosigkeit auf der letzten Rille daher kommst.

Zum Kauf: ich würde.....

... einen 1-3 jährigen Gebrauchten von Markenhändler kaufen

... diesen durchaus auch finanzieren, wenn es Sinn macht auch als Ballonfinanzierung

... gleich beim Kauf eine langjährige Reparaturkosten- Versicherung mit kaufen oder nach der Händlergarantie selbst abschließen

Zum Auto: ...

Kämen Alternativen in Frage?

Bei der Auszählung deiner Schäden am Astra fehlt noch der Klassiker schlechhin: M32 Getriebe. Also selbst wenn du alles von Turbo bis Injektoren reparierst, wartet schon die nächste Großbaustelle. An deiner Stelle würde ich den auch abstoßen.

Günstig ist ein Cupra zum pendeln natürlich nicht, das ist klar. Schonmal daran gedacht eine Mittelklasse-Limo mit einfachem Sechszylinder-Sauger anzuschaffen? Im Bereich ~15.000 hat man noch viel Auswahl an nicht zu alten Fahrzeugen, die 2/3 des Wertverlustes schon hinter sich haben, aber noch zuverlässig laufen (darum einfacher Saugmotor möglichest ohne Turbo und Direkeinspritzung). Damit hättest du sicher viel mehr Spaß als mit deinem Astra H Diesel (hatte auch mal einen), und würdest viel an Wertverlust sparen.

zu 5.

An deiner Stelle würde ich keine große Anzahlung leisten. Im Falle eines Unfalls kann der Finanzierungsgeber nicht einfach sagen, Die Zahlung der Versicherung deckt die Restschuld, auf Wiedersehen.

Es ist aus meiner Sicht besser und einfacher, nach einem Unfall in einer frühen Phase der Finanzierung die Restschuld aufgrund der kommenden Forderung zu bezahlen (und bei Unverhältnismäßigkeit die Summe anzufechten) als seine Anzahlung teilweise wieder zurückzufordern.

Ganz ehrlich, so ein Neuwagen (Cupra) als Benziner verbrennt das Geld, so schnell kannst du gar nicht hinterher sehen.

Auch wenn an einem Diesel teure Defekte auftreten können, das sind Peanuts gegenüber den Wertverlust deines anvisierten Fahrzeugs.

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