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Felgenbreiten für Reifen

Themenstarteram 2. April 2010 um 15:50

Hallo zusammen,

es wurde schon öfter hier im Forum die Frage gestellt, welche Felgenbreiten bei einer bestimmten Reifengröße möglich sind. Die ETRTO-Normen enthalten neben langen Listen auch Berechnungsformeln dazu. Bevor ich diese Formeln lange beschreibe, habe ich eine Datei erstellt, die eine schnelle Berechnung ermöglicht. Da hier im Forum bei Anhängen nur bestimmte Dateiendungen erlaubt sind, habe ich sie in ein ZIP-Archiv eingepackt. Die HTML-Datei darin kann mit einem Webbrowser geöffnet werden.

Die Datei unterliegt dem Urheberrecht. Sie ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Eine Weitergabe oder Veröffentlichung an anderer Stelle ist nicht gestattet.

Gruß

Alpha Lyrae

 

Wichtiger Nachtrag:

Die in der Datei verwendeten Berechnungsformeln entsprechen denen in der ETRTO Engineering Design Information. Daraus lässt sich die Zulässigkeit einer Kombination von Reifenquerschnitt und Felgenkontur nicht unbedingt ableiten. Sichere Werte für mögliche Felgenkonturen zu einem Reifenquerschnitt gibt nur das ETRTO Standards Manual. Darin sind vereinzelt Abweichungen von den Formeln der EDI vorhanden.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 2. April 2010 um 15:50

Hallo zusammen,

es wurde schon öfter hier im Forum die Frage gestellt, welche Felgenbreiten bei einer bestimmten Reifengröße möglich sind. Die ETRTO-Normen enthalten neben langen Listen auch Berechnungsformeln dazu. Bevor ich diese Formeln lange beschreibe, habe ich eine Datei erstellt, die eine schnelle Berechnung ermöglicht. Da hier im Forum bei Anhängen nur bestimmte Dateiendungen erlaubt sind, habe ich sie in ein ZIP-Archiv eingepackt. Die HTML-Datei darin kann mit einem Webbrowser geöffnet werden.

Die Datei unterliegt dem Urheberrecht. Sie ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Eine Weitergabe oder Veröffentlichung an anderer Stelle ist nicht gestattet.

Gruß

Alpha Lyrae

 

Wichtiger Nachtrag:

Die in der Datei verwendeten Berechnungsformeln entsprechen denen in der ETRTO Engineering Design Information. Daraus lässt sich die Zulässigkeit einer Kombination von Reifenquerschnitt und Felgenkontur nicht unbedingt ableiten. Sichere Werte für mögliche Felgenkonturen zu einem Reifenquerschnitt gibt nur das ETRTO Standards Manual. Darin sind vereinzelt Abweichungen von den Formeln der EDI vorhanden.

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Sehr praktisch, danke! :)

ja danke genau sowas hab ich gesucht

Hallo!

Zu dem Thema hätte ich noch eine Frage, weil das des Öfteren wo angesprochen wird, aber leider immer ohne Erklärung bleibt.

Welchen Einfluss hat die Felgenbreite auf das Fahrverhalten eines bestimmten Reifens? Nehmen wir als Beispiel einen 225/45-R17. Den könnte man laut Zustandstabelle auf 4 verschiedenen Breiten montieren:

Minimum: 7,0 Zoll

Optimum: 7,5 Zoll und 8,0 Zoll

Maximum: 8,5 Zoll

Dass sich der Reifen auf einer 7,0 Zoll-Felge sicher anders abstützt als auf einer 8,5 Zoll-Felge, kann man sich ja vorstellen. Aber welche Auswirkungen hat das konkret? Ist breiter oder umgekehrt halt schmäler tendentiell besser oder ist alles außerhalb des Optimums schlechter und welche Auswirkungen hat das dann konkret?

Falls jemand den Durchblick hat, bitte aufklären:D

Wo bleiben die Reifenprofis? Hat keiner eine Erklärung parat?

Hallo "Alpha Lyrae".

Vielen Dank, das ist sehr hilfreich.

Gruß

Themenstarteram 16. Dezember 2012 um 21:43

Hallo zusammen,

angesichts meiner Zeitknappheit dauert es gelegentlich, bis ich einen Fachbeitrag in einem MT-Forum erstellen kann, wenn ich denn überhaupt noch dazu komme. Ich bitte um Verständnis.

 

Eine Vorbemerkung will ich mir nicht verkneifen.

Was, bitte, ist die so oft erwähnte im Internet herumgeisternde "Zustandstabelle"?

Was immer ich darin sehe, hat mit einem "Zustand" rein gar nichts zu tun.

Und wer immer solche Tabellen erstellt haben mag:

Er oder sie hatte wohl wenig Ahnung davon, was in den Normenbüchern der ETRTO steht.

 

Nun zum Thema:

Bei einem vorgegebenen Reifen wächst mit der Felgenbreite die Quersteifigkeit. Das bedeutet geringere Schräglaufwinkel in gleichen Fahrsituationen.

Anders gesagt:

Auf einer breiteren Felge sitzt ein Reifen straffer und fühlt sich weniger schwammig an.

Dies sind die Auswirkungen einer breiteren Felge im Fahrbetrieb:

Die Lenkung wird etwas direkter, der Grenzbereich bei Kurvenfahrt nach oben verschoben und die Empfindlichkeit gegenüber Seitenwind verringert.

Alles dies kann nur als vorteilhaft bewertet werden.

Eine Daumenzahl: 1 Punkt mehr Felgenbreite ("Zoll" gibt es nicht in den ETRTO-Normen) erhöht die Quersteifigkeit um ca. 10%.

Nachteile bestehen in der mit größerer Felgenbreite verbundenen größeren Exposition der Felgenhörner gegenüber der Reifenflanke. Da ist also beim Einparken größere Vorsicht vor dem Bordstein geboten.

Die optische Wirkung, für viele wichtig, möchte ich nicht unerwähnt lassen.

Eine breitere Felge lässt einen Reifen gleichzeitig breiter erscheinen.

1 Punkt mehr Felgenbreite ergibt 10 mm mehr Reifenbreite von Flanke zu Flanke. Die Breite der Lauffläche ändert sich dadurch freilich nicht, aber manchmal kann, je nach Felgenbreite, ein 205er genauso breit wirken wie ein 225er...

Da git es eine Menge Spielraum.

Im vorliegenden Fall empfehle ich für den Querschnitt 225/45 die Felgenbreite 8. So werde ich es demnächst auch selbst machen, mit einem Rad möglichst geringer Masse, im Sinne der Fahrsicherheit.

 

Gruß

Alpha Lyrae

Alles klar, danke für die Antwort!!

Die "Zustandstabelle" habe ich vom folgenden Link, wobei ich die an anderer Stelle auch schon öfters gesehen habe.

http://www.reifen-pneus-online.at/zustandstabelle-ratschlaege.html

Für uns Nicht-Profis ist das ja auch ein ganz netter Anhaltspunkt:D

Ich fahre 225/45-R17 auf 8 Zoll breiten Felgen, habe also die optimale Kombination, sehr gut! Rein von der Optik hätte ich vermutet, dass die Felge für die Reifenbreite eher zu schmal ist, weil der Reifen ordentlich übersteht und so die Felge schützt, was ich natürlich als sehr positiv empfinde und auch optisch als schöner erachte!

Schön, dass du endlich Licht ins Dunkel gebracht hast, weil mit Hausverstand konnte ich mir die Thematik nicht erklären. Ich wäre nämlich zu zwei widersprüchlichen Erklärungen gekommen:

1) Breite Felge = bessere Abstützung, wie es ja richtig sein zu scheint ODER

2) Schmale Felge = "Vorspannung" des Reifens und dadurch bessere Eigenschaften (hätte ich mir aus einem Artikel zum Thema Hochschulterfelgen zusammengereimt, ist aber dann anscheinend die falsche Annahme;))

Alpha, eine Frage hätte ich noch:

Kannst du Literatur zum Thema Reifen und evtl. auch Fahrwerk oder insgesamt zur Fahrdynamik empfehlen?

Die oben gestellte Frage zum Zusammenhang zwischen Felgenbreite, Reifenbreite und daraus resultierendem Fahrverhalten ist nämlich vor ein paar Monaten bei der Literatursuche wieder aufgeflammt, weil ich bei einem Reifen-Buch in einer zugehörigen Rezension gelesen habe, dass das Buch sehr oberflächlich sei und zum Beispiel nicht einmal auf die Felgenbreite/Reifenbreite-Zusammenhänge eingegangen werde.

Gibt's zu dem Themenkreis eine empfehlenswerte "Bibel"?

Bibel nicht. Aber ich habe mich immer an diese Tabelle gehalten und bin bislang gut damit gefahren:

www.reifen-verband.de/downloads/felgen-tabelle.pdf

 

Wenn es dir allgemein um Fahrdynamik geht, dann kann ich das Buch "Fahrdynamik in Perfektion 2.Aufl" von Wolfgang Weber sehr empfehlen.

Zitat:

Original geschrieben von TinaBMWe36

Bibel nicht. Aber ich habe mich immer an diese Tabelle gehalten und bin bislang gut damit gefahren:

www.reifen-verband.de/downloads/felgen-tabelle.pdf

Hallo,

Die Zulässigkeit von Reifenbreiten auf Felgenmaulweiten

hängt auch noch vom Reifenquerschnitt ab.

Die Normen setzt die ETRTO fest

http://www.google.de/imgres?...

Themenstarteram 27. Februar 2013 um 1:30

Ganz richtig,

solche Tabellen kenne ich zur Genüge. Sie sind mit einem breitem Daumen hingeschrieben worden, ohne die ETRTO-Normen wirklich berücksichtigen zu wollen. Verlässlichkeit sieht anders aus.

Die Reifenserie (H/B-Verhältnis) darf dabei selbstverständlich nicht vernachlässigt werden.

Der genannte Link zu den ETRTO-Normen führt leider nur zum Stand von 1998. In den letzten 15 Jahren hat sich da aber eine Menge bewegt. Und aus rechtlicher Sicht dürfte es diese Veröffentlichung im Internet, bestehend aus Kopien, gar nicht geben.

Ich besitze derzeit Versionen bis 2012, die ich aber nicht veröffentlichen kann, ohne damit Urheberrechte zu verletzen. Auf einzelne Fragen dazu antworte ich aber gerne.

Die von mir hier legal veröffentlichte Datei erbringt noch am besten normgerechte Ergebnisse. Nur im Einzelfall gibt es bei der ETRTO Abweichungen zwischen den Standardwerten und den Vorgaben für Reifenentwicklungen.

Bis jetzt ist mir nur ein Fall bekannt geworden:

Querschnitt 165/40, der nach Standard nur auf Felgenkontur 6J montiert werden kann.

 

Gruß

Alpha Lyrae

Wo genau kann ich die gibt es die ETRTO-Norm zu erwerben oder gibt es evtl. eine andere Quell aus welcher die Formel, welche zur Grundlage Deiner Datei dient? Ich bräuchte die Fomel für einen Komplettradkonfigurator.

Besten Dank im Voraus.

Zitat:

Original geschrieben von wheeltec

Wo genau kann ich die gibt es die ETRTO-Norm zu erwerben oder gibt es evtl. eine andere Quell aus welcher die Formel, welche zur Grundlage Deiner Datei dient? Ich bräuchte die Fomel für einen Komplettradkonfigurator.

Besten Dank im Voraus.

http://www.etrto.org/page.asp?id=1594

Zitat:

@Alpha Lyrae schrieb am 16. Dezember 2012 um 21:43:23 Uhr:

Hallo zusammen,

angesichts meiner Zeitknappheit dauert es gelegentlich, bis ich einen Fachbeitrag in einem MT-Forum erstellen kann, wenn ich denn überhaupt noch dazu komme. Ich bitte um Verständnis.

 

Eine Vorbemerkung will ich mir nicht verkneifen.

Was, bitte, ist die so oft erwähnte im Internet herumgeisternde "Zustandstabelle"?

Was immer ich darin sehe, hat mit einem "Zustand" rein gar nichts zu tun.

Und wer immer solche Tabellen erstellt haben mag:

Er oder sie hatte wohl wenig Ahnung davon, was in den Normenbüchern der ETRTO steht.

 

Nun zum Thema:

Bei einem vorgegebenen Reifen wächst mit der Felgenbreite die Quersteifigkeit. Das bedeutet geringere Schräglaufwinkel in gleichen Fahrsituationen.

Anders gesagt:

Auf einer breiteren Felge sitzt ein Reifen straffer und fühlt sich weniger schwammig an.

Dies sind die Auswirkungen einer breiteren Felge im Fahrbetrieb:

Die Lenkung wird etwas direkter, der Grenzbereich bei Kurvenfahrt nach oben verschoben und die Empfindlichkeit gegenüber Seitenwind verringert.

Alles dies kann nur als vorteilhaft bewertet werden.

Eine Daumenzahl: 1 Punkt mehr Felgenbreite ("Zoll" gibt es nicht in den ETRTO-Normen) erhöht die Quersteifigkeit um ca. 10%.

Nachteile bestehen in der mit größerer Felgenbreite verbundenen größeren Exposition der Felgenhörner gegenüber der Reifenflanke. Da ist also beim Einparken größere Vorsicht vor dem Bordstein geboten.

Die optische Wirkung, für viele wichtig, möchte ich nicht unerwähnt lassen.

Eine breitere Felge lässt einen Reifen gleichzeitig breiter erscheinen.

1 Punkt mehr Felgenbreite ergibt 10 mm mehr Reifenbreite von Flanke zu Flanke. Die Breite der Lauffläche ändert sich dadurch freilich nicht, aber manchmal kann, je nach Felgenbreite, ein 205er genauso breit wirken wie ein 225er...

Da git es eine Menge Spielraum.

Im vorliegenden Fall empfehle ich für den Querschnitt 225/45 die Felgenbreite 8. So werde ich es demnächst auch selbst machen, mit einem Rad möglichst geringer Masse, im Sinne der Fahrsicherheit.

 

Gruß

Alpha Lyrae

Ich fahre im Winter auf 8J 225 45 R17

Im Sommer 225 45 R17 auf 7J.

Die 8J Felge führt sich deutlich schwerer an und das Auto weniger quirlig.

Also ich finde die 7J Felge fährt sich deutlich „angenehmer“.

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