Fahrschule: Welche Fahrhilfen sind bei der Prüfung zugelassen?
Ich persönlich kritisiere ja den Einsatz recht luxuriöser Fahrzeuge in Fahrschulen und glaube, dass man auf alten Autos wie bspw. einem Golf 2 viel mehr Gefühl für "richtiges" Fahren entwickelt (Schalten nach Gehör usw.). Allein durch den Einsatz einer elektronischen Handbremse lernen doch viele gar nicht mehr, wie man mit einer mechanischen Handbremse "Anfahren am Berg" praktiziert und wer stellt denn sicher, dass der Leihwagen im Urlaub o.ä. genauso modern ist wie der Fahrschulwagen?
Heute lag beim Friseur ein Flyer einer neu eröffnenden Fahrschule, die mit dem Fahren eines gut ausgestatteten Hyundai wirbt und auch besonders erwähnt, dass alle verbauten Fahrhilfen wie Rückfahrkamera bei der Prüfung genutzt werden dürfen.
Sollten Schüler nicht so gut wie möglich auf das reale Autoleben vorbereitet werden? Welcher Führerscheinneuling hat denn als erstes Auto eines mir RFK?
Mag ja sein, dass ich altmodisch denke aber ich finde, dass es hier zu weit geht (sofern es stimmt, dass der TÜV den Einsatz solcher Assistenzen zulässt).
Beste Antwort im Thema
Ich persönlich kritisiere ja den Einsatz recht luxuriöser Fahrzeuge in Fahrschulen und glaube, dass man auf alten Autos wie bspw. einem Golf 2 viel mehr Gefühl für "richtiges" Fahren entwickelt (Schalten nach Gehör usw.). Allein durch den Einsatz einer elektronischen Handbremse lernen doch viele gar nicht mehr, wie man mit einer mechanischen Handbremse "Anfahren am Berg" praktiziert und wer stellt denn sicher, dass der Leihwagen im Urlaub o.ä. genauso modern ist wie der Fahrschulwagen?
Heute lag beim Friseur ein Flyer einer neu eröffnenden Fahrschule, die mit dem Fahren eines gut ausgestatteten Hyundai wirbt und auch besonders erwähnt, dass alle verbauten Fahrhilfen wie Rückfahrkamera bei der Prüfung genutzt werden dürfen.
Sollten Schüler nicht so gut wie möglich auf das reale Autoleben vorbereitet werden? Welcher Führerscheinneuling hat denn als erstes Auto eines mir RFK?
Mag ja sein, dass ich altmodisch denke aber ich finde, dass es hier zu weit geht (sofern es stimmt, dass der TÜV den Einsatz solcher Assistenzen zulässt).
101 Antworten
Zitat:
@Ja-Ho schrieb am 13. Dezember 2015 um 00:15:43 Uhr:
Nö, wer die Helferlein vorher nicht gebraucht hat, wird sie auch nicht vermissen.
Und somit sind die Knöpfe und Helfer auch wurst.😉
Es ist ja mittlerweile schon so, dass ein modernes Fahrzeug bei Defekt diverser Helferlein nichtmal losfährt. Das geht schon beim Anlassen los. Bei den jüngeren Fahrzeugen musst die Kupplung durchtreten, um den Wagen überhaupt anlassen zu können.
Und allein dafür sollte man als Fahrer eines solchen Fahrzeugs wissen, was die Knöpfe und Pedale für eine Bedeutung haben. Ob er die Helferlein braucht oder nutzt, ist gar nicht von Belang. Das Fahrzeug ist nunmal damit ausgestattet.
Oder würdest du von einer Fahrschule verlangen, dass sie zu den Fahrstunden bitte ein Fahrzeug aus dem Jahre 1970 mitbringen ? Oder die Assistenten allesamt deaktivieren/ausbauen ? Da du ja ganz ohne Helferlein lernen möchtest .
Zitat:
@bauks schrieb am 12. Dezember 2015 um 22:06:53 Uhr:
Ich persönlich kritisiere ja den Einsatz recht luxuriöser Fahrzeuge in Fahrschulen und glaube, dass man auf alten Autos wie bspw. einem Golf 2 viel mehr Gefühl für "richtiges" Fahren entwickelt (Schalten nach Gehör usw.).
Was genau ist denn "richtiges" Fahren? Davon abgesehen ist Schalten nach Gehör keine kluge Empfehlung, da dann üblicherweise deutlich zu spät geschaltet wird. Wirtschaftliches Fahren sieht anders aus.
Zitat:
Allein durch den Einsatz einer elektronischen Handbremse lernen doch viele gar nicht mehr, wie man mit einer mechanischen Handbremse "Anfahren am Berg" praktiziert und wer stellt denn sicher, dass der Leihwagen im Urlaub o.ä. genauso modern ist wie der Fahrschulwagen?
Im Zweifelsfall der Fahrer, der ein solches Fahrzeug anmietet. Der ist in der Pflicht. Davon abgesehen lernst du in der Fahrschule, ein Fahrzeug einigermaßen ordentlich im Straßenverkehr zu bewegen. Das eigentliche Fahren, also das Sammeln von eRfahrungen, lernst du erst später.
Zitat:
@bauks schrieb am 12. Dezember 2015 um 22:06:53 Uhr:
Es geht keinesfalls zu weit. Es ist mein Arbeitsplatz und da möchte ich sicher sein. Schade kenne ich deinen Beruf nicht, aber solltest du im Büro Arbeiten, wieso habt ihr dort moderne PCs und keine C64? Der C64 könnte die Arbeit garantiert mindestens genau so gut erledigen. Oder wenn du in der Küche stehst, warum nicht ein offenes Feuer statt Elektro/Gas?
Der Vergleich hinkt etwas. Mit der Rechenleistung des C64 könnte ich für gewisse Rechenaufgaben beim Start gleich Urlaub einreichen. Wäre in etwa so als ob ich vor einem Gangwechsel erst beim Werk eine weitere Gangstufe bestellen und einbauen lassen müsste 😁.
Zitat:
@Benzli2013 schrieb am 13. Dezember 2015 um 10:10:33 Uhr:
...aber solltest du im Büro Arbeiten, wieso habt ihr dort moderne PCs und keine C64? Der C64 könnte die Arbeit garantiert mindestens genau so gut erledigen. Oder wenn du in der Küche stehst, warum nicht ein offenes Feuer statt Elektro/Gas?
...
...falsches Argument, ich glaub jeder Schüler / jedes Kind fängt auch heute noch mit einem Bleistift / Stift an Schreiben, Malen, usw. zu lernen. Und der Lehrling, egal in welchem Beruf fängt auch unten an zu lernen... da steht der Schlosserlehrling mit der Handfeile am Schraubstock und feilt mühsam millimeterweise ein Stück Eisen zu. Der Lehrling aufm Bau, der Schreinerlehrling sägt seine ersten Bretter auch mit der Handsäge zu bevor er an die Kreissäge oder Motorsäge ran darf. Usw. usw. usw....
Selbst wir haben damals -vor ein paar Jahren- an der Hochschule in den ersten beiden Semestern unsere Pläne mit Bleistift und später mit Tusche und Lineal aufm Tisch bzw. auch an Zeichenplatten erstellt. Dabei hatten uns die Leute die vorher z.B. eine Ausbildung zum Bauzeichner gemacht hatten schon was voraus - wir, die wir nur ein Abi vorweisen konnten mußten uns halt reinhängen um innerhalb von Wochen qualitativ ähnlich hochwertige Leistungen aufs Papier zu zaubern.
Gleichzeitig hat uns ein sehr pingeliger, penibel auf Genauigkeit & Sauberkeit achtender Professor, erstmal beigebracht einen Bleistift richtig zu halten, zu führen... dazu gab es dann noch mehrere Semester lang die Gesetze der darstellenden Geometrie, usw. usw... bis wir in der Lage waren richtig gute Handskizzen anzufertigen.
Das was die Fahrschulen machen ist Geld verdienen, die Ausbildung ist diesen Leuten scheißegal... hauptsache man mogelt die Schüler irgendwie durch die Prüfung um die Schlußrechnung stellen zu können.
Dazu gehört auch mit möglichst protzigen Fahrzeugen Werbung zu fahren um Kunden anzuziehen... mit sinnvoller Fahrausbildung hat das alles nichts zu tun... inzwischen fahren hier bei uns in den Fahrschulen reihenweise 5er BMWs, S-Klassen, usw. oder bei der LKW Ausbildung Fahrzeuge jenseits der 500PS rum.
Da kann keine qualitativ hochwertige Ausbildung bei rauskommen... da kommen nur Leute raus, ohne irgendein Gefühl für das Fahrzeug, ohne irgendeine grundlegende Ahnung weder von Fahrphysik noch von der Fahrzeugtechnik noch von irgendetwas sonst.
PS: ... wer nicht in der Lage ist, von einer normalen üblichen Handbremse kommend nach einer kurzen Einweisung -die eigentlich bei Übernahme eines anderen Fahrzeugs üblich sein sollte- mit einer elektrischen Handbremse klar zu kommen, der sollte vielleicht mal grundsätzliche Gedanken machen.
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Zitat:
@gast356 schrieb am 13. Dezember 2015 um 13:03:28 Uhr:
...falsches Argument, ich glaub jeder Schüler / jedes Kind fängt auch heute noch mit einem Bleistift / Stift an Schreiben, Malen, usw. zu lernen. Und der Lehrling, egal in welchem Beruf fängt auch unten an zu lernen... da steht der Schlosserlehrling mit der Handfeile am Schraubstock und feilt mühsam millimeterweise ein Stück Eisen zu. Der Lehrling aufm Bau, der Schreinerlehrling sägt seine ersten Bretter auch mit der Handsäge zu bevor er an die Kreissäge oder Motorsäge ran darf. Usw. usw. usw....
Aber keiner macht mehr Dübellöcher mit Kreuzmeissel und Holzstücken. Hier hilft da schon die Schlagbohrmaschine. Und Durchbrüche in Beton scheidet das Kernbohrgerät.
Die Technik wird also auch benutzt, wenn sie denn zur Verfügung steht. Und schliesslich will auch Technik gut bedient werden.
...die Frage ist wer die Technik nutzt... ich glaub kaum, dass der Lehrling mitm Kernbohrgerät losgeschickt wird.
Wenn heute einer eine Lehre zum Maurer macht, dann lernt der noch genauso nach Ziegelmaßen zu arbeiten oder mit Vollziegeln entsprechende Verbände zu mauern... auch wenn das draußen auf den Baustellen so gut wie nicht mehr gefragt ist.
Und wenn doch, dann sind Maurer die z.B. noch ein richtig sauberes gutes Sichtmauerwerk hinzaubern können sehr gefragte und hochbezahlte Meister ihrer Kunst.
Ich muß leider fast tagtäglich Leute sehen, die im eigenen Betrieb gelernt haben und deshalb genau von diesen Grundlagen auch mal z.B. nen Durchbruch durch 25cm Stahlbeton zu brechen oder mal ein paar m² Putz mit der Hand von der Wand zu holen verschont geblieben sind... mein Fazit, wer nicht soweit irgend nötig die Grundlagen kennt ist und bleibt ein Idiot (aus dem Griechischen: „einfacher Mensch; Privatmann; Laie“), der nicht weiß was er tut.
Zumindest unsere Generation, hat bis zum Abitur hin noch gelernt z.B. sämtliche mit der heutigen Technik -Computern & Taschenrechnern- möglichen Rechenoperationen auch zu Fuß per Bleistift und Papier auszuführen. Man hat den Sinn dahinter verstanden, die Maschine kommt dann zum Einsatz, wenn es zu langweiliger Arbeit ausartet... nur so gehts.
Ich würde mich als Depp fühlen, wenn ich lebenslang drauf angewiesen wäre, dass eine Maschine Dinge für mich ausführt, bei denen ich den Hintergrund nicht verstehe bzw. ich nicht einmal theoretisch in der Lage bin das auch manuell nachzuvollziehen.
Auf den Sachverhalt bezogen, wenn ich z.B. lebenslang drauf angewiesen wäre Autos zu kaufen die eine Rückfahrkamera haben oder die grundsätzliche Sachen, wie das Einparken für mich übernehmen.
Wieso sollte man auf altem Geraffel in der heutigen Zeit das Fahren erlernen, wenn die Führerscheinanwärter sich früher oder später eh ein "modernes" Auto anschaffen ?!
Zitat:
@bauks schrieb am 12. Dezember 2015 um 22:24:12 Uhr:
Dann dürfen DKG auch genutzt werden mittlerweile für einen "normalen" Führerschein? 😁Würden meine Kinder einen Führerschein machen wollen, würde ich (sofern finanziell beteiligt und mitspracheberechtigt) dafür sorgen, dass die Fahrachule NICHT solche "easy-to-drive"-Autos einsetzt!
Mir macht's beinahe Angst zu wissen, dass immer mehr Fahrer um mich herum sind, die auf modernsten Autos gelernt haben und dann mit einem "normalen" Auto überfordert sind. Damit ist doch niemandem geholfen... Naja, ist nicht zu ändern.
Nein, wer auf Automatik Führerschein macht darf später keinen Schaltwagen fahren meine ich!
Ein paar Kritikpunkte habe ich selbst auch noch. Führerschein September 14 gemacht.
- Die meisten Fahrschulautos sind Diesel
- Man lernt zu 80% in den Fahrschulen nur mit Kupplung und ohne!! Gas anzufahren.
- Zusätzlich hatte mein Fahrschulauto noch ne Berganfahrhilfe und elektronische Handbremse.
Und dann kommt halt die Situation wo du dann mit dem eigenen Benziner irgendwo bergauf stehst und anfahren musst...
Oder du würgst mal auf ner Kreuzung ab und kommst nicht mehr weg... Panik halt.
Werden viele sicher mal so eine Situation erlebt haben.
Und bergauf stand ich echt ewig und die Kupplung wird einige Kilometer gelassen haben 😁
Des weiteren finde ich, dass die meinsten Fahrschulautos nicht gerade wenig PS haben.
Ob das Praxisnah ist sei mal dahingestellt.
Wenn man dann später einen schwachbürstigen Benziner hat wird man extreme Probleme auf Autobahnauffahrten und ähnlichem bekommen.
In der Fahrschule ne Rückfahrkamera zu haben halte ich für das geringere übel.
Spiegel und Schulterblick etc wird man ja sicherlich trotzdem immer machen müssen!
Mit dem Schalten hatte ich zugegebenermaßen die wenigsten Probleme.
Da hat der Fahrlehrer nie was sagen müssen.
Gut, wenn man kein technisches Verständnis hat und nie aufn Drehzahlmesser schaut ist klar, dass das schief geht.
Zitat:
@Benzli2013 schrieb am 13. Dezember 2015 um 10:10:33 Uhr:
...Wofür hat man wohl die Drehmomentanzeige erfunden wenn nicht dafür??
Welches Auto hat denn eine
Drehmomentanzeige?
Klar sollte man den Drehzahlmesser im Auge halten zum Lernen der Schaltzeitpunkte. Es gibt aber auch (neue) Fahrzeuge, die ab Werk keinen haben (dann bleibt nur der Tacho als Anhaltspunkt wenn man es noch nicht nach Gefühl kann).
Zitat:
@Benzli2013 schrieb am 13. Dezember 2015 um 10:10:33 Uhr:
Nun stell dir mal vor der Schüler lernt auf einer "alten Handbremse" und der Leihwagen ist ein moderner. Oh nein, jetzt kann er es auch nicht bedienen.Zitat:
@bauks schrieb am 12. Dezember 2015 um 22:06:53 Uhr:
Allein durch den Einsatz einer elektronischen Handbremse lernen doch viele gar nicht mehr, wie man mit einer mechanischen Handbremse "Anfahren am Berg" praktiziert
Ich stimme zu - wer zu blöd ist, die Bedienungsanleitung zu lesen, sollte zum Wohle aller besser die Finger vom Autofahren lassen. 🙄
Wer die "alte" Notbremse beherrscht (gibt es ja selbst im neuen BMW 4er noch), kann auch mit der autom. Parkpremse umgehen, nie aber umgekehrt. Warum dürfen Fahrer mit Führerscheine nur für Automatik-Fahrzeuge wohl keine Schaltwagen fahren?
Zitat:
@Benzli2013 schrieb am 13. Dezember 2015 um 10:10:33 Uhr:
Ein Hyundai und gut ausgestattet, nun wenn dieser Fahrlehrer das meint :-)Zitat:
@bauks schrieb am 12. Dezember 2015 um 22:06:53 Uhr:
...die mit dem Fahren eines gut ausgestatteten Hyundai wirbt ...
Mein werksneuer A3 hat bspw. keine Rückfahrkamera (eine Runde Mitleid für jemanden, der sich nur einen A3 für 44k€ leistet 🙁) und ich behaupte weiterhin, dass eine solche immer noch zu einer "guten" Ausstattung gehört. Es sollte bekannt sein, dass solche Hersteller mit best. Ausstattungslinien umfangreich ausgestattet sind für relativ wenig Geld.
Zitat:
@Benzli2013 schrieb am 13. Dezember 2015 um 10:10:33 Uhr:
...Nun, im realen Leben gibt es Parksensoren, Rückfahrkameras, ABS, ESP, TDC, Airbag und noch tausend andere.Zitat:
@bauks schrieb am 12. Dezember 2015 um 22:06:53 Uhr:
Sollten Schüler nicht so gut wie möglich auf das reale Autoleben vorbereitet werden? ...
Frage, würdest du in ein 30 Jahre altes Auto einsteigen um damit Fahrstunden zu nehmen? Und wenn der Führerscheinneuling zu Hause tatsächlich einen Neuwagen hat, wer erklärt ihm dann das neue Auto u. seinen modischen Schnick Schnack? Ich glaube, aber das nur weil ich ein Hirn habe das ich nutze, das es einfacher ist technische Hilfsmittel AUSzuschalten als dem Lernfahrer vorzugaukeln wie es wäre wenn man sie denn hätte.
Und noch was, weist du was ein altes Auto an Unterhalt kostet? ...
Für den "modernen SchnickSchnack" gibt es etwas, das sich "Betriebsanleitung" nennt - muss man nur lesen, funktioniert sogar ohne Youtube. 😁
RFK u. PDC mit ABS u. Airbag zu vergleichen ist schon ziemlich "hinkend" - denn sicherheitsrelevante Feat. bekommt man nie "beigebracht" und sollen ja nur in Notsituationen ohne eigenes Zutun helfen.
Fakt ist, die Mehrheit der Führerscheinneulinge fahren KEIN Auto, das <2J. ist und/oder Kameras o.ä. verbaut hat. Wer jedoch großzügige Eltern hat, die wegen geringerem Unterhalt 10-20t€ für ein neueres Fahrzeug zur Verfügung stellen, der mag sich glücklich schätzen - ist aber in DE zumindest eher neben der Realität. Denkweisen wie deine werden aber von Betroffenen und Banken gerne gesehen. 😁
Natürlich würde ich als 17-Jähriger auch lieber ein schickes Auto fahren als einen 0815-Wagen aber wie vorrausschauend und vernünftig ist man denn in diesem Alter...? (Anwesende, die wahrscheinlich schon mit der Reife eines 40-jährigen zur Welt gekommen sind, natürlich ausgenommen 😁)
Zitat:
Natürlich würde ich als 17-Jähriger auch lieber ein schickes Auto fahren als einen 0815-Wagen aber wie vorrausschauend und vernünftig ist man denn in diesem Alter...? (du natürlich ausgenommen, du bist wahrscheinlich schon mit der Reife eines 40-jährigen zur Welt gekommen 😉)
Komischerweise sind gerade die Fahranfänger die Autos mit wenig PS fahren die, die am meisten den Arsch offen haben und fehlende PS durch Wahnsinn ergänzen müssen.
Das kann sicher ne subjektive Meinung von mir sein aber genau das beobachte ich hier bei mir immer und immer wieder.
Jetzt natürlich allgemein und nicht auf dich bezogen!
Also mit der Argumentation, welche hier gerade vom Stapel gelassen wurde, betrachte ich doch dein Anstreben als "Jammern auf höchstem Niveau" und etwas der Neid, daß die heutigen Fahrschüler auf den modernen Autos unterwegs sein dürfen.
Aber wurdest du nicht damals auch auf einem "modernen" Auto für seine Zeit geschult ?!
Oder durftest Du auf Bertha Benz's Motorwagen den FS machen ?
Zitat:
@Geisslein schrieb am 13. Dezember 2015 um 16:01:51 Uhr:
Also mit der Argumentation, welche hier gerade vom Stapel gelassen wurde, betrachte ich doch dein Anstreben als "Jammern auf höchstem Niveau" und etwas der Neid, daß die heutigen Fahrschüler auf den modernen Autos unterwegs sein dürfen.
Aber wurdest du nicht damals auch auf einem "modernen" Auto für seine Zeit geschult ?!Oder durftest Du auf Bertha Benz's Motorwagen den FS machen ?
Meiner Meinung nach ist das nicht vergleichbar.
Zwischen einem 10 Jahre alten Golf liegen meherere Universen zu einem aktuellen 5er oder ähnlichem welcher voll gestopft ist mit Fahrhilfen und Assistenzsystemen.
Früher war der Unterschied vielleicht eher syncronisiertes Getriebe oder nicht. 40 PS statt 24
1 Rückspiegel oder 2
Zitat:
@Leon596 schrieb am 13. Dezember 2015 um 15:56:35 Uhr:
Komischerweise sind gerade die Fahranfänger die Autos mit wenig PS fahren die, die am meisten den Arsch offen haben und fehlende PS durch Wahnsinn ergänzen müssen.
Aber was glaubst du, was passiert, wenn dieselben "Jungs" 'n GTI bekommen? Dass sie plötzlich gemäßigter und vorausschauender fahren? 😁
Nein, "Neid" ist wirklich das letzte, dass mir bei diesem Thema in den Sinn kommt - aus diesem Alter bin ich Jahrzehnte entfernt. 😎
Ich hatte damals in der Fahrschule die Wahl: Golf GTI oder Diesel (2. Gen.), privat habe ich mit dem Polo I meiner Tante geübt (Verkehrsübungsplatz).
Obwohl ich rückwirkend nicht sonderlich reif war, wählte ich den Diesel (vielleicht lag's auch daran, dass dieser von einer Lehererin geführt wurde *hehe*). Aber letztendlich machte das keinen Unterschied - außer, dass der Fahrlerer des GTI seine Schüler am Ende auch mal 180km/h hat fahren lassen. 😉
Ich erlebe es leider zu oft, wie hilflos viele Fahrer an Auffahrrampen (klassischerweise in Parkhäusern) sind und weit zurückfallen bei dem Versuch, diese Hürde zu nehmen. Klar, man hätte auch unten warten können, bis oben frei ist aber auch hier fehlt es oft an Weitsicht.
Ich gebe zu, hier im Flachland kommt man selten in die Gelegenheit, am "Berg" anfahren zu müssen aber wenn man einen schnöden Leihwagen auf einer Urlaubsinsel hat, kann man sich glücklich schätzen, dass man das irgendwann mal gelernt hat (und hoffentlich auch behalten).
Ich spüre an mir selber, wie sehr ich vieles durch Unterstützung der Assistenz-Systeme ablege (hätte ich nicht noch den simplen Zweitwagen). Da mein neuer A3 bspw. die Einparkhilfe hat, werde ich wohl nie in den Genuss kommen, diesen "zu Fuß" in einer Längs-Parklücke einparken zu müssen (habe ohnehin selten diese Situation). Sofern das System also mal defekt ist, muss ich mir eine Lücke suchen, in die ein 7er BMW passen würde. 😁
Also ganz ehrlich, hier wird teilweise so getan, als müsste eine Fahrschule perfekte Fahrer ausbilden und den Schüler auf alle möglichen Eventualitäten vorbereiten. Kann sie gar nicht. Sie bringt einem die Grundlagen der Fahrzeugbedienung bei und wie man sich halbwegs sicher im Verkehr bewegt, nicht mehr, nicht weniger.
Den Rest muss man sich selber drauf schaffen, keiner kann mir erzählen, dass er direkt nach Führerscheinerwerb z.B. perfekt seitwärts einparken konnte, ob mit oder ohne "pieppiep" gelernt.
Den Unterschied zwischen 90-PS-Diesel und 45-PS-Benziner bezüglich anfahren: Hab ich mir selbst drauf geschafft.
Trike fahren: Nach ner kurzen Einweisung vom Vermieter selbst drauf geschafft.
50er-Roller einigermaßen sicher bewegen: selbst drauf geschafft.
Anhänger fahren und rangieren, auch große, nie in der Fahrschule gehabt (durfte noch den 3er machen): selbst drauf geschafft.
7-m-Sprinter ohne Sicht nach hinten nur über Spiegel seitwärts einparken: selbst drauf geschafft.
Bei keiner dieser Situationen hat mir irgendwas aus der Fahrschule geholfen, nur mein gesunder Menschenverstand und mit entsprechender Vorsicht an die neuen Situationen ran gehen.
Zitat:
@MarkSawyer schrieb am 13. Dezember 2015 um 16:31:14 Uhr:
Also ganz ehrlich, hier wird teilweise so getan, als müsste eine Fahrschule perfekte Fahrer ausbilden und den Schüler auf alle möglichen Eventualitäten vorbereiten. Kann sie gar nicht. Sie bringt einem die Grundlagen der Fahrzeugbedienung bei und wie man sich halbwegs sicher im Verkehr bewegt, nicht mehr, nicht weniger.
Ja aber eben die Grundlagen kommen ja zum Teil zu kurz. Ansonsten bin ich in Teile sicher bei dir!
Am meisten hat es mich aufgeregt, dass man oft nur ohne Gas geben anfahren lernt.
Das Fahrschulauto war unabwürgbar fand ich immer wieder.
Wenn man dann das erste mal in nem Benziner sitzt fängt man bei anfahren fast bei 0 an.
Man kann es schlicht und ergreifend einfach nicht. Sollte ja eigentlich nicht sein!
Und noch so ein paar andere Punkte.
Die Basics müssen einfach sitzen wenn man das erste mal ins eigene Auto bzw in ein anderes Auto steigt.
Wozu blättert man sonst so viel Geld aufn Tisch?
Klar, man kann nicht für alle Eventualitäten gerüstet sein.
Wohnmobil bin ich schon gefahren und auch rückwärts eingeparkt (gut, das war grenzwertig und da lässt man sich normalerweise besser einweisen wenn man nicht alles hinter sich sehen kann!!!) und auch mit Anhänger rückwärts fahren.
Gab es in der Fahrschule natürlich alles nicht.
Aber ich finde, das ist irgendwie trotzdem noch was anderes.