Eure Meinung zum Energielabel bei Reifen?
Seid gegrüßt,
ich wollte mal eine Diskussion hier führen bzgl. des Energielabels bei Reifen.
Mich selbst stört bei diesem einiges.
Erfahren habe ich natürlich auch, dass man sagt, dass je Energieeinstufung 0,1 L Kraftstoffverbrauch mehr zu verzeichnen "seien". Hierbei dann eben die einzelnen Abstufungen A bis Irgendwas.
Hierzu stellte ich mir immer die Frage, wer hat dieses Label eigentlich in dieser Form ins Leben gerufen?
1.) Der gemessene Fahrzyklus wird wohl kaum der Realität entsprechen. Wenn ich unterstelle, dass alle Reifen in der Praxis mehr gefordert werden, sollten sich doch alle zumindest stellenweise im Grenzbereich bewegen, wodurch ein Kraftstoffeinsparpotenzial schonmal wahrscheinlicherweise immer geringer wird!
Was mich aber viel mehr immer wunderte:
Wird hierbei eigentlich auch der Verschleiß bemessen?
Was uns als Verbraucher betrifft, kann es uns doch recht egal sein, wenn ein Reifen in der Theorie 0,2 Liter weniger Kraftstoffaufwand bedeutet, wenn dieser nach 70 % eines zunächst schlechter gelabelten Reifens abgefahren ist! Dies bzgl. eigener Kosten!
Dann aber auch die Erkenntnis, dass Reifen bekanntlich nicht an Bäumen wachsen. Ein Reifen muss unter Energiebedarf gefertigt werden. Wenn ich nun also einen vermeintlich spritsparenden Reifen kaufe, muss hierbei doch auch unter Beachtung genannten Verschleisses berücksichtigt werden, was a) der schnellere Verschleiss für den Konsumenten bedeutet und b) dass ein vergleichsweise schnellerer Ersatzbedarf auch einen erhöhten Energiebedarf bzgl. Produktion und Logistik verursacht!
Sehe ich das nun falsch, wird das beim Label berücksichtigt? Kauft Ihr nach Energielabel?
Freue mich auf Antworten. 🙂
Beste Antwort im Thema
Ich schaue auf den Mist überhaupt nicht. Es juckt mich nicht was da draufsteht. Kaufe den Reifen nicht nach dem Aufkleber.
Genauso sinnvoll wie die Umweltplakette meiner Meinung nach
13 Antworten
Das Label wird ja nach der Herstellung des Reifens aufgeklebt(maschinell) und jeder Hersteller hat seine eigene Idee,denn keiner der Reifen wurde nach dieser Norm getestet,denn es kann ja nicht sein ,das ein 145/80 r 13 Reifen die gleiche Norm aufweist wie ein 225/40 r 18......Diese Labels haben nur einen Zweck und zwar ,das die Umweltverschmutzung noch grösser wird nach Entfernen derer...(.Bitte nur ernstgemeinte Kommentare)
Ich finde die Labels gut und habe seit Einführung derselben im Nachhinein auch darauf vertrauen können: Bei Geräuschwerten der Neureifen und beim Kraftstoffverbrauch in der Relation. Vom Pirelli Cinturato P6 zum Goodyear eff. grip perf bei gleicher Größe "mehr als 9 zu rund 8 Liter" Gas/100km bei normaler Fahrweise.
Naßbremsverhalten habe ich bis jetzt noch nie in einem Bereich ausprobiert, der grenzwertig war. Naßhandling dagegen schon, das ist aber nicht Bestandteil des Labels.
Meine Meinung zum Label: Sinnvoll als Richtungsweiser aber ohne Anspruch auf Idiotenleitfaden.
Zum Thema der Energiebilanz bei der Reifenproduktion: Nachdem gleiche Profile und Modelle an unterschiedlichen Produktionsstätten gefertigt werden, kann über die Energiebilanz der Herstellung keine sinnvolle Aussage getroffen werden. Und was ist, wenn an einem Produktionsstandort mit unterschiedlichen Energiearten je nach Verfügbarkeit gearbeitet wird?
Das sind so viele verschiedene Daten, daß die Auswertung derselben und Dokumentation nur sehr teuer wäre ohne den gewünschten Informationsaspekt kundengerecht zu vermitteln.
Ich kaufe nicht nach "Energielabel", sondern versuche durch Vergleiche und Auswertung von verschiedenen Informationen den für meine Ansprüche passenden Reifen zu finden.
Ich schaue auf den Mist überhaupt nicht. Es juckt mich nicht was da draufsteht. Kaufe den Reifen nicht nach dem Aufkleber.
Genauso sinnvoll wie die Umweltplakette meiner Meinung nach
Vergleichbar sind die Labels höchstens Markenintern. Aber ein Vergleich zu anderen Marken kannst man vergessen. Ansonsten müsste manch lowcost Gummi die gleiche Eigenschaften haben wie Qualitätsreifen.
Ähnliche Themen
Ich schaue da nicht drauf!
Es gibt keine Norm für die Tests und die Herstelller vergeben die Label selbst!
Das sagt ja wohl alles über die Vergleichbarkeit.
in der Realität bringt das wen man einen reifen kauft gar nichts
meistens sied das der Kunde gar nicht ,
zu mindest bei mir wars so 😉 reifen bestellt beim Reifenhändler , und wen ich die reifen geholt habe waren die label gar nicht mehr drauf 🙁
Danke Euch für die ANtworten. Man stellt sich dann nur die Frage, was das Label eigentlich nur soll?
Das erinnert mich an die tolle grüne Plakette, wo ich nun zum 2. Mal den Moment verfluchte, wo man mir das ganze aus reiner Kundenfreundlichkeit gleich an die Windschutzscheibe klatschte!
Ich selbst achte da auch nicht drauf, ich frage eben nur, was dieses Label soll. Es ist, so meine Meinung, völlig wertlos und lässt viele Aspekte außen vor.
Sinn war und ist eine bewußtere Information des Verbrauchers beim Reifenkauf.
Wie so oft, " gut gedacht - schlecht gemacht"
Eine EU Richtlinie die den Normalen Kunden nur verwirrt.
Einen Reifen, mit A+++ in der Spalte der Tanksäule heißt zwar, Öko, oder sparsam, oder km-Langläufer? Beim Kühlschrank gut. Aber beim Reifen? Und bei der Nässehaftung? A auch gut? Oder lieber G? Aber was nützt mir das, wenn ein Wagen vor mir, der Reifen mit Label G drauf hat, vor mir bremst und wegen seinem extrem hohen Reibwert extreme Verzögerung hat und ich es nicht mehr erschleifen kann, das ABS die Bremskraft herunter regeln muss um überhaupt noch verzögern zu können und es plautzt?
Man liest, Zitat: "Die Differenz des Bremswegs zwischen den einzelnen Klassen beträgt zwischen drei und sechs Metern besteht." Rechnung: 6 x 6 m macht 36 m. Ein guter Wagen steht aus 100km/h nach 34m, während ich im schlimmsten Fall 80 m benötige. Macht das Sinn?
Dich aber scheinbar auch 😛Zitat:
@romanusko schrieb am 9. März 2015 um 22:02:18 Uhr:
Eine EU Richtlinie die den Normalen Kunden nur verwirrt.
A+++ gibt´s beim Reifen nicht 😰Zitat:
Einen Reifen, mit A+++ in der Spalte der Tanksäule heißt zwar, Öko, oder sparsam, oder km-Langläufer? Beim Kühlschrank gut. Aber beim Reifen?
Bei "Nässehaftung" gibt´s kein G 😰Zitat:
Und bei der Nässehaftung? A auch gut? Oder lieber G? Aber was nützt mir das, wenn ein Wagen vor mir, der Reifen mit Label G drauf hat,
Zitat:
Man liest, Zitat: "Die Differenz des Bremswegs zwischen den einzelnen Klassen beträgt zwischen drei und sechs Metern besteht." Rechnung: 6 x 6 m macht 36 m. Ein guter Wagen steht aus 100km/h nach 34m, während ich im schlimmsten Fall 80 m benötige. Macht das Sinn?
Kannst Du Deine Rechnung nochmals :
nachvollziehen wegen der 6x6 m
nachrechnen wegen 36m + 34m = 80m 🙄
Hier steht alles zum EU-Reifenlabel
http://www.dasreifenlabel.de/de/index.html
Die Eigenschaften des Reifenlabels sollten meiner Meinung nach von einem unabhängigen Institut getestet werden, welches die zu überprüfenden Reifen auf dem freien Markt kauft.
Des Weiteren sollte noch die Kategorie Verschleiß mit aufgenommen werden. Die Michelin ES+ haben einen geringen Rowi und sind top im Verschleiß... aus umweltpolitischer Sicht wohl die beste Wahl.
Zitat:
@Der Autoversteher schrieb am 10. März 2015 um 17:47:08 Uhr:
Die Eigenschaften des Reifenlabels sollten meiner Meinung nach von einem unabhängigen Institut getestet werden, welches die zu überprüfenden Reifen auf dem freien Markt kauft.Des Weiteren sollte noch die Kategorie Verschleiß mit aufgenommen werden. Die Michelin ES+ haben einen geringen Rowi und sind top im Verschleiß... aus umweltpolitischer Sicht wohl die beste Wahl.
Wenn die bei der Herstellung auch "günstige" Energiewerte haben, dann würde ich den letzten Halbsatz auch mit unterschreiben.
Wenn der günstige Rollwiderstand/Verschleiß allerdings nur durch (sagen wir mal flapsig) erhöhten Energie-Einsatz zu erreichen ist, dann sähe das ja schon wieder anders aus.