Eure Meinung dazu das der Dieselmotor bei vielen Autohersteller nicht mehr angeboten wird?

Ich habe ein Artikel gelesen das selbst für Autos wie den BMW x7 oder Audi q7 diese fetten suv es nur noch mit elektrisch oder mit Benzinmotoren (lpg) ngeben wird oder als hybrid
Wird dadurch nicht die verbräuche solcher Autos nicht total hochgehen?
Porsche volov und Toyota haben sich schon von der diesel Technik verabschiedet

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Matsches schrieb am 3. März 2020 um 07:02:40 Uhr:


Und dann griff etwas in den Markt ein ….. die Politik.
Plötzlich war der Diesel böse und es wird seitdem alles dafür getan, ihm den Gar aus zu machen.

Mooooment! Das ist heftiges Verdrehen der Tatsachen. Die Politik hat den Diesel inklusive Abgasschummelei lange genug geduldet. Erst als VW damit in den USA aufgeflogen ist, war man gezwungen genauer hinzusehen. Und siehe da, der Diesel ist bei allen Herstellern auf der Straße alles andere als ein Saubermann. Man kann jetzt noch trennen zwischen Herstellern die wirklich schummeln und Herstellern, die den Gesetzestext maximal ausreizen. Ist aber der Umwelt egal, dreckig war zu dieser Zeit jeder Diesel.

Erst jetzt, dadurch das die Politik nun genauer hinsieht, sind die Hersteller gezwungen saubere Diesel zu bauen (was offenbar kein Problem darstellt). Nur wird die Kiste dann eben teurer und der Dieselmotor zahlt sich für kleine Modelle nicht mehr wirklich aus.

Grüße,
Zeph

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Zitat:

@Anarchie-99 schrieb am 3. März 2020 um 08:41:03 Uhr:


Die Behörden haben das verhalten von Bosch damals nicht vergessen, dafür gab es dann eine klare Ohrfeige als Bosch angekrochen kam und wollte eine Zulassung für ihr Biodiesel Projekt.

https://www.focus.de/.../...-sauberen-diesel-nicht-zu_id_11309187.html

Auch das sehe ich zwiegespalten.

Wollten Sie denn wirklich keine Zulassung geben, weil sie wie Du meinst "eingeschnappt" waren?

Mag nicht glauben daß eine Schlüsseltechnologie wie die Treibstoffgewinnung aus Abfall verhindert wird, weil ein Politiker verschnupft ist.

Wahrscheinlicher ist:
Die Regierung hat keinerlei Interesse mehr daran, eine weitere "saubere" Alternative zum Strom entstehen zu lassen. Sie tut derzeit alles, um alles was den Stromern gefährlich werden könnte zu unterbinden.
Deswegen wird es hier keine Bio- oder Syn-Fuels geben.
Wie heißt es in manchem Krimi: "Liegt nicht in unserem Interesse"

Steht übrigens wortwörtlich im Artikel:

Zitat:

Das Umweltbundesamt, eine Unterbehörde des Bundesumweltministeriums, begründete das der Zeitung gegenüber damit, dass mit Elektrofahrzeugen bereits Alternativen für Diesel-PKW zur Verfügung stünden.

Anders gesagt: "Wir kaufen nichts, wir haben alles"

Zitat:

@Matsches schrieb am 3. März 2020 um 08:49:35 Uhr:


Die Regierung hat keinerlei Interesse mehr daran, eine weitere "saubere" Alternative zum Strom entstehen zu lassen. Sie tut derzeit alles, um alles was den Stromern gefährlich werden könnte zu unterbinden.
Deswegen wird es hier keine Bio- oder Syn-Fuels geben.
Wie heißt es in manchem Krimi: "Liegt nicht in unserem Interesse"

Die Regierung unterbindet aussichtslose Wege, das ist auch richtig so. Und das sage ich als Techniker, nicht als brainwashed E-Fanboy. Bio- und Synfuel hört sich toll an, löst aber keine Probleme. Weder gibt's genug Fläche um Pflanzen für Biosprit in relevanter Menge herzustellen, noch geht die Kosten/Nutzen-Rechnung bei Synfuels (H2/Methan --> Fischer-Tropsch-Synthese) bezüglich CO2- und Schadstoffausstoß auf.

Du kannst einen Diesel vielleicht sauber machen, aber du kannst ihn niemals so effizient wie ein BEV machen. Das ist physikalisch unmöglich.

Grüße,
Zeph

@Matsches Wollte mit meinem Beitrag die gute Diskussion ins laufen bringen.
Stuhl am Stammtisch zurecht gerückt und eine Runde für euch bestellt ;-)
Diesel war in meiner Kindheit halt der Bauer gegenüber, auf dem Feld mit dem Mercedes Benz Traktor.
Als Porsche den Diesel entdeckt hatte,
bin ich vom Glauben abgefallen :-)

Porsche hat auch eine recht lange Dieseltradition.
https://de.wikipedia.org/wiki/Porsche-Diesel_Motorenbau
Genau wie Lamborghini.

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Ich lerne weiter mit und spare ein paar Daten, um nicht den Gockel zu fragen. Danke für den link :-)
Gibt es den überhaupt ein Hersteller der nur Benzin als Kraftstoff benutzt.
Also nicht die Britische Sportwagen Schmiede.
USA vielleicht ?

Zitat:

@Matsches schrieb am 3. März 2020 um 07:02:40 Uhr:



Plötzlich war der Diesel böse und es wird seitdem alles dafür getan, ihm den Gar aus zu machen.

Der Rückgang der Diesel hat politische Gründe, keine technischen.

ist (ausnahmsweise) quark, sorry..es gibt so einige wirklich handfeste (und belegbare!) gründe dafür, daß dieselmotoren so langsam aussortiert werden...einer davon ist zb die sache mit der dpf regeneration, oder auch die problematik mit der verkokung...da hilft auch kein scr - system, und trotzdem tut man so, als wäre mit ein wenig pi**e das dieselproblem aus der welt...süß 😁

Nun ja.
Partikelfilter und Abgasrückführzeugs haben die Benziner ja nun mittlerweile auch. Dazu der Zores mit den Direkteinspritzern.
Macht den Diesel zwar nicht besser, aber unterm Strich haben da Otto und Diesel recht ähnliche Problemchen.
Wenn man alldem aus dem Weg gehen will, gehts nur elektrisch (oder mit dem Pferd)

Warum glaubst du bin ich so für Elektro? Weil die Verbrenner inzwischen richtig komplexe Mimöschen geworden sind.

Zitat:

@Matsches schrieb am 3. März 2020 um 08:49:35 Uhr:


Mag nicht glauben daß eine Schlüsseltechnologie wie die Treibstoffgewinnung aus Abfall verhindert wird, weil ein Politiker verschnupft ist.

Ich aber, weil die Gesamtbilanz "aus Abfall" Mist ist.

Zitat:

Wahrscheinlicher ist:
Die Regierung hat keinerlei Interesse mehr daran, eine weitere "saubere" Alternative zum Strom entstehen zu lassen. Sie tut derzeit alles, um alles was den Stromern gefährlich werden könnte zu unterbinden.

Auch Unfug. Typisch Verschwörungstheorie - es fehlt das Motiv. Dass Dieselhersteller 20 Jahre bei Abgaswerten geltende Vorschriften eher "eigenmächtig interpretiert" haben und "kaum erwischt" auf einmal die Vorgaben einhalten, das ist sicher Zufall. Auch Argumente, dass "die Regierung" am Benziner weit mehr verdient, weil jede Tonne CO2 aus dem Auspuff eines Benziners mit 280€ versteuert wird, beim Diesel aber nur 180€ über die Energiesteuer fällig werden. Das Argument zieht nicht, weil die erste Aktion nach dem Abgasskandal war, die Energiesteuer auf Diesel beizubehalten. Der Lobby sei Dank.

Der Diesel tötet sich über die Technik (Hochdruck & Niederdruck-AGR, DPF, Doppel-SCR) und deren Preise selbst. Vor allem, da 12-13:1 verdichtende Benziner den selben Wirkungsgrad (g/kWh) wie ein Diesel erreichen und klar billiger sind.

Zitat:

@Matsches schrieb am 3. März 2020 um 18:18:50 Uhr:


Nun ja.
Partikelfilter und Abgasrückführzeugs haben die Benziner ja nun mittlerweile auch. Dazu der Zores mit den Direkteinspritzern.
Macht den Diesel zwar nicht besser, aber unterm Strich haben da Otto und Diesel recht ähnliche Problemchen.
Wenn man alldem aus dem Weg gehen will, gehts nur elektrisch (oder mit dem Pferd)

nur mit dem klitzekleinen unterschied, daß so ein benziner auch mit di wesentlich geringere rohemissionen an ruß aufweist, dementsprechend verkokt er auch viel wenier, leitet nur in ausnahmefällen eine aktive regeneration des dort ´opf´genannten abgasfilters ein 😉..davon abgesehen gibt es auch in euro 6d zeiten noch eine ganze reihe von ´benzinern´ ohne abgasfilter.

Zitat:

@Zephyroth schrieb am 3. März 2020 um 20:22:44 Uhr:


Warum glaubst du bin ich so für Elektro? Weil die Verbrenner inzwischen richtig komplexe Mimöschen geworden sind.

Ich bin auch für "Elektro".
Mein nächster (geleaster), vielleicht auch übernächster wird zwar noch ein Diesel oder Benziner sein, kaufen werde ich keinen mehr.
Sobald "Elektro" für mich praktikabel ist (Erdkabel ließ ich letzten Herbst schon mal verlegen) wird einer in der Garage stehen.
Aber noch ist es nicht so weit.

Zitat:

@GaryK schrieb am 3. März 2020 um 21:11:00 Uhr:



Der Diesel tötet sich über die Technik (Hochdruck & Niederdruck-AGR, DPF, Doppel-SCR) und deren Preise selbst. Vor allem, da 12-13:1 verdichtende Benziner den selben Wirkungsgrad (g/kWh) wie ein Diesel erreichen und klar billiger sind.

Dann sieh dir doch mal die Realverbräuche deiner hochverdichtenden Benziner an (nicht die im Prospekt gedruckten).
Auf der Straße bleibt erschreckend wenig übrig, von diesem "Durchbruch".
Sobald man den Fahrzyklus für den sie optimiert wurden verlässt, schlagen die Benziner - Gene wieder recht deutlich durch.
Warum das außer Mazda niemand macht? Wird seine Gründe haben.

Zitat:

"Ich aber, weil die Gesamtbilanz "aus Abfall" Mist ist."

Da der CO2 Ausstoß beim Betrieb mit elektrischen Strom mit "0" angenommen wird wundert mich das noch nicht mal.
Es ist fast schon possierlich (wenns nicht traurig wäre):
Bei jedem Kraftstoff wird - wie es sich gehört - die Gesamtbilanz der Erzeugungskette heran gezogen.
Bei Strom nimmt man an, der wäre einfach so da und emittiert somit auch keine Schadstoffe.
Erzeugung, Speicherung, Herstellung der Speicher, , Transport, Infrastruktur, Verluste...existiert alles nicht.

Wobei: Wen die Wirkkette der tatsächliche Hintergrund war, hätte ich erwartet, daß man das auch damit begründet hätte.
Wäre ja dann ganz einfach und schlüssig gewesen.
Hat man seltsamerweise nicht, man hat irgendeinen Grund mit zu unterschiedlicher Dichte und einer Kollision mit der damit einhergehenden Norm im Vergleich zum Tankstellendiesel konstruiert.
Eigentlich komisch, oder?

Die erste Aktion bestand darin, etwas so zu lassen wie es ist
Ich glaube so brauchen wir nicht mehr weiter zu diskutieren.

Zitat:

@abm_70 schrieb am 3. März 2020 um 21:24:34 Uhr:


..davon abgesehen gibt es auch in euro 6d zeiten noch eine ganze reihe von ´benzinern´ ohne abgasfilter.

Genau was ich meinte. 😁

Die Zeit wird für sich arbeiten. Ich werde aus reinem Idealismus keine 60.000€ für ein E-Auto ausgeben, nur damit ich eines fahre. Aber wenn das Gesamtpaket (Alltagsnutzen und Preis) stimmt, dann kann mein nächstes Auto durchaus ein BEV werden. Wobei mein 218i Active Tourer von BMW noch 6, 7 Jahre lang gefahren wird. Dann geht meine Vorgesetzte in Pension und ich werde befördert, mein seliger BMW ist bis dahin 10 Jahre, und hat 250.000km gelaufen und darf auch in Pension.
Ich bin froh darüber, dass ich heute nicht vor der Entscheidung stehen und mir ein neues Auto anschaffen muss. Es gibt noch immer Gründe für einen Verbrennungsmotor, aber mittlerweile auch einige dagegen. Das Problem ist das Angebot und der Preis. Könnte ich mich entscheiden zwischen einem Benziner um 25.000€ und einem BEV um 25.000€, würde ich natürlich den BEV nehmen, vorausgesetzt das Ding hat eine vernünftige Reichweite. Aber noch kosten BEV's 50-100% mehr gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner - das können sich Leute leisten, die nicht auf's Geld schauen müssen, oder solche, die so idealistisch eingestellt sind, dass sie den Mehrpreis bewusst in Kauf nehmen. Beides trifft auf mich derzeit nicht zu. Wenn man rational entscheidet, fällt die Wahl heute noch immer auf einen Verbrenner.
Ich freu mich, dass BMW hier doch mitzieht und dass in den nächsten Jahren einiges zu erwarten ist. Und ein bisschen Schadenfreude empfinde ich schon, wenn ich mich an Aussagen erinnere, die noch gar nicht lange her sind. Da wurde der deutschen Autoindustrie ja schon der Tod prophezeit. Ich hab's damals schon gewusst, und ich sag's heute nochmal: Bevor BMW pleite geht, platzt die Tesla-Aktienblase.
Irgendjemand musste ja die Drecksarbeit machen. Tesla hat den Weg geebnet, keine Frage, aber ich werde mir nie einen kaufen, sondern Nutznießer davon werden. Auch hier sehe ich Parallelen zu Apple: Die haben das Smartphone erfunden, andere haben es kopiert und das Kopierte immer wieder verbessert und in weiterer Folge um eigene Ideen ergänzt. Apple macht mit dem iPhone zwar immer noch die großen Gewinne, aber Android ist klarer Marktführer.

Zitat:

@abm_70 schrieb am 3. März 2020 um 21:24:34 Uhr:


nur mit dem klitzekleinen unterschied, daß so ein benziner auch mit di wesentlich geringere rohemissionen an ruß aufweist, dementsprechend verkokt er auch viel wenier, leitet nur in ausnahmefällen eine aktive regeneration des dort ´opf´genannten abgasfilters ein 😉..davon abgesehen gibt es auch in euro 6d zeiten noch eine ganze reihe von ´benzinern´ ohne abgasfilter.

Yep. Mehrfacheinspritung und diese klar vorgelagert. Schon gehen die Partikelzahlen ganz ohne "OPF" unter Grenzwerte. Die Masse ist eh drunter, jedenfalls so lange der Benziner kein Ölsäufer wird.

Die "OPF" sind im Grunde nichts anderes als der billigste offenporige DPF mit einem klassischen drei Wege Kat kombiniert.

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