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EU-Neuwagen oder Neuwagenportal

Themenstarteram 25. Januar 2021 um 11:31

Liebe Community,

bei mir steht ein Kauf eines neuen Fahrzeugs an. Allgemein mache ich lieber ein Bogen um Autohändler, da ich schon oft teuren Service bezahlt habe, auf den ich keinen Wert lege. Ich wechsle meine Räder und Bremsbeläge einfach gern selbst und bin mit einer freien Werkstatt sehr zufrieden. Im Moment habe ich genügend Erspartes, sodass ich nicht Finanzieren oder Leasen möchte. Meine Idee ist mir ein Auto mindestens für die nächsten 5 bis 10 Jahre zu kaufen. Eigentlich wollte ich einen so ca. drei Jahre alten Gebrauchten kaufen, war dann aber über die sehr günstigen Neuwagenpreise bei den Neuwagenportalen und bei EU-Neuwagen überrascht. Nach langer Recherche bei mobile.de usw. denke ich dass bei ca. 25 bis 30 % Ersparnis gegenüber Listenpreis ein Neuwagen gegenüber eines jungen Gebrauchten lohnt. Zumal der Gebrauchtwagenmarkt aktuell eher dürftig ist.

So ganz grundsätzlich würden mich Erfahrungsberichte und Empfehlungen zum Kauf von Autos über Neuwagenportale, bspw. meinauto.de, oder EU Neuwagen interessieren.

Die Neuwagenportale raten meist von EU Neuwagen ab, aber gut, das verwundert auch nicht, aus deren Interessenslage heraus.

Ich sehe bisher hauptsächlich die folgenden Vorteile bei EU Neuwagen gegenüber Neuwagenportale:

+ billiger

+ meist mehr Ausstattung (zumindest bei den Modellen, die ich mir angeschaut habe), Beispiel Heizung für die Windschutzscheibe

Als Nachteil sehe ich:

- evtl. Schwierigkeiten bei Kulanzregelungen (mit Kulanzgeschichten habe ich bisher nie Erfahrungen gemacht)

- womöglich geringerer Wiederverkaufswehrt in Deutschland, da keine "deutsche" Ausführung

Die Kulanzregelungen würden sich in meinem Fall vmtl. eh erübrigen, da ich Service usw. nach Herstellervorgaben gern bei einer freien Werkstatt machen würde. Die Mobilitätsgarantie usw. benötige ich nicht und würde ich lieber über einen Schutzbrief o.Ä. abdecken.

Gleich zwischen den beiden ist auf jeden Fall:

* gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

* Garantie

Ähnlich günstig im Vergleich zu EU-Neuwagen sind Tageszulassungen über die Neuwagenportale, aber da bin ich mir unsicher hinsichtlich Standzeiten und Garantie.

Ich freue mich über Kommentare!

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11 Antworten

Kulanz ist eine freiwillige Leistung. Da bringt es nichts den Wagen nach Herstellerangaben in einer freien Werkstatt zu machen.

Selber an die Bremse rangehen kann bei neuen Autos schwierig werden, da man ohne Diagnosetester bei manchen gar nicht weiter kommt. Und könnte Außerdem die Gewährleistung/Garantie kosten.

Die Nachteile eines EU Wagens sind vernachlässigbar, wenn der Preis stimmt. Es gibt schon mal Knallerangebote mit 30-40% unter Listenpreis. Ich möchte trotzdem eine kleine Warnung loswerden. Habe schlechte Erfahrung mit dem Händler Europemobile gemacht. Er hat die Tageszulassung bei einem EU Import verschwiegen. Lass dir jede Zusage schriftlich im Bestellformular oder Kaufvertrag zusichern, sonst kannst du später nichts nachweisen.

Jo, Kulanz ist eh pillepalle bei Dir, da Du die Arbeiten ja eh selbst erledigen willst bzw. eine Freie Werke...; da gibt es dann so oder so eh (zu 99,99%) keine Kulanz...

Thema Wiederverkaufswert: Wenn Du den Wagen 5 Jahre oder gar 10 Jahre halten möchtest, spielt es gar keine Rolle mehr, ob das Auto ein "deutsches" Modell war/ist oder eben ein "Eu-Modell"...

In der Tat gibt es durchaus Angebote bis zu 40% bei EU-Modellen; sehr häufig wird es dann trotz freier Konfiguration eine Tageszulassung...

Aber auch das ist bei Deiner geplanten Haltedauer aber mal sowas von pillepalle...;-)

Themenstarteram 25. Januar 2021 um 13:21

Vielen Dank für die Einschätzung und die Hinweise!

Dann werde ich lieber die Finger von den Bremsen lassen.

Vielleicht sollte der TE sich dann stattdessen aber vergewissern, dass der EU-Import PKW auch die gleiche Bremsanlage wie das deutsche Modell verbaut hat.

 

Auch andere Ausstattungsdetails unterscheiden sich häufig - je nach Fabrikat - von der deutschen Ausführung. Das kann mal mehr, manchmal auch weniger sein. Selbst die SA-Pakete sind inhaltlich - trotz gleich lautendem Namen - im Umfang teilweise unterschiedlich.

 

Hier für den TE zum Einlesen:

 

https://www.motor-talk.de/.../...k-in-eu-ausstattung-t6916096.html?...

 

Ich hatte selbst schon 2 neue (ohne Tageszulassung) EU-Importfahrzeuge (VW Golf und Volvo V70) und ja, ich konnte jeweils ca. 15 % auf das ausstattungsmäßig vergleichbare deutsche Modell beim Endkauforeus "sparen", weil der Maximalrabatt der deutschen Händler damals vor gut 15 Jahren bei 10 - 14% auf den BLP lag.

 

Heute gibt es, je nach Hersteller und Modell auf neue, frei konfigurierbare Fahrzeuge, nicht nur bei Fiat, Ford, Opel oder PSA 18-25%, sondern selbst bei ABM-Fahrzeugen, sind manchmal 10-16 % drin, bei Auslaufmodellen auch bis zu 22%.

 

Da heißt es genau vergleichen, Ausstattungslisten studieren und dabei Nebenleistungen (Überführung, Garantie, Servicepakete usw.) mit einbeziehen und bei der Einholung von Angeboten für deutsche Modelle bei den Händlern im Umkreis hart verhandeln.

 

Bei den Preisvergleichen auch nicht vergessen, dass Kulanz bei einem EU-Import nach Ablauf der Garantie fast immer abgelehnt wird, es sei denn, es ist eine sog. Technische Aktion des Herstellers abzuwickeln.

 

Auf ein kostenloses Ersatzfahrzeug bei Durchführung des Regelservice darf Mann/Frau auch nicht zwingend hoffen.

 

Persönlich habe ich mich bei den letzten beiden PKW-Anschaffungen entschieden, einen 1-3 Jahre alten Wagen mit guter Sonderausstattung anzuschaffen.

 

Der BMW 330d xD Touring wurde als unfallfreier JW mit knapp 25 tkm und 1,7 Jahren Restwerksgarantie gekauft.

 

Der Audi A1 1.4 TFSI S-line für Madame ist ein unfallfrei, mit knapp 29 tkm gekaufter 3 Jahre-Leasingrückläufer.

 

Der BMW kostete 10/2015 ca. 47% weniger als der ehemalige BLP und der Audi lag 12/2018 ca. 42% unter dem ehem. BLP.

 

Beide Fahrzeuge hatten bisher noch keinen Defekt und waren nur zum Service in der Werkstatt

 

Ich finde, auch aktuell sind JW mit Restwerksgarantie immer noch eine Preis-Alternative zum Neuwagen.

 

Themenstarteram 25. Januar 2021 um 16:23

Autos der deutschen Marken wie BMW, Audi, VW, Mercedes usw. sind mir einfach zu teuer, bzw. empfinde ich insbesondere die Aufpreisgestaltung als unfair. Nach meiner Recherche sind Jahreswagen und Vorführwagen meist ähnlich teuer oder sogar teurer als EU Neuwagen oder Autos über die Neuwagenportale. Zumindest bei den Marken im unteren Preissegment bei denen ich bisher geschaut habe: vor allem Ford, Citroën, KIA.

Ich bin mir nur unsicher, ob eine "deutsche" Ausführung gegenüber der EU Variante zu bevorzugen ist, aber ich denke, nach meinen Kriterien, wird es die EU Variante.

Na, dann halte uns mal auf dem laufenden, denn die Frage, ob sich ein EU-Importfahrzeug als Neukauf lohnt, ist alle paar Monate hier auf MT aktuell.

Meinen Tiguan hatte ich mir in 2017 auch als EU-Reimport konfiguriert (DK-Ausführung). Man musste damals genauer hinschauen, denn die Highline-Pakete in D und DK waren unterschiedlich.

In D war die Scheinwerferreinigungsanlage dabei (gibt es heute nicht mehr) - dafür hatte die Ausführung in DK das AID (Flimmerkistentacho) serienmäßig. Als Sparschmankerl konnte man in DK noch den schwarzen Innenhimmel für 180 EUR Aufpreis bestellen, den es in D nur in Verbindung mit dem unsinnigen R-Line-Innenpaket gab. Für mich unsinnig, da ich Ledersitze haben wollte und auf ein paar R-Line-Symbole und Edelstahl-Pedalkappen ganz gut verzichten konnte.

In D gab es günstigstenfalls 14,1% und ich konnte 23,7% Nachlass auf ein Bestellfahrzeug realisieren.

Gespart habe ich wahrscheinlich nichts - ich habe einfach ein paar Kreuzchen mehr gemacht.

Die Wagen laufen vom gleichen Band - Qualitätsunterschiede sind nicht zu erwarten.

Beim Service keine Probleme. Verkauf und Service bei VW sind da nicht so vernetzt - auch wenn ich beim Verkäufer vorbei muss, der mir damals nur 10,1% Nachlass geben wollte.

Ich würde es immer wieder machen.

Gruß aus'm Ländle

Ulrich

Zitat:

@Nutzer_X schrieb am 25. Januar 2021 um 16:23:39 Uhr:

Ich bin mir nur unsicher, ob eine "deutsche" Ausführung gegenüber der EU Variante zu bevorzugen ist, aber ich denke, nach meinen Kriterien, wird es die EU Variante.

Bei mir war der Unterschied minimal (<300€). Deshalb habe ich den Wagen bei einem deutschen Neuwagenportal bestellt. Ist die Differenz größer lohnt sich der EU-Neuwagen. Wenn du den Wagen 5-10 Jahre fährst, ist der Wertverlust auch eher egal.

Nur solltest du vergleichen ob die Ausstattung identisch ist. Ansonsten ist es aber egal.

Hallo Leute. Ich werde mir voraussichtlich am Wochenende einen octavia Kombi als EU Neuwagen bestellen. Lieferzeiten sind momentan zwar extrem schwierig, aber was solls... Ich brauche das Auto im Juli 2023,mal sehen ob das klappt =) in meiner Konfiguration kostet der octavia ca. 33000 Euro. Wenn ich eine ähnliche Konfiguration bei skoda Deutschland mache (Abweichungen in den Paketen sind da nicht ganz einfach zu vergleichen), komme ich auf ca. 46000 Euro Neupreis. Das sind knapp 30 Prozent weniger.... Ist schon ordentlich. Bin gespannt wie das alles verläuft. Ist meiner erster Neuwagen überhaupt.... Bin aufgeregt ???

Einen alten Thread wieder "wachgeküsst", der nun WELCHE ?? Frage beinhaltet ???

Zudem sich mittlerweile zwischendurch einiges am Preisgefüge getan hat.

@autofreake46: Bitte im Skoda Octavia-Forum einen Thread erzeugen - ich denke dort bekommst Du bessere Meinungen.

Hier werde ich vorsichtshalber dicht machen. ;)

Gruß Olli

MT Moderation

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