Erfahrung mit Autogas/LPG im E 350 W212?
Hallo zusammen,
es gibt zwar auch ein extra Autogas-Unterforum, aber da in ich nicht fündig geworden.
Hat jemand von Euch Erfahrung mit einem Autogas/LPG Einbau in einen W212 E350 (4matic) ?
Nachdem das Auto ja nicht gerade ein 3-Liter-Auto ist, erwäge ich ernsthaft einen Einbau so einer Anlage...
Es wäre toll, wenn mir jemand weiter helfen könnte :-)
viele Grüße,
Hoffimarc
Beste Antwort im Thema
Würde nie wieder eine LPG-Anlage in ein Auto einbauen, schon gar nicht in einen neuen W212. Hatt mit einer ICOM-Flüssig-Einspritzanlage durch eine leichte Schwäche der Pumpe einen Motorschaden durch höhere Brenntemperaturen durch abgemagertes Gemisch. Sobald die Pumpe an Leistung nachlässt, das Gasgemisch anders is (Propan/Butan) oder der Luftmengenmesser schwächelt gibts Probleme. Und das war ein robuster V8 mit 306PS im CL500 C215. Mann sollte über gewisse Drehzahlen nicht hinausfahren, so daß der V8 eigentlich sehr geeignet ist. Mit Rechtschutzversicherung geklagt, nach 2 Jahren verloren. Die Ventilsitze hätten erneuert gehört, bei diesem Motor ca. 6000€.
Der Motor wird heisser als mit Benzin da Gas nicht kühlt, sobald irgend eine Kleinigkeit nicht stimmt leidet der Motor. Und wenn einmal die Motorkontroll-Leuchte leuchtet kann man eigentlich schon in Deckung gehen.
Bei dem 306PS V8 waren es 12 Liter Super gegen 16-17 Liter Gas. Der herausgefahrene Vorteil lag wesentlich niedriger als erwartet.
Nie in einen neuen Benz Gas einbauen. In einen älteren vielleicht schon. Je komplizierter der Motor (Direkteinspritzung,...), umso schwieriger lässt sich Gas integrieren. Wenn was kaputt geht zahlt noch nicht mal die Motorversicherung. Begründung war, daß ich den Schaden bei dem Ausmas ja schon vor Leuchten der Motorkontroll-Leuchte hätte merken können. Und wenn ich noch weiter fahre als ich es hätte merken können ist der Schaden durch mich noch verstärkt worden. Und außerdem habe ich vielleicht ja auch verunreinigtes LPG-Gemisch getankt. Da die Produzenten auch nur Teile unterschiedlicher Hersteller zusammenkombinieren und im Ausland sitzen ist hier eine Klage aussichtslos. Und gegen Einbauer oder Distributer im Inland nutzt es auch nicht viel. Und die Motorversicherung zahlt noch nicht mal die versicherten 2-3 Tausend €.
Bei einem W212 wegen ein paar gesparter Euro noch nicht mal im Traum dran denken. Eher bei einem S500 W220.
50 Antworten
Hallo 350 Fans,
nach meinem Kenntnisstand ist der 350 4-matic (Vor-Mini-Mopf) mit 272 PS ein Saugrohreinspritzer, der problemlos auf Gas umgestellt werden kann.
Problematisch sind der 350 CGI sowie der neue 350 BE mit 306 PS als Direkteinspritzer.
Also bei 272 PS ruhig beim Fachbetrieb eine Umrüstung anfragen.
Hoffe ich konnte helfen.
Frank
Leichter ausgedrückt:
Direkteinspritzer (CGI) nein,
Saugrohreinspritzer ja (wenn der Umrüster es kann und es passende Anlagen dazu gibt)
Grüße
Zitat:
Original geschrieben von winsfalke
Der Motor wird heisser als mit Benzin da Gas nicht kühlt
Wo hast du denn die Weisheit her ? Gas verbrennt nicht heisser, sondern
sauberer als Benzin.
Es geht nicht um die Verbrennungstemperatur, sondern um die Kühlwirkung z.B. der Ventile.
Benzin ist flüssig und vergast teilweise beim Auftreten auf die z.B. warmen/heißen Ventile.
Dabei wird der Umgebung Energie (Wärme) entzogen (Änderung des Aggregatzustands) und somit wird gekühlt.
Bei Gas sieht es halt "dünn" aus mit weiteren Aggregatszuständen, die dort eingenommen werden könnten 😉
Anmerkung: Dies ist die vereinfachte Kurzfassung zu der Kühlwirkung von Benzin vs. Gas. Es gibt hier bestimmt einige Mitglieder, die das bis ins Detail erläutern können.
Grüße,
Hoschyh
Zitat:
Original geschrieben von hoschyh
Es geht nicht um die Verbrennungstemperatur, sondern um die Kühlwirkung z.B. der Ventile.Zitat:
Original geschrieben von winsfalke
Der Motor wird heisser als mit Benzin da Gas nicht kühlt
Wo hast du denn die Weisheit her ? Gas verbrennt nicht heisser, sondern
sauberer als Benzin.
Benzin ist flüssig und vergast teilweise beim Auftreten auf die z.B. warmen/heißen Ventile.
Dabei wird der Umgebung Energie (Wärme) entzogen (Änderung des Aggregatzustands) und somit wird gekühlt.
Bei Gas sieht es halt "dünn" aus mit weiteren Aggregatszuständen, die dort eingenommen werden könnten 😉
Ja im Prinzip stimmt das, aber das ist bei CGI-Motoren nicht das Problem, da das Kraftstoff-Luftgemisch nicht mehr durch die Einlaßventile in der Verbrennungsraum gelangt.
Die Ventile wie sie heute beim CGI sind, halten also aus.
Eine Lösung des Direkteinspritzen des Gases in den Motorraum gibt es nur noch nicht. Daran liegts zur Zeit.
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Zitat:
Original geschrieben von Bert1956
Ja im Prinzip stimmt das, aber das ist bei CGI-Motoren nicht das Problem, da das Kraftstoff-Luftgemisch nicht mehr durch die Einlaßventile in der Verbrennungsraum gelangt.
Die Ventile wie sie heute beim CGI sind, halten also aus.
Eine Lösung des Direkteinspritzen des Gases in den Motorraum gibt es nur noch nicht. Daran liegts zur Zeit.
Hallo Bert!
Das sollte auch nicht die Lösung für CGI, FSI, ... (Direkteinspritzer halt) aufzeigen, sondern ich wollte die verdrehte Aussage von winsflake richtig stellen (Brenntemperatur vs. Kühleigenschaften).
Die Problematik mit den Direkteinspritzern ist mir auch bekannt, da man nicht mal einfach so Gasdüsen ins Saugrohr setzen kann und somit den Notbetrieb via Benzin erhält.
Entweder müsste man auf reinen Gasbetrieb umstellen, wenn es solche Einspritzdüsen gäbe oder eine Kombidüse (Gas/Benzin) entwickeln.
Das werden sich die Kosten für die Entwicklung wohl nicht lohnen bein dem zu erwartenden Absatz.
Man müsste ja dann auch speziell für jeden Hersteller und ggf. Motor solche Düsen vorhalten.
Grüße,
Hoschyh
Zitat:
Original geschrieben von hoschyh
Das werden sich die Kosten für die Entwicklung wohl nicht lohnen bein dem zu erwartenden Absatz.
Man müsste ja dann auch speziell für jeden Hersteller und ggf. Motor solche Düsen vorhalten.
Die Autogasfirma
Viallemacht dies bereits seit Jahren und entwickelt fahrzeugspezifische Kits für verschiedenste Motoren. Und ich denke auch der Absatz wäre vorhanden, sonst würde hier nicht bereits seit ein paar Jahren auch für Direkteinspritzer erste Lösungen vorhanden sein.
Zitat:
Original geschrieben von denooo
Die Autogasfirma Vialle macht dies bereits seit Jahren und entwickelt fahrzeugspezifische Kits für verschiedenste Motoren. Und ich denke auch der Absatz wäre vorhanden, sonst würde hier nicht bereits seit ein paar Jahren auch für Direkteinspritzer erste Lösungen vorhanden sein.Zitat:
Original geschrieben von hoschyh
Das werden sich die Kosten für die Entwicklung wohl nicht lohnen bein dem zu erwartenden Absatz.
Man müsste ja dann auch speziell für jeden Hersteller und ggf. Motor solche Düsen vorhalten.
Es sind aber
keineLösungen für Direkteinspritzer verfügbar.
Genau da liegt ja das Problem.
Hallo zusammen und Danke für die Antworten.
Ich hatte mal eine Anfrage an Stuttgart gestellt, sowie an einen der "offiziell empfohlenen" Gasumbauer von der BM-Homepage.
Stuttgart (bzw. Holland) riet mir direkt davon ab, dieses Fahrzeug auf Gas umzurüsten,
und die Werkstatt meinte, dass es zumindest derzeit noch keinen Umrüstsatz gäbe.
So wie ich das mittlerweile rausgefunden habe, ist mein E350 4matic (EZ2009) noch kein Direkteinspritzer.
Weswegen genau Stuttgart davon abrät, weiss ich nicht. So wie ich das bei intensiven Internet-Recherchen rauslesen konnte, hat mein Wagen wohl einen "weichen" Zylinderkopf bzw. "weiche" Ventilsitze, die wohl mit dem Gas nicht klar kommen.
Schade eigentlich, weil der Verbrauch des Wagens (Kurzstrecke Überland gut 11L, Langstrecke Überland max 10L, Stadtverkehr gute 14L) auch nicht unbedingt wenig ist...
Nur deswegen jetzt auf nen anderen Wagen umsteigen, kommt für mich sowohl aus Herzblut-Sicht, als auch aus kaufmännischer Sicht nicht in Frage...
viele Grüße,
Marcus
mercedes ist nicht blöd. die haben für leute, die leistung und sparsamkeit wollen die diesel im programm. ein 350 cdi 4matic wäre das auto der wahl. auf der gasumrüsterei ist eh kein segen. hier verstellt die hoffnung auf volltanken für 30€ den leuten den blick für die realität einer teuren anfangsinvestition in hinterhofmontage mit ungewisser dauerhaltbarkeit.
Naja, ich versteh eh nicht, warum nicht mehr Hersteller ihr Programm erweitern und mehr Gas-PKW (ob nun ab Werk, oder als Umbau) anbieten, schliesslich ist es kostenmäßig ne echte Alternative für Vielfahrer.
Aber ich gebe Dir Recht, ich würde den Umbau bei dem Wagen auch nur bei ner Vertragswerkstatt durchführen lassen, wo ich volle Garantie (auch meine Anschlussgarantie) gilt.
Hallo zusammen,
ich kann aus eigener Erfahrung einen Einbau einer Gasanlage nicht empfehlen. Ich habe letztes Jahr meinen S211 280 mit einer Vialle LPI 7 bei einer mehr als renommierten Firma umbauen lassen. Es hat mehr als 9 Monate gedauert bis alle Fehler an der Anlage und auch angebliche Fehler am Auto (ich gehe hier nicht zu sehr ins Detail) beseitigt werden konnten und der Wagen anständig lief. Diese Zeit hat mich viel Nerven und Zeit gekostet. Ich haben den Wagen jetzt, da er endlich gescheit lief, verkauft; sicher ist sicher. Mein Resumee ist, dass jeder Umbau immer noch eine individuelle Bastellösung darstellt, mal besser, mal schlechter gelungen. Ich habe mir jetzt einen 250 CDI gekauft und bin damit glücklich. Für mich käme eine Umrüstung nie mehr in Frage.
Viele Grüße, Markus
Meiner 210er lief fast 100.000 km ohne ein Problem auf Gas.
Es liegt am Umrüster, nicht an der Technik.
Diese gibt es aber icht für cgi´s. (Und das war eigentlich die Frage im Thread)
Grüße
hallo allerseits. ich fahre bislang einen w211 50000km auf gas, und bin sehr zufrieden.
alle fehler waren ausschließlich auf die schlampigkeit des umrüsters zurückzuführen.
also, augen auf.