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Elektroauto Laden AC/DC

Themenstarteram 27. Januar 2021 um 19:27

Hallo

Ich möchte eine Ladestation für ein Auto aufbauen welches ich noch nicht habe und auch in den nächsten 4-5 Jahren kommen wird. Grund dafür das ich diese jetzt trotzdem aufbauen möchte ist die Förderung und das ich jetzt noch keine Ladestation mit Ladezeit benötige (vom Netzbetreiber geschalten).

Jetzt die frage wenn ich mir jetzt eine Gleichstromladestation kaufe erkennt ein Wechselstrom Auto (Auto mit Gleichrichter) das und überbrückt den Wechselrichter bzw. haben Gleichstromautos immer einen Wechselrichter eingebaut?

Habe jetzt so im Netz nichts direkt dazu gefunden kann auch sein das es so eine offensichtliche frage ist das sich da niemand drum kümmert.

Ich danke erstmal im Voraus für sachliche und sinnvolle Antworten.

Mit freundlichen grüßen Alex

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8 Antworten

Moin Alex,

die Antwort auf deine Frage liegt in der Steckerform... ;)

Auf einem Typ-1- und Typ-2-Stecker liegt immer ausschließlich AC, ein- bis dreiphasig, die verfügbare Ladeleistung hängt von den Fähigkeiten der Ladestation ab und von der belastbarkeit des Kabels - das ist über einen Widerstand im Kabel codiert und wird von er Ladestation erkannt.

DC erfordert einen CCS- oder CHAdeMO-Stecker. Der CCS ist eine Ergänzung zum Typ-2-Stecker, der DC-Teil geht über die beiden zusätzlichen Kontakte. Hat Dein Auto einen CCS-Anschluss, aber Deine Ladestation bietet ihm nur den normalen Typ-2-Stecker an, lädt er nur über AC. Anders herum geht es nicht, da die Kontaktierung gar nicht den Anschluss einer DC-Quelle an den AC-Eingang eines Fahrzeugs zulässt. CHAdeMO ist zu nichts kompatibel außer sich selbst. Erhältliche Adapter ermöglichen nur Übergänge zwischen kompatiblen Spannungen und Ladeströmen (z.B. Typ 2 auf Typ 1).

Die Fahrzeugbatterie arbeitet immer mit DC. Bei AC-Ladung macht das interne Ladegerät des Fahrzeugs die AC/DC-Wandlung, bei DC-Ladung macht das interne Ladegerät die Spannungsanpassung und Ladestrombegrenzung als DC/DC-Wandler.

Gruß

Derk

Fünf Jahre im Voraus eine Ladestation aufzubauen nur wegen einer Förderung ist bestimmt nicht ratsam.

Die Technik wird sich bestimmt in den kommenden Jahren deutlich verbessern.

Auch das Ladeverhalten der E-Autos wird ein anderes sein wie heute.

Lieber dann aufbauen wenn man die Station benötig mit dem Stand der neusten Technik

Stand heute wirst du dir keinen DC-Lader kaufen wollen. Er ist weder gefördert, noch mit Preisen um 10.000 EUR und mehr erschwinglich, noch ist er notwendig. VW experimentiert derzeit mit DC-Ladern, um den Gleichrichter im Auto einzusparen, aber das wird sich noch Jahre hinziehen.

Somit bleibt nur AC-Ladung. Jedes Auto hat heute einen Gleichrichter, da Typ2 als Standard ausschließlich AC unterstützt. Auch ich folge der Ansicht, dass jetzt eine Wallbox zu kaufen, obwohl das Auto erst in 4-5 Jahren am Horizont auftaucht, nicht sinnvoll ist, da der Markt stark in Bewegung ist.

Es könnte sinnvoll sein, sich eine geförderte Wallbox zu installieren, wenn das Auto sich mit 11 kW hinreichend laden lässt. Das wird auch in Zukunft gehen. Die Ladeverluste sind überschaubar und der Akku wird nicht sehr belastet.

Wenn man sich das wünschenswerte Akku-Spektrum 30-80% anschaut, sollte jeder Wagen damit über Nacht genügend Energie für den Tag oder 2 haben.

Zitat:

@cit schrieb am 28. Januar 2021 um 22:54:18 Uhr:

Es könnte sinnvoll sein, sich eine geförderte Wallbox zu installieren, wenn das Auto sich mit 11 kW hinreichend laden lässt. Das wird auch in Zukunft gehen. Die Ladeverluste sind überschaubar und der Akku wird nicht sehr belastet.

Wenn man sich das wünschenswerte Akku-Spektrum 30-80% anschaut, sollte jeder Wagen damit über Nacht genügend Energie für den Tag oder 2 haben.

Mit 11k W AC, 10 Stunden Parkzeit jede Nacht und ca. 22 kWh/100km Verbrauch, kann man im Jahr ca. 180.000 km fahren. Das sollte für die meisten Menschen ausreichen.

Um die Förderung zu erhalten, reicht es nicht, nur eine Kaufrechnung einzureichen. Man muss auch die ordnungsgemäßen Installation, Abnahme und Inbetriebnahme nachweise. Zusätzlich auch noch einen Stromliefervertrag für "Öko"-Strom.

Das alles gibt es selten bis nie in Summe für den Förderbetrag von 900 €, daher ist es selten sinnvoll, eine Walbox zu erwerben, wenn man sie nicht benutzen kann.

@OP:

1. DC-EVSE werden AFAIK nicht gefördert und sind um ein vielfaches teurer als AC-Wallboxen (mobile EVSE (Ladeziegel) werden generell nicht gefördert). Kann als mobiles Gerät mit 22kW schon mal ca. 20kEUR kosten. Bei DC-Wallboxen (mobile EVSE meist nicht) braucht man meist noch ein Backend. Vllt. findest du im Internet Software die mit viel Bastelei verbunden ist - oder du zahlst jeden Monat.

Wenn dein Anschluss <11kW haben soll: 11kW kostet i.d.R. kaum mehr, d.h. wenn's irgendwie machbar ist unbedingt mind. 11kW vorsehen.

11kW AC-Ladung können gescheite E-Autos komplett ausreizen. E-Autos die nur 3,6kW können, wäre IMHO höchstens bei PHEV ok oder wenn wirklich 100%ig sicher der Akku auch in Zukunft nicht zu leer daheim ankommen wird.

Mehr Sinn macht DC bei >11kW. Dann wird aber auch der Stromanschluss teurer.

2. Bei DC-EVSE vermute ich aufgrund des Protokolls zum E-Auto, dass du stärker auf Firmware-Updates angewiesen bist als bei AC-EVSE die ein extrem simples "Protokoll" haben. Firmware-Updates gibt's aber i.d.R. für sehr alte Geräte nicht mehr, insb. wenn's Nachfolgemodelle gibt.

3. Es ist noch nicht klar, wie genau Wallboxen vom Stromnetzbetreiber ferngesteuert werden. Ggf. musst du dann noch was nachkaufen, um die Anforderung zu erfüllen?

4. Bekommst du aktuell überhaupt einen Elektriker? Habe schon vor der MwSt.-Reduktion und somit auch lange vor dem Start der Wallbox-Förderung Probleme gehabt einen zu finden.

5. Wenn nicht gerade Aufputz-Leerrohre möglich sind oder die Strecke sehr kurz ist, ist das Verlegen der Leerrohre meist ein recht teurer Posten. Im Idealfall hast du einen Vermieter, der irgendwann im Zuge größerer Umbauarbeiten Leerrohre für E-Auto-Lademöglichkeiten verlegen muss und du dir somit das Geld sparen kannst. Oder je länger du wartest desto eher findest du Mitstreiter, mit denen zusammen du sinnvoll größerer Leerrohre verlegen lassen kannst, in die alle eure Kabel reinpassen. Gerade den Boden aufgraben oder eine Kernlochbohrung in die Hauswand machen lassen will man nur einmal. Wenn das Loch deswegen etwas größer werden muss, ist das wenn man die Kosten auf die Interessenten verteilt immer noch billiger als mehrere einzelne kleinere Löcher und Leerrohre.

Kurz: Ich habe das bei mir so gemacht, dass ich mir nur eine CEE16-Dose in die Garage habe machen lassen. Ohne Förderung, hab aber den Hof eigenhändig aufgegraben und im Boden Leerrohre verlegt, hatte damals gerade Zeit für sowas. Hab zwar noch nicht einmal ein E-Auto bestellt, weiß aber sicher, dass mein Vermieter in den nächsten Jahren keine derartigen Leerrohre verlegen wird, wenn ich nicht selber grabe. Außerdem ist mein aktuelles Auto sehr alt. War natürlich alles mit ihm abgestimmt und genehmigt.

notting

Zwar nicht mehr ganz aktuell aber es beschreibt es ganz gut. Der 11kW 3phasen Lader wird mittlerweile schon zum Standard. 22kW AC Laden kann die Zoe dafür aber meist kein CCS.

Warum wieder nur 7,4kW

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