Eindrücke nach Probefahrt richtig?
In der Theorie interessierte ich mich stark für den Saab 9-3 Limousine.
Nach der Probefahrt haben sich einige Eindrücke ergeben. Sind die so richtig?
1. das Auto fährt sich wie ein Kleinwagen
2. das Auto ist nicht spritzig genug
3. die direkte Sicht nach hinten (einparken) ist sehr eingeschränkt,
da der Kofferraum sehr hoch ist.
4. der Verbrauch ist sehr hoch (fast 9 l waren angezeigt.
Was solte man bedenken beim Kauf eines Saabs?
Danke für die Hilfe.
20 Antworten
Mag sein, dass der Golf in der Kompaktklasse und der 9-3 in der Mittelklasse zu Hause ist.
Fakt ist, dass sich trotz 10cm mehr Radstand und gegenüber nem "alten" Jetta V" ~10cm mehr Außenlänge die Innenraummaße fast nichts nehmen.
Der Preis ist definitv unterschiedlich (was sicher nicht für SAAB spricht, denn schon VW ist für das was dabei rauskommt viel zu teuer).
"Der Motor" und "die andere Ausstattung" find ich generell eine Verallgemeinerung, genauso wie "SAAB ist Mittelklasse".
(Der 9-5 und der 9-4X sind das mit Sicherheit nicht)
Wie gesagt, meine Eindrücke (subjektiv) hab ich beschrieben, dass der Motor vielleicht nicht ganz das war was er hätte sein sollen ist gut möglich.
Trotzdem find ich (fixier dich nicht auf den Golf an sich, sondern auf den im Prinzip baugleichen Jetta oder Octavia), dass trotz der "Autoblatteinteilungen" Kompakt- und Mittelklasse bei den beiden Autos ein Vergleich zulässig ist.
Die Autozeitungen vergleichen ja auch Octavia mit Passat, da liegt ebenfalls ne Klasse dazwischen, nämlich der Octavia als Jettaklon und somit Golfbruder mit Kofferraum theoretisch in der Kompaktklasse (auch wenns die Autozeitungen anders sehen) und der Passat in der Mittelklasse.
Und da wär dann wieder der Passat mit dem 9-3 zu vergleichen, nur ist der Passat leider um Ecken größer (zumindest im Innenraum) als der 9-3.
Zum Motor: Der Golf beginnt bei ca. 80PS und endet bei 270PS. Welchen Motor darf/soll man den Vergleichen?
Genauso bei der Ausstattung.
Mein Golf hat einen 2.0 Turbomotor (selbes Konzept wie die meisten 9-3) 200PS und 280Nm von 1800-5000U/min, Frontantrieb (wie die meisten 9-3), DSG (kaum Mehrverbrauch gegenüber der HS, was man z.B in den state of the art SAABs leider nicht findet und sich die Automatik nicht nur mit einem satten Aufpreis sondern inkl. sattem Mehrverbrauch zu Buche schlägt) und eine Ausstattung die man ebenfalls mit einigen 9-3 vergleichen kann.
Wobei ich sogar meine, dass der Großteil der 9-3 kein Leder, Standheizung, Automatik (DSG), Bi-Xenon, autom. abblendende Außen- und Innenspiegel, IR-refkletierende Frontscheibe, Bluetooth, elektrisch verstellbare Sitze, Navi, Bedienung über Lenkrad (inkl. Automatik), Sitzheizung, etc....... hat.
Klar, die Mehrzahl der Golfs ist viel schlechter ausgestattet, es ging mir hier um den Vergleich mit meinem derzeitigen fahrbaren Untersatz und da gibts im 9-3 aktuell keine Ausstattung die es in einem Golf nicht käuflich zu erwerben gibt.
(abgesehen von den belüfteten Scheibenbremsen hinten und dem Understatement des Saabs mit der eleganten skandinavischen Linienführung. Dagegen schaut ein Golf einfach nur *würg* aus.)
Von der Innenraumqualität/haptik der Kunststoffe bin ich eher dem Golf zugetan, obwohl ich das Design auch alles andere als hübsch finde.
Langstreckenkomfort und Innenraumgeräusche sind eindeutig Dinge die der SAAB besser kann.
Mit einem hohen Preis allein ist es halt leider nicht getan, dürfte allerdings SAAB auch bemerkt haben und die Preise der Griffinmodelle drastisch gesenkt haben (gegenüber den Vorfacelifts).
Hoffen wir auf einen tollen Nachfolger des 9-3II, dass er viele Käufer findet und es mit SAAB weitergeht, falls der 9-3 Nachfolger nichts wird (optisch) wirds eben dann ein junger gebrauchter 9-5II 😉
Edit: Das Nightpanel hab ich natürlich vergessen. Darauf freu ich mich auch schon.
Und: Schade, dass sich Spellsinger nicht mehr meldet, dürfte wirklich ein Troll sein der Gute.
Also was an dem Night Panel so toll sein soll weiss ich nicht. Micht stoert die Beleuchtung nicht und ich finde es unnuetz.
Ich finde es sogar daemlich, dass beim Cabrio die Schalter fuer die Leseleuchten und die Innenraumleuchte gar nicht beleuchtet sind.
Ich habe ja gluecklicherweise keine Limousine. Ich hatte sie zweimal als kostenlosen Leihwagen waeherend meiner in der Werkstatt stand. Was mich an der Limousine ganz massiv stoert sind die viel zu kurzen Tueren vorne. Wenn der Sitz ganz hinten ist, muss man sich als grosser Mensch (1,95) aus dem Auto schaelen. Da sind mir die langen Tueren meines Cabrios lieber.
Selbst unser Familienvan und meine letzten SUVs hatten vorne laengere Tueren. Es ist eben ein Auto der Kompaktklasse.
Und ueber die 9L Verbrauch des original Posters wuerde ich mich freuen. Mein V6 is deutlich durstiger. Macht aber auch viel Spass.
Ich liebe die Memory Funktion der Sitze, die bequemen Sitze allgemein, die Komfortoeffnung des Verdecks mit Schluessel sowie die Spritzigkeit des V6 Turbo. Sowie die Optik.
Es ist ein Spassauto was man gebraucht zu einem sehr guenstigen Preis bekommt. Allerdings koennen Ersatzeile teuer sein, wie ich gerade bei einem defekten Steuergeraet fuer die Xenon Leuchten erfahren durfte.
Und das Cruisen mit offenem Dach entschaedigt fuer alle kleinen Nebensaechlichkeiten..... ;-)
Zitat:
Original geschrieben von GTIChris
1) Mag sein, dass der Golf in der Kompaktklasse und der 9-3 in der Mittelklasse zu Hause ist.
Fakt ist, dass sich trotz 10cm mehr Radstand und gegenüber nem "alten" Jetta V" ~10cm mehr Außenlänge die Innenraummaße fast nichts nehmen.
Der Preis ist definitv unterschiedlich (was sicher nicht für SAAB spricht, denn schon VW ist für das was dabei rauskommt viel zu teuer).2) Mein Golf hat einen 2.0 Turbomotor (selbes Konzept wie die meisten 9-3) 200PS und 280Nm von 1800-5000U/min, Frontantrieb (wie die meisten 9-3), DSG (kaum Mehrverbrauch gegenüber der HS, was man z.B in den state of the art SAABs leider nicht findet und sich die Automatik nicht nur mit einem satten Aufpreis sondern inkl. sattem Mehrverbrauch zu Buche schlägt) und eine Ausstattung die man ebenfalls mit einigen 9-3 vergleichen kann.
3) Von der Innenraumqualität/haptik der Kunststoffe bin ich eher dem Golf zugetan, obwohl ich das Design auch alles andere als hübsch finde.
4) Langstreckenkomfort und Innenraumgeräusche sind eindeutig Dinge die der SAAB besser kann.
ad 1) Der "kleine" SAAB - also 900, 900 II, 9-3 I und 9-3 II - war innen immer etwas "knapp geschnitten".
Das ist Markentradition, wenn man so will. Das Auto ist eben ein "Sportschuh", der genau passt - aber nicht jedem. Geräumig im strengen Sinn ist der 9-3 sicher nicht.
ad 2) Den 2.0 Turbo von VW kenne ich nicht. Der GTI ist jedenfalls eine sehr sportliche Auslegung des Golf, der 2.0 t eher nicht. Dafür gibt es den Aero, gehirscht bis 240 - mit Direkteinspritzung bis 260 - PS. Dann vergleicht man die richtigen Varianten.
ad 3) Der VW-Konzern ist bei der Verarbeitung der Innenräume kaum zu toppen. Um das Geld macht das keiner nach. Da rentieren sich halt auch die Synergieeffekte! Trotzdem Geschmackssache: SAAB ist halt im Vergleich etwas angestaubt, aber eben SAAB. Und der neue 9-5 sieht schon auch im Konkurrenzvergleich recht gut aus.
ad 4) Auch das ist Markentradition. Irgendwo müssen ja auch die Stärken liegen.
Gruß
saabista63
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Zitat:
Original geschrieben von Harhir
Also was an dem Night Panel so toll sein soll weiss ich nicht. Micht stoert die Beleuchtung nicht und ich finde es unnuetz.
brauchst es ja nicht zu benutzen..its just a feature. ich finde es total entspannt damit zu fahren, wenns dunkel ist.
Also ich durfte auch in den letzten 3 Monaten einen Saab 9-3 Kombi aus 2007 mit der 120 PS Diesel-Maschine "probefahren" und habe in dieser Zeit fast 11.000 km zurück gelegt. Bin von einer C-Klasse zum Saab gekommen und jetzt wieder bei der C-Klasse gelandet. Anfangs war ich zwar von Saab nicht besonders begeistert, mit der Zeit fand ich den gar nicht so schlecht.
Meine Erfahrungen mit einem 9-3 tid 120 PS, EZ 08-2007, km Stand bei Übernahme 159.000 bei Abgabe 170.000.
Positiv:
- Federungskomfort, da das Auto sehr schwer ist, laut F-Schein 1710 kg Leergewicht, federst es ordentlich auch über schlechte Straßen
- Ausstattung mit Teilleder, Navi, Parkpiepser. Tempomat. Wobei es ein Festplattennavi von Kennwood war in Doppel-DIN-Größe, anscheinend ab Werk in Holland verbaut, weil das Auto ein Reimport war.
-Zuverlässigkeit, denn der Saab machte einen sehr fitten Eindruck und hat lediglich 2 Blinkerbirnen "verbraucht". Wobei der Austausch kinderleicht ist, da die Lampen in speziellen Sockel stecken, die leicht auszubauen sind.
- Verbrauch, trotz zügiger Autobahnfahrten hat mir Spritmonitor einen Durchschnittsverbrauch von 6.66 L auf 100 km gemeldet, ein Top-Wert für dieses Gewicht
- keinerlei Ölverbrauch feststellbar
- Auto muss nur alle 30.000 km zur Inspektion und der Zahnriemen muss auch nur alle 150.000 km gewechselt werden
- Wertfreies Image, man wird in keine Schublade eingeordnet
- Preis, da das Auto mit 8600 € bei weitem das günstigste war, was aus 2007 zu finden gab
Negativ:
- lahm, aber bei 120 PS und 1710 kg nachvollziehbar
- rauer Motorlauf
- laute Wind- und Motorgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten im direkten Vergleich mit einer C-Klasse aus 2005-2007
- zum Teil Verarbeitungsmängel. Bei mir klapperte die gesamte Dachverkleidung und A-Säulenverkleidung im Bereich der Frontscheibe und gab erst Ruhe, nachdem ich einen Schwamm zerschnitten und in alle zugänglichen Schlitze hineingestopft habe. Auch die Parksensoren wollten zum Teil heraus fallen.
Als Fazit
besser als befürchtet und für das Geld (gebraucht) gibt es kaum etwas besseres. Von der Technik her dürfte eine Opel Vectra vergleichbar sein, dafür sieht der Saab doch deutlich schicker und höherwertiger aus.