Drei Generationen Mercedes S-Klasse im Test: W116, W126, W140

Mercedes S-Klasse W116
Friedrichsruhe – Fünf Jahre nach ihrer Vorstellung wurde die S-Klasse Teil des Deutschen Herbstes. Am 5. September 1977 wurde Hanns-Martin Schleyer von der RAF brutal aus seinem 450 SEL entführt. Seine Leibwächter wurden dabei erschossen, er selbst am 18. Oktober, vor ziemlich genau 40 Jahren. Das Foto, das nach dem Überfall entstand, zeigt den 450 SEL mit offenen Türen und herausgeschossenen Fenstern, flankiert von halb zerstörten Strich-Achtern. Es ist Teil des kollektiven Gedächtnisses der BRD.
Der tiefdunkelblaue 350 SE der Classic-Abteilung von Mercedes hätte vielleicht ein fröhlicheres Jubiläum für diese Ausfahrt verdient. Aber er war ja nicht dabei, er wurde 1979 gebaut. Blaue Karositze, blauer Kunststoff am Armaturenbrett und in den Türverkleidungen, dazwischen und in der Mittelkonsole braunes Wurzelholz. Restauriert wurde das Auto nicht, nur in Schuss gehalten. Er wirkt etwas abgenutzt. Nicht mehr wie ein glänzendes Symbol des Kapitalismus und Imperialismus.
Viele Erinnerungen sind heute mit Autos verbunden. Und viele Autos mit Erinnerungen. Die S-Klasse prägt das kollektive Gedächtnis, weil sie regelmäßig in den Nachrichten vorkam, im Fernsehen und in Zeitungen. Als Vorstands-Limousine oder als Staatskarosse. Bundespolitiker fuhren bis in die 1990er fast nur Daimler, Bank-Chefs und Industrielle auch. Das Topmodell von Daimler war deshalb zwangsläufig ein Symbol der herrschenden Klasse. Und gehörte zum linksextremistischen Feindbild.

Mercedes 350 SE W116: V8 mit Dreigang-Automatik


Der W116 wirkt fast zierlich neben seinen Erben, dabei übertraf er mit 4,96 Metern Länge schon als Kurzversion fast alles, was damals auf den Straßen rollte. Chromstoßstangen, Fensterrahmen, Zierleisten - und natürlich der senkrecht aufragende Kühlergrill. Die S-Klasse machte keinen Hehl daraus: Wer hier drin saß, hatte es geschafft.
Dabei fühlen sich die Sitze an wie die in unserem Familien-W123 aus den frühen 1980ern. Ein bisschen zu weich und nach Federkern. Die Bedienung der elektrischen Fensterheber belegt ein Drittel des Mitteltunnels. Die Klimaanlage mit ihren vier Schiebereglern und zwei Drehknöpfen nimmt die Hälfte der Mittelkonsole ein. Immerhin: Zwei-Zonen-Regelung.
Unter der Haube sitzt ein 3,5-Liter-Benziner mit mechanisch geregelter Saugrohreinspritzung. Maximal 205 PS und 285 Newtonmeter Drehmoment erreichen das Getriebe. Viel davon kommt nie wieder raus. Die Dreigang-Automatik ist zudem kein Muster an Spontaneität. Trotzdem gibt es keinen Grund, über mangelnde Leistung zu klagen. Der 350 SE schiebt klaglos vorwärts.
Der V8 war in der Blüte seiner Jahre mal gut für eine Sprintzeit von rund 10 Sekunden auf 100 km/h, bei 200 km/h war Schluss. Mit Vierganghandschalter wäre es noch etwas schneller gegangen. Nicht schlecht. Dabei bollert der Motor nur ganz verhalten. Mercedes hat bei der Abstimmung auf Komfort und Laufruhe Wert gelegt. So rauscht man dahin, das große Lenkrad mit dem dünnen Kunststoff-Kranz zwischen den Fingern. Um die Mitte passiert sehr wenig, alles danach passiert mit leichter Verzögerung.

Der W116 war das erste Serienauto mit ABS


So war das damals. Geradeaus liegt der 350 SE satt und souverän. Er federt komfortabel und stoisch, Kanten schlucken die 205er-Reifen mit 70er-Flanken auf 14 Zoll einfach weg. So schiebt man sich durch den Herbst, vor der Windschutzscheibe die Konturen der Motorhaube. Sie rahmen die Landschaft ein, geben ihr eine Basis mit Mercedesstern in der Mitte. Man sieht ihn bis zum Sockel. Und fühlt sich erhaben. Natürlich kommt einem der Witz mit dem Mercedes-Stern als Zielvorrichtung in den Sinn.
Es setzt Regen ein. Ein Dreh am Ende des Lenkstocks auf der linken Seite, die silbernen Wischer quietschen leicht asynchron die Tropfen von der Scheibe. Ein bisschen ungelenk wirkt das. Damals war es Stand der Technik.
Die S-Klasse galt Mercedes schon damals als Technikträger. Bei Sicherheit, Telematik, Elektronik. Der W116 war das erste Serienauto mit ABS, ab 1978 wurde es als Extra angeboten. Was Generaldirektoren und Amtsträger schützte, sollte später weiter unten ankommen. Allerdings gab es damals beim Daimler kein echtes „unten“.
Oben löste 1979 der W126 den W116 ab. Er kam ab 1981 gegen Aufpreis mit Fahrerairbag und Gurtstraffer, auch ein Novum. Die Chromstoßstangen wurden durch Kunststoffstoßfänger ersetzt. Bruno Sacco war für das Design verantwortlich, das im Vergleich zum Vorgänger klar und nüchtern wirkt. Weniger prunkvoll, weniger protzig. Die Plastikplanken reichten um den kompletten Wagen - praktisch bei Remplern, die den Lack ganz ließen.
Außerdem waren Leichtbau und Aerodynamik Thema. Schließlich war der W126 unter dem Eindruck der ersten Ölkrise entwickelt worden. Der 300 SE verbrauchte bei besseren Fahrleistungen rund zehn Prozent weniger als der 350 SE der Vorgänger-Baureihe. Außerdem kam der Katalysator. Mehr Vernunft, weniger Prunk. Feindbild der Linken und Vorstands-Transportmittel blieb die S-Klasse. Auch der W126 hat seine RAF-Geschichte: Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen kam 1989 bei einem Bombenanschlag auf seine gepanzerte Limousine um.
Im Inneren des W126 merkt man vom Technikzeitalter zunächst wenig. Das Cockpit wirkt kaum moderner als das im W116. Der gleiche blaue Kunststoff spannt sich auf dem Armaturenbrett, das Holz wirkt wie aus derselben Charge. Für die billigen Plastikschieber der elektrischen Sitzverstellung würde sich Dacia heute schämen. Wenn Dacia eine elektrische Sitzverstellung anbieten würde. In der S-Klasse saß sie schon 1981 da, wo man sie heute noch findet. In der Tür, nicht am Sitz.

Mercedes 300 SE W126: Fahrdynamisch in die 1990er


Den Fortschritt spürt man erst, wann man fährt. Dieser W126 wirkt schon auf den ersten paar Metern locker um die 11 Jahre moderner, die er neuer ist. Der weiße 300 SE stammt von 1990. Der 3,0-Liter-Reihensechszylinder leistet nur 188 PS (mit Kat bleiben 179 PS) und 260 Nm Drehmoment, trotzdem geht er besser als der W116.
Die Viergang-Automatik reagiert spontaner, die Lenkung vermittelt mehr Gefühl. Die Solidität des 116ers spürt man im 126er trotzdem noch. Dabei wiegt er deutlich weniger. Um fast 200 Kilo ist der 300 SE (1.570 kg) leichter als der 350 SE (1.765 kg). Den deutlich schwächeren 280 SE der Vorgängergeneration schlägt er um fast einen Zentner.
Der Sauger säuselt seinen Sechszylinder-Sound und schiebt den 300 SE nicht brachial, aber nett nach vorne. Die Bremsen packen fast bissig zu. Den W126 kann man sich gut im Alltag vorstellen. Warum auch nicht. Er bekommt ja noch nicht mal ein H-Kennzeichen.

Mit dem Kohl-Panzer schwindet der Charme


Zwölf Jahre lang baute Mercedes den W126. Länger als jede andere S-Klasse. Gut 818.000 Exemplare wurden verkauft, bis heute schaffte das kein Nachfolger. Allerdings wurde auch nie wieder eine S-Klasse so lange gebaut.
Beim Umstieg in den W140 merkt man das sofort. Kaum zu glauben, dass nur zwei Jahre zwischen den beiden liegen. Es ist das damalige Topmodell 600 SEL, Baujahr 1992. Der Kohl-Panzer. Dieser Trumm von Auto ist gebaut wie eine Trutzburg, ausladend und abweisend. So ähnlich wie Kohl. Und ähnlich kontrovers. Für Kritiker stand der W140 sinnbildlich für eine Politik, die Mitte bis Ende der 1990er den Kontakt zum Volk verloren hatte.
Über 5,21 Meter streckt sich der W140 in der Langversion, von Radlauf zu Radlauf misst er fast 1,89 Meter. Der Vorgänger (W126) war sieben Zentimeter kürzer und beinahe sieben Zentimeter schmaler. Erst mit der aktuellen Baureihe W222 hat Mercedes es geschafft, das wieder zu übertreffen.

Mercedes 600 SEL: Der erste Mercedes-V12 nach dem Krieg


Mercedes setzte im 140er erstmals nach dem Krieg einen V12 ein. Mit sechs Litern Hubraum und 408 PS. Die kann er gut vertragen. Rund 2,2 Tonnen bringt der 600 SEL auf die Waage – fast eine halbe Tonne mehr als das W126-Topmodell 560 SEL. Die Fenster waren doppelt verglast, nicht nur mit aufgeklebter Folie, sondern mit zwei vollwertigen Glasscheiben.
Sogar der Innenspiegel ließ sich elektrisch verstellen. Ein unnützes Extra, von dem selbst der langjährige Baureihenleiter Frank Knothe sagt, da habe man es eventuell zu weit getrieben. Trotzdem ist er überzeugt, dass der Sprung vom 126 zum 140 einer der größten in der S-Klasse-Geschichte ist. Zumindest, was Komfort und Elektronik betrifft.
Man muss das nicht unbedingt vom Fahrersitz aus erleben. Fahrdynamisch stellt der 600 SEL keine Offenbarung dar. Er wirkt vom Lenkrad aus genauso schwer und breit, wie er ist. Die Bremse braucht mehr Druck als die im W116 und vermittelt quasi kein Gefühl. Ein Fahrerauto war diese S-Klasse nur geradeaus. In 6,3 Sekunden war sie auf Tempo 100.

Das ESP kam vom 600 SEL in die A-Klasse


Der W140 ist ein Hintensitzer-Auto. Die Sitze im MB-Classic-Exemplar sind mit dickem beigen Velours bezogen. Damals mochte man das, es war der Bezug der Wahl für die Topausstattung. Leder galt als kühl. Allerdings brauchte man jemanden, der das empfindliche Material sauber hielt. Es altert nicht gut, auch dieser 600 SEL wirkt schmuddelig.
Dafür verstecken sich überall Elektromotoren. Es gibt eine Mehrzonen-Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Außenspiegel und Sitze mit Memory-Funktion. Die Neigung der Rückbanklehne lässt sich elektrisch justieren. Das klingt zwar, als würde man eine Zugbrücke herunterlassen, aber den Komfort erhöht es. Auch die Kopfstützen klappen elektrisch nach hinten.
Damit war der W140 durchaus Zeichen seiner Zeit. Schließlich brachten uns die späten 80er so unnütze Features wie Tapedecks mit Autoreverse-Funktion, bei der die komplette Kassette umgedreht wurde. Zeitgeistig war der W140 allerdings nicht. Er war zu breit für eine Normgarage und passte nicht auf den Autoreisezug. Der Innenraum mit Velours und Wurzelholz wirkt spießig. Eher wie Oggersheim als wie Berlin Mitte.
Die Zeiten, als die S-Klasse die Nachrichten bestimmte, neigten sich ohnehin rapide dem Ende zu. Der 7er von BMW war zwischenzeitlich zum ernsthaften Konkurrenten aufgestiegen - auch außerhalb der bayerischen Landespolitik und 1994 kam der erste Audi A8 auf den Markt. Kurz nach dem Ende von Kohls Amtszeit drängte sogar Volkswagen in die Oberklasse. Gerhard Schröder machte den Phaeton kurzzeitig populär. Als eine Art bodenständige Oberklasse, wenn man so will. Inzwischen bestehen die Politiker-Fuhrparks aus einer bunten Mischung aller Hersteller.
Eine ziemlich wichtige technische Neuerung hatte der W140 aber noch in petto. Er war der erste Mercedes mit ESP. Ab 1995 gab es den Schleuderschutz in den V12-Modellen serienmäßig, für die V8-Versionen war er optional. Das erste Fahrzeug, dass das System in allen Varianten serienmäßig erhielt, war keine S-Klasse: die 1997 neu eingeführte A-Klasse wurde damit ausgerüstet. Jetzt gab es ein "unten" beim Daimler. Zuvor war sie beim Elchtest umgefallen. Übrigens am 21. Oktober, als vor ziemlich genau 20 Jahren. Auch kein schönes Jubiläum.
Ab sofort verschicken wir unsere besten News einmal am Tag über Whatsapp und Insta. Klingt gut? Dann lies hier, wie Du Dich anmelden kannst. Es dauert nur 2 Minuten.

Technische Daten W116, W126 und W140

Modell 350 SE (W116) 300 SE (W126) 600 SEL (W140)
Motor 3,5-Liter-V8-Benziner 3,0-Liter-Reihensechszylinder 6,0-Liter-V12-Benziner
Leistung 205 PS (151 kW) b. 5.750 U/min 188 PS (138 kW) b. 5.700 U/min 408 PS (300 kW) b. 5.200 U/min
Drehmoment 287 Nm b. 4.000 U/min 260 Nm b. 4.400 U/min 580 Nm b. 3.800 U/min
Antrieb Dreigang-Automatik, Hinterräder Viergang-Automatik, Hinterräder Viergang-Automatik, Hinterräder
Geschwindigkeit 205 km/h 200 km/h 250 km/h
0-100 km/h 10,3 s 9,1 s 6,3 s
Verbrauch 13,0 l 11,8 l 13,7 l
Länge/Breite/Höhe 4,96 m/1,87 m/1,43 m 5,02 m/1,82 m/1,44 m 5,21 m/1,89 m/1,49 m
Gewicht 1.765 kg 1.570 kg 2.190 kg
Stückzahlen 51.100 (W116 ges.: 473.035) 105.422 (W126 ges.: 818.036) 32.517 (W140 ges.: 406.717)

[videotag]https://www.youtube.com/watch?v=-oi8R0XGjnk[/videotag]

492 Antworten

Was für ein Zeug rauchst du ?:D

Zitat:

@Dr.Dennis schrieb am 18. Januar 2019 um 19:33:49 Uhr:



Zitat:

Bei so einem Wagen braucht man dann eine 18-Jährige. :D


Auch da hat Sebastian Nast sicherlich reichlich Bildmaterial :D

Na klar ... die autobegeisterte Jungend ...

:p

Mit besten Sterngrüßen

Sebastian

@ Sebastian
Ich gehe hier (Foto oben) nicht von Deiner Freundin aus sondern eher Photoshop o. ä. , oder irre ich mich? Wobei, das Coupe ist nicht Deins.
Viele Grüße
Jörg H. und Blau Bär

Zitat:

@Blau Baer schrieb am 20. Januar 2019 um 15:13:25 Uhr:


@ Sebastian Ich gehe hier (Foto oben) nicht von Deiner Freundin aus sondern eher Photoshop o. ä. , oder irre ich mich?

Weder noch ...

:)

Mit besten Sterngrüßen

Sebastian

Ähnliche Themen

Ein früherer Nachbar von mir ein älterer Herr fuhr Mitte Ende der Siebziger kann genau weiß ich es nicht mehr, einen W116/ 280 SE in Silber mit blauen Velourpolster. Das war schon ein Schlitten. Ein Auto wie aus einem Guss. Kann mich noch genau daran erinnern wenn er die Türen zugemacht hat wie sich das safeartig angehört hat.:)

Das war noch der alte Daimler!!! Auch der W 126er noch... dann war es vorbei.
Viele Grüße
Jörg H. und Blau Bär

Zitat:

@Blau Baer schrieb am 15. Februar 2019 um 13:14:57 Uhr:


Das war noch der alte Daimler!!! Auch der W 126er noch... dann war es vorbei.
Viele Grüße
Jörg H. und Blau Bär

Ja Also mein lieber "Käptn Blaubär",

jetzt schlägt es fast 13...

Aus deiner Feder so etwas... :D

Ich nehme dich als in Fleisch gewordenen Botschafter der 140er Baureihe, kritisch, offen und in der Argumentation mit beiden Beinchen auf dem Boden wahr...

Meine Welt ist zerstört, wenn nach dem 126 die Benzen-Welt zu Ende gewesen sein soll...

Den 140 er kannste doch schon noch mit reinnehmen, gelle!? :)

Viele Grüsse
Jens

Oha. Der ultimative Aufschlag für Sebastian Nast sein Mercedes - Lobhudeleifeuerwerk abzuknallen :o :D

Zitat:

@rekordverdaechtig schrieb am 15. Februar 2019 um 13:53:04 Uhr:



Zitat:

@Blau Baer schrieb am 15. Februar 2019 um 13:14:57 Uhr:


Das war noch der alte Daimler!!! Auch der W 126er noch... dann war es vorbei.
Viele Grüße
Jörg H. und Blau Bär

Ja Also mein lieber "Käptn Blaubär",
jetzt schlägt es fast 13...
Aus deiner Feder so etwas... :D
Ich nehme dich als in Fleisch gewordenen Botschafter der 140er Baureihe, kritisch, offen und in der Argumentation mit beiden Beinchen auf dem Boden wahr...
Meine Welt ist zerstört, wenn nach dem 126 die Benzen-Welt zu Ende gewesen sein soll...
Den 140 er kannste doch schon noch mit reinnehmen, gelle!? :)
Viele Grüsse
Jens

Eigentlich nicht, denn der 140er ist ein Auto mit so vielen elektronischen Problemen, der hat mit dem 126er und 116er nichts gemein. Mein Freund hatte einen und er war nicht zu reparieren, weil sich keine Sau damit auskennt. Nur Ärger! Die Karre musste dann aus mysteriösen Umständen abbrennen.

Ein Griff ins Klo von Mercedes Benz!

Zitat:

@winnerl schrieb am 16. Februar 2019 um 18:19:32 Uhr:



Zitat:

@rekordverdaechtig schrieb am 15. Februar 2019 um 13:53:04 Uhr:



Ja Also mein lieber "Käptn Blaubär",
jetzt schlägt es fast 13...
Aus deiner Feder so etwas... :D
Ich nehme dich als in Fleisch gewordenen Botschafter der 140er Baureihe, kritisch, offen und in der Argumentation mit beiden Beinchen auf dem Boden wahr...
Meine Welt ist zerstört, wenn nach dem 126 die Benzen-Welt zu Ende gewesen sein soll...
Den 140 er kannste doch schon noch mit reinnehmen, gelle!? :)
Viele Grüsse
Jens

Eigentlich nicht, denn der 140er ist ein Auto mit so vielen elektronischen Problemen, der hat mit dem 126er und 116er nichts gemein. Mein Freund hatte einen und er war nicht zu reparieren, weil sich keine Sau damit auskennt. Nur Ärger! Die Karre musste dann aus mysteriösen Umständen abbrennen.
Ein Griff ins Klo von Mercedes Benz!

Ist das jetzt Dein Ernst, hier von einer Strafttat zu berichten?

Zitat:

@c280mungojerry schrieb am 16. Februar 2019 um 18:29:30 Uhr:



Zitat:

@winnerl schrieb am 16. Februar 2019 um 18:19:32 Uhr:



Eigentlich nicht, denn der 140er ist ein Auto mit so vielen elektronischen Problemen, der hat mit dem 126er und 116er nichts gemein. Mein Freund hatte einen und er war nicht zu reparieren, weil sich keine Sau damit auskennt. Nur Ärger! Die Karre musste dann aus mysteriösen Umständen abbrennen.
Ein Griff ins Klo von Mercedes Benz!

Ist das jetzt Dein Ernst, hier von einer Strafttat zu berichten?

Na ja, zumindest (k)ein "aufschlussreiches Statement", der Tenor sagt eigentlich alles...

Zitat:

@rekordverdaechtig schrieb am 15. Februar 2019 um 13:53:04 Uhr:


...
Meine Welt ist zerstört, wenn nach dem 126 die Benzen-Welt zu Ende gewesen sein soll...
Den 140 er kannste doch schon noch mit reinnehmen, gelle!? :)

Hallo Jens,

hallo alle!

Was die wirkliche, alte Qualität angeht in meine Augen ja!!! (Gut jetzt nur auf die S-Klasse bezogen - W 201 und W 124 nach Anlauf, hier hat man es nochmal hinbekommen. Ja, alte Daimler-Qualität.)

Der W 140 ist von technischen Konzeption ein riesengroßer Wurf, wenn nicht sogar der größte von Daimler.

Leider ist die Ausführung in vielen, vielen Details zu dünn bis mangehaft. Ich schrieb das hier schon öfters:

Kunststoffzahnräder im Scheibenwischergestänge; unterdimensionierte Türfangbänder; Kabelisolierungen aus PVC, viele Metallteile für die Größe und das Gewicht unterdimensioniert; wegbrechende Streben im Fahrwerk bei etwas über 100' Km und fahren wie Opa - kann nicht sein!; Automaten; Qualität Heckleuchten - rosa anlaufen; Sitzgestell unterdimensioniert; Bessere Elektronikbauteile usw. usw.

Und keiner soll mir erzählen W 202, W 203, B-Klasse etc. taugen etwas. Bei jedem zweiten, der an mir vorbeifährt, gibt es jaulende, knarzende oder mahlende Geräusche! Erst heute wieder bei dem herrlichen Wetter - Ich stand an der Straße wegen meiner Damen dort.

:D;)

- zwei B-Klassen und ein..? weiß nicht mehr ganz genau. Alte W 123 knattern und fahren. Hier auf Motor-Talk war doch in einem Bericht einmal eine Frau / Familie mit W 123 in Berlin in blau.

Sebastian Nast kann gern mir seiner rosaroten Brille die Lobeshymnen auf die neuen Mercedes singen. Selbst die Meister bei Mercedes sagen - wenn auch nicht offiziell - etwas anderes, ebenso andere Mechaniker / Meister in freien Werkstätten. Mir sind Fälle bekannt von Probefahrten von ca. 200 km im W 140 (sehr zum mißfallen der Eigentümer) und Meister, die extra herauskommen um sich einen älteren Mercedes im Top-Zustand anzusehen. Vom W 220 u. ä. habe ich soetwas noch nie gehört. Zitat Mercedes-Werkstatt über W 220: "Das ist doch keine S-Klasse." Und die Aussagen hier im Forum, dass die Autos nur noch so la, la, la fertig entwickelt werden und der Kunde dann den Rest / Mist ausbanden kann, sind ja auch sehr prägnant.

Viele Grüße

Jörg H. und Blau Bär

Zitat:

@Blau Baer schrieb am 16. Februar 2019 um 19:32:35 Uhr:


Und keiner soll mir erzählen W 202, W 203, B-Klasse etc. taugen etwas. Bei jedem zweiten, der an mir vorbeifährt, gibt es jaulende, knarzende oder mahlende Geräusche!
Mir sind Fälle bekannt von Probefahrten von ca. 200 km im W 140 (sehr zum mißfallen der Eigentümer) und Meister, die extra herauskommen um sich einen älteren Mercedes im Top-Zustand anzusehen. Vom W 220 u. ä. habe ich soetwas noch nie gehört. Zitat Mercedes-Werkstatt über W 220: "Das ist doch keine S-Klasse." Und die Aussagen hier im Forum, dass die Autos nur noch so la, la, la fertig entwickelt werden und der Kunde dann den Rest / Mist ausbanden kann, sind ja auch sehr prägnant.

Ja nee ist schon klar ... der Bekannte von meinem Schwager, dessen Arbeitskollege erzählt auch immer solche Geschichten!

;):D

Und eine 200km-"Probefahrt" kann ich durchaus noch toppen, als ich 2014 einen 220er S55 L AMG Kompressor fahren durfte, war ich damit einen halben Tag, und rd. 300km unterwegs, absolutes Traumteil ... habe auf den rd. 300KM fast eine Tankfüllung verfahren ...

:):cool:

Und das 202er und 203er C-Klassen genau wie 245er und 246er B-Klasse genau so solide, echte Daimler sind, wie alle anderen, sieht man ja immer ganz gut an den Taxi-Rückläufern ....

:)https://suchen.mobile.de/.../details.html?...https://suchen.mobile.de/.../details.html?...https://suchen.mobile.de/.../details.html?...https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

Und zum 140er, also der 140er ist technisch schon auch ein richtig gutes Auto, welches in Sachen Wartung und Reparaturen aber tatsächlich überdurchschnittlich anspruchsvoll ist, mit dem ist der "Otto-Normal-Schrauber" tatsächlich recht schnell überfordert. Aber das ist ja eigentlich bei allen Oberklasse-Fahrzeugen so. Aber qualitativ war der 140er da weder besser noch schlechter wie seine Nachfolger oder Vorgänger. Man braucht nur für alle S-Klassen, egal welche Baureihe, sehr kompetente Schrauber, und reichlich Geld, um die am laufen zu halten.

Daher fahre ich im Alltag ja auch E-Klasse T-Modell (S210), weil der ist im Vergleich zu meinen 140ern sooo anspruchslos, und solide, der läuft einfach, und frist kein Brot. Dadrüber muss man sich beim kaufen einer alten S-Klasse einfach im klaren sein.

Das eigentliche "Problem" des 140ers ist auch nicht die Technik, die Qualität. da sind die schon i.O., sonderen viel mehr die Optik, vorallem wenn man weiß, wie der 140er nach Sacco eigentlich mal hätte aussehen sollen ...

;)

Mit besten Sterngrüßen

Sebastian

Tadaaa....

Zitat:

@winnerl schrieb am 16. Februar 2019 um 18:19:32 Uhr:



Eigentlich nicht, denn der 140er ist ein Auto mit so vielen elektronischen Problemen, der hat mit dem 126er und 116er nichts gemein. Mein Freund hatte einen und er war nicht zu reparieren, weil sich keine Sau damit auskennt. Nur Ärger! Die Karre musste dann aus mysteriösen Umständen abbrennen.
Ein Griff ins Klo von Mercedes Benz!

Da bin ich doch nicht einig. Elektronikprobleme ist doch was ich durch mehr als 10 Jahre und 215.000 gefahrene km NICHT kenne, ausser drei ausgetrocknete Elkos im KI. (Reparaturkosten ein paar €)

Unterdimensionierte Fahrwerksteile hat aber durch die Jahre tausende Euronen gekostet.

Ähnliche Themen