drei-quartals-bericht deutschland - toyota schneidet glænzend ab

Toyota

laut dem manager-magazin ist toyota auch dieses jahr sehr erfolgreich in deutschland. neben toyota legt auch lexus kræftig zu, mit einer absatzsteigerung von ganzen 80% auf 5100 fahrzeuge - dieser kolossale anstieg wird als "liegt gut im plan" bezeichnet, wæhrend man toyota mit der aussage zitiert, die marke werde nicht an eventuellen rabattschlachten teilnehmen.

lieb gruss
oli

28 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von LexPacis


Guten Tag,

Zitat "Der Gewinn war [auf] 16,4 Millionen Euro gestiegen". Das wäre in der Tat bedenkenswert. Aber Journalisten sind auch nur Menschen, ersetze deshalb "auf" durch "um", dann passt des schon. Ein mittlerer Anstieg, Deine 133 Euro pro Fahrzeug (0.7%) scheinen dann wenig zu sein - betrachtest Du aber auch, dass einige Fahrzeuge aus Japan importiert werden (Euro-Yen Kurs), dann sieht's noch besser aus. Ob dieser leichte Anstieg aufgrund einer Verschiebung des Produktmixes zustande kommt (teurere Modelle) oder aufgrund der teueren Ausrüstung, ist aus dem Artikel nicht ersichtlich. Aber was sicher ist, dass die Preise nicht gesenkt wurden - wobei wir wieder beim Thema sind ..

Wenn man sich die Vorjahresgewinne anschaut wird die 16,4 Mio€ schon stimmen.

2004/2005: 11,6Mio€

2003/2004: 7,1Mio€

2002/2003: 3,6Mio€

Vor Steuer!

http://www.autointell.de/.../Ap-19-05-p6.htmhttp://www.auto-reporter.net/artikel.las?...

Interessant auch dieser Artikel:
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=810680&firmaid=40803

das wære in der tat sehr, sehr wenig - stehen die zahlen fuer toyota deutschland (die evtl noch geld an die japan "ueberweisen" muessen)? dass toyota einer der profitabelsten autohersteller der welt ist, liest man ja regelmæssig, da ueberraschen solche zahlen sehr.

lieb gruss
oli

Zitat:

Original geschrieben von oli


das wære in der tat sehr, sehr wenig - stehen die zahlen fuer toyota deutschland (die evtl noch geld an die japan "ueberweisen" muessen)? dass toyota einer der profitabelsten autohersteller der welt ist, liest man ja regelmæssig, da ueberraschen solche zahlen sehr.

lieb gruss
oli

Ja, sind nur die Zahlen für Deutschland. In Nordamerika wird es wohl besser aussehen.

Sollte man das F1 Angagement aufgeben, könnte man den Gewinn in D vervielfachen!😁

Ciao,

Du hast recht, das müssen tatsächlich die Zahlen von Toyota Deutschland sein. Ihr müsst mir dies nachsehen, mich interessiert finanziell die Konzernsicht bezüglich der Marge und als Hersteller. Toyota Deutschland, z.B. im Gegensatz zu USA, hat ja kein Toyota Werk (ausgenommen F1). Ich gehe davon aus, dass das Formel-1 Engagement sowieso separat dargestellt wird, vielleicht sogar auf einer anderen Stufe konsolidiert wird - sind ja zu einem grossen Teil Marketingaufwendungen/ Investitionen, die weltweit Früchte tragen sollen.

Für eine "Handelsunternehmung" sind die Margen dünner. Und, da hast Du recht, für die muss es natürlich finanziell auch stimmen. Toyota geht generell sehr partnerschaftlich um (auch mit Lieferanten) und hat wahrscheinlich kein Interesse, die Tochter schlechter darzustellen - wobei Steueroptimierung ja legal ist :-)

Gruss und danke für den Hinweis,
LexPacis

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Zitat:

Toyota geht generell sehr partnerschaftlich um (auch mit Lieferanten)

woher weisst du das?

lieb gruss
oli

Salut,

Ich kenne einige Leute (Bekannte) aus der Zuliefer-Branche (gibt einige in der Schweiz) - da wird recht offen diskutiert, vorallem wenn Du nicht selber aus dieser Industrie kommst. Einer von Ihnen, hatte z.B. mit Denso zu tun. Klar, Denso ist eine Abspaltung von Toyota. Bei Problemen kriegt der Zulieferer Besuch von Toyota und bei Verbesserungen werden die Gewinne zwischen Lieferant und Toyota aufgeteilt.

Eine weitere meiner Quellen ist z.B. das Sachbuch "The Toyota way". Da werden einige Beispiel der Kooperation beschrieben .. und das meiste tönt glaubwürdig, da es zu der gesamten Philosophie rund um Toyota passt (inkl. Keiretsu System). Toyota Manager sitzen vielfach im Aufsichtsrat der wichtigsten Zulieferfirmen.

Ich habe, unter anderem, beruflich mit der Disziplin Operations Management zu tun und habe mich deshalb recht intensiv mit JIT/Lean (Kanban-Systemen) und Quick-Response Manufacturing (als flexiblere Alternative) beschäftigt.

Das Buch ist sehr interessant und beinhaltet auch die Enstehung des Ur-Lexus (Celsior) als auch des Toyota Prius.

Gruss,
LexPacis (ich heisse übrigens auch Oliver)

P.S: "The Toyota way" gibt's entweder bei Amazon, oder falls Schokoladien=Schweiz im Orell Füssli English book-shop in Zürich
P.S: Falls Du beruflich in der Industrie tätig bist, kann ich Dir auch "Quick Response Manufacturing/ Rajan Suri" sehr empfehlen

Zitat:

Original geschrieben von LexPacis


Salut,

Ich kenne einige Leute (Bekannte) aus der Zuliefer-Branche (gibt einige in der Schweiz) - da wird recht offen diskutiert, vorallem wenn Du nicht selber aus dieser Industrie kommst. Einer von Ihnen, hatte z.B. mit Denso zu tun. Klar, Denso ist eine Abspaltung von Toyota. Bei Problemen kriegt der Zulieferer Besuch von Toyota und bei Verbesserungen werden die Gewinne zwischen Lieferant und Toyota aufgeteilt.

Eine weitere meiner Quellen ist z.B. das Sachbuch "The Toyota way". Da werden einige Beispiel der Kooperation beschrieben .. und das meiste tönt glaubwürdig, da es zu der gesamten Philosophie rund um Toyota passt (inkl. Keiretsu System). Toyota Manager sitzen vielfach im Aufsichtsrat der wichtigsten Zulieferfirmen.

Gruss,
LexPacis (ich heisse übrigens auch Oliver)

Das hat nur alles nichts mit der Realität zu tun.

Die Realität sieht so aus:

http://www.toyota-industries.com/.../tddk.html

Mehrere Leute aus meinem Freundeskreis arbeiten dort, aber nicht als Angestellte sondern als billige Leiharbeiter für 6,- Brutto incl. Zuschläge. In einer Region mit 20-30% Arbeitslosigkeit ist es natürlich leicht die Arbeiter so auszunutzen. Rentabel muß das Werk sein, da mittlerweile auch für Deutsche Autohersteller gefertigt wird.

Es ist aber durchaus möglich, daß die Leute der Geschäftsführung von Toyota gut behandelt werden.

hei oliver! 🙂

ich bin soziologiestudent, in norwegen. habe aber auch schon mit jit, tqm und all diesen sachen gearbeitet. war nur unsicher, ob die prinzipien der zusammenarbeit auch ausserhalb japans gelten; die koreaner z.b. treten extrem aggressiv auf gegenueber hændlern und zulieferern. danke fuer die quellenhinweise!

lieb gruss
oli

Ciao

@kneipa:

So, Du kennst also die Realität ? Es ist immer nett, anderen Menschen etwas zu unterstellen, das zeugt von einer guten Gesprächskultur. Was ist das für eine Firma und wie ist die an Toyota angebunden ?

Wichtige Toyota-Lieferanten haben Toyota-Prinzipien übernommen und arbeiten in der Regel in Festanstellung.
Zusätzlich legt Toyota viel Wert auf Cross-training, das macht die Arbeit weniger monoton als das Taylor'sche Modell. Die Äusserung "die müssen rentabel sein", was ist daran falsch? Sollten deren Mitarbeiter wirklich miserable Anstellungsbedingungen haben, glaube mir, das wird sich langfristig von alleine lösen (P-fluktuationen: Kosten und Qualität -> Misserfolg) - ist aber sicher tragisch für die Mitarbeiter. Interessant finde ich, dass bei soviel Sozialstaat, wie in Deutschland, so etwas möglich ist - oder vielleicht gerade deswegen ? Aber genauso, wie es unfähige und korrupte Manager gibt, gibt es aber auch Arbeiter, die ausgetauscht werden müssten! Welche Einstellung hast Du ?

Niemand hat gesagt, Toyota sei pefekt und ich kenne auch Fälle, da hat Toyota unangenehme Entscheidungen gefällt (betrifft Händlernetz in Schweiz und FL). Die waren aus Toyota Sicht naheliegend, für den Händler aber tragisch - wir nennen das Business und ob richtig oder falsch, werden wir erleben.

Gruss,
LexPacis

P.S: Ist nicht alles schwarz oder weiss, alles eine Frage der Verteilung und des Mittelwertes!
P.S: Ein guter Bekannter von mir hat eine Toyota-Vertretung und war schon mehrmals auch in Japan.

Zitat:

Original geschrieben von Kneipa


Wenn man sich die Vorjahresgewinne anschaut wird die 16,4 Mio€ schon stimmen.
2004/2005: 11,6Mio€
2003/2004: 7,1Mio€
2002/2003: 3,6Mio€
Vor Steuer!

die 16,4mio. sind natürlich 'geschönt' - was hätte toyota davon in deutschland 200mio. gewinn auszuweisen, wo doch die gewinnsteuern hier besonders hoch sind??

der mutterkonzern kann den deutschland-gewinn steuern wie immer sie wollen - beispiel: wenn der gewinn zu hoch wird dann verkauft toyota japan einen corolla an toyota deutschland nicht mehr um 10.000€ sondern um 11.000€ = niedrigerer gewinn für toyota deutschland

die nettogewinn-marge bei toyota liegt übrigens bei fast 10% (5billionen yen umsatz bei 550milliarden yen nettogewinn)...

Ciao,

Deine Vermutung dürfte richtig sein! Ich finde das Ergebnis für die "Handels-Unternehmung" Toyota Deutschland nicht gerade berauschend und wenig aussagekräftig (die Entwicklung der Umsätze und der Marktanteile ausnahmsweise schon). Also ich würde auch zur legalen Steueroptimierung greifen. Das ist auch der Grund, warum mich hier die Rechnung auf Konzern-Ebene mehr interessiert. Demotivierend (vorallem im Erfolgsfall) ist das für Toyota-Deutschland Mitarbeiter wahrscheinlich nicht, die kennen ja sicher die internen Verhältnisse und werden ihr entsprechendes Anreizsystem haben.

Bezüglich operativem Ergebnis ist Toyota momentan bei ca. 8.9% - die 10% Marke wurde als neues Ziel definiert. Um dieses Ziel seitens Umsatz und Kosten zu realisieren werden insgesamt in den kommenden Jahren ca. 10'000 (+33%) Ingenieure weltweit eingestellt (Entwicklung, Produktion und Q-Mgmnt).

Gruss,
LexPacis

Operating Income: knapp 16 Milliarden, ein plus von 12,3 % zu 2005.

Steht alles hier:

http://www.toyota.co.jp/en/ir/library/annual/pdf/2006/ar06_e.pdf

-chd

Zitat:

Original geschrieben von LexPacis


Ciao

@kneipa:

Was ist das für eine Firma und wie ist die an Toyota angebunden ?

Wichtige Toyota-Lieferanten haben Toyota-Prinzipien übernommen und arbeiten in der Regel in Festanstellung.
Zusätzlich legt Toyota viel Wert auf Cross-training, das macht die Arbeit weniger monoton als das Taylor'sche Modell. Die Äusserung "die müssen rentabel sein", was ist daran falsch? Sollten deren Mitarbeiter wirklich miserable Anstellungsbedingungen haben, glaube mir, das wird sich langfristig von alleine lösen (P-fluktuationen: Kosten und Qualität -> Misserfolg) - ist aber sicher tragisch für die Mitarbeiter. Interessant finde ich, dass bei soviel Sozialstaat, wie in Deutschland, so etwas möglich ist - oder vielleicht gerade deswegen ? Aber genauso, wie es unfähige und korrupte Manager gibt, gibt es aber auch Arbeiter, die ausgetauscht werden müssten! Welche Einstellung hast Du ?

Es ist eine Toyota-Tochter, die in der Nähe von Hoyerswerda Klimakompressoren herstellt. Die meisten Mitarbeiter werden über eine Leiharbeiterfirma angestellt. Das Problem der Qualität scheitert dort an der Unzufriedenheit der Mitarbeiter. Für 200€ mehr als HartzIV fehlt den Leuten einfach die Motiovation Überstunden zu machen und hinter dem Unternehmen zu stehen. Die 200€ decken manchmal nicht mal die Fahrtkosten. Keiner der Mitarbeiter ist glücklich über seine Arbeit und die meisten betrachten das Ganze als vorübergehend. Die 6€ sind leider in dieser Gegend normal, mir wurden als Dipl.-Ing. von einigen Firmen 12€ Brutto geboten.

Man kann überall hinreisen und findet in Firmen immer zufriedene Mitarbeiter, hinter den Kulissen klingt es meist anders.

mfg

Ciao Kneipa,

Merci für Deine Antwort. Ich kann das natürlich nicht alles nachvollziehen, was da abläuft - vielleicht bekomme ich hierzu mehr Informationen - auch von Toyota. Ich schliesse nicht aus, das Du für diesen Betrieb recht haben kannst, meine Angaben beziehen sich auf das, was ich selber von Toyota-Betrieben weiss.

Auf der anderen Seite, habe ich aber auch meine liebe Mühe zu sehen, was in Deutschland abgeht. Deutschland ist mit seinen Rahmenbedingungen alles andere als ein attraktiver Wirtschaftsstandort - und solange der Staat das Leistungs- und Verursacherprinzip vernachlässigt und den Sozialstaat zusätzlich ausweitet, glaube ich nicht an eine Wende. Das grosse finanzielle Engagement in Europa und der Anschluss von Ostdeutschland hat noch zusätzlich Spuren hinterlassen. Wer sonst, wenn nicht Deutschland, hätte in der EU diese Last aber tragen können ? Deutschland sollte mal wieder mehr für Deutschland schauen, die anderen Staaten können mittlerweile selber laufen. Aber Politiker profilieren sich lieber in der Aussenpolitik und anderen Belangen (ist bei uns auch nicht anderst). Und Aussagen der Politiker wie "der Aufschwung beginnt im Kopf" sind zwar richtig, aber nicht wenn die Politik die harten und notwendigen Rahmenbedingungen hierzu nicht schafft. Und Euer Problem wird kein Politiker angehen, weil das langfristiger ist und er nach diesen massiven Reformen garantiert nicht wiedergewählt wird - ernten würden die Nachfolger. Ist bei Firmen und Managern übrigens dasselbe, ich habe das persönlich erlebt.

Unzufriedenen Mitarbeiter findet man in jedem Betrieb, man kann es nicht allen recht machen. Der Fisch stinkt vom Kopf und ein schlechtes Management wird mittel- und langfristig nicht erfolgreich sein und ausgewechselt. Leider zahlen auch hier die Mitarbeiter die Zeche - ist eigentlich gleich wie bei den "Verbrechen", die in der Politik begangen werden.

Gruss,
LexPacis

P.S: Solange sich Länder selber unnötige Regeln und Steuern aufhalsen, die ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit senken .. bedanken sich andere Länder ..

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