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Downsizemotoren - Schrott oder Vorurteil?

Themenstarteram 12. April 2018 um 19:20

Motoren wie inzwischen im VW-Konzern ueblich, aufgeladene Drei-Zylinder-Motoren, Golfklasse mit 1 Liter Hubraum, ich finde diese Entwicklung sehr befremdlich und halte den technischen Stand der 90er fuer das Optimum, bzw. die Motoren dieser Zeit von VW, Mercedes und BMW.

Ist das ein Vorurteil? Wie lange werden diese 1 Liter und 3 -Zylinder Motoren halten, theoretisch und praktisch?

Auf welche Marken abseits der Oberklasse muesste man ausweichen, wenn man diesen Trend nicht mitmachen will?

Beste Antwort im Thema

Die Veräppelung der Kunden fing IMHO damit an, als der Wolfsburger Konzern den "3-Liter-Lupo" auf den Markt brachte.

Dieses Fahrzeug konnte man während seiner gesamten Bauzeit nicht mit einer 3-Liter-Maschine ordern.

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Zitat:

@Diabolomk schrieb am 12. April 2018 um 20:50:48 Uhr:

Klar gibt es auch Downsizingmotoren die Schrott sind, nur klappt der Umkehrschluss nicht.

Meinen Tsi habe ich heute 80km mit unter 4l/100km bewegt, Kompaktklasseauto mit 17 Zoll Räder, E10 im Tank und kann in unter 9s auf 100 Sprinten wenn es sein muss.

Haste aber sicher nicht.....:D

Hinzu kommt das die heutigen Turbos im unteren Drezahlbereich, im Vergleich zur Nennleistung, wirklich gut sind.

Ich bin vor kurzem von einem Saugbenziner auf einem Turbobenziner umgestiegen, aber da ist schon ein Unterschied.

Wie gesagt dass es einige Hersteller bei einigen Motoren, bei dem übertrieben haben was heute machbar ist, sagt nicht dass die Entwicklung deswegen generell schlecht ist.

Ford zeigt bei den Dreizylindern wie es geht,sie laufen seit fast 6 Jahren fehlerfrei.

Ja , Dreizylinder müssen nicht schlecht gehen.

Selbst die renomierten deutschen Hersteller bauen sie inzwischen in ihre kleineren Baureihen ein.

Es ist nur die Frage ob man den Bogen des derzeit machbaren überspannt.

Oder natürlich auch ob man irgendwo übertrieben den Sparstift angesetzt hat. In der Großserie zählt natürlich jeder Cent, aber wenn man es bei manchen Bauteilen übertreibt dann kann man damit richtig Schaden anrichten.

Hi,

ich bin ja so der geborene Gebrauchtwagenkäufer, wobei das meistens Km-Kutschen sind mit jenseits der 150t km. Auch sind es meistens Audi, vieleicht mal ein Benz.

Wenn bei mir wieder ein Fahrzeugwechsel ansteht und bei Audi gibts nur noch diese scheiß TFSI Dinger, werde ich die Marke wechseln, denn so ein Kack-Motor kommt mir nicht ins Haus.

Was ist den jetzt allgemein am TFSI ein Kack-Motor?

Wo die Entwicklung hin geht, auch der VW Touran bekommt am Herbst einen 3 Zylinder! Und was man bisher von diesem Motor hört, wird er vielen Freude bereiten.

Wenn ein Hersteller zu viel an den Materialkosten gespart hat, dann halten die Downsizemotoren sicherlich nicht lange. Aber die meisten Turbo-3 Zylinder schaffen wohl Ihre 100.000 Kilometer oder mehr. Bei den Ford Ecoboost und PSA Puretech Motoren konnte man schon von Aggregaten lesen, die Ihre 200.000km schafften. In den Dauertests zeigten diese Motoren nach 100.000km auch keinen Verschleiß, der das verhindert. Bei VAG, Kia/Hyundai und BMW bin ich etwas skeptischer, aber lese da widerrum etwas weniger.

In meinem Fall kann ich vom 1.2l Puretech soweit positiv berichten. Verbrauch (WLTP wird auch keinen allzu großen Unterschied bei der Berechnung machen) und Leistung sind selbst in einem Kombi sehr angemessen. Ebenso sind die Abgase beim Puretech für einen Turbo voll in Ordnung, schade das Sie die Grenze nicht ohne Filter schaffen, obwohl Sie sehr nah dran sind.

Lediglich die Kraftentfaltung aus dem Drehzahlkeller (man rollt im Gang 1 und gibt Gas als Beispiel) ist schon unharmonisch. Beim normalen beschleunigen klappt das besser.

alle Motoren mit Turbolader sind letztendlich down gesizt, denn nahezu alle diese Motoren, haben eine recht hohe spezifische Leistung, gegenüber Saugmotoren gleichen Hubraums.

Die Zylinderzahl ist dabei eher zweitrangig.

"TFSI"-Kack" gibt es auch mit 6 Zylindern und 3L Hubraum.

Besonders ist das Downsizing bei aktuellen Dieselmotoren ausgeprägt.

Wenn man sich mal vor Augen führt, dass mittlerweile aufgebrezelte Kompaktwagen mit über 300PS Maximalleistung von einer 4-Zylinder-2L-T(F)SI Maschine bewegt werden, muss man sich über einen 1L-Motor, der gut 100PS leistet nicht großartig aufregen.

Selbst vor Nutzfahrzeugen (z.B. "VW-Bus") macht dieser Trend keinen Halt, denn auch dort wird "2L-4-Zylinder-TDI und TSI-Kack" mit 200PS eingebaut.

Warum sollen die Motoren auch länger halten, wenn abgasmäßig ständig eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, die den Betrieb eines noch relativ jungen Motors unattraktiv macht?

Start&Stop trägt, durch die ständige Unterbrechung des Öldrucks und die dadurch viel häufiger vorkommende Mischreibung an den wichtigen Motorladern inkl. Turbolader zusätzlich dazu bei, dass ein biblisches Motoralter eher unwahrscheinlich wird.

Gut - Problem erkannt! Was ist die Lösung? Ich werfe nochmal provokativ MAZDA in den Raum und bitte durchaus um sachliche, fundierte Gegenrede!

Und ich schmeiße noch "Toyota Hybrid Synergy Drive" hinterher, denn die 73kW aus 1,8 Litern Hubraum (ohne Turbo?) und mit Atkinson-Miller-Zyklus sind kein Downsizing. Möglicherweise ist die Art und Weise, wie dieser Motor betrieben wird, auch für eine längere Lebensdauer gut.

Ein Auto ist ein Wegwerfprodukt geworden. 100.000 km fahren und entsorgen. Die Gesellschaft macht es mit. Wie viele Deutsche kaufen alle 4 Jahre neues Auto? Das ist purer Wahnsinn. Da blutet einem das Schrauberherz, wenn ich sehe, was hier verschrottet wird:

 

https://youtu.be/VG8j-g_Bhn8

 

Da sind top Fahrzeuge, die jeden Öcoboooost durch die Haltbarkeit in der Ökobilanz schlägt. Wie viele Tonnen CO2 werden für ein neues Fahrzeug verbraten.

Man kann jeden Motor kaputt sparen, unabhängig ob 1.0l Turbo oder 3.2l 6 Zylinder. Wie viel 6 Zylinder gingen durch defekte Steuerketten bei VAG kaputt und wie viel Eco Boost von Ford liefen bislang 200.000km unauffällig. Find den Fehler.

Ich beschäftige mich momentan mit der Haltbarkeit von Motoren, aber vorab sollte man mal beachten wie viel ihr Fahrzeug durch einen defekten Motor verkaufen. Das ist der geringste Teil, die meisten geben ihn auf weil der Rest des Fahrzeuges vorzeitig Defekte aufweist.

Eben, und bitte nicht Defektwahrscheinlichkeiten aufzählen sondern tatsächliche Defekte im Zuge zB der aktuellen TSI Motoren ... da gehen die Argumente aus!

12 Jahre alt, 200.000km und dann kommen die ersten Bremssättel inklusive Stoßdämpfer. Instandhaltungskosten von über 1000€ und schon überlegen sich die meisten Nutzer einen Neuwagenkauf. Darauf sind aktuelle Strategien und Verträge auch ausgelegt.

Sobald das ZMS, der Zahnriemen und die Bremssätel kommen, verkaufen die Deutschen ihre Autos. Die Reparaturen würden sich nicht lohnen ist dann das Ergebnis. Zum Glück schraube ich selbst und fahre im Prinzip sehr sehr günstig.

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