Die besten Spritspartipps...
schauen wir den tatsachen ins auge:
die opec wird den rohölpreis auf nicht absehbare zeit hochhalten.
die amerikaner werden mangels raffinerienkapazität noch mehr europäisches benzin aufkaufen.
die steueranteile am deutschen benzin werden weiterhin unverzichtbarer bestandteil der haushaltsplanung bleiben.
die ölmultis werden, ohne mit der wimper zu zucken, immer den maximalen gewinn vom endprodukt benzin abschöpfen.
boykottaufrufe wie hier im forum des öfteren zu lesen sind wohl nicht der richtige weg - tanken müssen wir ja alle.
für sinnvoll halte ich allerdings eine sammlung der besten spritspartipps. viele autofahrer kennen ja den einen oder anderen kniff den verbrauch zu senken, und beherzigt wird sowas ja auch gelegentlich 😉
naja, mal sehen was hier so zusammenkommt...
ps: leider gibt es hier kein umwelt/spar-unterforum, deswegen hab ich diesen thread mal hier aufgemacht.
68 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von V-Hindernis
Wer seinen Schwung effektiv nutzen will wird bevorzugt ohne Schubabschaltung fahren, diese bringt ja erst dann etwas, wenn ich z.B. vor einer Ampel, die gerade auf rot gesprungen ist, zum sicheren Halt (oder zur Geschwindigkeitsverringerung) gezwungen bin. Sonst ist die Motorbremswirkung natürlich energietötend.
Ich weiss zwar nicht, was du genau sagen willst, aber die genannten Gründe (Heranfahren an rote Ampel, Geschwindigkeitsverringerung) sind gerade die Situationen, wo die Schubabschaltung greift. Für was anderes ist die nicht gut.
Aber man spart halt, wenn man so vorausschauend fährt anstatt volles Rohr Gas zu geben und im letzten Moment abbremsen zu müssen.
Zitat:
Original geschrieben von V-Hindernis
Außerdem sollte man nicht vergessen die Bremse ab und zu mal zu belasten, sofern es sich um Scheibenbremsen handelt, da diese bei dauerhafter Bremsverweigerung gern zurosten und unbrauchbar werden.
Also, man kann noch so vorausschauend fahren und die Motorbremse benutzen, man wird nie drumrum kommen, mal seine Bremse zu benutzen, insofern ist der Tipp überflüssig.
Zitat:
Mal eben mehr Rotphasen, also zusätzliche Beschleunigungsphasen von null auf fünfzig als nicht grob verletzte Versuchsbedingungen zu bezeichnen liegt wohl im Bereich Grimms Märchen.
Diese "Versuchsbedingungen" entsprechen aber nunmal meiner täglichen Fahrpraxis, daran kann ich recht wenig ändern. Ich bin auch nicht gewillt, Erprobungsfahrten zu machen, deren Ergebnisse sich auf meine tägliche Fahrpraxis absolut nicht anwenden lassen.
Zitat:
Da sich subjektive, faktenlose Argumente nicht diskutieren lassen, ist wohl derlei keine Fortsetzung notwendig.
Wozu dann die folgenden Sätze? 😉
Im Übrigen: So faktenlos sind meine Argumente nicht. Fakt ist, daß die beschriebene Fahrweise in meinem Falle keinen Verbrauchsvorteil zur Folge hatte. Den "grob verletzten Versuchsbedingungen" dafür die Schuld zuzuschieben verringert den Verbrauch meines Fahrzeugs in der Situation auch nicht.
Zitat:
Jedoch würde mich interresieren was den Volllast-Zustand für einen nicht-Motorentechniker so "offensichtlich" "unerwünscht[]" macht?
Wenn die Suzuki-Entwickungsingenieure seinerzeit diesen Betriebszustand als möglichen Dauerzustand angesehen hätten, warum ist das Auto unter solchen Bedingungen lauter als bei Tacho 110? 😉
Ich weiß, es fällt schwer einen subjektiven Eindruck zu beschreiben. Du darfst gerne jederzeit zu einer Probefahrt vorbeikommen und dich davon überzeugen, daß dieser Fahrzustand sich nicht für den täglichen Gebrauch eignet. Von Geräuschkulisse und Vibrationen mal abgesehen, hast Du eine Vorstellung von der Beschleunigung unter solchen Bedingungen?
Zitat:
Wie ich schon erwähnte scheint mir doch selbst für einen Laien das Ablesen der Güte des Motorzustands an dem Vibrationsverhalten der Anbauteile unsinnig.
Und, wie würde der Profi den momentanen Motorzustand diagnostizieren?
Die Anbauteile sollten lediglich als Beispiel dienen, die Vibrationen betreffen das
gesamteFahrzeug.
Sieht der Laie das so falsch, wenn er davon ausgeht, daß Vibrationen grundsätzlich mit einer erhöhten Materialbelastung verbunden sind? Ebenfalls laienhaft gesprochen: Warum sollte ich mein Fahrzeug täglich einer solchen Belastung aussetzen, die nicht nur vermeidbar ist, sondern auch keinerlei ersichtlichen Vorteile bringt?
Gruß
Derk
An Mugros
Effektives, vorrausschauendes Fahren scheint doch gerade dann vorzuliegen, wenn man so früh in den Leerlauf schaltet, daß man bis zum Halte- oder Beschleunigungspunkt froh ist nicht ein Quäntchen bremsen zu müssen (ob nun mit der Schubabschaltung - auch wenn die nur Energie vernichtet aber zumindest keinen zusätzlichen Sprit verbraucht, oder mit der ordinären Bremse).
Der quantitative Vorteil der Schubabschaltung liegt bei 1-1,5l/h Leerlaufverbrauch. Bei einer Schubzeit von vielleicht einer halben Minute macht das 0,0125l Ersparnis. Gleichzeitig geht aber durch die Bremswirkung von mindestens 10kW eine Energie von 300 kJ flöten. Wer gerade den Brennwert von Kraftstoffen zur Hand hat möge berechnen welcher Menge Sprit das entspricht.
Natürlich muß man manchmal abbremsen, gerade wenn man es nicht erträgt mit 15 Sachen an eine Ampel zu rollen, weil man 500m vorher den Motor gestoppt hat.
An der_Derk:
Wenn du keine halbwegs identischen Fahrten miteinander vergleichen kannst oder willst (was mir merkwürdig erscheint, denn die differierenden Fahrten müßten sich ja über eine Tankfüllung mitteln) ist es von nicht gerade hohem Wert diese Verbräuche miteinander zu vergleichen, wie du es getan hast.
Die folgenden Sätze bezogen sich bei genauer Betrachtung eben auch nur noch auf die Subjektivität.
Mein derzeitiges Auto verhält sich vibrationstechnisch auch bei 2000 U/min am günstigsten. Dies liegt, wie schon erwähnt an der physikalischen Unmöglichkeit ein in sich labiles Konstrukt für so niederfrequente Schwingungen zu stabilisieren (ohne zusätzlichen Materialaufwand) und an der Abstimmung, welche sich natürlich auf den Fahrstil der Mehrheit stützt.
Natürlich sind die Beschleunigungen lächerlich, es stehen ja auch nur wenige kW zur Verfügung. Wie ich aber auch schon erwähnte steigt der spezifische Verbrauch bis halbe Höchstdrehzahl im 3/4 Lastbereich nicht merklich an, man kann also für selbigen Spareffekt auch bei höheren Drehzahlen beschleunigen. Und was den Konstantfahrzustand angeht so sind eben bei 50km/h 5kW und bei 100km/h 10-20kW (cw und yr abhängig) ausreichend, also nicht mehr als 2000 U/min.
Der Profi schätzt ein: Betriebszustand an der Lastgrenze = höchste Effektivität, niedriger Verschleiß durch geringe Kolbengeschwindigkeiten und Drehzahlen, geringe Torsionsbelastungen der Kurbelwelle, geringe NOx Erzeugung und so weiter...
Wenn die Karosse vibriert bedeutet das erhöhten Verschleiß an Scharnieren usw., richtig, sag mir bescheid wenn deine Tür deswegen nicht mehr aufgeht oder schleißt, das dürfte dauern. Ich bin zwar noch nie eine Suzuki Karosse gefahren aber jedes vernüftige Auto, selbst eines aus Ost Zeiten vibriert(e) bei 1000 U/min und Volllast nicht ganzheitlich. Über den wohl positiven Effekt habe ich mich ja schon ausgelassen.
Zitat:
Wenn du keine halbwegs identischen Fahrten miteinander vergleichen kannst oder willst (was mir merkwürdig erscheint, denn die differierenden Fahrten müßten sich ja über eine Tankfüllung mitteln) ist es von nicht gerade hohem Wert diese Verbräuche miteinander zu vergleichen, wie du es getan hast.
Es
sindhalbwegs identische Fahrten. Wie Du richtig erkannt hast, habe ich dabei nicht den Verbrauch über
eine Fahrt, sondern
eine Tankfüllunggerechnet. Man möge es mir nachsehen wenn ich nicht gewillt bin, eine weitere Tankfüllung lang über eine Distanz von mehreren Kilometern scheppernd und rappelnd eine Autokolonne anzuführen...
Eine Herausforderung ist dabei allerdings auch das Schalten unterhalb von 2000 Touren gewesen, da...
... ich erstens ca. 1 km vor meiner Haustür gezwungen bin, mich in einen mit 70 km/h fließenden Verkehr einzufädeln (mit kaltem Motor).
... zweitens die Kaltstartautomatik die Drehzahl für die ersten hundert Meter auf 2500 Touren festnagelt, und darunter der Motor kaum Gas annimmt. Betriebstemperatur und normale Leerlaufdrehzahlen werden erst nach ca. 2 km erreicht.
Zitat:
Ich bin zwar noch nie eine Suzuki Karosse gefahren aber jedes vernüftige Auto, selbst eines aus Ost Zeiten vibriert(e) bei 1000 U/min und Volllast nicht ganzheitlich.
Wer von uns hat jetzt die subjektiven Argumente...? 😉
Zitat:
Über den wohl positiven Effekt habe ich mich ja schon ausgelassen.
Ja, hast Du. Aber ich suche ihn in meinem Alltag bisweilen noch vergeblich...
Ich habe übrigens gerade (zum Testen) festgestellt, daß die Rappelei ohne Verdeck zwar etwas erträglicher ist, dafür stinkt es nach Sprit, und das nicht zu knapp.
Wenn ich meine Chemie-LK-Zeiten da richtig in Erinnerung habe, sind unverbrannte Kohlenwasserstoffe auch keine wirkliche Bereicherung für die Umwelt, oder?
Gruß
Derk
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Zitat:
Original geschrieben von V-Hindernis
Effektives, vorrausschauendes Fahren scheint doch gerade dann vorzuliegen, wenn man so früh in den Leerlauf schaltet, daß man bis zum Halte- oder Beschleunigungspunkt froh ist nicht ein Quäntchen bremsen zu müssen (ob nun mit der Schubabschaltung - auch wenn die nur Energie vernichtet aber zumindest keinen zusätzlichen Sprit verbraucht, oder mit der ordinären Bremse).
Der quantitative Vorteil der Schubabschaltung liegt bei 1-1,5l/h Leerlaufverbrauch. Bei einer Schubzeit von vielleicht einer halben Minute macht das 0,0125l Ersparnis. Gleichzeitig geht aber durch die Bremswirkung von mindestens 10kW eine Energie von 300 kJ flöten. Wer gerade den Brennwert von Kraftstoffen zur Hand hat möge berechnen welcher Menge Sprit das entspricht.
Natürlich muß man manchmal abbremsen, gerade wenn man es nicht erträgt mit 15 Sachen an eine Ampel zu rollen, weil man 500m vorher den Motor gestoppt hat.
Deine Rechnung stimmt nicht ganz. Man vergleicht ja beim vorausschauenden Fahren nicht Leerlauf vs. Schubabschaltung, sondern Schubabschaltung vs. Heranfahren/spätes Bremsen.
z.B. fahren viele an eine rote Ampel heran und bremsen dann an der Haltelinie. Wenn die Ampel (großzügige) 1000 m entfernt ist, dann braucht ein normaler Wagen vielleicht 0.07l auf diese Strecke. Der Kandidat bremst und muss dann wieder anfahren. Wenn man bei 1000m vorher den Fuss vom Gas nimmt, verbraucht man nix mehr. Und wenn man Glück hat, kommt man ohne Stillstand durch die Ampel. Den durch das fehlende Anfahren gesparten Sprit mag ich jetzt nicht abschätzen. So hätte man bei ca. 15 Ampeln schon 1l gespart ggü. demjenigen, der immer heranfährt und bremst. Ohne Schubabschaltung schaltet man halt in den Leerlauf und muss die erwähnten xl/h draufrechnen.
Ok, es ist ein Idealfall. Aber so kommt man mit vorausschauendem Fahren auf seine 1-2 l weniger. Und so funktioniert Schubabschaltung.
Ein anderes Beispiel sind die Typen auf der Bahn, die erst im Kofferraum vom Vordermann bremsen. Wenn ich seh, dass ich bei einer Situation eh gleich bremsen muss, geh ich vom Gas und gut.
Und vorausschauendes Fahren heisst nicht, nie Bremsen zu müssen. Das geht nicht. Irgendwann gibt der Leerlaufregler Gas. Bloss sollte man das Bremsen minimieren. Wobei das Bremsen weniger das Problem ist, aber nachher beschleunigt man wieder. Und es ist ein Unterschied, ob ich beim LKW-Rennen auf der Bahn von 160 langsam nur auf 130 runter muss und danach wieder auf 160 beschleunige, oder ob ich mit 160 hinknall, dann auf 100 runterbremse und danach wieder auf 160 beschleunige.
An der_Derk:
Ah ha, also gemittelte Verbräuche? Da wir uns darüber einig sind, daß du den Verbrauch richtig errechnest, liegt (aus obigen Gründen) also in deinen Versuchen ein grober systematischer Fehler (der nicht unbedingt bei dir selbst zu suchen ist, siehe unten).
Vollkommen richtig ist, daß, wenn man sich im sogenannten fließenden Verkehr bewegt, der optimale Verbrauch (was das Konstantfahren angeht) nicht erreicht werden kann, denn der stellt sich bei unter 50km/h im höchsten Gang ein.
Aus deinem Hinweis "kalter Motor" entnehme ich: Du fährst also lieber schlechtgeschmiert (kaltes Öl) mit 1500 U/min (70 km/h) als mit 1000 U/min, obwohl der leistungsmäßige Verschleiß in der zweiten Potenz zur Drehzahl geht?
Gerade die Kaltleerlaufmischung kann man gut nutzen: Falls du keinen Tempomaten hast, kannst du auf gerader Strecke (d.h. entsprechend der nötigen Last) ohne auf das Pedal zu treten mit 50 km/h und mehr fahren, da das Gemisch extrem fett ist (allerdings hängt das von der Gemischbildung ab und ist nicht für alle Fahrzeuge machbar).
Das "subjektive Argument" (welches eine subjektive Feststellung war, da es keinen Schluß folgerte) war lediglich eine Andeutung auf meine Überzeugung, daß du ein wenig übertrieben hast, als du die ganze Karosse meintest.
Unverbrannte CxHy Anteile sind auch für den Verbrauch nicht gut, siehe Zweitakter. Mein alter Moskvitch hat auch immer nach Benzin gerochen, allerdings weil ich einen Kanister im Kofferraum hatte.
Und wieder einmal kann ich sagen, genau das Gegenteil ist der Fall: Der Anteil unverbrannter CxHy steigt für höhere Drehzahlen. Das ist auch schon anschaulich klar, wenn man bedenkt, daß eine langsam ablaufende Verbrennung (solang kein Klopfen vorliegt) zu einer wesentlich vollständigeren Verbrennung führt.
Bei allem Respekt vor deinem Fahrzeug: Wenn der Wagen (in welchem Betriebszustand auch immer) während der Fahrt(!) nach Benzin riecht, sollte eine Überpfrüfung der Vergasereinstellung, Dichtheit bzw. Einspritzanlage erfolgen. Kommt es nämlich aus der Auspuffanlage ist schnell der Kat hin.
An Mugros:
Da haben wir aneinander vorbeigeschrieben, ich habe verglichen:
Heranrollen (mit eventuell erforderlichem, herkömmlichen Bremsen) und Schubabschaltung bei gleichen Fahrkurven.
Der Knackpunkt liegt am Energievernichtungspotential der Schubabschaltung. Richtig eingesetzt kann man im Vergleich zum normalen Bremsen nur sparen, wenn man hochdrehzahliges Konstantfahren ausübt (was dem Spargedanken vollkommen widerspricht).
Da die Schubabschaltung (je nach Einstellung) erst ab einer gewissen Drehzahl sperrt, ist nur mit einer Methode der Leerlaufverbrauch minimierbar:
Nach dem Konstantfahren bei niedriger Drehzahl in einen niedrigen Gang schalten (z.B. den 2. wenn man von 50 herunterschieben will) und bei Abschaltung der Schubabschaltung wieder in den Leerlauf um die höhere Drehzahl beim Absinken nicht zu versorgen. Umständlich aber machbar.
Nur ist es fraglich ob man beim Zwischengasgeben und Herabfallen der Drehzahl auf Leerlaufniveau nicht mehr als die geschätzten 0,01 l verbraucht. Solche Tests haben wir nie durchgeführt, schätzen scheint mir aber in dem Falle zu fahrzeugabhängig.
Nun aber der entscheidende Faktor auf den ich zuletzt anspielte (ist aussagelos wenn man die erzeugte Verzögerung wirklich benötigt):
Durch die hohe Verzögerung der Motorbremse während des Schubs, kann ich erst wesentlich später in den Schubbetrieb gehen als mich rollen zu lassen, wenn ich am selben Punkt zum stehen kommen will. Gerade diese Wegstrecke muß aber mit Zugbetrieb erkauft werden -> höherer Verbrauch!
Da ich gerade noch die Sache mit den Bremsen gesehen habe, bitte ich um Nachsicht für den späten Kommentar:
Bei dem Hinweis, ab und zu die Bremsen doch zu benutzen, beabsichtigte ich darauf aufmerksam zu machen, daß nicht etwa entscheidend ist "mal seine Bremse zu benutzen" sondern hin und wieder derb zu bremsen um die Scheibenoberfläche blank zu halten.
Denn viele Scheiben müssen ausgetauscht werden, da zu zaghaft gebremst wird und sich der Rost nach innen frißt, dabei die Bremsfläche und damit die maximale Verzögerung unter die Reifenhaftgrenze wandert und somit dieser "überflüssige Tipp" sicherheitsrelevant ist!
Zitat:
Aus deinem Hinweis "kalter Motor" entnehme ich: Du fährst also lieber schlechtgeschmiert (kaltes Öl) mit 1500 U/min (70 km/h) als mit 1000 U/min, obwohl der leistungsmäßige Verschleiß in der zweiten Potenz zur Drehzahl geht?
Exakt. Weil ich nicht mit 1000 Umdrehungen 70 km/h fahren
kann. Die Übersetzung meines Autos ist ein wenig anders ausgelegt, bei 70 km/h liegen im fünften Gang 2500 Umdrehungen an.
Zitat:
Gerade die Kaltleerlaufmischung kann man gut nutzen: Falls du keinen Tempomaten hast, kannst du auf gerader Strecke (d.h. entsprechend der nötigen Last) ohne auf das Pedal zu treten mit 50 km/h und mehr fahren, da das Gemisch extrem fett ist (allerdings hängt das von der Gemischbildung ab und ist nicht für alle Fahrzeuge machbar).
Stimmt, für alle Fahrzeuge ist das nicht machbar. Ich wüßte da ein Negativbeispiel... 😉
Zitat:
Das "subjektive Argument" (welches eine subjektive Feststellung war, da es keinen Schluß folgerte) war lediglich eine Andeutung auf meine Überzeugung, daß du ein wenig übertrieben hast, als du die ganze Karosse meintest.
Eine Karosserie, die aus aushängbaren Türen, einer abklappbaren Windschutzscheibe und einer großen LKW-Plane als Verdeck besteht - nein, ich habe keineswegs übertrieben. Selbstverständlich bedingen diese Umstände ein generell recht umfangreiches Repertoire an Vibrationen und Geräuschen, was aber in keinem Verhältnis zu der Situation bei Vollast im Bereich der Leerlaufdrehzahl steht. Im Gelände kann diese Situation durchaus eintreten, und da kann man auch damit leben - ein Dauerzustand bei Fahrten auf der Straße kann das jedoch nicht sein.
Mit dem "systematischen Fehler" war der technische Zustand des Suzuki gemeint? Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: An meinem Auto liegt kein Defekt vor, von einer leicht ausgeschlagenen hinteren Kardanwelle und einem beginnenden Leck an der Ölwannendichtung mal abgesehen. Motor und Motorelektronik laufen seit 3 Jahren unverändert, weder bei gelegentlichen Durchsichten in der Werkstatt noch bei TÜV und AU wurden irgendwelche Auffälligkeiten diesbezüglich festgestellt.
NUn dann:
Lupo. ich darf ab und an den Lupo meines Opas fahren ein 1,4L mit 60 PS sehr sparsam wenn man die drehzahl nicht über 3000touren zieht und nicht mehr als 3/4 Gas gibt. Alles Darüber frißt sprit ohne ende.
Diesel mein Diesel geht aus allen drehzahlen gut weiter nach oben. bei 50 im 5 Gang bei knapp 1500Touren und einer Beschleunigung steht nichts im wege. Auch eine Tour über die Bahn mit 140 hat den verbrauch nicht wahnsinnig nach oben getrieben, 5,4 Liter letzter Tankstopp 5,2L. Aus der Bahn bin ich aber auch ein Stück mit 170(Vollgas) gefahren. Was auch nicht schön ist.
Sparsam Fahren mache ich immer. Nur eines muss bedacht werden. wenn ihr so wenige Drehzahlen fahrt setzt sich der Motor zu und muss anschließend wieder frei getreten werden. Habe ich immer wieder wenn meine Mutter den Wagen länger Zeit m Stadt verkehr und auch auf Landstraße fährt. die gibt so wenig gas, das nicht alles durch den Auspuff rauskommt. Vielles bleibt hängen und muss wie oben beschrieben wieder frei gepustet werden. Wichtiges ist auf jeden fahl 10% unter seiner Höchstgeschwingkeit zu bleiben. Ich bin schon viele verschiedene autos gefahren. Moderen autos wie auch nen Alten Golf 1 mit 50PS und Choce. ich konnte bei allen autos aus dem Standgas heraus im Höchsten gang beschleunigen. ohne das Geräusche kammen oder der Motor am QUalmen war.
@derderk. kann es sein das wirklich etwas an deinem auto nicht passend eingestellt ist? Ist keine anschuldigung aber es kommt mir so vor.
MFG Sebastian
Zitat:
@derderk. kann es sein das wirklich etwas an deinem auto nicht passend eingestellt ist? Ist keine anschuldigung aber es kommt mir so vor.
Nein, mit meinem Wagen ist schon alles in Ordnung. Es ist ja auch nicht mein erster SJ, der Vorgänger fuhr sich identisch. Die Wahrscheinlichkeit, zwei Autos mit demselben Defekt über Jahre hin zu fahren ist m.E. nicht sonderlich groß. Es fährt sich eben nicht jedes Auto wie ein Golf... 😉
Ebenfalls großen Einfluß auf den Spritverbrauch hat z.B. die Windrichtung und -Stärke. Als Beispiel: Eine 700-km-Tour nach Schweden, Hinfahrt im Sommer bei gutem Wetter und Rückenwind: Verbrauch 7,6 Liter bei 110 km/h.
Die Rückfahrt: Südweststurm mit Windstärke 8-10, Regenschauer etc., Verbrauch 10 Liter bei 100 km/h.
Allerdings spielte sich das Alles bei höheren Drehzahlen ab...
edit: Und selbst im VW-Lager gibt's unterschiedliche Meinungen zu Vollgas bei Leerlauf...
An der_Derk:
Das Beispiel einer Normalübersetzung darf linear auf andere übertragen werden. Wenn also die Übersetzung deines Fahrzeugs so kurz gewählt wurde, dann liegt der geringste wegbezogene Verbrauch in diesem Spezialfall eben bei weit unter 40 km/h.
Ich weiß auch ein Beispiel: Citroen Kleinwagenbenziner.
Ah ha, du redest also von vielen, wohl nicht besonders spielfreien Teilen an deinem Auto. Da liegt die Vermutung ja noch näher, daß es sich bei dem Geklappere um das der "Anbauteile" handelt und nicht um die Schwingung der gesamten Karosse (bei Selbsttragender eben auch des Fahrwerks).
Volllast bei Leerlaufdrehzahl ist kein Dauerzustand, denn selbst einer Steigung, an der du diesen Fahrzustand halten kannst, folgt irgendwann eine Fahrt unter weniger Last (es geht also wieder bergab)! Dauerzustand ist in etwa Halblast bei Leerlaufdrehzahl. Ich schrieb nur, daß es prinzipiell möglich ist.
Ich sähe es als sehr fragwürdig an, ob bei dem Wagen ein Konstruktionsfehler vorliegt. Ich wüßte ja ohne weiteres gar nicht wie ich einen Motor konstruieren müßte, damit er gerade bei niedrigen Drehzahlen Sprit verliert. Umgekehrt würde ich sagen: schnelllaufender Zweitakter, aber so?
Falls sich das Fahrzeug also tatsächlich so verhält, könnte man darüber nachdenken ob es immer nach Benzin riecht, nur eben unter gewissen Pumpbedingungen auch in den Fahrgastraum (oder überhaupt nach außen) gelangt. Prinzipiell jedenfalls sehe ich keinen Grund wie das sonst "gelingen" sollte.
Der alte Wagen fuhr sich also identisch? Letztens hattest du noch geschrieben, du hättest die Benzinflüchtigkeit erst bei einem neulichen Fahrversuch festgestellt! Fahren sie sich nun identisch oder spielen hier wieder verschiedene Versuchsbedingungen hinein?
Nur weil ich von der Öffentlichkeitsarbeit von VW sprach, heißt das nicht, daß ich es VW mehr oder weniger zutraue als einem anderen Automobilhersteller vernüftige Meßwerte zu erstellen! VW kocht ebenso mit Wasser wie die Anderen auch.
Ich weiß nicht was es zur Sache tut ob im VW Forum andere Meinungen existieren. Auch in diesem Forum existieren verschiedene Meinungen. Wäre ja sonst stinklangweilig, oder?
Zitat:
Wenn also die Übersetzung deines Fahrzeugs so kurz gewählt wurde, dann liegt der geringste wegbezogene Verbrauch in diesem Spezialfall eben bei weit unter 40 km/h.
...Und damit natürlich ungemein alltagstauglich... 😁
Zitat:
Da liegt die Vermutung ja noch näher, daß es sich bei dem Geklappere um das der "Anbauteile" handelt und nicht um die Schwingung der gesamten Karosse (bei Selbsttragender eben auch des Fahrwerks).
Die Karosserie kann schon mitklappern - das Fahrwerk besteht aus zwei Starrachsen, welche sich mit Blattfedern an einem Kastenrahmen abstützen. Die Karosserie ist mit Gummipuffern aufgeschraubt, also nicht selbsttragend.
Zitat:
Falls sich das Fahrzeug also tatsächlich so verhält, könnte man darüber nachdenken ob es immer nach Benzin riecht, nur eben unter gewissen Pumpbedingungen auch in den Fahrgastraum (oder überhaupt nach außen) gelangt.
Meiner Theorie nach gelangt es durch den Auspuff ins freie. Die Ursache sehe ich im Moment darin, daß mehr Sprit eingespritzt wird, als verbrannt werden kann.
Ich erwähnte, daß es eine Fahrt
ohne Verdeckwar - durch die Verwirbelungen kommt beim Fahren der Wind von hinten, also sitzt man auch teilweise in den eigenen Abgasen, gerade im Stadtverkehr. Bevor jetzt argumentiert wird, der Spritgeruch hätte seine Ursache im vorweg fahrenden Auto: Dem ist nicht so, es waren auch freie Streckenabschnitte dabei.Der alte Wagen fuhr sich identisch - hatte aber im Gegensatz zum jetzigen Modell ein Hardtop, was ich bei den damaligen Fahrten montiert hatte. Daher habe ich auch keine Ahnung, ob es damals genauso gerochen hat. In dieser Hinsicht habe ich nur die eine Erfahrung der letzten Zeit, aber es ist doch schon auffällig, daß bei meiner "normalen" Fahrweise kein Spritgeruch präsent ist?Zitat:
Der alte Wagen fuhr sich also identisch? Letztens hattest du noch geschrieben, du hättest die Benzinflüchtigkeit erst bei einem neulichen Fahrversuch festgestellt! Fahren sie sich nun identisch oder spielen hier wieder verschiedene Versuchsbedingungen hinein?
Ja klar - aber in diesem Falle sind es ja Meinungen zu identischen Themen (und ich war froh, mal wieder ein paar Argumente für meinen Standpunkt zu sehen... 😉).Zitat:
Ich weiß nicht was es zur Sache tut ob im VW Forum andere Meinungen existieren. Auch in diesem Forum existieren verschiedene Meinungen. Wäre ja sonst stinklangweilig, oder?
Hier hat sich das ganze ja leider zu einem Dialog entwickelt... 🙄
Ich habe nie einen Standpunkt abgegeben, ob diese Fahrweise "alltagstauglich" ist oder nicht. Ich jedenfalls fahre beispielsweise nie über 60 km/h (außer der Wagen rollt schneller), und das mache ich tatsächlich im Alltag.
Wenn die Karosse aufliegt, wird also der Motor direkt mit dem Fahrwerk verschraubt sein, was zu Vibrationen im Fahrwerk, bei entsprechender Entkopplung (die vorliegen sollte) aber nicht in der Karosserie führt - es sei denn weitere schwingungsfähige Systeme führen zu Resonanz (Anbauteile).
Gerade die Gefahr, zu viel Treibstoff einzuspritzen, wird von jeder Einspritzelektronik gebannt, denn diese hat einen drehzahlabhängigen Lastbegrenzer und somit Füllmengenbegrenzer. So sollte es zumindest sein.
Also wieder völlig verschiedene Versuchsbedingungen!
Die Argumente würden mich interessieren.
Daß es sich um einen Dialog handelt ist nun wiederum weder meiner- noch deinerseits verschuldet. Oder sehe ich da was falsch? Wenn ja, täte uns vielleicht eine Selbsthilfegruppe gut!
Zitat:
Ich habe nie einen Standpunkt abgegeben, ob diese Fahrweise "alltagstauglich" ist oder nicht.
Nein, Du sagtest es wäre mit jedem Benziner möglich und würde den niedrigsten Verbrauch bewirken. Wenn ich es aber nun bei meinem Benziner versuche sehe nicht nur ich keinen Spareffekt, sondern sitze noch dazu in einem scheppernden Verkehrshindernis. Selbst wenn das ganze 'nen halben Liter sparen würde (was es nach 80 verfahrenen Litern offensichtlich nicht tut), würde es doch einiges an Überwindung kosten, im Alltag permanent so zu fahren. Ohnehin gehört mein Fahrzeug gezwungernermaßen zum Langsamsten, was sich auf deutschen Straßen bewegt, und da ich mich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halte, werde ich sowieso schon bei jeder unpassenden Gelegenheit überholt. Ich sehe keinen Sinn darin, diesen Zustand noch zu verschlimmern...
Zitat:
Ich jedenfalls fahre beispielsweise nie über 60 km/h (außer der Wagen rollt schneller), und das mache ich tatsächlich im Alltag.
Das erklärt die von Dir erwähnten niedrigen Verbräuche, aber fährst Du tatsächlich
überallso? auch auf Landstraßen?
Zitat:
es sei denn weitere schwingungsfähige Systeme führen zu Resonanz (Anbauteile).
Gut, ich sehe ein daß die Rappelei auch durch Resonanz entstehen kann, aber das Wissen um die Ursache ändert am Ausmaß der Vibrationen leider wenig.
Zitat:
Gerade die Gefahr, zu viel Treibstoff einzuspritzen, wird von jeder Einspritzelektronik gebannt, denn diese hat einen drehzahlabhängigen Lastbegrenzer und somit Füllmengenbegrenzer. So sollte es zumindest sein.
Und das gilt für ausnahmslos
jedeMotorelektronik? Wie sieht's mit elektronisch gesteuerten Vergasern aus?
Zitat:
Also wieder völlig verschiedene Versuchsbedingungen!
Naja - einmal mit Verdeck/Hardtop, einmal ohne. Angesichts des ohnehin schon katastrophalen Luftwiderstandsbeiwertes glaube ich nicht, daß dieser Unterschied einen meßbaren Einfluß hatte.
Zitat:
Die Argumente würden mich interessieren.
Tja - was hindert Dich daran, dem Link zu folgen? 😉
Kurz in der Zusammenfassung:
- Höhere Materialbelastung (aber das hatten wir ja schon)
- Bildung von Ablagerungen, bzw. unvollständige Verbrennung
Letzteres Argument wurde leider nicht näher begründet...
Das mit dem Dialog war auch nur allgemein gesagt und sollte andere Leser zum mitschreiben motivieren. Wir beide könnten bestimmt noch die nächsten 10 Seiten argumentierend füllen, aber ich bezweifle, daß sich einer von uns vom Standpunkt seines Gegenübers überzeugen läßt... 😉
Die Selbsthilfegruppe brauchen wir erst dann, wenn wir deshalb Abends nicht mehr in den Schlaf kommen - ich hoffe doch, daß wir soweit noch nicht sind (und auch nicht kommen)...? 😉
V-Hindernis ist nicht nur ein Name, er ist Programm! Ich fahre tatsächlich so, muß allerdings sagen, daß ich bevorzugt Strecken wähle, die ein paar Kilometer länger sind um igrendwo JWD dahinzuschleichen, denn ich fahre je nicht nur um ans Ziel zu kommen, sondern auch um ein wenig Landschaft zu genießen.
Auf normalen Landstraßen fahre ich auch nicht schneller, was zu wildem Gestikulieren (insbesondere von Frauen) und Nötigen führt.
Und gerade in einem Geländewagen würden mich die Denkbefreiten noch weniger interessieren.
Dieses Wissen beeinflußt den Zustand nicht, zeigt aber die Ausnahme. Das ganze ändert aber nichts an der Grundaussage, denn ich habe neben Obigem auch nie behauptet, diese Fahrweise führe zu besonders niedrigem Geräuschpegel. Wobei i.d.R. die Geräuschkulisse durch die geringen Fahrwiderstandsgeräusche trotzdem angenehmer wird. So leise wie im Zug fährt mein derzeitiger Astra F nur bei 60km/h im 5.Gang.
(Resonanz ist im übrigen für ein penetrantes Klappern natürlich nicht notwendig.)
Ich schrieb: "Einspritzelektronik". Eine Vergasersteuerung kann das je nach Baujahr und Typ auch (oder eben nicht), unabhängig von einer Elektronik, denn es ist natürlich auch mechanisch (strömungstechnisch) steuerbar.
Ich bezog mich nicht auf einen erhöhten Luftwiderstand, obwohl das ab größenordnungsmäßig 20m/s interessant wird. Ich meinte die Tatsache, daß du Sprit gerochen hast, habe damit zu tun, zumal du selbst annahmst der Geruch käme aus dem Auspuff.
Ach, das ist ein Link? Ich kenne mich mit den Formatierungen nicht besonders aus, entschuldige mich! Zu den beiden Aussagen:
- Höhere Materialbelastung ja (ich wollte es nicht nochmal aufwärmen) ausgenommen Torsion.
- Das Ablagerungsargument kommt also auch im Jahre 2004 noch, das haut mich fast um (da erzähle mir einer was von Generationenkonflikt)!
Dieses sogenannte "faulwerden" durch Verbrennungsreste war ein Hinweis für Autofahrer in den Dreißiger Jahren, als eine Vielzahl von unerfahrenen Autofahrern sich motorisierte. Es bezog sich auf Ablagerungen im Brennraum und den Stromröhren durch minderwertigen Kraftstoff. Beachtet wurde dies mehr oder weniger sinnvollerweise noch bis in die Sechziger. Heute allerdings fährt man in ganz Europa mit sehr reinem Treibstoff, der bestens raffineriert ist, da gibt es seit mindestens dreißig Jahren keine Ablagerungen mehr.
So sieht es also im VW Forum aus ... du guter Gott!
Alle deine Aussagen bzgl. der Weiterführung haben hohe Eintrittswahrscheinlichkeit, wie ich denke.
N.S.: Ich halte mich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzung, nur wird die von den meisten Fahrern oft mißverstanden. Sie bedeutet nämlich nicht, daß man so schnell fahren muß, sondern eben nur nicht schneller. Aber die Erfahrung hast du sicherlich auch schon gemacht, oder?