Den Ami verkloppen?
Ich wende mich heute mal mit einer sicher etwas ungewöhnlichen, vielleicht sogar nicht in diesen Forenbereich passenden Frage an die Gemeinde.
In meinem Besitz befindet sich seit einigen Jahren ein altes US Car, das mir als reines Hobbyfahrzeug dient und mir sehr viel Spaß bereitet, allerdings nur bei schönem Wetter und wenn es die Zeit erlaubt bewegt wird. Im vergangenen Jahr bin ich leider kaum zum Fahren gekommen, da das geistig behinderte Kind (SB 100) meiner Partnerin sehr viel Aufmerksamkeit erfordert und in dem Auto nicht mitgenommen werden kann, da es keine Möglichkeiten gibt, das Kind während der Fahrt vernünftig zu sichern - der Wagen hat keine Gurte und eine Nachrüstung wäre nur äußerst aufwändig zu realisieren.
Der Vater des Kindes kümmert sich so gut wie gar nicht um den Jungen, im besten Fall nimmt er ihn alle sechs bis acht Wochen mal für's Wochenende zu sich, Babysitting durch andere ist gelegentlich möglich, aber schwierig - soviel zu den Rahmenbedingungen.
Dieses Jahr wollen wir zusammen ziehen, wahrscheinlich werde ich / werden wir daher noch weniger Zeit haben, das Auto zu nutzen, deshalb stehe ich vor der Frage, ob ich den Wagen behalten oder verkaufen soll und interessiere mich für die Meinung der Gemeinde.
Welche Entscheidung soll ich treffen, oder besser: Was würdet Ihr tun?
PS: Sollte das Thema hier unpassend sein, bitte ich einen Moderator, den Faden in einen passenderen Bereich zu verschieben oder auch zu löschen.
Beste Antwort im Thema
Gerade wenn man sich wie du so nett für andere einsetzt (Hut ab), ist es meiner Ansicht nach enorm wichtig, einen Ausgleich zu haben. Ein schönes Auto ist dafür bestens geeignet finde ich. Man muss auch seine eigenen Bedürfnisse befriedigen. Wenn es finanziell verkraftbar ist, würde ich den Ami auf jeden Fall behalten.
33 Antworten
Zuerst: Viel Kraft für die nicht ganz unerhebliche Aufgabe, ein Kind zu pflegen, welches so schwierige Voraussetzungen mitbringt und dann nicht mal das eigene ist. 🙂
Ich würde den Wagen auf keinen Fall verkaufen. Zuerst hört man deutlich, dass Du sehr daran hängst. Desweiteren wäre damit der Junge immer implizit der Grund, deine Träume aufzugeben. Das magst Du zwar bewusst nicht so wahrzunehmen, unterschwellig steht es aber immer im Raum.
Die wenigen Fahrten im Jahr würde ich ggf. Besonders zelebrieren: Schnapp Dir deine Freundin und fahr mit ihr richtig stilvoll ins Grüne. Vielleicht sie im Petticoat Dress? Die Frauen, die mir nahe stehen lieben sowas. Auch wäre das, wenn möglich, mal eine Auszeit für euch von der anstehenden Pflegeaufgabe. Sowas muss auch mal sein, ohne jeden bösen Gedanken.
PS: Was ist es denn eigentlich?
Sag das doch 😁