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Das unbekannte Pony Car - der 67-73 Mercury Cougar

Themenstarteram 14. Januar 2012 um 14:18

Am laufenden Meter, viermal die Woche, fragen hier Leute "welchen alten Amerikaner sie kaufen sollen". Gefragt nach den konkreten Vorstellungen, kristallisiert sich meistens schnell heraus, daß am Vortag "Gone in 60 Seconds" (die Neuverfilmung), "Vanishing Point" oder "Death Proof" in der Glotze lief und die niederen Triebe provozierte. In der Birne des bisherigen deutschen Langeweile-Premiumprodukt- oder Fiesta-Fahrers wächst dann der Gedanke: so ein alter Shelby oder Challenger doch eigentlich für einen Appel und ein Ei zu haben sein müßte weil so eine alte Amischlunze ja sonst keiner haben will...

Nun ja, wir wissen, daß das meistens in längere Diskussionen ausartet, die den Themenstarter auf den Boden der Realitäten zurückholen. Es stellt sich schnell heraus, daß die meisten Interessenten ihre technischen, räumlichen und finanziellen Möglichkeiten deutlich überschätzen, da sie schockiert über die Preise solcher Autos sind. Meistens wird dann die Flinte ins Korn geworfen. Die Statistik der Personen, die hier ihren "unerschütterlichen Kaufwunsch für ihren Traum" postuliert haben und dann tatsächlich einen Wagen gekauft haben und hier darüber schreiben dümpelt im Promille-Bereich.

Dabei hat jeder Hersteller Modelle im Programm gehabt, die meistens nicht so ins Auge der Sammler gefallen sind und die auch heute noch im Verhältnis zu Charger und Co. moderat bepreist sind. Daß wir uns hier nicht falsch verstehen: auch die Autos aus der zweiten Liga gibt es nicht mehr für Kleingeld. Die Tatsache, daß man heute keine Autos mehr kaufen kann, sondern nur noch elektronisierte Wegwerf-Plasikblasen, treibt in ihrer Verzweiflung mittlerweile die Leute dazu, selbst für AMC Pacer exorbitante Summen zu bezahlen.

Suchen wir also mal ein Auto raus, das nicht in einem Film verbraten wurde und somit in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist. Den Cougar von Mercury.

*kleingedruckt* okay, okay, er war in "From Dusk till Dawn" zu sehen. Aber nur kurz...

Das Auto basiert auf dem Mustang von Ford und teilt viele Teile mit ihm. Allerdings ist der Wagen etwas aufwendiger gemacht und etwas wertiger. Das Stückzahlverhältnis von Mustang zu Cougar steht etwa bei 10:1 laut Cougar Club of America. Die heutigen Preise für Cougars liegen in meiner Einschätzung etwa ein Drittel unter denen des Mustang. Wie beim Mustang auch, sind die Jahre von 71-73 etwas weniger gefragt als die früheren Exemplare. Das wirkt sich ebenfalls auf die Preise der Wagen aus.

Mein Geheimtip ist der 71er Convertible mit 351C-Maschine. Viel Potential und zu erwartende Wertsteigerung in einem. Top-Zustand vorausgesetzt. Für eine Resto ist er blechmäßig ähnlich herausfordernd wie ein Mustang und nichts für kleine Geldbeutel. Daher ist ein einwandfreier Wagen immer der bessere Kauf, auch wenn er etwas mehr kostet.

Für alle, die sich fortbilden wollen, hier ein lehrreicher Film über den klassischen Cougar . Eine der schönsten Soundkulissen, die ein Auto erzeugen kann ist etwa bei Minute 8:25 zu hören.

Have Fun!

 

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 14. Januar 2012 um 14:18

Am laufenden Meter, viermal die Woche, fragen hier Leute "welchen alten Amerikaner sie kaufen sollen". Gefragt nach den konkreten Vorstellungen, kristallisiert sich meistens schnell heraus, daß am Vortag "Gone in 60 Seconds" (die Neuverfilmung), "Vanishing Point" oder "Death Proof" in der Glotze lief und die niederen Triebe provozierte. In der Birne des bisherigen deutschen Langeweile-Premiumprodukt- oder Fiesta-Fahrers wächst dann der Gedanke: so ein alter Shelby oder Challenger doch eigentlich für einen Appel und ein Ei zu haben sein müßte weil so eine alte Amischlunze ja sonst keiner haben will...

Nun ja, wir wissen, daß das meistens in längere Diskussionen ausartet, die den Themenstarter auf den Boden der Realitäten zurückholen. Es stellt sich schnell heraus, daß die meisten Interessenten ihre technischen, räumlichen und finanziellen Möglichkeiten deutlich überschätzen, da sie schockiert über die Preise solcher Autos sind. Meistens wird dann die Flinte ins Korn geworfen. Die Statistik der Personen, die hier ihren "unerschütterlichen Kaufwunsch für ihren Traum" postuliert haben und dann tatsächlich einen Wagen gekauft haben und hier darüber schreiben dümpelt im Promille-Bereich.

Dabei hat jeder Hersteller Modelle im Programm gehabt, die meistens nicht so ins Auge der Sammler gefallen sind und die auch heute noch im Verhältnis zu Charger und Co. moderat bepreist sind. Daß wir uns hier nicht falsch verstehen: auch die Autos aus der zweiten Liga gibt es nicht mehr für Kleingeld. Die Tatsache, daß man heute keine Autos mehr kaufen kann, sondern nur noch elektronisierte Wegwerf-Plasikblasen, treibt in ihrer Verzweiflung mittlerweile die Leute dazu, selbst für AMC Pacer exorbitante Summen zu bezahlen.

Suchen wir also mal ein Auto raus, das nicht in einem Film verbraten wurde und somit in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist. Den Cougar von Mercury.

*kleingedruckt* okay, okay, er war in "From Dusk till Dawn" zu sehen. Aber nur kurz...

Das Auto basiert auf dem Mustang von Ford und teilt viele Teile mit ihm. Allerdings ist der Wagen etwas aufwendiger gemacht und etwas wertiger. Das Stückzahlverhältnis von Mustang zu Cougar steht etwa bei 10:1 laut Cougar Club of America. Die heutigen Preise für Cougars liegen in meiner Einschätzung etwa ein Drittel unter denen des Mustang. Wie beim Mustang auch, sind die Jahre von 71-73 etwas weniger gefragt als die früheren Exemplare. Das wirkt sich ebenfalls auf die Preise der Wagen aus.

Mein Geheimtip ist der 71er Convertible mit 351C-Maschine. Viel Potential und zu erwartende Wertsteigerung in einem. Top-Zustand vorausgesetzt. Für eine Resto ist er blechmäßig ähnlich herausfordernd wie ein Mustang und nichts für kleine Geldbeutel. Daher ist ein einwandfreier Wagen immer der bessere Kauf, auch wenn er etwas mehr kostet.

Für alle, die sich fortbilden wollen, hier ein lehrreicher Film über den klassischen Cougar . Eine der schönsten Soundkulissen, die ein Auto erzeugen kann ist etwa bei Minute 8:25 zu hören.

Have Fun!

 

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22 Antworten

Vielleicht lags an dem "europian look alike interieur", das der eine Restaurator in dem ersten Video beschreibt?

Der Wagen an sich ist natürlich erste Sahne und war damals in El Paso garnicht mal sooo selten.

Wir haben sogar welche hier in Celle, in einem hervorragenden Zustand.

So weit ich weiss, gehört zumindest einer davon dem Betreiber der "Zollagentur Celle".

Moin

 

Tolles und interessantes Video über den Mercury Cougar- dieser Klang:D

 

Hab mal eine Frage an dich Spechti:

 

Als bei mir die Entscheidung feststand dass ein amerikanisches Auto her muss

stand ich vor der Wahl Chevy Caprice vs. Ford Galaxie.

Gekauft hab ich den Caprice als ersten Ami, hauptsächlich wegen der besseren ersatzteillage.

Nun soll trotzdem in den nächsten 2-3 Jahren ein Ford Galaxie vor der Tür stehen.

 

Ins Auge gefasst habe ich die Gen. 1965-68.

Wie sieht es in Europa und USA mit Ersatzteilen für den Galaxie aus, gibt es neuralgische

Schwachpunkte an den Autos auf die man besonders achten sollte (Rost, etc....)?

 

Mfg Martin

01

Interessanter Artikel und tolles Video ! Mir würde der 70er Cougar Eliminator in blau ganz gut gefallen.

Da sind die Preise noch nicht so verdorben, wie beim Buick GSX :D

Aber: Als unbekanntes Pony Car würde ich weniger den Cougar, sondern eher den Ford Torino empfehlen.

Themenstarteram 14. Januar 2012 um 18:03

Zitat:

Als unbekanntes Pony Car würde ich weniger den Cougar, sondern eher den Ford Torino empfehlen.

Da Du weißt daß ich den Torino ebenfalls tief verehre, wäre das natürlich ebenfalls ein Tipp.:D

Allerdings wäre beim Thema unbekanntes Musclecar eher der Mercury-Zwilling Montego der Geheimtipp, da er - genau wie Cougar und Mustang - stückzahlmäßig ebenfalls in einem gewissen Verhältnis zum Torino steht und eher unbekannt ist.

Zitat:

Mir würde der 70er Cougar Eliminator in blau ganz gut gefallen.

Ich kriege feuchte Lefzen beim 71er XR Convertible mit 429er Cobra Jet Motor...

Zum Galaxie:

Ein spezieller Händler in Deutschland ist mir nicht bekannt. Normale Verschleißteile gibt es bei den üblichen Verdächtigen, M&F, US-Speedshop oder Rockauto.

Für spezielle Teile gibt es in den USA Spezialisten, die einem weiterhelfen können, wenn mal eine Chromleiste fehlt. http://www.galaxieparts.com/ wäre so einer. Es gibt aber noch mehr. Google ist auch Dein Freund.

Galaxies haben auch viele Gleichteile mit anderen Fords. Auch aus dem Mustang-Regal paßt das eine oder andere, z.B. aus dem Bereich der Elektrik.

Neuteile bekommt man bei großen, gewerblichen Teileaufkäufern wie Green Sales Company. Die dürften den weltweit größten Vorrat an NOS-Fordteilen haben.

Das Fahren so alter Autos erfordert immer wieder weltweite Teile-Recherche. ohne die geht es meistens nicht. Aber man findet viele Bekannte und Freunde.

Bei der Auswahl eines Wagens gibt es immer wiederkehrende Kaufkriterien. Die sind:

-Zustand (innen, außen, Motor, Karosse, etc.

-Originalität

-Vollständigkeit

-Histore/Dokumentation

-Preis

Ausnahme hiervon sind Personen, die für ein modifiziertes Fahrzeug, einen sogenannten Restomod, mehr Geld ausgeben würden als für ein originalbelassenes. In Deutschland wird es aber schwierig so ein Auto durch die H-Prüfung zu bekommen. Daher betrachte ich solches Autos hier in D als praktisch wertlos und sie sind im schlimmsten Fall nur ein teurer Briefbeschwerer. Aber es gibt auch Plastikbomber a la "Eleanor" (nicht die echte Eleanor von 74;)), die mit H-Kennzeichen rumfahren...

Da Karosserie- und Lackarbeiten neben Sattlerei zu den teuersten Arbeiten an einem Auto gehören, ist Rost absolut ein Thema. Bei jedem Wagen, nicht nur beim Galaxie. Je besser das Auto, desto besser der Kauf, Auch wenn ein gutes Auto 5.000 Euro teurer ist als eines mit diversen Rostpickeln, ist es wahrscheinlich der bessere Kauf. Selbst wenn der Motor eine kleine Macke hat. Der ist meistens einfacher und billiger zu beheben.

Unbedingtes Augenmerk sollte auch auf der Vollständigkeit des Wagens liegen. Ein fehlendes ganz unscheinbares Teil kann eine möglicherweise jahrelange Suche nach sich ziehen, so wie bei mir z.B. seit zwei Jahren nach einer 71er Mach 1-Stoßstange in gutem Zustand. Eine NOS-Stoßstange kostet jenseits der 2.000 Dollar, gebrauchte tauchen nur selten auf und sind dann meistens noch schlechter als meine. Reproteile gibt es nicht. Daher muß ich die alte sehr aufwendig wieder brauchbar machen.

 

Ich war letztes Jahr in New York und sah fast so viele langweilige Autos wie bei uns.

Autos vor Bj 1980 sah ich ganz, ganz wenige.

Eines davon war dieser traumhaft schöne 1973er (?) Mercury Cougar Convertible am Times Square.

http://www.abload.de/img/p1000314qqsv.jpg

http://www.abload.de/img/p10003159qg2.jpg

Themenstarteram 14. Januar 2012 um 19:51

Sabber.

Interessant auch, dass dieser Mann (siehe Pfeil) sein Objektiv in die völlig falsche Richtung hält.

Fotograf
Themenstarteram 14. Januar 2012 um 21:07

Unglaublich! Elender Ignorant. Soll sich schämen...

Ohja der Cougar ist schon eine echt geile Karre! :cool:

Besonders das Heck und die Rückleuchten gefallen mir immer so gut!

Interessant fande ich im Video zu sehen, dass der Cougar sogar die sequential taillights hat wie der Thunderbird damals - habe ich nie gewusst.

 

Hier könnt ihr euch etliche schöne Bilder aus den verschiedenen Baujahren ansehen:

http://www.autowp.ru/mercury/cougar/

 

So ein blauer würde mir übigens auch gut gefallen...:)

Autowp-ru-mercury-cougar-eliminator-4

Als ich letztes Jahr meinen 73er Cougar Convertible wegen des neuen Projekt zum kauf Angeboten habe kam genau EINE Anfrage innerhalb mehrere Monate.

Derjenige hat ich auch zum ich denke mal fairen Preis bekommen.Nun Wohnt er irgendwo bei München.

Leider finde ich momentan kein Bild.

Gruß Jens

das Heck koennte auch vom 72' oder 73'er Mark IV sein (seitlich gesehen, siehe Anhang), was ja auch nicht ganz verwundert. Den Cougar hatte ich auch mal im Auge, aber das Angebot ist ja super duenn :).

Autowp-ru-mercury-cougar-xr-7-9

Der Cougar ist definitiv eine Alternative, allerdings ist die Ersatzteilsituation für spezifische Teile halt doch nicht so entspannt wie beim Mustang. Ich habe selbst beim Mustang schon Probleme für eine aqua Deluxe Innenausstattung was zu kriegen weil heutzutage alle auf 0815 schwarz umbauen und es deswegen die Repro Teile auch nur so gibt.

Innenausstattung zu bekommen ist doch bei fast jedem aelteren Auto nicht so einfach (selbst bei meinem Audi 80 gibt es da nichts mehr zu kaufen). Man kauft deswegen am besten ein Auto, wo eben noch alles vorhanden ist; dann braucht man es auch nicht suchen :).

Themenstarteram 15. Januar 2012 um 16:51

Es gibt für Cougars eine erste Adresse. Das ist West Coast Classic Cougars.

Don Rush, der Inhaber, hat mir auch schon mit Organspenden aus geschlachteten Cougars geholfen um rare Teile an meinem Mustang zu ergänzen. In Sachen Cougar gibt es dort alles, was das Herz begehrt und WCCC beginnt seit einiger Zeit, in eigener Regie Reproteile aufzulegen.

Das ist zwar weit entfernt von der Situation bei Mustangs, aber einen Cougar in ansprechendem Zustand zu erhalten ist dank WCCC durchaus möglich.

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