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Darf der Tüv das?

Themenstarteram 29. März 2011 um 19:43

Hallo,

eine Bekannte musste letzte Woche übern Tüv und hat es nicht geschafft. Es waren ein paar Dinge dran zu machen, welche von mir sofort behoben wurden. Unter anderen das einseitige Bremsen an der Hinterachse(Ford Fiesta Bj.96).

Nun fuhr die Dame wieder zur Nachkontrolle hin. Alles war bestens.....nur auf einmal fing er an, dass an der Hinterachse die Beläge runter sind und der Bremszylinder hinüber wäre(kann nur die Worte der Dame zitieren).

Darf der Tüv das? Wie kann es sein, dass zwei Dinge innerhalb von einer Woche nicht mehr gut genug für den Tüv sind? Muss er nicht nur die bekannten Mängel kontrollieren, laut Bericht, kontrollierne und gut ist?

Beste Antwort im Thema

Darf der TÜV das?

Wenn mir bei einer Nachkontrolle erhebliche Mängel auffallen, muß ich die Plakette verweigern. Es kann sein, ein Kollege hat was übersehen oder kurzfristig hat sich zum Beispiel ein Radbremszylinder zerlegt und läuft aus. Ich berechne dann nix, aber ich vermerke es auf dem vorhandenen Bericht und der Mangel muß noch beseitigt werden.

Über "mit kaputten Bremsen weiterfahren" diskutieren wir doch hier nicht, oder?

Ist ärgerlich, aber besser, als wenn Du irgendwann ins Leere trittst.

Grüße: zinnenberg

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Zitat:

Original geschrieben von bigLBA

Sry, aber wenn der Prüfer geschlafen hat (jeder hat mal einen schlechten Tag und kann mal etwas übersehen) dann kann man dem Halter doch nicht dafür verantwortlich machen.

Man macht doch dafür den Halter auch nicht verantwortlich.

Im Gegenteil, die Prüfung dient dem Schutz von Halter und Fahrer vor möglichen Gefahren durch Sicherheitsmängel.

Zitat:

Original geschrieben von gardiner

Zitat:

Original geschrieben von zinnenberg

Darf der TÜV das?

Wenn mir bei einer Nachkontrolle erhebliche Mängel auffallen, muß ich die Plakette verweigern. Es kann sein, ein Kollege hat was übersehen oder kurzfristig hat sich zum Beispiel ein Radbremszylinder zerlegt und läuft aus. Ich berechne dann nix, aber ich vermerke es auf dem vorhandenen Bericht und der Mangel muß noch beseitigt werden.

Über "mit kaputten Bremsen weiterfahren" diskutieren wir doch hier nicht, oder?

Ist ärgerlich, aber besser, als wenn Du irgendwann ins Leere trittst.

Grüße: zinnenberg

Oi oi oi, verstehe ich richtig, daß Du handschriftlich was auf dem "alten HU-Bericht vermerkst?

Nicht berechnen ist ok., aber die NU/NK muß mängelfrei sein, d.h. nicht nur erhebliche, sondern auch geringe Mängel führen formal zum erneuten Nichtbestehen der HU.

Gardiner

Das verstehst Du, glaube ich, nicht richtig, das ist quasi ein "zurück an Absender (Erstberichtschreiber)". Wenn ich nichts berechne, schreibe ich auch keinen neuen Bericht. Damit der Fahrzeughalter aber nicht woanders sein Glück versucht, schreibe ich den Extra- Mangel handschriftlich mit auf den alten Bericht - für bessere Alternativen bin ich sehr empfänglich.

Beispiel: Sonata mit beidseitig gebrochenen ABS- Polringen, hatte der erste Prüfer nicht gesehen. Kunde hat alles bemängelte gemacht, aber jetzt einen Schaden von - nur Material - 1600 Euro vor der Brust, denn die Ringe gibt es nicht einzeln, die Antriebswellen müssen neu! Tendenz wirtschaftlicher Totalschaden und schon kräftig Geld reingesteckt. Das bade ich nicht aus.

Ist die Nachkontrolle i.O., kriegt der Kunde den üblichen ganz normalen gedruckten Nachkontrollbericht ohne Mängel.

@Ermessenspielraum: In manchen Fällen gibt es keinen. Eine Leuchtweitenregelung, die nicht geht, ist immer erheblich. Ebenso eine brennende Airbaglampe. Das sind digitale Fehler, geht - geht nicht. Bei bremsbelägen und Scheiben oder Spiel in Gelenken gibt es einen Ermessensspielraum... und einen Kompetenzspielraum...

Grüße: zinnenberg

wahrscheinlich bin ich weltfremd oder nicht "mit der mode"....

ich nutze den TÜV termin immer gerne um MEINE (!) sicherheit gewährleisten zu können.

das ist ein unabhängiger gutachter der fern ab jeder "ich muss verkaufen mentalität" sein objektives fachwissen zum besten gibt.

mir persönlich sind ein paar euro für neue bremsen total egal, solange ich nicht plötzlich irgendwo nen stunt drehe, weil die bremsen plötzlich nicht mehr gehen.

was der TÜV nun darf oder nicht darf ist mir, mit verlaub, auch völlig schnuppe.

wenn ein prüfer mir marode bremsen zeigt...WAS will ich da sagen?

"ich darf mit kaputten bremsen fahren, weil laut § 25.X1 in einer nachuntersuchung dies nicht mehr bemängelt werden darf" :confused:

 

sorry, selten so ne schwachsinnsfrage gehört...reparier den mist und gut ist!

@ zinnenberg

Moin Kollege,

ne, ich glaub, ich hab schon ganz genau verstanden...

Es geht einfach darum, daß Du auf dem HU-Bericht nichts handschriftliches ändern, streichen oder hinzufügen darfst. Hatte gestern gerade wieder so ein Herzchen, der hatte soweit alles i.o., aber die Mindestabbremsung nicht erreicht, und weil der Kollege den Bericht vorher schon mit "Bestanden" abgeschlossen und ausgedruckt hatte und wohl hinterher nicht stornieren wollte, hat er vor das Wort "bestanden" schnell mit Kugelschreiber ein "nicht" geschrieben und diese Änderung auch noch mit seiner Unterschrift und dem Prüfstempel besiegelt. Na, herzlichen Glückwunsch!!

"Damit der Fahrzeughalter nicht woanders sein Glück versucht...", das klingt nach Kunden haschen, frei nach dem Motto "Hauptsache er läuft mir nicht weg!". Es hat sicher niemand ein Problem, wenn Du privat irgendwas anschaust und Dein privates fachliches Statement dazu abgibst, ich weiß nicht, bei welchem Club genau Du schaffst. Aber wenn Du die amtliche Untersuchung begonnen hast, ebenso die NU/NK, dann solltest Du sie auch abschließen, egal mit welchem Ergebnis. Es gibt ÜO'en in bestimmten Bundesländern, da hat in jedem Fall, wenn das Fahrzeug in die Halle fährt und der PI die Untersuchung beginnt, auch ein rechtswirksamer Bericht erzeugt zu werden. Na klar kenne ich die Situation, die Du mit den ABS-Ringen beschrieben hast. Aber kannst Du für alles Elend dieser Welt? Daraus geht hervor, daß Du das Teil schon untersucht hast. Hast Du somit kostenlos gearbeitet?? Das wäre unfair und wettbewerbsverzerrend gegenüber den Kollegen, frei nach dem Motto "ich schau immer wieder kostenlos, bis der liebe Kunde endlich alle Mängel beseitigt hat". So tragisch der Einzelfall auch sein mag, ich laß den Kunden ggfls. auch ein zweites Mal durchfallen. Der Kunde hat ja imme rnoch mehrere Möglichkeiten: Er kann sich an den Erstuntersucher wenden und vielleicht Schadenersatzansprüche geltend machen (Sowieso-Kosten, Reparatur überschreitet Zeitwert, wenn er gleich den von Dir in der NU festgestellten Mangelgewußt hätte, dann hätte er die andere Kohle für die Erstreparatur nicht investiert).... Oder er fährt gleich zu einem anderen Prüfer und versucht sein "Glück" ohne Reparatur des neuen Mangels. Oder Du siehst den Mangel nicht, weil Du nur verpflichtet bist, die Abstellung der originären Mängel zu checken. Möglichkeiten gibt es imho genug.

Grüße der Gardiner

Zitat:

Original geschrieben von heltino

"ich darf mit kaputten bremsen fahren, weil laut § 25.X1 in einer nachuntersuchung dies nicht mehr bemängelt werden darf" :confused:

Darum geht es glaube ich nicht. Die Frage, die sich z.B. mir stellt ist: Weshalb hat der Eigentümer eines Wagens (ich übertreibe mal) zig-mal die Nachprüfungsgebühr zu bezahlen, weil bei jeder Nachprüfung aufs Neue ein Fehler gefunden wird (und jetzt kommt der wichtige Zusatz, den bitte nicht vergessen) der schon beim 1ten mal hätte gefunden werden müssen?

 

Ich will nächste Woche zum TUEV meine neuen Alufelgen eintragen lassen:

Frage: wenn er das überprüft und dabei einen Mangel findet, kann er dann mir die Plakette abmachen obwohl ich noch Tüv drauf habe ???

Nein, er wird dich wieder weg schicken ohne die Räder einzutragen.

Oder wenn alles schleift und eine Gefährdung anderer VK zu erwarten ist, lässt er dich nicht mit diesem Fahrzeug fahren bzw. verständigt, wenn du gegen dies Aufforderung verstößt die Polizei.

Zitat:

Original geschrieben von maybe146

Frage: wenn er das überprüft und dabei einen Mangel findet, kann er dann mir die Plakette abmachen obwohl ich noch Tüv drauf habe ???

Plakette abmachen: Nein!

Dich nicht mehr vom Hof rollen lassen: Ja, aber hängt vom Mangel ab (Reifen abgefahren, Bremsen defekt usw.)

btw.: Selbst ein KfZ Mechaniker oder ein Streifenplolizist muss Dir die Weiterfahrt untersagen, wenn ein erheblicher Sicherheitsmangel besteht. Und das dient Deiner und unserer Sicherheit.

Okey,

hab mir gebrauchte Felgen gekauft und morgen kommen aber neue Reifen drauf.

Bremsen sind auch noch in Ordnung.

Hab da eher an kleinere Mängel gedacht ( z.B. bei meinem Zündschloss muss man den Schlüssel nach Start wieder etwas zurückdrehen, sonst funktioniert die Elektronik nicht).

Danke! Ich werd's mal wagen, eintragen lassen muss ich sie halt :-)

wo wir gerade dabei sind:

 

Wenn er die Reifen , aus welchen Gründen auch immer, nicht eintragen lassen will:

Kostet das dann eigentlich auch was oder muss man nur bei erfolgreicher Eintragung bezahlen ?

( habe noch nie was beim TÜV eintragen lassen, entschuldigt meine Ahnungslosigkeit)

Ich habe für alle meine Eintragungen immer vorher bezahlt.

Denn Du bezahlst den Verwaltungsakt, nicht dessen Erfolg.

 

Hatte ich aber im Vorfeld bedenken, bin ich mit den Unterlagen zu einem a.a.S. und habe vorher nachgefragt was zu machen ist.

Kommt immer gut an.

@gardiner: Du verstehst mich doch nicht ganz richtig. Von Kunden haschen kann nicht die Rede sein. Die Wahrscheinlichkeit, das der Kunde wieder zu dem Prüfer kommt, der ihm die Extrakosten eingebrockt hat, halte ich für gering. Natürlich könnte ich einen zweiten Bericht schreiben und den negativ abschließen. Erstens halte ich das nicht für sehr (kunden-)freundlich, zweitens kann ich mir durchaus vorstellen, daß dieser zweite Bericht im Papierkorb landet und der Kunde einfach zu einem anderen Prüfer zur Nachkontrolle fährt, in der stillen Hoffnung, daß dieser die, um im Beispiel zu bleiben, gebrochenen Ringe nicht sieht und die Plakette klebt. Mit meinem Vermerk auf dem Bericht wird das eher nicht passieren, jemand anders sieht das dann auch... - das ist der Sinn der Sache!

Dein Beispiel mit dem Herumgekrickel im eigenen Bericht geht nicht und ist auch überflüssig. Wo ist da Problem mit dem Storno? Geht bei meinem Verein im Nachhinein und bei Dekra auch, selbst nach Kassenabschluß, das wird bei den anderen Mitbewerbern ähnlich aussehen.

@"Es gibt ÜO´s, da wird immer ein Bericht geschrieben, wenn ein Kunde in die Halle kommt und was will." Ist das Umsatzerzeugung a la Dekra?

Fragen kostet bei mir erstmal nix, einmal umsonst gucken ist eventuell auch noch drin. Du würdest Dich wundern, wie unterschiedlich die Zusammenarbeit verschiedener Prüfer mit ein und derselben Werkstatt laufen kann.

Das Ergebnis von ab und an ein Auto umsonst durchgucken ist gute Zusammenarbeit, das mir die Mechaniker mithelfen, gerade die problematisch anzuhebenden Autos auf der Hebebühne aufbocken oder das Licht durchschalten. Das beschleunigt mitunter die Arbeit enorm, ohne das die Qualität leidet.

Es soll Kollegen geben, die machen in jeder Werkstatt alles alleine und wundern sich, wie die Kollegen das nur schaffen können.

Zitat:

Original geschrieben von Siggi1803

Ich habe für alle meine Eintragungen immer vorher bezahlt.

Denn Du bezahlst den Verwaltungsakt, nicht dessen Erfolg.

Hatte ich aber im Vorfeld bedenken, bin ich mit den Unterlagen zu einem a.a.S. und habe vorher nachgefragt was zu machen ist.

Kommt immer gut an.

Und erspart jede Menge Ärger. Von Deiner Sorte hätte ich gerne mehr Kunden. :)

Gar nicht wenige Leute bauen nämlich erst ein, lesen die Gutachten nicht und sitzen dann mit Teilen da, die entweder gar nicht oder nur mit großem (finanziellen) Aufwand regulär an das Auto zu kriegen sind.

Grüße: zinnenberg

Zitat:

 

Zitat:

Original geschrieben von zinnenberg

Zitat:

Original geschrieben von Siggi1803

 

 

Hatte ich aber im Vorfeld bedenken, bin ich mit den Unterlagen zu einem a.a.S. und habe vorher nachgefragt was zu machen ist.

Kommt immer gut an.

Und erspart jede Menge Ärger. Von Deiner Sorte hätte ich gerne mehr Kunden. :)

Ja so oder ähnliche Antworten habe ich auch immer bei meinen Vorabfragen zu hören bekommen. ;)

@zinnenberg

"Umsatzerzeugung a la DEKRA": :D:D:D klingt ja nett! Nee nee, sowas machen wir nicht! Aber mal im Ernst: Ich bin schon absoluter Verfechter der Mängelschleife. Von mir aus sollte es die Möglichkeit geben, daß man Mängel korrekt aufnimmt, diese stehen läßt und dann nach deren Abstellung einen sauberen und legalen Bericht schreiben kann. Aber dieses schränkt man, zumindest bei uns, immer mehr ein. Ich weiß net warum, ich verstehe es einfach nicht, irgendwo muß wohl zuviel damit passiert sein. Und dann kommen halt solche Stilblüten dabei raus, daß in Hessen immer, wenn eine Untersuchung begonnen wird, ein Bericht gedruckt werden muß. So wie bei mir, daß ich mal einen Auftrag ein oder mehrere Tage offen lasse, gibt es da gar nicht mehr. Und ich will vermeiden, daß dieses bei uns auch noch verschlechtert wird.

"handschriftliche Notiz auf erstem Bericht": Willst Du denn den Kunden nun vor weiteren hohen Kosten bewahren oder nicht? Wenn Du es draufkrickelst, da hast Du Recht, dann wird es jeder Nachuntersuchende sehen und bemängeln.

Zusammenarbeit mit der Werkstatt ist sehr fein, das mach ich auch gern. Allerdings muß ich öfter und immer wieder die Grenzlinie der freundlichen Mithilfe erneuern, irgendwie wollen die lieben Gesellen und Meister doch immer wieder ein bisschen TÜV spielen (ich hab doch schon gebremst und die Werte aufgeschrieben....). Und wie weit die Hilfe gehen kann, habe ich selbst beim hiesigen PITSTOP erleben dürfen, da wurde eine DIN A4-Seite mit angeblichen Mängeln präsentiert, Fahrzeug war bereits aufgebockt, Räder ab, Bremsen auseinander, und der Meister sagte, ich solle mal alles abschreiben in meinen Bericht, was auf seinem Zettel stünde. Na, was meist, wie schnell ich den Saal wieder verlassen hatte!!

Grüsse der Gardiner

Zitat:

Original geschrieben von gardiner

@zinnenberg

"Umsatzerzeugung a la DEKRA": :D:D:D klingt ja nett! Nee nee, sowas machen wir nicht! Aber mal im Ernst: Ich bin schon absoluter Verfechter der Mängelschleife. Von mir aus sollte es die Möglichkeit geben, daß man Mängel korrekt aufnimmt, diese stehen läßt und dann nach deren Abstellung einen sauberen und legalen Bericht schreiben kann. Aber dieses schränkt man, zumindest bei uns, immer mehr ein. Ich weiß net warum, ich verstehe es einfach nicht, irgendwo muß wohl zuviel damit passiert sein. Und dann kommen halt solche Stilblüten dabei raus, daß in Hessen immer, wenn eine Untersuchung begonnen wird, ein Bericht gedruckt werden muß. So wie bei mir, daß ich mal einen Auftrag ein oder mehrere Tage offen lasse, gibt es da gar nicht mehr. Und ich will vermeiden, daß dieses bei uns auch noch verschlechtert wird.

Ich gehe mal davon aus, daß diese hessische Situation dadurch verursacht wurde, daß die Dekra und die Aufsichtsbehörden so aneinander geraten sind (die LKW über 7,5 t- Angelegenheit).

Dieses "Berichte offen lassen" für eine Mängelschleife habe ich früher an der Dekra- Prüfstelle auch benutzt. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber gibt das die Software nicht her. Um aber gerade bei Gebrauchtwagen, was Mängelschleifen angeht, sauber zu arbeiten, schreib ich mir die Fahrzeuge in eine Datei und schreibe die Berichte inklusive Mängelschleife erst, wenn die Autos paar Tage später repariert sind.

Zitat:

Original geschrieben von gardiner

"handschriftliche Notiz auf erstem Bericht": Willst Du denn den Kunden nun vor weiteren hohen Kosten bewahren oder nicht? Wenn Du es draufkrickelst, da hast Du Recht, dann wird es jeder Nachuntersuchende sehen und bemängeln.

Ich will ihm nicht die Kosten ersparen, ich will, daß er diesen zusätzlichen erheblichen Mangel auf jeden Fall auch noch beseitigt. Diskussionen über die Kosten kann er mit dem Erstberichtersteller führen.

Zitat:

Original geschrieben von gardiner

Zusammenarbeit mit der Werkstatt ist sehr fein, das mach ich auch gern. Allerdings muß ich öfter und immer wieder die Grenzlinie der freundlichen Mithilfe erneuern, irgendwie wollen die lieben Gesellen und Meister doch immer wieder ein bisschen TÜV spielen (ich hab doch schon gebremst und die Werte aufgeschrieben....). Und wie weit die Hilfe gehen kann, habe ich selbst beim hiesigen PITSTOP erleben dürfen, da wurde eine DIN A4-Seite mit angeblichen Mängeln präsentiert, Fahrzeug war bereits aufgebockt, Räder ab, Bremsen auseinander, und der Meister sagte, ich solle mal alles abschreiben in meinen Bericht, was auf seinem Zettel stünde. Na, was meist, wie schnell ich den Saal wieder verlassen hatte!!

Ich dokumentiere an Mängeln nur, was das Auto hat, wenn ich es hingestellt kriege und nicht, was es vor zwei Stunden hatte, vielleicht hatte oder nach Meinung gewisser umsatzfreudiger Werkstattinhaber neu sollte (bremsen, Stoßdämpfer, Auspuff...).

Grüße: zinnenberg

Hallo,

ich möchte hier mal erwähnen, dass ich bisher absolut unzufrieden mit den Prüfern bei der HU gewesen bin. Bisher war ich immer bei der Dekra, in Zukunft werde ich aber nur noch zum TÜV fahren, und hoffe, dass die Prüfer dort ihre Arbeit gewissenhafter erledigen als die Dekra hier vor Ort.

Jedesmal wurden erhebliche Mängel, die dem Prüfer eigentlicht auffallen müssten übersehen. Erst diesen März war ich zur HU mit meinem Auto. Das war das reinste Disaster. Erstmal zur HU:

1. Er hat die Bremswerte vertauscht. In 10/2010 wurde meine Bremsanlage hinten (Beläge, Bremszylinder, irgendwelche Druckventile) hinten erneuert. In der HU passten die Bremswerte aber nicht und er bemängelte, dass die Bremse einseitig nicht funktionierte, Handbremse aber ok sei.

In der Werkstatt dann stellte sich heraus, dass die Bremswirkung gut ist und nur die Handbremse einseitig nicht anzieht weil ein Handbremsseil gerissen war. Ok, kann passieren, er hats halt vertauscht. Finde ich aber trotzdem nicht so toll, solche Fehler. Immerhin zahle ich für knappe 20 Minuten Arbeit 95€! Da erwarte ich auch vernünftige Arbeit.

2. Mitte 2009 wurden meine Querlenker vorne komplett neu gemacht, durch den Frost oder warum auch immer war aber jetzt vorne links ein Lager gerissen. Hat er nicht gesehen! Aber sowas muss er eigentlich sehen, als ich zur Reperatur in der Werkstatt wegen den festgestellten Mängeln war ist es ihnen sofort aufgefallen und es wurde kostenlos erneuert.

3. Ebenfalls in der Werkstatt bei der Kontrolle der hinteren Bremse ist aufgefallen, dass ein Radlager schon beinahe völlig hinüber war. Das Rad ließ sich schon schwer drehen und machte laute Kratzgeräusche dabei. Warum ist das dem Prüfer nun nicht aufgefallen?

Hier haben wir also einen Mangel den er "falsch" erkannt bzw. vertauscht hat und 2 erhebliche, für meine Sicherheit wichtige Mängel, die er einfach mal gar nicht erkannt hat, die aber in der Werkstatt sofort, ohne dort überhaupt nach Mängeln zu suchen, aufgefallen sind. Ich möchte nochmal betonen, dass ich für knappe 20 Minuten 95€ bezahlt habe! Das ist ein vielfaches des Werkstattstundensatzes. Ich denke, dass kann einfach nicht sein. Zumal es nicht das erste mal war, dass wichtige Mängel nicht erkannt wurden.

 

So und dann noch eine Geschichte bei der gleichen Prüfung, aber diesmal bei der Abgasuntersuchung:

Der Prüfer hat seinen Stecker bei mir im Motor angeklemmt und seine Sonde in meinen Auspuff geschoben und die Prüfung begonnen. Ich habe neben der Fahrertür gestanden und auf den Monitor geguckt, hinter meinem Auto standen 2 ziemlich junge Männer, schätze max. 20 Jahre alt und haben auch zugeguckt.

Immer an der gleichen Stelle brach die Prüfung ab mit einer Fehlermeldung, dass er den Abgasschlauch prüfen solle, da keine Abgaswerte mehr gemessen werden. Das ging beinahe ein Dutzend male so, bis sich heraus stellte, dass einer der Jungs hinter meinem Auto immer auf den Schlauch trat und sich dabei einen feigste. Machte den Prüfer verständlicher Weise ziemlich sauer, aber was bitte kann ICH dafür? Ich habe weder mitbekommen, dass da einer auf den Schlauch tritt, noch kannte ich einen von denen. Er machte dann weiter, es lief aber wieder nicht ganz reibungslos, weil er wohl den Stecker vorne nicht richtig drauf hatte und der sich mittlerweile wieder gelöst hatte und dadurch die Drehzahlmessung von seinem AU Gerät nicht mehr richtig anzeigte. Als er dies dann merkte steckte er den Stecker richtig drauf und die Prüfung war dann mit guten Werten bestanden.

Soweit ja ok, aber die Härte kommt ja noch: Ziemlich unfreundlich meinte er dann zu mir, dass er mich eigentlich erst durchfallen lassen wollte wegen diesen Problemen (für die ich jeweils nichts konnte!) und er keinen weiteren Versuch mehr gemacht hätte und ich die AU nur mit Ach und Krach geschafft hätte. Das brachte in mir etwas säuerliche Stimmung hervor, aber alles in allem war ich noch gut drauf, da ich dort noch nicht ahnte, wieviele Mängel er zuvor bei der HU übersah. Aber eins garantiere ich: Hätte er mir die AU verweigert, aus Gründen, die ich nicht zu verschulden hatte und obwohl letztlich gute Messwerte herauskamen, so hätte er von mir auch nicht einen Cent gesehen für die AU!

 

Auch wenn ich mich wiederhole, aber ich muss das einfach betonen: Die gesamte Prüfung dauerte keine 20 Minuten und kostete 95€. Da akzeptiere ich sowas einfach nicht. Das ist ein Stundensatz über 200€!

Naja 95€ für die HU, 700€ für die Reperatur und 25€ für die Nachuntersuchung ärmer habe ich jetzt (hoffentlich) wieder 2 Jahre ruhe. Nur doof, dass ich jetzt im April mitm Motorrad zur HU muss. Aber sicher nicht mehr zur Dekra!

mfg

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