Bruder sucht wieder: Zuverlässiges Auto für schmales Geld
Moin!
Spätestens bis Ende diesen Jahres sucht mein Bruder wieder ein Auto. Hauptsächlich für meine Schwägerin zur Arbeit (ca. 50 km pro Richtung, Vollzeit) oder für ihn, wenn er allein unterwegs ist.
Folgende Bedingungen gelten:
Es muß ein Auto mit hinteren Türen sein.
Klima muß drin sein.
Aufgrund der Gegend sind Nebelscheinwerfer Pflicht. Wenn die leicht nachrüstbar sind, geht das auch.
Aufgrund der Gegend sind Direkteinspritzer also ohne H-Zulassung indiskutabel.
Und: Wegen schlechten Erfahrungen mit der Teileversorgung und der Zuverlässigkeit sind Autos aus Europa eher ungern gesehen. Der erste Satz meiner Signatur stammt da her.
Mehr als 2000 € können mein Bruder und seine Frau nicht ausgeben.
Es gibt auch ein paar Wünsche, die zwar keine Bedingung sind, aber gern gesehen.
Er wünscht sich ein möglichst kurzes Auto, da er wie auch ich manchmal zu unserer Mutter fährt, wo die Parkplatzsituation sagen wir schwierig ist.
Wir haben mal ein bißchen recherchiert und habe einige rausgesucht:
Ein Daihatsu Sirion
Ein Chevrolet Lacetti
Ein Hyundai Accent
Ein Saab 900 - ja, ist Europäer, aber aus Skandinavien, vielleicht geht das ja.
Und ich konnte weiter Überzeugungsarbeit leisten, da sich die schlechten Erfahrungen ja vor allem auf deutscheund französische Autos konzentrieren und dieser ein Pole mit japanischer Regie ist: Ein Opel Agila
Am besten gefallen würde ihm ja so einer: Ein Daihatsu Cuore L701
Ja, es ist so einer wie ich schon habe. Ursprüngliche Idee war ja, meinen alten Cuore gleichen Typs durch die HU zu bringen (dazu müßten die Schweller geschweißt werden). Außer den hinteren Türen und einem großen Kofferraum hat er ja alles. Klima ist auch drin. Nur ist er etwas weit weg.
Mein Bruder und seine Frau sowie mein Mann und ich haben gute Erfahrungen mit meinem kleinen Daihatsu gesammelt: nach Auto-Blöd-Dauertestwertung 0 Fehlerpunkte in weit über 60.000 km.
Der gleiche als Fünftürer wäre natürlich genau passend - zumal mein Kleiner vor nicht soo langer Zeit neue Reifen bekommen hat, selbst der Fulda-Schriftzug im Profil der Sommerreifen ist noch da. Die Reifen könnte man dort übernehmen.
Ansonsten: Ich kenne mich mit Autos aus den späten 90ern oder neuer wenig aus und abseits von Mazda und Daihatsu ist da auch nicht sehr viel mit meinem Auskennen.
Was ich Euch fragen möchte ist eigentlich, welche Schwächen die Verlinkten so haben, worauf ich bei einer Probefahrt achten müßte und welche Alternativen es sonst noch gibt.
Als Postleitzahl zum Eingeben in die Autobörsen eignet sich nach meiner Erfahrung die 26655 von Westerstede sehr gut. Von dort aus an meinem Zuhause vorbei gibt es in mehr als 50 km Umkreis eh nur die Nordsee und so habe ich dann effektiv eher ca. 65 km abgedeckt, wenn ich in 50 km Umkreis suche 😉
Beste Antwort im Thema
Naja, dass bei Meehster oft spezielle Maßstäbe angelegt werden, ist ja soweit nix neues.
129 Antworten
Ein PSA mit 1.9D ohne Turbo? Zx oder 306 oder Xantia/ Xsara?
Einwn 900er fahre ich selber. Schicker Wagen, gute Ausstattung. verbrauch zwischen 7 und 13 Liter. Aber irgendwas ist immer, zudem hat er Schrullen, die schnell nerven können, z.b. die Wfs, das Zündschloss und das zwingende Einlegen des R-Ganges vor Abzug des Schlüssels. Ich finde das lustig, manche blöd. Und er fährt gerade bei höherem Tempo einfach lauter und unruhiger als ein gleich alter oder älterer Mercedes.
meehster ist resistent gegen Franzosen, wie u.a. die Signatur offenbart. Selbst wenn einer der genannten Franzosen das richtige Fahrzeug wäre, würde ihr Bruder niemals davon erfahren. 😁
In Anbetracht der genannten Kriterien und der Tatsache, dass hier wild die verschiedensten Fahrzeugkategorien empfohlen wurden, würde ich noch den Mitsubishi Charisma, Mitsubishi Space Star (ohne GDI) und Mazda 323/626 (ohne Rost) ins Rennen schicken. Bis 2.000€ sollte man denke ich nicht allzu wählerisch sein, gerade wenn jegliche Europäer aufgrund mangelnder Ersatzteilversorgung (?!) rausfallen und im Rahmen von 50 Kilometern gesucht werden darf.
Gruß
Den Carisma kann ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen - der im selben holländischen Werk NedCar gebaute Space-Star (ab 1999) ist auch nicht schlecht. Der letzte Mazda sechs-zwo-sechs ist eben ein hemmungsloser Roster, aber dafür bekannt sehr zuverlässig, und wenn sich ein schönes, rostarmes Exemplar findet, wo eine Nachbehandlung sich mittelfristig bezahlt machen wird, kann man auch den sechs-zwo-sechs (1997-2002) durchaus empfehlen.
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Das Problem an Mittelklasseautos mit Benzinmotor ist der je nach Umstand doch hohe Verbrauch. Bei 50km Autobahn zur Arbeit mit Tempo 110 ist es ja in Ordnung, aber in der Stadt sind auch 12l+ drin. Und auch auf der Autobahn bei 110 bis 120 wird ein Kleinwagen über den Daumen 2 Liter weniger brauchen.
Wenn dein Bruder wegen aG ohnehin steuerfrei fährt, würde ich, trotz deiner bekannten Antipathie gegen Diesel im Allgemeinen und mit Turbo und Direkteinspritzung im Besonderen, auf einen Diesel setzen. Plakette ist dann ja Wurst, in Norddeutschland ja weitestgehend sowieso. Also her mit einem zuverlässigen Diesel alter Schule. Mercedes drängt sich auf, aber eben auch die Franzosen. ZX Break? C200 Diesel als S202?
Zitat:
@meehster schrieb am 19. Oktober 2014 um 12:32:55 Uhr:
Eun Szuzki Wagon R+
Gerade Letzterer ist interessant.Die Frage wieder: Gibt es bekannte Schwächen bei den Modellen und worauf ist bei einer Begutachtung zu achten?
Baugleich Agila stimmt, wobei das eher anders herum von Interesse ist - der Suzuki-Käufer bekommt einen ungarischen Suzuki, aber der Agila-Käufer bekommt keinen Opel... 😉
Bei dem Motor darf ich mich mal selbst zitieren: Die 76PS-Version ist Suzukis alter G13BB - halbwegs haltbar, neigt im Alter zum Kolbenkipper/Kolbenhemdbruch (welcher auch über fünfstellige Laufleistungen hinweg abgesehen vom Geräusch keinen Ärger machen muss), aber mit Zahnriemen - und es ist kein Freiläufer. Sollte passend gewartet worden sein, bei der Laufleistung muss mindestens der zweite drin sitzen.
Die 94PS-Version hat den M13A - auch in Ignis und Jimny verwendet, kaum kaputt zu bekommen, aber nicht wirklich sparsam.
Das größte technische Risiko besteht beim Getriebe.
Neben der Wertung: Was für superexotische, nicht mehr lieferbare Ersatzteile gibt es denn für einen 2000er Renault? Viel exotischer als meiner wird's da nicht mehr, und selbst für den gibt es noch alles 😉.
Gruß
Derk
Zitat:
@der_Derk schrieb am 21. Oktober 2014 um 15:18:13 Uhr:
Neben der Wertung: Was für superexotische, nicht mehr lieferbare Ersatzteile gibt es denn für einen 2000er Renault? Viel exotischer als meiner wird's da nicht mehr, und selbst für den gibt es noch alles 😉.Gruß
Derk
Im Grunde ist alles, was man für den täglichen Bedarf und zum Fahren braucht, derzeit noch lieferbar, aber seltener benötigte Teile, die nicht ständig nachgefragt werden, sind nicht mehr zu bekommen oder zwar noch zu haben, aber so teuer, dass man es sich zweimal überlegt. In Zukunft wird es alles, aber sicher nicht mehr besser!
Den C200 Diesel W202 finde ich persönlich nicht übel - wurde in der Taxiversion noch bis 1998 geliefert, hat also teilweise die Mopf 2 von 1997 mitgemacht, wobei diese bekanntlich vieles anders, aber nichts wirklich besser und den Rostschutz noch schlechter gemacht hat. Und ein altes Taxi, muss das sein? Glaube nein.
Ich melde mich mal wieder.
Nachdem ein paar Autos begutachtet und für schlecht befunden wurden, haben wir jetzt folgende drei rausgesucht und wollen begutachten:
Ein Kia Picanto.
Ein Chrysler PT Cruiser.
Ein BMW 323i touring.
Könnt Ihr uns sagen, worauf wir bei den einzelnen Modellen zu achten haben und welche Fallstricke lauern?
Der hier wurde heute begutachtet. Da hat irgendein Idiot 10W-40-Öl eingefüllt, das bedeutet bei dem Modell einen kommenden Kolbenringschaden. Schade. Wäre der gut gewesen, hätten wir Kurzzeitnummern geholt und den genommen. Der Rest bei dem Auto war zwar auch nicht übermäßig gepflegt, aber hinnehmbar.
Und "Ralf", Bruders Renault, ist mit Pauken und Trompeten durch die HU gerasselt. Das wird vierstellig kosten, den durchzubringen.
Der PT Cruiser hat keinen guten Ruf. Das liegt nicht nur an der gewöhnungsbedürftigen Optik, sondern auch an unterirdischer Verarbeitung und zahlreichen technischen und elektronischen Mängeln. Der Wagen ist nicht grundlos so billig!
Zum BMW gibt's zu sagen: An Fahrwerk und Bremsen gibt's immer was zu tun! Bist du hinten fertig, fängt's vorne wieder an... Ansonsten eine sehr solide Bank, gammelt an Radläufen und der Kofferraumklappe gerne, aber nicht dramatisch. Der Motor ist natürlich ein Traum!
Zum Kia kann ich nichts sagen. Zwischen einem BMW 323i und einem Picanto liegen allerdings in jeglicher Hinsicht Welten! Der eine ist stark, sportlich und nobel, der andere ist ein minimalistischer Kleinwagen. Kann man schwer vergleichen.
Die Optik des Cruiser fand meine Schwägerin geil.
Bei dem BMW war überzeugend, daß er gegenüber dem Chrysler eine Klimaautomatik hat und zudem noch etwas sparsamer ist. Und natürlich: Ein Reihensechser, da könnte ich auch neidisch werden 😁 Aber wenn da ständig was dran zu machen ist, ist das auch übel. Und nicht zu vergessen: die "Farbe" ist natürlich ein echter Nachteil.
Der Kia kam in die Auflistung, weil er gut aussieht (OK, in so einem Blau sieht jedes Auto gut aus) und weil er sich sehr kostengünstig betreiben läßt - wenn nichts ist. Die Frage ist: Mit welcher Wahrscheinlichkeit kommt man damit problemlos von A nach B?
Es geht dabei hauptsächlich darum, für die nächsten 2 Jahre bzw. ca. 20 bis 30 tkm ein arbeitsalltagstaugliches Auto zu haben und dafür nicht viel auszugeben.
Bei dem BMW sind laut Inserat die Querlenker und die Stoßdämpfer hinten neu - kaufen!
Vor allem wird es für den auch noch auf Jahre Ersatzteile geben. Das ist ein großer Vorteil von BMW.
Schaut mal auf Rost am Schweller, Radläufen und Heckklappe. Das Auto an sich ist unter anderem deshalb so günstig, weil er nicht die typische M-Paket-Ausstattung mit 17-Zöllern, Sportsitzen, Sitzheizung etc. besitzt. Aber man kann auch ohne überleben. Vom Fahrgefühl ist der super.
Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das E36-Forum ist freundlich und absolut hilfreich 🙂
Gibt es für Kia überhaupt Teile in Europa? Du hast da ja schon Deine Erfahrungen mit wesentlich bedeutenderen Herstellern aus unserem Nachbarland, die daran schon scheitern. Chrysler traue ich auch nur bedingt übern Weg, aber wer bereit ist, Kontakte nach USA aufzubauen, ist mit Amis meist auf der sicheren Seite.
Wenn es einer von den 3 sein muss, wäre der BMW der einzige, über den ich überhaupt nur ernsthaft nachdenken würde. Exoten kann man sammeln, aber zum Fahren lieber noch was Normales.
Der BMW macht einen guten Eindruck, kommt halt darauf an, wann die angeführten Sachen neu gemacht wurden, da sollten Rechnungen mit Datum vorhanden sein. Wertverlust ist bei dem nicht zu befürchten 😉
Der Kia ist für den Kilometerstand zu teuer und vom problembehafteten PT Cruiser würd ich sowieso die Finger lassen.
Hinfahren und die Fahrzeuge anschauen. Anschließend den Wagen kaufen, der am wenigsten Bauchweh macht. Der Chrysler gefällt mir am besten, aber bei dem brauchst du eine Werkstätt der sich damit auskennt. Problemlos dürften aber alle Fahrzeug nicht sein.
Der Kia hat Autogas, und das vermutlich von Haus aus, was ihn pauschal zum mit Abstand unterhaltsgünstigsten Fahrzeug in dem Trio macht.
Aber: 206.000 Kilometer bei 1.1 Litern Dreizylinder? Da fährt der Zug sicherlich bald ab, und der Preis ist deutlich zu hoch wie ich finde. Aber bei Kia könnte ich mir gut vorstellen, dass selbst solche Mühlen einem relativ hohen Preisniveau unterliegen.
Der PT Cruiser .... ich würde pauschal nicht sagen, dass es ein überaus mangelhaftes Fahrzeug ist - der hat ja so wenig drin, was soll da schon großartig kaputt gehen - aber der Motor ist eben ziemlich veraltet. Durstig und träge. Außerdem mal informieren, wie es mit dem Zahnriemenwechsel aussieht, bei einigen Motorisierungen liegt der soweit ich weiß im vierstellingen Bereich, da der Motor ausgebaut bzw. angehoben werden muss mangels Platz im Motorraum.
Zitat:
Frage ist: Mit welcher Wahrscheinlichkeit kommt man damit problemlos von A nach B?
Es geht dabei hauptsächlich darum, für die nächsten 2 Jahre bzw. ca. 20 bis 30 tkm ein arbeitsalltagstaugliches Auto zu haben und dafür nicht viel auszugeben.
Es ist also nur ein Übergangsfahrzeug für zwei Jahre? Ich würde unter diesem Aspekt Kandidaten wie den BMW 323i rausschmeißen, größere Motoren wollen auch gefüttert werden, und ich könnte mir vorstellen, dass das auch im Sinne deines Bruders ist, denn er kann ja lt. Eingangsposting zurzeit wirklich nur 2.000 € ausgeben.
Hat dein Bruder Interesse an Autos, spart also Geld für etwas besseres, oder ist es ihm quasi egal? Falls er für ein bestimmtes Fahrzeug sparen sollte, würde ich versuchen, für die nächsten zwei Jahre irgendein einfaches Auto so günstig wie möglich zu beschaffen. Das gesparte Geld könnte er dann ja schonmal fürs neue Auto zurückhalten etc.
Hier mal ein paar weitere Vorschläge für noch weniger Geld, die lt. Beschreibung ganz interessant wirken:
http://suchen.mobile.de/.../201866018.html
http://suchen.mobile.de/.../201439983.html
http://suchen.mobile.de/.../200545019.html
http://suchen.mobile.de/.../201724132.html
http://suchen.mobile.de/.../200073315.html
Gruß