bringt LPG denn auch irgendwelche Vorteile für den Motor?
Man liest ja nun immer von der Belastung der Ventile / Ventilsitze.
Aber ich könnte mir auch Vorteile vorstellen: Motorsauberkeit, weniger Benzineintrag ins Motoröl (naja, leider in der Startphase noch jedes mal fetter Benzineintrag), weniger Ruß.
Wie siehts in der Praxis aus?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von Tschita
Naja nicht zu vergessen das GAS bis zu 5 PS der Leistung vernichtet.
Ob das stimmt oder nicht , will und kann ich nicht beurteilen. Mir ist es jedenfalls egal , ob ich 125 oder 120 PS habe.
Die Leistung ist heute bei LPG-Fahrern doch kaum noch entscheidend (ab 100 PS). Man kann ja kaum noch zwischen 7:00 und 19:00 Uhr auf der AB mit 140 fahren, wo braucht man da noch Leistung ??
Im Verkehr einfach mitschwimmen und sich nicht die Nerven kaputtmachen, das ist heute die Devise.
Und dabei wenig Treibstoffkosten verursachen; darum geht es doch den meisten hier in diesem Forum !!!!
32 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Audi-gibt-Omega
Fassen wir mal zusammen, LPG Vorteile
weniger Benzineintrag im Öl, dadurch längere Intervalle
Kann ja jeder machen wie er WILL und MEINT, allerdings sollte hier nicht vergessen werden die Ölwechselintervalle einzuhalten, denn die Qualität des Motorenöl’s
Mindert sich nicht nur durch Schwebestoffe, Kondensat und Schwefel, sondern wird auch durch zerriebene Molekülketten verschlissen.
Zitat:
saubere Ventile, Kolben, somit langfristig besserer Wirkungsgrad
kaum/kein Ruß, dadurch geringere Kat-Belastung, längere Haltbarkeit
geringerer CO2 Ausstoß,
deutlich geringerer Ausstoß CO, HCN, Null Benzole,
höhere Klopffestigkeit, dadurch mehr Frühzündung möglich, höherer Wirkungsgrad in bestimmten Lastbereichen,
insgesamt deutlich längere Laufzeiten des Motors möglich
(möglich, da ich das Elend bei abgebrannten Ventilen sehe, also nicht bei allen Motoren zwangsläufig)
Flash-Lube macht einen Teil dieser Vorteile wieder rückgängig, da es eine intensive Additivierung des gesamten Prozesses ist, irgendwo müssen ja auch die Verbrennungsrückstände des Additives ja hin: Kerzen, Kolben, Ventile, Kat, Auspuff
bei Gasstart kommt noch Positives dazu: gar kein Benzineintrag im Öl, schnellere Motorerwärmung (durch "trockenen" Magerbetrieb, bei Benzin deutlich fetter mit Rußbildung) Ölintervalle doppelt so lang ohne erkennbaren Ölmehrverschleiß, in der Summe KS-Einsparung (Startbenzin, ca 0,4..1l /100km je nach Fahrprofil) rote-Ampel-Motor-Stopp möglich.
Seit ca 4 Monaten mache ich auch schon bis ca 400m vor einer rot werden Ampel den Hobel aus. Durch Gasstart gibt es auch keinen Benzintypischen Mehrverschleiß oder-Verbrauch. Will sagen, wenn der Ampel-Stopp Sinn macht, tut er es bei Gastart-LPG´s doppelt.
Nicht alles ist Nachahmenswert, dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Verbrennungsmotoren auf die jeweils verwendeten Brennstoffe konstruiert und eingerichtet sind.
Meinen eigenen umgerüsteten Fahrzeugen habe ich das Experimentelle , das Gasstarten abgewöhnt und gönne selbst bei langen Fahrten ab und zu mal ein paar Kilometer Benzin.........
Natürlich mache ich auch keinen Gang raus, schon wegen dem Automatikgetriebe und beim Schalter, ginge der Motor aus, möchte ich auch nicht auf meinen Bremskraftverstärker oder Servolenkung verzichten, unbenommen der Rechtssituation..
Grüße
Zitat:
Original geschrieben von ICOMworker
Nicht alles ist Nachahmenswert, dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Verbrennungsmotoren auf die jeweils verwendeten Brennstoffe konstruiert und eingerichtet sind.
korrekt, aber hier muß man auch den Grund sagen, denn gerade die Super-Plus Motoren sind umso besser für LPG geeignet (höhere Verdichtung), die aber zunächst einmal der Profitmaximierung der Ölmulti´s dienen
Zitat:
Meinen eigenen umgerüsteten Fahrzeugen habe ich das Experimentelle , das Gasstarten abgewöhnt und gönne selbst bei langen Fahrten ab und zu mal ein paar Kilometer Benzin.........
wozu soll bitte das gut sein ? es sei denn kurz vor der AU, die ja bei bivalenten nur auf Benzin gemacht wird, da kann eine Benzintour sehr nützlich sein zu Anpassung der Motorsteuerung wieder auf Benzin. Jedoch motorentechnisch macht es m.E. absolut keinen Sinn
Zitat:
Natürlich mache ich auch keinen Gang raus, schon wegen dem Automatikgetriebe und beim Schalter, ginge der Motor aus, möchte ich auch nicht auf meinen Bremskraftverstärker oder Servolenkung verzichten, unbenommen der Rechtssituation..
Gasstart bei Kundenfahrzeugen würd ich sicher auch nur bei "ganz harten" Kunden machen, zumal der Hersteller nicht hinter solchen "Entwicklungen" steht. Das "Heranrollen" an eine Kreuzung bei Rot hale ich für unspektakulär, Bremse hat noch lange ausreichend Druck für mehrere Bremsungen, zudem muß man bei einer Notbremsung eben mal ordentlich daruflatschen, deswegen fahr ich ja auch nicht hochhackig 😉 Servo geht, wenn auch deutlich schwer, ich wäre auch sicher der letzte, der in den Alpen Bergabfahrten auf Serpentinen mit "Motor aus" propagieren würde. Das Automatikgetriebe ist für kurze Abschleppfahrten (bis 50km) jedoch sicher nicht ohne Grund durchaus freigegeben, aber solch lange "Ausrollstrecken" gibt es nicht mal bei der Fahrt von Tibet Richtung Chinesische Küste.
Man kann sein Auto und dessen Hersteller vergöttern oder eben versuchen, die Technik sinnvoll zu begreifen.
Dass die derzeitigen Konstruktionen für die automobile Zukunft eher ungeeignet, weil auf dauerndem und vielem Spritkonsum "optimiert" sind, wissen wir doch alle. Ein 150kW Verbrennungsmotor muß eben nicht bei Bergabfahrten oder bei konstant 100 KM/h laufen, nur um wenige Nebenaggregate zu betreiben, aber das gehört dann schon in die Thematik "Alternative Antriebe".