Bremsüberhitzung E63 AMG – Mangel angezeigt, nie behoben und trotzdem verjährt??

Mercedes E-Klasse W211

Hallo an Alle!
Das ist mein erster Forenbeitrag. Ich kenne mich also noch nicht wirklich aus, seid daher bitte nachsichtig.
Wenn was fehlt, gebt mir bitte Bescheid. Ich fühle mich gerade so richtig verar.... und will herausfinden, ob ich der einzige bin oder Daimler das immer so macht.

Das ist passiert:

Im April 2010 habe ich von der MB NL in Leipzig einen E63 AMG, S211, 2 ½ Jahre alt mit rd. 32.500 km und Junge Sterne Garantie gekauft. Junge Sterne Garantie kennt ihr sicher alle - „So Mercedes wie am ersten Tag“, so zumindest das Versprechen.

Auf der Heimfahrt von Leipzig nach Frankfurt am Main ging der Ärger los. Beim Bremsen viel mir immer zwischen etwa 140km/h und 120km/h eine Vibration im Auto auf. Dachte erst vielleicht müssen sich die Reifen erst wieder einlaufen, der Asphalt ist uneben oder so etwas. Um sicher zu sein habe ich bei der MB NL Frankfurt einen Termin vereinbart. Nach kurzem Blick unters Auto wurde mir mitgeteilt, dass die Bremsen „runter seien“ und auf jeden Fall erneuert werden müssten. Beim Verkauf hieß es in Leipzig noch die Bremsen halten noch locker 8.000 bis 10.000km, was dann der normalen Laufleistung von rund 45.000 km entsprochen hätte. Die Vibrationen kämen allerdings nicht durch die Abnutzung, sondern von Ablagerungen auf den Innenseiten der Bremsscheiben. Also wurden Bremsscheiben und Bremsklötze an der Vorderachse erneuert.

Rund 1.500km später viel mir dasselbe Vibrieren beim Bremsen wieder auf, wieder auf einer längeren Fahrt. Daimler NL Frankfurt hat wieder dieselben Ablagerungen an den vorderen Bremsscheiben festgestellt und Bremsscheiben und Klötze diesmal auf deren Kosten wieder erneuert. Wieder sollte alles super sein.

Rund 6.500km später bemerkte ich dasselbe Vibrieren - wieder auf einer längeren Fahrt - wieder. Bei Daimler NL Frankfurt wurde der Mangel wieder festgestellt, wie gehabt Ablagerungen auf der Innenseite der vorderen Bremsscheiben. Dazu bekam ich die Mitteilung, dass die Bremsscheiben und die Bremsklötze schon zu mehr als 50% abgenutzt seien. Damit war für Daimler klar, dass der reine Teiletausch (2x Bremsscheiben und Bremsklötze) nichts gebracht hatte, d.h. dass die tatsächliche Ursache dafür, dass die Bremsscheiben und die Klötze kaputt gingen, eben woanders als in diesen Teilen selbst liegt. Nachdem sie diesmal (angeblich) mit jedem in der NL und auch mit AMG direkt gesprochen hatten wurde mir erklärt, dass die Bremse wohl überhitzt und sich auf Grund der hohen Temperaturen die Bremse so schnell abnutzt. Die Ablagerungen auf den Bremsscheiben seien ebenfalls eine Folge dieser Überhitzung. Eine Idee woher die Überhitzung selbst kommen könnte hätte man nicht, der Fall sei einzigartig. Da also keiner wusste woher die Überhitzung kommt, konnten sie logischerweise auch keine Behebung des Problems anbieten.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns darauf verständigt, dass ich gegenüber der Verkaufsniederlassung in Leipzig vom Kaufvertrag zurücktrete. Ich denke es ist für jeden nachvollziehbar, dass es sehr beängstigend und absolut verantwortungslos wäre in einem Auto zu fahren, bei dem der Hersteller nicht weiß warum die Bremse nicht richtig funktioniert. Insbesondere meine Familie fahre ich in so einem Auto nicht herum! Also brachte ich den Rücktritt auf den Weg und bat darin die MB NL Leipzig (wie abgestimmt) mit den Frankfurtern zu sprechen, um die technischen Details nachzuvollziehen. Um den Wagen vorübergehend, bis eine Lösung gefunden wurde, nutzbar zu machen (wir hatten mit maximal 14 Tagen gerechnet, war ja alles klar), wurden die defekten Teile auf Kosten Daimler noch einmal (zum dritten Mal) erneuert. Der im Rücktritt erbetene Anruf bei Daimler in Frankfurt kam (angeblich) nie. Dafür erhielt ich aus Leipzig einen „Dreizeiler“ mit dem Hinweis, dass man von den Beanstandungen in der MB NL Leipzig in meinem Rücktritt das erste Mal etwas höre, die Gewährleistungsfrist abgelaufen sei und daher die Wandlung ausgeschlossen sei. Kein Anruf, kein nix. Auch meine Anrufe in Leipzig waren erfolglos, Rückrufe kamen nie.

Nach Hinweis aus Frankfurt habe ich den zentralen Customer Care Service angerufen. Nach einigen Telefonaten erklärte man mir, man habe mit Leipzig und Frankfurt gesprochen und man könnte den Sachverhalt wie dargestellt nachvollziehen. Die NL Leipzig habe allerdings kein Interesse mit mir zu sprechen und dem Customer Care seien die Hände gebunden.

Dort bekam ich allerdings den Tipp den Vorstand direkt anzuschreiben. Und jetzt wird’s echt traurig: Das Vorstandssekretariat teilte mir mit, dass der Vorstand ebenfalls nicht zuständig sei. Der Vorstand würde sich in Angelegenheiten der Niederlassungen grundsätzlich nicht einmischen, das sei organisatorisch bei Daimler so nicht vorgesehen. Kann man das Glauben? Das ist für mich so wie wenn ich meinem Nachbarn sage, er solle die zerbrochene Scheibe mit meinem dreijährigen Sohn klären und mich doch bitte in Ruhe lassen.

Nachdem ich also niemanden sprechen konnte, der „zuständig“ gewesen wäre, bekam ich von einem MB Mitarbeiter den Tipp Klage bei Gericht einzureichen. Der Fall sei so absurd, dass man sich nicht vorstellen könnte, dass Daimler damit vor Gericht wolle. Auf diese Weise würde sich sicherlich jemand für den Fall interessieren, der auch zuständig ist. Also habe ich Ende 2012 Klage eingereicht. Was sollte ich auch sonst machen, ich habe nach eigener Einschätzung Daimler ein irreparables Auto in der Garage stehen, dass zudem, weil irreparabel defekt, unverkäuflich ist. Mal abgesehen vom rein juristischen, wenn ich das Auto verkaufe und die Bremse versagt mal vollständig und es kommt zum Unfall, dann schlafe ich keine Nacht mehr. Das Urteil steht noch aus, wir werden sehen.

Und jetzt wird’s spannend für euch alle:
Der (juristische) Grund - wie ich ihn verstehe - warum Daimler glaubt das (irreparable) Auto, drei Mal defekt, Reparaturversuche alle erfolglos usw. nicht zurücknehmen zu müssen lautet: Verjährung! Und das soll so gehen: Zwar ist der Mangel unstreitig mittlerweile 4 Mal innerhalb von rund 12.000km aufgetreten (zuletzt im März 2013), das heißt sie haben ihn nie gefunden und daher auch nie behoben. Ich habe den Mangel unstreitig auch innerhalb der Gewährleistungsfrist erstmalig angezeigt und auch die zweite Anzeige, nämlich der erste misslungene Reparaturversuch, wurde von mir innerhalb der Gewährleistungsfrist angezeigt. Allerdings habe ich zu spät, nämlich erst außerhalb der Gewährleistungsfrist, gemerkt, dass auch der 2. Reparaturversuch seitens Daimler nicht geglückt ist. Daher habe ich Daimler zu spät mitgeteilt, dass der Wagen noch immer kaputt ist und bin daher zu spät (nicht innerhalb der einjährigen Gewährleistungsfrist) vom Kaufvertrag zurückgetreten.

Um es klar zu machen, das kann euch ALLE treffen: Wenn der Daimler-Kunde zwar einen Mangel erstmalig oder vielleicht sogar mehrfach (wie ich) innerhalb der Gewährleistungsfrist feststellt und anzeigt, der Mangel jedoch von Daimler innerhalb der Gewährleistung nicht behoben wird und der Kunde dies erst merkt, wenn die Gewährleistungsfrist dann abgelaufen ist, dann soll der Kunde keine Ansprüche auf Wandlung/Rücknahme des Fahrzeugs mehr haben. Also Leute wenn das durchgeht, dann gute Nacht. Wir sind jetzt alle für die Endkontrolle bei Daimler zuständig! Wir müssen feststellen, ob sie ihre Arbeit gut machen oder nicht! Und wenn wir (als Kunden) unsere Überprüfung derer Arbeit nicht gut und vor allem nicht SCHNELL genug erledigen, entlässt sich Daimler durch reinen Zeitablauf selbst aus der Haftung. Mal abgesehen davon, dass ich diesen Unsinn juristisch nicht beurteilen kann... sich als DAIMLER BENZ so zu präsentieren ist doch unfassbar! Du wirst hier als Kunde so richtig abgekocht, wenn Du Dich während Du einen Mercedes fährst nicht laufend juristisch beraten lässt.

Sie vertrösten ihre Kunden mit angeblichen Reparaturen so lange bis sich der Kunden jenseits der gesetzlichen Gewährleistung befindet und versuchen dann sich über eine Verjährung aus der Verantwortung zu ziehen? Gibt es im Daimler Konzern wirklich niemanden, der sich für einen solchen Auftritt schämt und sich dafür interessiert wie hier mit den Kunden umgegangen wird? Sie wollen wirklich einen Kunden zwingen ein Fahrzeug zu behalten, bei dem die Bremsen einen nicht diagnostizierbaren und daher nicht behebbaren Mangel haben?

Gibt es hier Jemanden, der so etwas schon mal hatte?

Gibt es hier Rechtsanwälte, die so etwas schon einmal hatten?
Konkret geht es vor Gericht wohl um die Frage ob Verjährung eintreten kann, wenn ein Mangel zwar zunächst zwei Mal fristgerecht innerhalb der 1 Jahres Frist angezeigt wurde, die dritte Anzeige und danach erst mögliche Rücktritt vom Kaufvertrag jedoch erst ausserhalb der 1-Jahres-Frist erfolgt. Also quasi die Frage, ob es eine Verjährung innerhalb der Verjährung vorstellbar ist? Wenn das so wäre, käme Daimler quasi durch reinen Zeitablauf aus der Verjährung. Also für mich (bin kein Jurist) total absurd. Wenn jemand an weiteren Details interessiert ist, erläutere ich gerne weiter, auch mein Urteil würde ich dann hier veröffentlichen, damit ihr wisst wie ihr euch wehren könnte oder was auf euch zu kommt.

Vielen Dank fürs Lesen an Alle!
Bin auf Eure Meinungen gespannt!

Beste Antwort im Thema

Hallo an Alle!
Das ist mein erster Forenbeitrag. Ich kenne mich also noch nicht wirklich aus, seid daher bitte nachsichtig.
Wenn was fehlt, gebt mir bitte Bescheid. Ich fühle mich gerade so richtig verar.... und will herausfinden, ob ich der einzige bin oder Daimler das immer so macht.

Das ist passiert:

Im April 2010 habe ich von der MB NL in Leipzig einen E63 AMG, S211, 2 ½ Jahre alt mit rd. 32.500 km und Junge Sterne Garantie gekauft. Junge Sterne Garantie kennt ihr sicher alle - „So Mercedes wie am ersten Tag“, so zumindest das Versprechen.

Auf der Heimfahrt von Leipzig nach Frankfurt am Main ging der Ärger los. Beim Bremsen viel mir immer zwischen etwa 140km/h und 120km/h eine Vibration im Auto auf. Dachte erst vielleicht müssen sich die Reifen erst wieder einlaufen, der Asphalt ist uneben oder so etwas. Um sicher zu sein habe ich bei der MB NL Frankfurt einen Termin vereinbart. Nach kurzem Blick unters Auto wurde mir mitgeteilt, dass die Bremsen „runter seien“ und auf jeden Fall erneuert werden müssten. Beim Verkauf hieß es in Leipzig noch die Bremsen halten noch locker 8.000 bis 10.000km, was dann der normalen Laufleistung von rund 45.000 km entsprochen hätte. Die Vibrationen kämen allerdings nicht durch die Abnutzung, sondern von Ablagerungen auf den Innenseiten der Bremsscheiben. Also wurden Bremsscheiben und Bremsklötze an der Vorderachse erneuert.

Rund 1.500km später viel mir dasselbe Vibrieren beim Bremsen wieder auf, wieder auf einer längeren Fahrt. Daimler NL Frankfurt hat wieder dieselben Ablagerungen an den vorderen Bremsscheiben festgestellt und Bremsscheiben und Klötze diesmal auf deren Kosten wieder erneuert. Wieder sollte alles super sein.

Rund 6.500km später bemerkte ich dasselbe Vibrieren - wieder auf einer längeren Fahrt - wieder. Bei Daimler NL Frankfurt wurde der Mangel wieder festgestellt, wie gehabt Ablagerungen auf der Innenseite der vorderen Bremsscheiben. Dazu bekam ich die Mitteilung, dass die Bremsscheiben und die Bremsklötze schon zu mehr als 50% abgenutzt seien. Damit war für Daimler klar, dass der reine Teiletausch (2x Bremsscheiben und Bremsklötze) nichts gebracht hatte, d.h. dass die tatsächliche Ursache dafür, dass die Bremsscheiben und die Klötze kaputt gingen, eben woanders als in diesen Teilen selbst liegt. Nachdem sie diesmal (angeblich) mit jedem in der NL und auch mit AMG direkt gesprochen hatten wurde mir erklärt, dass die Bremse wohl überhitzt und sich auf Grund der hohen Temperaturen die Bremse so schnell abnutzt. Die Ablagerungen auf den Bremsscheiben seien ebenfalls eine Folge dieser Überhitzung. Eine Idee woher die Überhitzung selbst kommen könnte hätte man nicht, der Fall sei einzigartig. Da also keiner wusste woher die Überhitzung kommt, konnten sie logischerweise auch keine Behebung des Problems anbieten.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns darauf verständigt, dass ich gegenüber der Verkaufsniederlassung in Leipzig vom Kaufvertrag zurücktrete. Ich denke es ist für jeden nachvollziehbar, dass es sehr beängstigend und absolut verantwortungslos wäre in einem Auto zu fahren, bei dem der Hersteller nicht weiß warum die Bremse nicht richtig funktioniert. Insbesondere meine Familie fahre ich in so einem Auto nicht herum! Also brachte ich den Rücktritt auf den Weg und bat darin die MB NL Leipzig (wie abgestimmt) mit den Frankfurtern zu sprechen, um die technischen Details nachzuvollziehen. Um den Wagen vorübergehend, bis eine Lösung gefunden wurde, nutzbar zu machen (wir hatten mit maximal 14 Tagen gerechnet, war ja alles klar), wurden die defekten Teile auf Kosten Daimler noch einmal (zum dritten Mal) erneuert. Der im Rücktritt erbetene Anruf bei Daimler in Frankfurt kam (angeblich) nie. Dafür erhielt ich aus Leipzig einen „Dreizeiler“ mit dem Hinweis, dass man von den Beanstandungen in der MB NL Leipzig in meinem Rücktritt das erste Mal etwas höre, die Gewährleistungsfrist abgelaufen sei und daher die Wandlung ausgeschlossen sei. Kein Anruf, kein nix. Auch meine Anrufe in Leipzig waren erfolglos, Rückrufe kamen nie.

Nach Hinweis aus Frankfurt habe ich den zentralen Customer Care Service angerufen. Nach einigen Telefonaten erklärte man mir, man habe mit Leipzig und Frankfurt gesprochen und man könnte den Sachverhalt wie dargestellt nachvollziehen. Die NL Leipzig habe allerdings kein Interesse mit mir zu sprechen und dem Customer Care seien die Hände gebunden.

Dort bekam ich allerdings den Tipp den Vorstand direkt anzuschreiben. Und jetzt wird’s echt traurig: Das Vorstandssekretariat teilte mir mit, dass der Vorstand ebenfalls nicht zuständig sei. Der Vorstand würde sich in Angelegenheiten der Niederlassungen grundsätzlich nicht einmischen, das sei organisatorisch bei Daimler so nicht vorgesehen. Kann man das Glauben? Das ist für mich so wie wenn ich meinem Nachbarn sage, er solle die zerbrochene Scheibe mit meinem dreijährigen Sohn klären und mich doch bitte in Ruhe lassen.

Nachdem ich also niemanden sprechen konnte, der „zuständig“ gewesen wäre, bekam ich von einem MB Mitarbeiter den Tipp Klage bei Gericht einzureichen. Der Fall sei so absurd, dass man sich nicht vorstellen könnte, dass Daimler damit vor Gericht wolle. Auf diese Weise würde sich sicherlich jemand für den Fall interessieren, der auch zuständig ist. Also habe ich Ende 2012 Klage eingereicht. Was sollte ich auch sonst machen, ich habe nach eigener Einschätzung Daimler ein irreparables Auto in der Garage stehen, dass zudem, weil irreparabel defekt, unverkäuflich ist. Mal abgesehen vom rein juristischen, wenn ich das Auto verkaufe und die Bremse versagt mal vollständig und es kommt zum Unfall, dann schlafe ich keine Nacht mehr. Das Urteil steht noch aus, wir werden sehen.

Und jetzt wird’s spannend für euch alle:
Der (juristische) Grund - wie ich ihn verstehe - warum Daimler glaubt das (irreparable) Auto, drei Mal defekt, Reparaturversuche alle erfolglos usw. nicht zurücknehmen zu müssen lautet: Verjährung! Und das soll so gehen: Zwar ist der Mangel unstreitig mittlerweile 4 Mal innerhalb von rund 12.000km aufgetreten (zuletzt im März 2013), das heißt sie haben ihn nie gefunden und daher auch nie behoben. Ich habe den Mangel unstreitig auch innerhalb der Gewährleistungsfrist erstmalig angezeigt und auch die zweite Anzeige, nämlich der erste misslungene Reparaturversuch, wurde von mir innerhalb der Gewährleistungsfrist angezeigt. Allerdings habe ich zu spät, nämlich erst außerhalb der Gewährleistungsfrist, gemerkt, dass auch der 2. Reparaturversuch seitens Daimler nicht geglückt ist. Daher habe ich Daimler zu spät mitgeteilt, dass der Wagen noch immer kaputt ist und bin daher zu spät (nicht innerhalb der einjährigen Gewährleistungsfrist) vom Kaufvertrag zurückgetreten.

Um es klar zu machen, das kann euch ALLE treffen: Wenn der Daimler-Kunde zwar einen Mangel erstmalig oder vielleicht sogar mehrfach (wie ich) innerhalb der Gewährleistungsfrist feststellt und anzeigt, der Mangel jedoch von Daimler innerhalb der Gewährleistung nicht behoben wird und der Kunde dies erst merkt, wenn die Gewährleistungsfrist dann abgelaufen ist, dann soll der Kunde keine Ansprüche auf Wandlung/Rücknahme des Fahrzeugs mehr haben. Also Leute wenn das durchgeht, dann gute Nacht. Wir sind jetzt alle für die Endkontrolle bei Daimler zuständig! Wir müssen feststellen, ob sie ihre Arbeit gut machen oder nicht! Und wenn wir (als Kunden) unsere Überprüfung derer Arbeit nicht gut und vor allem nicht SCHNELL genug erledigen, entlässt sich Daimler durch reinen Zeitablauf selbst aus der Haftung. Mal abgesehen davon, dass ich diesen Unsinn juristisch nicht beurteilen kann... sich als DAIMLER BENZ so zu präsentieren ist doch unfassbar! Du wirst hier als Kunde so richtig abgekocht, wenn Du Dich während Du einen Mercedes fährst nicht laufend juristisch beraten lässt.

Sie vertrösten ihre Kunden mit angeblichen Reparaturen so lange bis sich der Kunden jenseits der gesetzlichen Gewährleistung befindet und versuchen dann sich über eine Verjährung aus der Verantwortung zu ziehen? Gibt es im Daimler Konzern wirklich niemanden, der sich für einen solchen Auftritt schämt und sich dafür interessiert wie hier mit den Kunden umgegangen wird? Sie wollen wirklich einen Kunden zwingen ein Fahrzeug zu behalten, bei dem die Bremsen einen nicht diagnostizierbaren und daher nicht behebbaren Mangel haben?

Gibt es hier Jemanden, der so etwas schon mal hatte?

Gibt es hier Rechtsanwälte, die so etwas schon einmal hatten?
Konkret geht es vor Gericht wohl um die Frage ob Verjährung eintreten kann, wenn ein Mangel zwar zunächst zwei Mal fristgerecht innerhalb der 1 Jahres Frist angezeigt wurde, die dritte Anzeige und danach erst mögliche Rücktritt vom Kaufvertrag jedoch erst ausserhalb der 1-Jahres-Frist erfolgt. Also quasi die Frage, ob es eine Verjährung innerhalb der Verjährung vorstellbar ist? Wenn das so wäre, käme Daimler quasi durch reinen Zeitablauf aus der Verjährung. Also für mich (bin kein Jurist) total absurd. Wenn jemand an weiteren Details interessiert ist, erläutere ich gerne weiter, auch mein Urteil würde ich dann hier veröffentlichen, damit ihr wisst wie ihr euch wehren könnte oder was auf euch zu kommt.

Vielen Dank fürs Lesen an Alle!
Bin auf Eure Meinungen gespannt!

116 weitere Antworten
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Zitat:

Original geschrieben von s211amg


Bei mir trat eine Vibration beim Bremsen auf zwischen 140km/h und 120km/h.
Ich weiss nicht wie sich eine heissgelaufene Bremse anfühlt, ist das dann so?

Ich beschreibe es mal so:

Das Fahrzeug fängt ganz leicht an zu vibrieren (ohne Bremsung), wenn man dann bremst, vibriert das ganze Fahrzeug stark und man hat im Pedal und Lenkrad das Feedback wie bei extrem verzogenen/heißgelaufenen Bremsscheiben.

Zitat:

Original geschrieben von _L98_


Das Fahrzeug fängt ganz leicht an zu vibrieren (ohne Bremsung), wenn man dann bremst, vibriert das ganze Fahrzeug stark und man hat im Pedal und Lenkrad das Feedback wie bei extrem verzogenen/heißgelaufenen Bremsscheiben.
http://www.ferodo.com/.../DocumentSelection.aspx

Zitat:

Original geschrieben von tigu



Zitat:

Original geschrieben von domic89


Ich möchte Mercedes nicht schlecht reden, ich wollte nur erzählen wie es mir mit JS ergangen ist.
Und wie der Zufall so will, ist der RA dein Cousin/Bruder/Schwager... ist nun genug Werbung, gell 😁

Deine Phantasie hätte ich gerne :-)

Zitat:

Original geschrieben von _L98_



Zitat:

Original geschrieben von s211amg


Bei mir trat eine Vibration beim Bremsen auf zwischen 140km/h und 120km/h.
Ich weiss nicht wie sich eine heissgelaufene Bremse anfühlt, ist das dann so?
Ich beschreibe es mal so:
Das Fahrzeug fängt ganz leicht an zu vibrieren (ohne Bremsung), wenn man dann bremst, vibriert das ganze Fahrzeug stark und man hat im Pedal und Lenkrad das Feedback wie bei extrem verzogenen/heißgelaufenen Bremsscheiben.

Hast Du das bei bestimmten Geschwindigkeiten oder durchgängig?

Das Thema Bremssättel hat Daimler angeblich geprüft. Das hätten sie doch gesehen?

Ähnliche Themen

Zitat:

Original geschrieben von s211amg


Hast Du das bei bestimmten Geschwindigkeiten oder durchgängig?
Das Thema Bremssättel hat Daimler angeblich geprüft. Das hätten sie doch gesehen?

Ich hatte das nur jenseits der 110Km/h allerdings dann auch hoch bis 180-200. Schneller habe ich mich dann nicht mehr getraut. Interessanterweise ist es auch genauso plötzlich wieder verschwunden und wieder gekommen.

Bremssattelhistorie: Beim Wechel der Beläge wurde festgestellt, dass auf der rechten Seite die Kolben nicht mehr zurückgehen bzw. bleiben. Entsprechend wurde der rechte Sattel getauscht.

Danach ging es dann los mit den Problemen, bis man den zweiten Sattel auch getauscht hat (Verzweiflungstat von Daimler, es gab keinen Hinweis auf einen defekten linken Sattel)
Das Problem trat erst nach 1500-2000Km auf (nach jedem Scheibenwechsel).
Man hat die komplette VA geprüft, die Radnaben vermessen, etc. es war nichts fest zu stellen.
Ich habe die Scheiben auch immer vernünftig eingefahren.

Zitat:

Original geschrieben von tigu



Zitat:

Original geschrieben von domic89


Ich möchte Mercedes nicht schlecht reden, ich wollte nur erzählen wie es mir mit JS ergangen ist.
Und wie der Zufall so will, ist der RA dein Cousin/Bruder/Schwager... ist nun genug Werbung, gell 😁

Nicht ganz 🙂

Hab schon kapiert, der Beitrag beim anderen Thema war nicht so "toll"

Auch wenn der Beitrag schon etwas älter ist, aber wurde nur die Bremse vorne gecheckt?

Bei meinen 420igern hatte ich ähnlich Vibrationen die meist nur auf längeren Strecken auftraten, nach umfangreicher Fehlersuche stellte sich dann heraus, das die Bremse hinten das Problem verursachte. Die Vibrationen fingen ganz leicht beim Bremsen oder auch in schnelleren Kurven an, und wurden dann so schlimm, das meine Beifahrer darum baten in der nächsten Ausfahrt raus zu fahren, und alle lebenswichtigen Schrauben nachzuziehen. Vibrationen und lautes Brummen als ob einzelne Stollen aus den Reifen gebrochen sind, also fingen sie einmal an, blieben sie auch und veränderten sich mit der Geschwindigkeit... reproduzierbar sobald die Bremse eine gewisse Temperatur hatte... einmal anhalten, 5 Minuten warten und die Vibrationen/Geräusche waren bis zur nächsten Bremsung oder schnellen Kurve weg...

Die Scheiben vorne sahen nach Langstrecken auch immer sehr schnell durchgeglüht aus, hier hat sich zum Glück beim 212er wirklich was getan...

Gruss
Schlurf

Ist zwar schon älter aber für mich (leider) noch immer aktuell, daher danke für Deinen Beitrag.

So stark wie bei Dir hat sich das bei mir nie gezeigt, ich merke eine Vibration zwischen 140 und 120km/h. Die Überhitzung und die Ablagerungen hat dann Daimler festgestellt.

Ob sich da so viel getan hat zum Nachfolger kann ich nicht beurteilen, gibt ja gerade wieder einen Thread "Keramikbremsscheibe gebrochen". Und nach allem was man hier und auch im Netz finden kann ist es ja auch nicht so, als würde niemand über Probleme mit seinen Bremsen berichten.

Zitat:

Original geschrieben von Schlurf02


Auch wenn der Beitrag schon etwas älter ist, aber wurde nur die Bremse vorne gecheckt?

Bei meinen 420igern hatte ich ähnlich Vibrationen die meist nur auf längeren Strecken auftraten, nach umfangreicher Fehlersuche stellte sich dann heraus, das die Bremse hinten das Problem verursachte. Die Vibrationen fingen ganz leicht beim Bremsen oder auch in schnelleren Kurven an, und wurden dann so schlimm, das meine Beifahrer darum baten in der nächsten Ausfahrt raus zu fahren, und alle lebenswichtigen Schrauben nachzuziehen. Vibrationen und lautes Brummen als ob einzelne Stollen aus den Reifen gebrochen sind, also fingen sie einmal an, blieben sie auch und veränderten sich mit der Geschwindigkeit... reproduzierbar sobald die Bremse eine gewisse Temperatur hatte... einmal anhalten, 5 Minuten warten und die Vibrationen/Geräusche waren bis zur nächsten Bremsung oder schnellen Kurve weg...

Die Scheiben vorne sahen nach Langstrecken auch immer sehr schnell durchgeglüht aus, hier hat sich zum Glück beim 212er wirklich was getan...

Gruss
Schlurf

Ist schon toll was hier geschrieben wird, ohne irgendeinen auf die Füsse zu treten oder zu defamieren, doch eine Bremse in einen Serienfahrzeug nach 5.000 zu "Schrott" zu fahren ist eigendlich nicht möglich zumal wenn es ein AMG ist, mög sein das es Probleme mit Bremsanlagen gibt bei Leistungsstarken Fahrzeugen, wie in der Formel 1 die nach 300-400 KM ihre Bremsen am Ende gefahren haben, aber wer kann von uns schon so fahren? Meien Meinung ist, es ist ein sehr seltener Fehler in deiner Bremsanlage der schwer zu finden ist. Ich hoff das Beste für dich und deinen AMG, fährt ja nicht jeder. Über Probleme mit meiner Bremsanlage kann ich nichts berichten, obwohl es eine hier oftmals schlecht gemachte SBC ist.
Aber es stimmt, das Problem wird nicht per Ferndiagnose hier gelöst, aber ein paar Tipps sind schon dabei. Schreib mal alle für dich relevanten Tipps auf und lass sie von Merceders abarbeiten, kann ja nicht sein das das Motto von Mercedes heisst "Wer bremst hat Angst" nach der Werbung für die SBC.
Schade das manche so behandelt werden von Mercedes ich kann da nur positiv berichten nach einen Defekt von der Naviantenne habe ich sofort ein Ersatzfahrzeug erhalten was in etwa gleichwertig war(Motor besser, Platz schlechter)
GHU 230

Vielleicht sollten sie die Stickstoffkühlung aus dem Trucksport übernehmen. Damit werden die Keramikverbundscheiben runtergekühlt. Braucht man bei 3-5 Tonnen aber auch.

Hallo, was ist denn nun mit dem Wagen passiert? Hat der TE den Wagen noch?
Daimler, oder die NL Frankfurt hätte besser mal die Bremszangen ersetzt. Wir reden hier von Festsätteln an VA und HA beim W/S 211.x77
Mal logisch überlegt, was hängt an der Bremsanlage dran?
Bremspedal-Unterdruckbremskraftverstäker-Tandem Hauptbremszylinder-ABS/ESP/Distronic Hydraulikeinheit mit Steuergerät-Bremsleitungen und Bremsschläuche-Bremssättel-Bremsklötze-Bremsscheiben..
Erneuert wurden Bremsscheiben und Klötze, war der Wagen nach Reparatur auf dem Bremsenprüfstand?
Wurde die Bremse eingebremst durch die Werkstatt?
Grade bei den AMGs mache ich das nach jeder Reparatur an der Bremsanlage.
Bei so einem Fall würde ich schon stark auf festsitzende Kolben in den Bremssätteln tippen.
Ebenfalls sollte auch mal über einen Bremsflüssigkeitswechsel dabei nachgedacht werden.

Ich glaube nicht das die in Leipzig da was verheimlicht oder verschleiert haben, vielmehr denke ich das da unglückliche Umstände zusammen gekommen sind.

Bitte mal um neue Info. Danke.

Hallo,
ja ich habe den Wagen noch, die rechtliche Auseinandersetzung zieht sich (ewig).
Ob die Bremse "eingebremst" wurde weiss ich leider nicht, aber angeblich wurde die komplette Bremse geprüft (daher nehme ich mal an auch die Bremszangen), was auch immer da bedeutet und eben Bremsscheiben und -klötze mehrfach getauscht. Bremsflüssigkeit ist sicherlich in der Zeit mal bei einer Inspektion erneuert worden.
Du scheinst Dich ja auszukennen, arbeitest Du bei Daimler?
Gruß

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