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Bremsscheibenwechsel: Muss Bremsflüssigkeit erneuert werden?

Themenstarteram 12. Oktober 2012 um 0:10

Hallo zusammen,

Frage:

Muss man bei einem Wechsel der (vorderen) Bremsscheiben sowie evtl. zusätzlich der Beläge die Bremsflüssigkeit wechseln bzw. wird es empfohlen? Oder kann beides unabhängig voneinander geschehen? (Falls das Auto relevant ist: Mondeo MK 2)

Falls man nicht zwingend die Flüssigkeit mit wechseln muss: Kann es sein, dass Werkstätten einen Wechsel zwingend voraussetzen bzw. nicht ohne zusätzlichen Bremsflüssigkeitswechsel die Arbeit übernehmen? Ich habe da so etwas aus eigener Erfahrung in Erinnerung, bin mir aber nicht sicher.

Dass die Flüssigkeit aller zwei Jahre gewechselt werden muss, ist übrigens eine ganz andere Frage, um die es nicht gehen soll.

Beste Antwort im Thema
am 13. Oktober 2012 um 9:31

Dein Beitrag geht am Thema vorbei. Es geht ganz einfach darum, überflüssige Kosten zu vermeiden und nicht darum, minderwertige Teile zu verbauen oder gar überhaupt keine Wartungsarbeiten durchzuführen.

Wenn du der Meinung bist jedes Jahr die Bremsflüssigkeit wechseln zu müssen, dann sei dir das selbstverständlich unbenommen und niemand, am allerwenigsten die Werkstatt, wird dich davon abhalten.

Aber es ist völlig unnötig und reine Geldverschwendung, selbst alle 2 Jahre zu wechseln, wenn der Behälter fest verschlossen und die Bremsanlage auch sonst völlig dicht ist.

Eine Prüfung sollte man aber trotzdem machen lassen, erst dann kann eine Aussage gemacht werden, wie weiter zu verfahren ist.

Wie gesagt, bei meiner Bremsflüssigkeit war selbst nach 4 Jahren der Siedepunkt

noch weit unterhalb der kritischen Grenze, so daß ich diesbezüglich keinerlei Sicherheitsbedenken habe, auch wenn bei meinem Fahrzeug ein Wechsel alle 2 Jahre vorgeschrieben ist.

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Hallo ins Forum,

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

Bremsenmordende Strecken: Silveretta Hochalpenstrasse, Großklockner, Abfahrt Sand Schwarzwaldhochstrasse nach Bühlertal oder Abfahrt Scheibelseckle Richtung Achern......

oder Hahntennjoch, Timmelsjoch (vor allem Südseite), Col du Turmalet ... . Ist ziemlich egal wo Du unterwegs bist, sobald Du Serpentinen und einen Höhenunterschied von mindestens 700 m hast, wird's für die Bremse haarig, wenn technisch falsch (also ohne Motorbremse) gefahren wird.

Hinzu kommen die von Dir beschriebenen Probleme mit der Kühlung durch die häufigen Wiederholungen.

Zitat:

... da kommt keine Vollbremsung auf der Autobahn ran.

Von der Spitzenlast her wird die Vollbremsung auf der Autobahn die einzelne Passabfahrtsbremse locker übersteigen. Nimm' einfach mal das Beispiel, dass ein Fahrzeug mit 1,6 t von 160 auf 80 km/h (Anwendungsfall rausziehender LKW) abgebremst wird und hierfür eine Verzögerung von 9 m/s² angewendet wird. Dann wird die Scheibe vorne sicher rund 500 - 600° heiß werden. Bei einer Passabfahrtsbremse würde dasselbe Fahrzeug nur von ca. 50 auf ca. 10 km/h verzögert, wobei Du sicher keine Vollbremsung, sondern nur eine Teilbremsung machen wirst, so dass nur eine Verzögerung von vielleicht 4 m/s² geben wird. Scheibentemperatur vorne wäre dann so ca. 200°.

Dies zeigt, dass die Autobahnvollbremsung die Bremse als Einzelereignis höher belastet. Aber danach, hat die Bremse Zeit sich runterzukühlen (der LKW zockelt ja eine Weile), so dass Du keinen Stress mit Überhitzung, Dampfblasenbildung hast. Bei der Passabfahrt reiht sich jedoch Bremsung an Bremsung, so dass sich die Belastung potenziert, da die ausreichende Kühlphase fehlt. Am Ende einer falsch gefahrenen Passabfahrt hast Du sicher eine Scheibentemperatur von 800° aufwärts, was dann zu den beschriebenen Problemen führt.

Die Belastung kommt daher nicht aus dem Einzelereignis, sondern aus den fehlenden Kühlphase zwischen den Bremsungen. Vor einigen Jahren gab's auch mal regelmäßige Bremsentests (ich glaube es war die AMS) am Großglockner, bei der sich genau dieses Ergebnis augenscheinlich zeigte. Auch mehrere Bremsungen von 100->0 hintereinander belasteten die Bremse nicht so wie die falsch gefahrene Passabfahrt (Scheibentemperatur).

Viele Grüße

Peter

Themenstarteram 14. Oktober 2012 um 21:33

Auf diese Fragestellung will mir niemand mehr antworten? :confused:

Letztendlich gehtes mir um die Frage, ob ich problemlos von der Werkstatt fordern kann, dass die Bremsflüssigkeit nur bei Notwendigkeit getauscht wird, oder ob ich mit der Forderung ein absoluter Einzelfall bin und ich mich lächerlich mache und als Geizkragen bezichtig werde.

Nur zur Klarstellung: Ich bin absolut kein Geizkragen und ich möchte sicherlich weder an Sicherheit noch "Wartung" o. ä. sparen. Ich habe nur ein grundsätzliches Problem damit, "unnütz" Geld auszugeben bzw. zum Fenster herauszuwerfen. Und in der heutigen Zeit trachtet einem jeder nach seinem Geld und ich kenne so gut wie kein gewerbliches Unternehmen, was einen nicht versucht, über den Tisch zu ziehen.

am 14. Oktober 2012 um 21:39

@ Einige_Fragen

Wenn du so denkst.......dann solltest du auch morgens nicht mehr aus den Haus gehen !:cool:

Zitat:

Original geschrieben von Moers75

Dir ist bekannt dass Werkzeuge auch Verschleiss unterliegen? Und dass Kunden auch unterschiedliche Toleranzanforderungen stellen? Und neue Werkzeuge nun eben bessere Qualität mit engerer Toleranz produzieren als alte Werkzeuge?

Hallo,

wir sprechen hier nicht über einen billigen 10er HSS-Bohrer.

Die Werkzeuge die wir verwenden, halten ihre Toleranz über die gesamte Standzeit. Dann fliegt das Werkzeug raus und es kommt ein Neues rein. Völlig egal wie gut die Teile sind die sich damit noch produzieren lassen.

Zitat:

Wenn Kund A beispielsweise sagt ich will mit 0,1mm Toleranz, Kunde B mit 0,2 und Kunde C mit 0,5 dann wird halt mit neuem Werkzeug angefangen solange die 0,1mm gehalten werden und alles in Packungen mit "A" gepackt. Dann wird fleissig weiter produziert in Kartons mit "B" drauf bis irgendwann auch die Toleranz von Kunde C nicht mehr erreicht wird. Erst dann wird das Werkzeug getauscht. Was ist an solchen Produktionsmethoden neu und unverständlich? :confused:

Das kann man so tun wenn man Kekse oder ähnliches produziert, aber doch nicht wenn es um Sicherheitsteile geht.

Das, was du hier möchtest, würde nur bei einer 100% Kontrolle möglich sein, die aber, wie ich schon geschrieben habe, zu teuer sein würde.

Unsere Kunden stellen alle hohe Anforderungen. Jeder möchte seine Bremse noch ein wenig besser als der Konkurrent.

Stell dir vor, die würden bei ihren Stichproben eine Bremse demontieren und feststellen, daß wir ihnen Mist geliefert haben.

Zitat:

Solange hinten etwas herauskommt mit dem sich Geld verdienen lässt wird weiterproduziert. Rüstzeiten sind Stillstandzeiten.

Werkzeugwechsel sind keine Rüstzeiten. Das Wechseln dauert oft nur ein paar Sekunden

Zitat:

Man produziert ja keinen Schrott, das wäre Unfug.

Komisch, vorhin hast du noch geschrieben:

Zitat:

Für Afrika reichte es wenn es grob wie eine Bremsscheibe aussah

Ausserdem hast du mir immer noch nicht beantwortet, wer der Hersteller ist, der diesen Schrott produziert.

Und wie er bei dieser Arbeitsweise noch kostendeckend arbeiten kann?

Zitat:

Alles eine Produktion, hinterher wurde der Rundlauf in der Qualitätssicherung getestet. Die besten bekamen dann das Logo des Autoherstellers, die immer noch guten wurden unter eigenem Namen verkauft und der Rest unter fremdem Logo ins Ausland verkauft.

Was ja bedeuten würde, daß die jede Scheibe vermessen würden, was du aber bereits verneint hast.

Du verstrickst dich hier in ziemliche Widersprüchlichkeiten.

Ich kann nur sagen, daß die Qualität die wir ausliefern immer dieselbe ist. Egal ob Erstausrüster oder Zubehör.

Damit ist für mich alles gesagt und da wir hier sowieso nicht weiterkommen, auch dieser Thread für mich erledigt.

Themenstarteram 14. Oktober 2012 um 21:43

Zitat:

Original geschrieben von SAAB 96

@ Einige_Fragen

Wenn du so denkst.......dann solltest du auch morgens nicht mehr aus den Haus gehen !:cool:

Weshalb? Weil ich zumindest vorsichtig bin und nicht alles glaube, was Verkäufer erzählen?

an den themenstarter:

du bestimmst mit der auftragserteilung welche arbeiten an deinem fahrzeug gemacht werden.

fertig und aus.

wenn du nur in auftrag gibst scheiben und klötze zu erneuern dann darf nur das gemacht werden.

alles andere ist nur eine empfehlung der werkstatt.

ist es technisch notwendig die flüssigkeit in diesem fall zu erneuern? nein.

Warum wird hier eigentlich über "50 Euro "so viel Wind gemacht?

Ich habe seinerzeit mit einem neu erworbenen KFZ in Passlagege(alte Römerstrasse/Brenner /nicht Tunnel /ein totales Bremsversagen gehabt.

Nach Abkülung der Bremsanlage war wieder alles ok.

Jetzt immer schön Flüssigkeiten gewechselt.

Diese Summe verrauche ich in der Woche den anderen Teil stecke ich in mein KFZ ohne Murren.

Ist zwar fachlich nicht begründet,aber meine Meinung.

Hallo an alle, würde gern folgende Frage anfügen, da bei mir jetzt auch Service B1 sowie Wechsel Scheiben und Beläge an der Vorderachse anstehen: Ist ein Aufwand von 80€ + Material für das Wechseln der Flüssigkeit gerechtfertigt, auch wenn die Bremsen vorne eh erneuert werden, oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun?

Richtig, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Ich habe 55,- bezahlt im September 22 und das inkl. Flüssigkeit und bei der SBC, wo die Diagnose angeschlossen sein muss und 2 Mechaniker beschäftigt sind. Festpreis einer kleiner privat geführten Werkstatt und Reifenservice.

die ersten 2 Antworten haben es beantwotet. Einfach selbst entscheiden.

Der Nutzer sollte Werksvorgaben einhalten.

Der Tüv prüft die Bremsen auf volleständige Funktion im normalen Betrieb.

Der Hersteller/Werkstatt empfiehlt was sinnvoll ist, und Umsatz bringt.

Der Kenner kann varieren, technisch und betriebswirtschaftlich entscheiden und die Lebensdauer länger nutzen.

Der Rennfahrer prüft und ersetzt alles top. Und da ist Bremswirkung /Wasseranteil /Temperatur absolut entscheident

 

Ergebnis /meine Empfehlung für TE: immer nach Werksvorgaben richten.

Zitat:

@Moers75 [url=https://www.motor-talk.de/.../...eit-erneuert-werden-t4232574.html?...]schrieb am 13. Oktober 2012 um 14:01:22 Uhr

 

Jep, hab mal bei einem Hersteller Praktikum gemacht. Alles eine Produktion, hinterher wurde der Rundlauf in der Qualitätssicherung getestet. Die besten bekamen dann das Logo des Autoherstellers, die immer noch guten wurden unter eigenem Namen verkauft und der Rest unter fremdem Logo ins Ausland verkauft. Ähnliches hab ich auch schon bei anderen Produkten erlebt, es wird mit breiten Toleranzen gefertigt, da ist ja genug zwischen was "zufällig" Top ist. Hinterher wird dann entschieden wie es verpackt wird.

Daraus schließe ich, dass der verwendete Werkstoff der Gleiche ist. Eine zulässige Toleranz darf natürlich ausgenutzt werden.

Ich lasse das auf jeden machen, wenn es die Werkstatt empfiehlt (weil ich es selbst nicht einschätzen kann). Ich bin mir aber nicht mehr sicher, ob ich das bei MB machen lassen werde. Die Differenz zwischen MB und freier Werkstatt für Service B1 und Bremsscheiben und -Belagwechsel beträgt immerhin 500€

Zitat:

@Spannungsprüfer13299 schrieb am 14. Oktober 2012 um 20:26:03 Uhr:

Zitat:

Die Passabfahrt ist bei jemandem der nicht gerade die Bremse dauerhaft schleifen lässt gar nicht so schlimm. Weit geringeres Tempo, längere Zeit wo die innenbelüftete Scheibe auch wieder viel Energie an die Umgebung abgeben kann. Das ist viel Verschleiß, bei normaler Fahrweise hat man die Spitzentemperaturen aber bei den Bremsungen auf der Autobahn,

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Gerade die Paßabfahrt ist da besonders kritisch, weil meist Serpentinen: Kurve --> stark bremsen, gerade --> Bremse ganz gelöst, ...... und das Ganze ein Dutzendmal hintereinander. Ohne überwiegendes Bremsen mit der Motorbremse ist da jede Bremsanlage schnell am Ende.

Bremsenmordende Strecken: Silveretta Hochalpenstrasse, Großklockner, Abfahrt Sand Schwarzwaldhochstrasse nach Bühlertal oder Abfahrt Scheibelseckle Richtung Achern......

... da kommt keine Vollbremsung auf der Autobahn ran.

 

Gruß SRAM

Wie heißt es so schön:"Man sollte beim Bergrunterfahren den Gang wählen, den man auch beim Berghochfahren wählt.

Und damit müsste man auch nicht so stark bremsen.

Zitat:

@C300dMOPF schrieb am 18. November 2022 um 11:23:05 Uhr:

Ich lasse das auf jeden machen, wenn es die Werkstatt empfiehlt (weil ich es selbst nicht einschätzen kann). Ich bin mir aber nicht mehr sicher, ob ich das bei MB machen lassen werde. Die Differenz zwischen MB und freier Werkstatt für Service B1 und Bremsscheiben und -Belagwechsel beträgt immerhin 500€

Die Frage ist, wann war der letzte Wechsel? Liegt er länger als 24 Monate zurück, machen lassen. Ist es erst ein Jahr her, würde ich das erst mit dem nächsten Service beauftragen.

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