Bremsscheiben Hinten die 10te. So sehen die nach 28000 km aus.
Es ist wohl kein Geheimnis mehr, dass die hinteren Bremsen am Kamiq eine Art Glücksspiel sind. Einige von euch haben nach 50.000 km keine Probleme, andere – wie ich – schon nach kurzer Zeit. In meinem Fall waren die hinteren Bremsscheiben bereits nach 20.000 km total verrostet. Und damit meine ich nicht oberflächlichen Flugrost, sondern richtig festen Rost, schlechtes Bremsbild und natürlich unbrauchbare Bremsklötze.
Wer sich nicht traut oder nicht das nötige Wissen, Werkzeug oder den Platz hat, um die Bremsen selbst zu machen, muss in die Werkstatt. Wie teuer das dort ist, weiß ich nicht – aber die Kosten für Selbstschrauber sind überschaubar. Ich wollte euch ein paar Fotos zeigen und kurz erzählen, wie ich meine Bremsen selbst gewechselt habe.
Als Ersatz habe ich mir über die AutoDoc-App (geht natürlich auch woanders) einen Satz ATE-Bremsscheiben und -Klötze für die Hinterachse gekauft. Dazu direkt einen Bremskolbenrückdreher. Die Gesamtkosten lagen bei 94 € inklusive Versand.
Autodoc liefert auf Wunsch eine Anleitung mit. Tatsächlich ist es ziemlich einfach, die Scheiben und Klötze zu tauschen, und ich war innerhalb einer Stunde komplett fertig – vom Auto hochbocken bis wieder ablassen.
Die Handhabung des Kolbenrückdrehers will allerdings geübt sein, das hat bei mir allein schon rund 20 Minuten von der gesamten Stunde in Anspruch genommen.
Mein Kamiq ist der 1.5 TSI mit DSG-Automatik. Bei der letzten Inspektion hat mich die Skoda-Werkstatt auf das schlechte Bremsbild hingewiesen (das war mir zu dem Zeitpunkt allerdings schon selbst aufgefallen, aber nett, dass sie es erwähnt haben). Sie sagten mir – wie viele hier auch schon hören mussten – ich würde „zu wenig bremsen“. Na ja, mehr als anhalten kann ich eben auch nicht. Ich denke, es ist eine Kombination mehrerer Faktoren:
- Ich fahre tatsächlich nicht viel, nur ca. 7.000 km pro Jahr. Das heißt, der Wagen steht recht viel.
- Wenn es regnet, bildet sich Flugrost, der nicht immer gleich weggebremst wird.
- Zudem bremst das Automatikgetriebe in der Stadt fast von alleine, man nutzt die Bremsen also weniger intensiv.
Die Klötze waren zu etwa 50 % abgenutzt, was einer Laufleistung von ca. 50.000 km entsprechen würde – meiner Meinung nach absolut in Ordnung.
Das war’s eigentlich auch schon. Ich wollte nur meine Erfahrung mit euch teilen:
Ja, die Bremsen können schnell schlecht aussehen.
Ja, für den geübten Hobbyschrauber ist der Tausch problemlos machbar und schnell erledigt.
Und ja, so bleiben die Kosten sehr überschaubar.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!
Jason
2 Antworten
Das die hinteren Bremsen allgemein im gesamten VW Konzern nicht den besten Ruf haben solltedoch wohl längst jeder wissen.
Die Foren sind gut gefüllt mit entsprechenden Themen.
Zitat:
@KamiqBoy schrieb am 23. August 2025 um 18:51:35 Uhr:
Das die hinteren Bremsen allgemein im gesamten VW Konzern nicht den besten Ruf haben solltedoch wohl längst jeder wissen.
Die Foren sind gut gefüllt mit entsprechenden Themen.
Guten Morgen, da gebe ich dir recht. Wissen wir inzwischen warum das so ist? Wer war der Zulieferer für diese Bremsscheiben.
Das müssen die Mitarbeiter die Autohäuser auch schon wissen. Mit der Anmerkung "mehr Bremsen" ist das meine Meinung nach echt frech.
Gruß