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Brandvorsorge / Feuerlöscher im Auto / Erfahrungen?

Themenstarteram 15. Mai 2016 um 11:22

Hallo Oldifreunde,

 

Nach knapp 10 Jahren Brandfreien Oldi-fahrens, möchte ich gerne 1-2 Feuerlöscher im Auto anbringen. In diesem Falle im Cadillac. Etliche Berichte hier auf MT und anderen habe ich bereits gelesen. Jedoch scheint es mir so, das verhältnismäßig wenige Fahrer solche Maßnahmen an Bord haben.

Darum frage ich einfach mal in die Runde hier:

Welche Löscher/Typ (Wasser/ABC-Pulver ect) habt Ihr an Bord und WO habt Ihr die Löscher plaziert? Habt Ihr die schonmal selbst benötigt an eurem oder anderen Fahrzeugen?

Ich tu mich noch etwas schwer mit der Positionierung. Ansich wollte ich vermeiden, extra Löcher zu bohren, komme da aber wohl nicht drum herum. Auch die Reaktionszeit spielt ja eine Rolle...

Erste Idee war, einen kleinen 1-2Kg Löscher an der Mittelkonsole zu befestigen, einen zweiten, größeren im Kofferraum. Ersterer vll. einen Schaumlöscher, auf Pulver würde ich als erstes verzichten auch wenn effektiver. (Siehe Nachteile von Pulver). Der größere Löscher im Kofferraum würde wohl ein Pulverlöscher werden.

Da dises Jahr mehrere größere Fahrten anstehen, überwiegend im Ausland, möchte ich zumindest vorbereitet sein. Bin auf eure Erfahrungen gespannt :-)

Danke und Grüße

Jens

Cadillac66
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16 Antworten

Nimm doch Spray, ist wesentlich handlicher und bohren brauchst du dann auch nicht.

http://www.brand-feuer.de/.../..._10_-_L%C3%B6schen_aus_der_Dose_-.pdf

mfg

Ich sehe das von der versicherungsrechtlichen Seite:

Wenn Du einen FLi m Auto hast, Dein Wagen anfängt zu kokeln und Du benutzt das Ding nicht, gibt´s kein Geld von der Versicherung. Hast Du keinen FL, so gibt´s Geld, denn Du ´hast ja keinen FL, den Du benutzen kannst.

Darum habe ich keinen Feuerlöscher im Auto.

Gruß, Erik.

Hallo Jens,

ich habe in meinem Mustang unauffällig, aber griffbereit einen kleinen 2 Kg Pulverlöscher per Klett am Mitteltunnel befestigt (s. Foto). Dieser ist aber in erster Linie nur dazu gedacht, mir ein paar rettende Sekunden zu verschaffen, das brennende Fahrzeug zu verlassen (z.B. bei einem Underdash-Brand), als das Fahrzeug selbst zu retten. Mit 2 Kg richtet man da eh nicht viel an.

Um einen größeren Schaden vom Fahrzeug im Falle eines (kleineren) Brandes abzuwenden, würde ich dir zu einem größeren CO2-Löscher raten, da sowohl Pulver, als auch Schaum fiese Schäden im Bereich Blech und Elektrik anrichten.

Sehr schönes Auto übrigens!

Gruß

Daniel

Img-1760
Themenstarteram 15. Mai 2016 um 23:38

Danke für eure Antworten.

@156pilota, ja so in etwa dachte ich mir das...man sollte eben schnell ran kommen, im Falle des Falles.

@Projekt X 1/4: Mag sein das dies so ist bei der Versicherung. Allerdings sehe ich das so, das mir kein Geld der Welt die viele Arbeitszeit, welche ich im laufe des letzten Jahrzehnts investiert habe, mir dies ersetzen kann. Und da ist mir die schnelle selbsthilfe lieber, als von der Versicherung Geld zu kassieren ;-)

 

Offensichtlich scheinen sich wirklich nicht viele damit auseinander zu setzen...schade eigentlich.

Grüße

Jens

Zitat:

@Projekt X 1/4 schrieb am 15. Mai 2016 um 12:21:55 Uhr:

Ich sehe das von der versicherungsrechtlichen Seite:

Wenn Du einen FLi m Auto hast, Dein Wagen anfängt zu kokeln und Du benutzt das Ding nicht, gibt´s kein Geld von der Versicherung. Hast Du keinen FL, so gibt´s Geld, denn Du ´hast ja keinen FL, den Du benutzen kannst.

Darum habe ich keinen Feuerlöscher im Auto.

Gruß, Erik.

Kurz und bündig: Nein! Du hast weder eine Verpflichtung, einen Feuerlöscher mitzuführen, noch ihn zu benutzen, wenn Du einen dabei hast. Weder im Auto, noch zu Hause.

 

Trotzdem ist die Sicht der Versicherung nicht die dümmste und die sagt: relativ wenig Brandschäden, die Du mit Feuerlöscher vermeiden kannst.

 

Schaffe Dir einen Feuerlöscher an, den Du im Kofferraum deponieren kannst, aber ohne bohren zu müssen. Im Zweifel brennt der Motorraum und da kannst Du den Schaden evtl minimieren. Wichtiger ist hier aber der Personenschutz bei Unfällen, egal ob Du selbst betroffen bist oder nicht!

Zitat:

@kleinaberfein schrieb am 15. Mai 2016 um 11:22:38 Uhr:

Hallo Oldifreunde,

 

(...)

.Cadillac. :eek::cool:

(...)

Danke und Grüße

Jens

Dieses Wort und dieses g***e Auto ist zunächst alles gewesen, was ich behalten habe :D

Glückwunsch zu diesem Wahnsinnsteil! Toll :)

Ja Jens, ich hatte dermaleinst einen Audi V8 und habe diesen Wagen geliebt, konnte ihn mir aber irgendwann nicht mehr leisten. Der hatte einen Feuerlöscher ab Werk an Bord, welcher im Fußraum auf Fahrerseite befestigt war. Da war eine recht solide Halterung, die dennoch die Bein- und Fußfreiheit nicht behindert hat (jedenfalls in meiner Erinnerung).

Die hier schon wieder aufkeimende - ich nenne es jetzt mal so - Versicherungs-Hysterie kannst du, glaube ich, etwas niedriger hängen*.

Oder anders ausgedrückt: bevor du dich hier im Forum mit Halbwahrheiten, Einschätzungen und meinethalben auch Wahrheiten und Tatsachen aufhältst, die dir alle möglichen Members mitteilen, frage doch einfach bei deiner Versicherung nach.

Da wird wahrscheinlich jede Versicherung, die überhaupt so ein Auto standesgemäß versichert, ihr eigenes Haftungs-Süppchen kochen, so dass meiner Meinung nach Verallgemeinerungen nicht weiterbringen. Deshalb würde ich an deiner Stelle meine eigene Versicherung zum konkreten Fall und Konstellation befragen und mir das ggf schriftlich geben lassen.

Ich kann mir z. B. durchaus vorstellen, dass eine Oldtimer-Versicherung, die ihren Namen verdient, trotzdem zahlt, auch wenn man einen Feuerlöscher an Bord hat und ihn - aufgrund welcher Umstände auch immer - nicht benutzt im Falle eines Brandes... aber auch das ist meinerseits eben reine Spekulation!

Ich würde wohl diese Klettband-Lösung favorisieren, schon um UNBEDINGT zu VERMEIDEN, Löcher :(:eek: zu bohren! Man bohrt keine Löcher in altes Blech dahin, wo der Hersteller sie nicht vorgesehen hat - egal weshalb - außer man verlässt den Originalzustand unwiderruflich.

---

*Gerade gesehen, das während meines Schreibens ein Member (Mimro) eine ähnliche Einschätzung geäußert hat. Freut mich, dass ich da nicht allein bin :)

---

Fakt ist, dass du einen genialen Cadillac hast - aber das sagte ich ja schon :D

Was ich noch nicht sagte & jetzt sage: guter Jahrgang :D:D

am 16. Mai 2016 um 10:45

Feuerlöscher hin oder her. Wenn es brennt ist meist nicht mehr viel zu retten.

Wenn man es nicht schafft, den Brand sofort bei Entstehung zu löschen ist es meistens schon zu spät.

Ich hatte früher auch immer einen 6kg ABC-Löscher im Kofferraum den ich sogar einmal gebraucht habe.

Allerdings an einem anderen Fahrzeug, das vor mir fuhr und auf den Standstreifen dann rollte.

Bis ich den Löscher aus dem Auto hatte war die Motorhaube schon so heiß, das man sie nicht mal mehr aufbrachte und an löschen war dann nicht mehr zu denken. Ich hab der Dame dann noch alles "wichtige" aus dem Auto geräumt und in die Wiese geschmissen und nebenbei die Feuerwehr gerufen.

Die waren wirklich schnell, hat keine 10 Minuten gebraucht. In dieser Zeit befand sich das Auto ( war ein Vectra A) dann schon so gut wie im Vollbrand. Das geht rasendschnell.

Auch, wenn es weh tut, ein geliebtes Fahrzeug zu verlieren, Eigensicherung steht an erster Stelle. Und lieber steige ich aus und lass es brennen, bevor ich mich selbst noch verletze.

Palimmpalimm,

ich habe in meinem Derby diesen Feuerlöscher an Bord. Er befindet sich im Kofferraum. Die mitgelieferte Kunststoffhalterung konnte ich dank fehlender Verkleidung problemlos befestigen, ohne etwas zu bohren.

Ob das kleine Ding im Ernstfall wirklich das Auto rettet, halte ich für unwahrscheinlich. Ich hatte das Ding allerdings schonmal in einer vermeintlichen Notsituation in der Hand. Zum Glück war es nur ein geplatzter Kühlwasserschlauch.

Ganz nebenbei: Als Verbandkasten kann ich diesen Freund empfehlen. Er ist länglich und hat Klettstreifen auf der Rückseite. So kann man ihn ganz gut unter dem Fahrersitz verstauen, selbst in einem kleinen VW. Die original Halterung für den Derby zu finden ist nämlich fast unmöglich, das dürfte bei anderen Autos ähnlich sein.

Gruß

Steini

Aus eigener Erfahrung vor zwei Monaten: einen kleinen 2kg-Löscher als Waffe gegen Gestehungsbrände oder um sich Zeit für den Ausstieg zu verschaffen halte ich für zumutbar, möglich und machbar. In meinem Austin 1100 (nicht sehr wertvoll, eher emotionale Bindung) hatte ich 2013 für die geplante Teilnahme an einer anspruchsvollen Rallye einen FL installiert. Die Anbringung konnte ohne zusätzliche Löcher mit Hilfe der Befestigungspunkte für den Beifahrersitz erfolgen.

Die Rallye hatten mein Kumpel und ich dann doch abgeblasen (etwas *zu* anspruchsvoll für unser Talent), der Löscher blieb. Schön fand ich ihn nicht. Vor zwei Monaten gab es dann aber durch einen defekten Blinkerschalter plötzlich Rauch aus der Lenksäule. Zunächst konnte ich das durch schnelles Abklemmen der Batterie stoppen, war aber dann doch neugierig und nahm die Verkleidung ab und schloss die Batterie wieder an. Schnell stieg wieder Rauch auf und kurz danach fing der Kunststoff am Träger der (primitiven) Blinkerkontakte Feuer. Pusten half nicht, also nahm ich den Batteriekontakt wieder ab, fummelte den Löscher aus der Halterung, ein kurzer SToß und dann war das Feuer aus.

Sachschaden: knapp € 70 plus ein neuer Löscher für nicht ganz 20 Euronen. Das hätte auch anders laufen können.

Viele Grüße

SPyderRyder

Zitat:

@kruemeldriver schrieb am 16. Mai 2016 um 10:45:32 Uhr:

Feuerlöscher hin oder her. Wenn es brennt ist meist nicht mehr viel zu retten.

Wenn man es nicht schafft, den Brand sofort bei Entstehung zu löschen ist es meistens schon zu spät.

Ich hatte früher auch immer einen 6kg ABC-Löscher im Kofferraum den ich sogar einmal gebraucht habe.

Allerdings an einem anderen Fahrzeug, das vor mir fuhr und auf den Standstreifen dann rollte.

Bis ich den Löscher aus dem Auto hatte war die Motorhaube schon so heiß, das man sie nicht mal mehr aufbrachte und an löschen war dann nicht mehr zu denken. Ich hab der Dame dann noch alles "wichtige" aus dem Auto geräumt und in die Wiese geschmissen und nebenbei die Feuerwehr gerufen.

Die waren wirklich schnell, hat keine 10 Minuten gebraucht. In dieser Zeit befand sich das Auto ( war ein Vectra A) dann schon so gut wie im Vollbrand. Das geht rasendschnell.

Auch, wenn es weh tut, ein geliebtes Fahrzeug zu verlieren, Eigensicherung steht an erster Stelle. Und lieber steige ich aus und lass es brennen, bevor ich mich selbst noch verletze.

Ein super Beitrag ... mir würde es auch richtig richtig weh tun, wenn meiner abfackeln würde... dennoch habe ich keinen Feuerlöscher.

Wer wie Krümeldriver schon selbst einmal gelöscht hat, weiß wovon er spricht. Ich hatte im Rahmen einer Ausbildung einen Lehrgang bei einer Flughafenfeuerwehr... wo gezielt vers. Scenarien geübt wurden ...

...ohne hier mit Details zu langweilen, kann ich auch nur raten für Leib&Leben ja, für das Fahrzaug selber, sollte man es sich genau überlegen, im Zweifel - Nein... Und nur ein großer Löscher macht Sinn, den sollte man zu bedienen wissen, wissen was man womit löscht, wo und vor allem wie...

...so leit es mir um mein gutes Stück auch weh täte, ich würde es im Zweifel wahrscheinlich abfackeln lassen ... es ist gut versichert...

PS: ... ich zwar auch ... aber davon habe ich dann wahrscheinlich nichts mehr bei einem fehlgeschalgenen Löschversuch.

Es kommt auch immer drauf an, was du löschen willst.

Ein Motorbrand ist relativ einfach in den Griff zu kriegen. Haube entriegeln, aber nicht ganz öffnen. Dann in den Spalt kurze Stöße rein.

Einen Reifenbrand hingegen kriegst du niemals mit Bordmitteln gelöscht.

mfg

am 17. Mai 2016 um 18:43

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 17. Mai 2016 um 18:33:15 Uhr:

...aber nicht ganz öffnen.

Definiere nicht ganz öffnen...

Mit blanken Flossen auf die heiße Motorhaube packen kann schon böse ins Auge gehen...

Entriegelung ziehen und rein mit dem Zeug in kurzen Stößen durch den kleinen Spalt. Wenn du einen Kuhfuß oder ähnliches hast, vielleicht noch ein bisschen aufhebeln, aber mehr auch nicht. Der Brand soll ja nicht noch mehr Sauerstoff kriegen. ;)

mfg

am 17. Mai 2016 um 23:04

Bei einem Reifenbrand gehen die Chancen gegen null.

Entweder man hat sehr viel Sand oder ähnliches dabei und verbuddelt den Reifen oder man fährt in Schlangenlinien und "schüttelt"den Reifen ab oder aber......abfackeln lassen inkl. Fahrzeug.

Ging einem Kollegen von mir schonmal so, das an seinem Auflieger ein Reifen zu brennen begonnen hat.

Er hat auch nur noch den Auflieger abgesattelt und die Maschine gerettet, der Auflieger war danach Schrott.

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