Bootsanhänger ganzjährig auf der Straße abgestellt

In der Straße unseres Wohngebietes (größtenteils Einfamilienhäuser) wird seit zwei Jahren ein knapp 7 Meter langer Bootsanhänger abgestellt. Der Besitzer ist seit langem einige Orte weiter verzogen, das Boot hat er jedoch hier gelassen und zieht es nur alle paar Wochen einige Meter weiter, um es dann vor der Haustür der Anwohner abzustellen. Das Boot wird nicht mehr genutzt. Das Ordnungsamt ist informiert.

Ein Anwohner kennt den Besitzer näher und hat ihn auch auf den Sachverhalt angesprochen. Im Ergebnis zeigte der sich recht uneinsichtig und ist der Meinung, dass ihn die "Tickets" für das widerrechtliche Abstellen des Hängers günstiger kommen als die Anmietung eines Stellplatzes. Was die Anwohner davon halten, sei ihm ohnehin schlichtweg egal. Verkaufen will er das Boot nicht, weil er es vielleicht irgendwann man wieder nutzen möchte.

Der Ärger in der Nachbarschaft ist groß, die dringend benötigten Stellplätze für die Autos sind ohnehin knapp und auch möchte niemand gerne wochenlang so ein Monstrum vor seinem Haus stehen haben, dass möglicherweise dann auch nur 5 Meter weitergezogen wird. Von "einfach wegschleppen" und auf einen Acker stellen bis "abfackeln" gehen hier die Gedanken mittlerweise.

Das ist vielleicht nicht ganz so das Mittel meiner Wahl, ich werde mich jedoch selbst einmal beim Ordnungsamt vorstellen.

Hat jemand sonst noch einen Tipp, wie man in einer solche Sache vorgehen könnte?

321 Antworten

Ich lache nicht.

Schrieb schon, dass wir hier über ein Luxusproblem schwafeln.....

Zitat:

@der_Nordmann schrieb am 6. August 2021 um 12:31:44 Uhr:


Ich lache nicht.

Schrieb schon, dass wir hier über ein Luxusproblem schwafeln.....

Stimmt, in vielen Gegenden ist ein Parkplatz wirklich Luxus.

Das hat eben zwei Probleme.

1. Gibt es immer mehr Fahrzeuge
2. Weniger Stellfläche

Zu 2. Lässt sich noch ergänzen.
Es gab viel mehr große Garagen Komplexe.
Auch in der DDR war das immer mit konzipiert.
Die wurden teilweise in Eigenregie und Eigenkapital errichtet
Mit der Kapitalisierung ging das dann in Genossenschaften oder Vereine über.

Jetzt > 30 Jahre später wurden etliche Höfe geschlossen, abgerissen ... Alles für neue Wohnklötze.
Im Rest der Republik ähnlich.

Jetzt einen vernünftigen Garagenplatz zu bekommen, ist fast utopisch.
Preise wie ein Kleinwagen (in Großstädten) oder Miete wie eine 1-Raum Wohnung machen es für viele nicht erschwinglich.

Zitat:

@63er-joerg schrieb am 6. August 2021 um 10:02:53 Uhr:



Vielleicht ist es nicht der Bootsanhänger allein, der für Ärger sorgt, sondern die Einstellung des Besitzers selbst ?!

Das klingt zwischen den Zeilen genauso durch. Dafür ist aber ein Verkehrsforum die falsche Adresse.

Was juckt mich die Gedankenwelt oder die innere Einstellung wildfremder Menschen? Es gibt Leute die sich genau darüber Gedanken machen, deutlich zu sehen in diesem Thread.

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Du brauchst auch nicht lachen, du verstehst nämlich nichts.

Es geht nicht um einen PKW, der regelmäßig benutzt wird und so auch eine Daseinsberechtigung hat und eben auch abgestellt werden muss. Den kann man ja nun nicht auf einem kilometerweit entfernten Stellplatz unterstellen, dann kann man ja gleich drauf verzichten.

Es geht um die Anschaffung von Hobby- oder Freizeitgeräten wie Anhänger und Wohnwagen, die zweimal im Jahr benutzt werden und die restliche Zeit der Allgemeinheit zur Last fallen.

Von mir aus kann man auch einen PKW pro Haushalt genehmigen und für jeden weiteren muss ein Stellplatz nachgewiesen werden. Ich habe damit kein Problem, aber ich weiß eben auch, dass es für viele ein Problem wäre, was man auch gar nicht lösen kann, weil es nicht so viele Stellplätze zu mieten gibt.

und wie viele Anhänger stehen in deiner Straße unberechtigt?
oder steht der besagte direkt vor deiner Tür 🙂

Ich mach mal zu.

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