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BMW M4 - Keramikbremse - Probleme

BMW M4 F82 (Coupe)
Themenstarteram 8. April 2015 um 12:26

Hallo zusammen,

ich habe nun seit 2 Wochen meinen Neuen mit o.g. Bremse.

Ich wollte euch fragen, wie es mit dem Nassbremsverhalten aussieht?!

Das Problem bei mir ist, dass auf der Autobahn bei starkem Regen die ersten 3 Sekunden so gut wie keine Bremsleistung vorhanden ist. Wenn die Bremse dann packt zieht der Wagen extrem nach links. (Luftdruck der Reifen ist ok)

Laut BMW soll in Abständen gebremst werden um die Scheiben vom Film freizubekommen.. aber das kann es doch nicht sein ..?!

Gibt es Leute die ähnliches erfahren mussten? Ist das Problem beseitigt worden..und wenn ja, was wurde gemacht?

Besten Dank & Grüße,

Andre

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15 Antworten

Ich wollte hier eigentlich was ganz anderes schreiben ...

... das mit dem Nassbremsverhalten hatte ich auch - jedenfalls das erste mal. Entweder habe ich mich daran sehr schnell gewöhnt oder mir ist das bei meiner letzten Regenfahrt nicht mehr passiert.

Teufel, Teufel, dass BMW das Nassbremsverhalten nicht in den Griff bekommt, ist nicht verständlich.

Ich habe gerade in einem anderen Thread das selbe Phänomen bei meiner M-Sportbremse geschildert,genau das selbe Verhalten und möchte jetzt auf die Performance-Scheibe wechseln. Aber dass das Problem auch bei der Keramik-Bremse besteht, ist bei dem Preis eigentlich nicht mehr akzeptabel. Ich frage mich, was mit der Trockenbremsfunktion ist, warum funktioniert die bei den 4ern offensichtlich nicht so, wie sie sollte, und die Airbreather

hatte ich eigentlich als Maßnahme gegen zuviel Anlagerung von Wasser auf der Bremse gesehen (bessere Belüftung des gesamten Radhauses) und die Argumentation von BMW bzgl. besserer Aerodynamik nur als vorgeschobenes Argument. Scheinbar ist das nicht so.

Naja. Je größer die Bremse, desto größer das Problem. Da kann wohl niemand was gegen machen - außer wie Audi die Bremsen gut verpacken und zu heiß werden zu lassen. Auch nicht geil.

Themenstarteram 10. April 2015 um 10:35

Richtig. Das ist mir ebenso nicht verständlich. Zumal es wirklich ein enormes Sicherheitsrisiko ist. Daran gewöhnen möchte ich mich nicht....

Ich hoffe, dass es bei meinem bevorstehenden Werkstatttermin hier eine Abhilfe gibt...

Auch wenn ich keinen M4 mit Keramikbremse habe, sondern einen 530d F10, habe ich genau das selbe Verhalten bei langen Autobahnfahrten im Regen.

Das ist wirklich brutal... wenn ich lange fahre ohne zu bremsen und dann die Bremse betätige, dann geht 2-3 Sekunden GAR NICHTS. Wenn man in diesem Zustand stark bremst - aufgrund Panik wenn man es nicht gewohnt ist - und die Bremse dann greift, zieht der Wagen bei mir auch extrem auf eine Seite. Welche Seite hängt wohl davon ab welches Rad als erstes wieder bremst.

Wenn man im Regen allerdings ab und zu bremsen muss, ist alles wunderbar. Es tritt also nur auf wenn man eine längere Zeit fährt ohne zu bremsen. Es kommt mir auch so vor als wäre es schlimmer je kälter es dabei ist. Kann aber auch Einbildung sein.

Mittlerweile habe ich mich drauf eingestellt und bremse einfach ab und zu selbst. Dachte eigentlich es gibt diese tolle Trockenbremsfunktion, aber scheinbar funktioniert das nicht korrekt. Fahre immer mit Regensensor.

Da ich das bei allen meinen letzten BMW's hatte (wenn auch nicht so extrem), gehe ich davon aus, dass BMW das einfach nicht in den Griff bekommt. Wie sich hier andere Hersteller schlagen kann ich leider nicht beurteilen, dazu fehlt mir der Vergleich.

MfG bene

Die Themenüberschrift wurde auf Wunsch des TE geändert.

Gruß

Zimpalazumpala

MT-Moderation

am 10. April 2015 um 16:10

Meine Erfahrung zu dem Thema vllt. hilft es - ihr könnt mich korrigieren:

 

Es liegt an dem Wasserfilm der auf den Scheiben ist. Dieser wird erst durch die Betätigung der Bremse (Klotz auf Scheibe) entfernt und nachdem die Scheibe trocken gebremst ist, kann die volle Bremswirkung einsetzen. Bis dahin hat der Klotz Aquaplaning und dadurch entsteht auch die Verzögerung im Ansprechverhalten. Gelochte oder geschlitzte Scheiben können das jedoch verbessern, weil das Wasser über die Löcher bzw. Schlitze weggedrückt wird.

 

Wenn jetzt eine Bremse sehr gut belüftet wird/ist (was man ja möchte, gerade bei M-Fahrzeugen), gelangt natürlich auch bei Regen mehr Wasser über diese Zufuhrkanäle auf die Scheibe d.h. bessere Lüftung, mehr Wasser auf der Scheibe, schlechteres Ansprechverhalten.

 

Einige Hersteller haben Lösungen das bei Nässe die Klötze leicht anliegen und die Bremse stets trocken gehalten wird. Aber da hat man natürlich erhöhten Verschleiß.

Wenn die Bremse dann einmal warm ist, wird das Ansprechverhalten natürlich besser, weil das Wasser verdampft.

 

Wenn kein Defekt vorliegt, wird wahrscheinlich keine einfache Lösung möglich sein, weil eben die Physik da ist. Man müsste dann auf andere positive Eigenschaften verzichten bzw. muss man dort Einbußen hinnehmen.

 

Die optimale Lösung wäre sicherlich den Radkasten und die Luftzufuhr so zu gestalten, das keinerlei Wasser auf die Scheiben kommt. Sondern nur frische, gekühlte Luft :)

Zitat:

@fridayM schrieb am 10. April 2015 um 16:10:48 Uhr:

Gelochte oder geschlitzte Scheiben können das jedoch verbessern, weil das Wasser über die Löcher bzw. Schlitze weggedrückt wird.

Die Bremsscheiben bei den M-Modellen waren in den letzten Generationen schon immer gelocht. Die vom TE ist keine Ausnahme (allerdings sind die Löcher kleiner als bei einer Stahlbremsscheibe). Ich kenne das Nassbremsverhalten bzw. habe es auch selber mit meiner M-Sportbremse. Die ist aber nicht (an)gelocht und dieses Verhalten wäre bei ihr zu erwarten.

Dass der TE nun mit der angeblich besten Bremse die BMW zu bieten hat, in solche Probleme gerät, überrascht mich nun doch. Es wäre evtl. interessant von den Mitgliedern mit (an)gelochten Stahlscheiben zu erfahren wie das Nassbremsverhalten aussieht. Ausschlaggebend ist auch ob man das M-Paket hat, denn es hat vorne eine ordentliche Bremslüftung.

Ansonsten bleibt wirklich nur bei Regen im Hinterkopf zu behalten dass man regelmäßig trockenbremsen soll. Man gewöhnt sich aber erstaunlich gut daran.

Hatte ähnliche Probleme mit meinem RS4 (B7), da erschrickt man zum Teil ordentlich. Allerdings würde ich die Bremsverzögerung beim Audi eher mit 0,5 Sekunden einschätzen, danach haben die Bremsen normal zugepackt. Bei meinem 997 GT2 war es dagegen kein Problem.

Beide Autos hatten Keramik, der RS4 allerdings nur vorne. Ich glaube Audi hatte damals auch mit einer Trockenbremsfunktion geworben, ob das ohne diese Funktion wohl noch schlechter gewesen wäre?

Mit der serienmäßigen Bremsanlage und 19 Zoll habe ich dieses Problem bei meinem M3 nicht.

Die Bremse packt auch bei Nässe ohne Verzögerung zu!

Das ist in der Regel ein Problem bei Keramikbremsanlagen. Vielleicht kennt ja jemand die technische Erklärung dafür?!

Keramikbremsen sind immer noch im Bereich der aktuellen Forschung. Wirklich ausgereift sind sie noch nicht. Die M verbaut sie nicht wirklich deswegen, weil sie davon als überlegene Lösung überzeugt ist, sondern weil von den Käufern die Anforderung da war.

Im Vergleich zur Serienbremse ist die Keramikbremse definitiv standfester, nach ein paar Runden Rennstrecke wird der Unterschied mit Sicherheit sehr deutlich, das dürfte aber nur für sehr wenige Besitzer relevant werden. Und es liegt hauptsächlich daran, dass die Stahlbremsanlage eher am unteren Ende für solch ein Fahrzeug dimensioniert ist. Eine größere Stahlbremsanlage wäre aus meiner Sicht die beste Lösung, sobald meine Stahlbremse "durch" ist werde ich in diese Richtung aufrüsten.

Hi Leute, und gibt es schon neue Info's oder Abhilfe für dieses Problem?

Habe bei meinem M3 F80 zwar nur die Stahlbremse (M Compound) aber überlege meine bald oder irgendwann aufzurüsten auf Keramik....Vielleicht gönne ich mir aber auch eine ordentliche "Move IT" Keramikbremsanlage....

Bin vor einigen Wochen ein M4 Kundenfahrzeug gefahren mit Stahlbremse und Rennbremsbeläge aus Keramik...das war eine extrem gute Kombination, die hat extrem gut gepackt wie die Keramikbremsanlage und im nassen sogar denke ich etwas direkter, nur halt bei extremer Belastung etwas lauter aber das stört mich nicht wirklich.

Leider wird dadurch die Stahl-Scheibe mehr leiden aber es packt viel besser als die normalen Beläge und wäre preislich auch etwas günstiger wenn man etwas auf die Scheiben achtet.

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